Rasenjahr 2017: Weg mit Klee und Moos – jetzt ist der Rasen dran! [Bezahlter Produkttest]

Mein Rasen ist grün und dicht – wenn man ihn aus der Ferne anschaut. Geht man näher heran, sieht man das:

Vorher: Der Rasen voller Klee und ... Zeugs

Vorher: Der Rasen voller Klee und … Zeugs

Nach dem großen Gartenumbau 2015, dem Bau des Gewächshauses und der Neubepflanzung des Gartens 2016 sind die groben Arbeiten abgeschlossen. Kommen kommen die Schönheitsoperationen dran. Zum Beispiel am Rasen.

Meine Gartenphilosophie ist: naturnah und gleichzeitig gepflegt. Bezogen auf den Rasen heißt das: Es darf ruhig rustikal sein, es muss kein englischer Rasen sein. Ich krieche nicht mit der Nagelschere übers Gras. Doch was zu viel ist, ist zu viel: Mein Rasen besteht an manchen Stellen nur aus Klee, Moos, Löwenzahn und Gänseblümchen. Wobei: Gänseblümchen finde ich schön. Wenn halt noch etwas Gras zu sehen ist.

Die Lösung: vertikutieren. Der Zeitpunkt jetzt, im April, ist dazu super geeignet.

Was passiert beim Vertikutieren?

Beim Vertikutieren ritzt ein rotierendes Messer die Grasnarbe der Rasenfläche an. Moos und Unkraut werden herausgezogen. Das Anritzen trägt zur Belüftung des Rasens bei und regt ihn so zum Wachsen an.

Mein Schwiegervater besitzt einen Vertikutierer – und freut sich, wenn er ihn uns leihen kann. Kaffee und Kuchen gibt’s beim Abholen gratis dazu.

Was ist der Unterschied zum Lüften?

Beim Lüften besteht die Rolle nicht aus Messern, sondern aus nadelartigen Zinken, die den Boden nicht einschneiden, sondern den Rasen lediglich ausbürsten. Das hilft vor allem gegen Moos.

Der Vertikutierer ist so groß wie ein Rasenmäher und passt in einen durchschnittlichen Kofferraum. Es gibt ihn in Elektro und als Benzinvariante. Der Schwiegervater hat einen Elektrogerät. Das reicht in unserem Fall aus. Leiht man sich einen Vertikutierer beim Geräteverleih, kostet das zwischen 20 Euro (für vier Stunden) und 40 Euro (für den ganzen Tag).

Schritt 1: Rasen mähen

Um den Rasen zu vertikutieren, sollte er nicht zu lang sein. Vor zwei Wochen habe ich den Rasen das erste Mal gemäht. Jetzt folgt der zweite Schnitt. Ideal für ein gutes Ergebnis!

Schritt 1: Rasen mähen

Schritt 1: Rasen mähen

Wir mähen also wie gewohnt den Rasen. Idealerweise sollte er vorher einmal gedüngt sein. Das haben wir verpasst. Ich bin aber sicher, dass die Neusaat auch so gut wachsen wird.

Schritt 2: Werkzeug richten und los!

Wir bauen zunächst das richtige Werkzeug in den elektrischen Vertikutierer: das Vertikutiermesser. Danach fährt der Mitbewohner mit dem Gerät über den Rasen: erst längs, denn quer.

Rasen mit dem elektrischen Kultivator vertikutieren

Schritt 2: Das Lüftungsmesser raus, das Vertikutiermesser (im Karton) rein – und dann los!

Zwei Runden waren bei uns dringend nötig, denn nach dem ersten Durchgang meinte der Mitbewohner: „Jetzt ist alles Gras weg und das Unkraut noch da.“ Nach dem zweiten Mal vertikutieren war aber auch ein Großteil des Klees draußen.

Der Kompost war danach jedenfalls proppenvoll: Wir holten mehr als drei große Säcke Grünzeug aus dem Rasen. Tipp deshalb: genug Platz bereit halten. Oder eine Fahrt zum Grüncontainer einplanen.

Schritt 3: Säen

Anfang des Jahres hat die Baumarktkette toom mich gefragt, ob ich ihre neue Produktlinie für den Rasen testen wolle. toom bietet mit seinem Rasenkonzept alles von der Rasenerde und verschiedenen Rasensaaten bis hin zu Dünger, Sand und Kalk. Ich habe zugesagt.

Am Wochenende startete ich mit der Saat. Weil ich schon einen Rasen habe, den ich nur bearbeite, nehme ich den toom-Vertikutiermix. Außerdem teste ich den Schattenrasen. Denn der Teil meines Rasens, der neben der Terrasse liegt, hat dauerhaft Schatten. Ich bin gespannt, was „Der Genügsame“, wie der Schattenrasen heißt, dort reißen kann. Die Durchsetzungskraft seiner Vorgänger war nämlich überschaubar.

Schritt 3: Neuen Rasen einsäen

Schritt 3: Neuen Rasen einsäen

Im Vertikutiermix sind Starterdünger und Algenkalk enthalten, so dass ich beim ersten Einsäen nicht extra düngen muss. Das empfinde ich als praktisch.

toom hat eine Streuhilfe mitgeliefert, die wir ebenfalls testen. Denn wirft man den Samen mit der Hand auf den Rasen, ist er nicht gleichmäßig verteilt. Das war vor zwei Jahren, bei meinem letzten Versuch, einen schönen Rasen zu haben, so. Ich hatte dann puschelige, grüne Inselchen – und dazwischen Ackerfläche.

O-Ton des Mitbewohners zur Streuhilfe: „Reicht vollkommen. Da brauchste keinen Streuwagen.“ Allerdings ist das Herausnehmen der Streuöffnung zum Ein- und Nachfüllen ein bisschen fummelig.

Schritt 4: Rasensand streuen und Rasen wässen

Zuletzt geben wir (auch mit der Streuhilfe) Sand auf den Rasen. Der Sand lockert den verdichteten Boden und macht ihn luftdurchlässiger.

Rasensand streuen

Schritt 4: Rasensand streuen und den Rasen wässern

Die Tüte mit den Rasensand ist ziemlich schwer. Hier wären kleinere Portionen beim Einfüllen einfacher zu handhaben. Insgesamt ist das Einsäen aber sehr einfach und das Streuen perfekt: Mit der Hilfe lassen sich in sehr kurzer Zeit große Mengen verteilen. Die ganze Aktion, einschließlich Rasen mähen und vertikutieren, geht erstaunlich schnell: Nach zwei Stunden sind wir fertig. Sie war auch nicht sonderlich beschwerlich. Ich hatte mit mehr Aufwand gerechnet.

Zum Schluss muss  der Rasen gewässert werden. Das haben wir direkt nach dem Säen gemacht. Der Regen der vergangenen Tage hat den Rest erledigt.

Rasen nach dem Vertikutieren: ein Acker

Rasen nach dem Vertikutieren: ein Acker, frisch eingesät

So geht’s weiter:

Erstmal muss der Rasen jetzt wachsen. Ob das gut klappt, werde ich in den nächsten Wochen berichten. Außerdem werde ich Dünger und Rasenkur testen.

Offenlegung: Beim „Rasenjahr 2017“ handelt es sich um einen bezahlten Produkttest.