Wege und Natursteinmauern

Seit zwei Jahren habe ich nun meinen Garten.

Seither hat sich viel getan – und derzeit findet das große Finale statt: das Setzen von Natursteinmauern und Wegen.

Was bisher geschah:

Sommer 2013: Der Garten wird meiner. Er ist wild. Sehr wild.

Herbst 2013: Die Verwandtschaft aus dem Sauerland rückt an und fällt zwei mehrfamilienhausgroße Nadelbäume und einen Lebensbaum. Den Winter über sieht der Garten aus wie der Fußboden einer rübezahlschen Adventskranzbastelwerkstatt. Die Vögel finden es toll. Ich eher nicht so.

Frühjahr 2014: Es reift die Erkenntnis, dass das Tannengrün nicht alleine aus dem Garten spaziert und der Transport mit einem Kleinwagen zwar machbar ist, aber einen erheblichen Teil des Jahresurlaubs in Anspruch nehmen wird. Großreinemachen mit einem 7-m³-Container Grünabfall. Wir müssen darauf herumhüpfen, damit alles reinpasst.

Sommer 2014: Urbar-Machen des eroberten Landes dort, wo die Nadelbäume standen. Anlegen erster Gemüsebeete.

Herbst 2014: Abriss der Hütte des Grauens und *Tim-Taylor-Grunzen* Auftritt der Profi-Bodenfräse. Busch- und Baumschnitt, große Mengen Efeu und Wurzelwerk. Großreinemachen – diesmal mit einem 10-m³-Grüncontainer.

Frühjahr 2015: Ein neuer Zaun und Beetbegrenzungen. Ein Staudenbeet.

Sommer 2015: Bau des Gewächshauses.

Und jetzt?

Das Gefälle im Garten erlaubt es, eine Natursteinmauer einzuziehen und dadurch eine Terrassierung zu schaffen. Die Terrasse selbst ist 60er-Jahre-Chic. Eine Wand aus (teils kaputten) Glasbausteinen begrenzt die linke Seite. Sie ist nicht sehr schön und nimmt außerdem Licht aus der Küche weg.

Im rechten Bereich ist eine Reihe von Beton-Pflanzkübeln, die ebenfalls nicht wahnsinnig hübsch sind.

Projekt Natursteinmauern & Wege: vorher

Vorher.

Alles ersetzt ein Gartenbauer nun durch Natursteine: Das Gewächshaus bekommt ein Plateau. Das Plateau wird mit einer Natursteinmauer abgesichert. Die Betonkübel verschwinden. Stattdessen auch dort: eine Natursteinmauer. Die Terrasse wird neu gepflastert und angehoben, so dass ich ebenerdig aus der Küche heraustreten kann. Statt Gehplatten gibt es demnächst Wege aus Naturkopfsteinpflaster.

Bislang haben der Mitbewohner und ich im Garten alles selbst gemacht. In dieser Sache hingegen beschäftigen wir einen Profi. Er ist Spezialist für Lehmbau und schafft seit drei Tagen.

So sah es am Dienstagmorgen aus:

Projekt Natursteinmauern & Wege: Tag 1

Tag 1.

So sah es heute Morgen aus:

Projekt Natursteinmauern & Wege: Tag 2

Tag 2.

Ich freue schon wahnsinnig auf die neue Terrasse. Selbst wenn ich in den nächsten Wintermonaten nicht viel im Garten sein werde: Alleine, dass ich rausschauen und gucken kann, erfreut mein Herz!

Und wenn alles fertig ist … so eine Terrasse muss auch im Winter eingeweiht werden, oder?

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