Projekt PomodoPi: Erntezeit! Tomatentarte mit Ziegenfrischkäse und Rucola

Rechtzeitig zur Tomatenernte sind wir aus dem Urlaub heimgekehrt, und zwei Handvoll knallrote, ansehnliche Tomaten lungern jetzt in der Küche herum (Korrektur, 10 Uhr 45: eine Handvoll, die anderen gab’s zum Frühstück auf Toast). Für den Nachmittag habe ich eine Tomatentarte mit Ziegenfrischkäse und Rucola vorbereitet. So sieht’s aus, wenn es fertig ist:

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Zutaten für den Teig:

250 g Mehl
125 g Butter, kalt
50 ml Wasser
Prise Salz

Zutaten für den Belag:

1 Handvoll Rucola
3 bis 4 Tomaten, je nach Größe
150 ml Sahne
1 Ei und 2 Eigelb
150 g Ziegenfrischkäse
Salz
Pfeffer
Olivenöl

 

Eine Anmerkung vorweg: Tartes haben regional unterschiedliche Standardgrößen. Wenn Sie ein belgisches Rezept und eine französische Standard-Tarteform haben, haben Sie zu wenig Teig. Das französische Standardmaß für eine Tarte ist ein Durchmesser von 28 cm, während belgische und schweizerische Tartes etwas kleiner sind, nämlich 24 bis 26 cm im Durchmesser. Damit es nicht zu einfach wird, sind Elsässer Tartes größer, werden aber dünner ausgewalzt – das haben sich die Elsässer wahrscheinlich vom Flammkuchen abgeguckt. Die Teigmenge in meinem Rezept reicht, um eine französische Tarteform mit 28 cm Durchmesser zu füllen. Wenn Sie Nerven sparen möchten, kaufen Sie sich eine Tarteform aus Silikon. Meine ist aus beschichtetem Aluminium, aber beschichtet hin oder her: irgendwas klebt immer.

Und so geht’s:

250 g Mehl, 125 g kalte, in Stücke geschnittene Butter, 50 ml Wasser und eine Prise Salz erst mit der Maschine, dann von Hand zu einem Teig kneten. Ich gebe immer noch einen EL Kräutermischung „Provence“ in den Teig. Den Teig zu einer Kugel formen und in Folie eingepackt in den Kühlschrank geben. Dort soll er mindestens eine Stunde, maximal aber drei Tage bleiben (man kann den Teig auf Vorrat machen, eingefroren ist er etwa 3 Monate lang haltbar). Nach der Ruhezeit wird der Teig rund ausgewalzt, idealerweise etwa einen halben Zentimeter dick:

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Verrühren Sie ein Ei und zwei Eigelb mit 150 ml Sahne. Heizen Sie den Backofen auf 200° C auf (keine Umluft), zerbröseln Sie etwa die Hälfte des Ziegenfrischkäses und mischen Sie die Brösel unter das Ei:

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Schneiden Sie die Tomaten in Scheiben. Geben Sie den Teig in die Form und formen Sie einen Rand. Geben Sie dann die Ei-Käse-Masse in die Form und belegen Sie sie mit Tomatenscheiben. Würzen Sie die Tomaten noch nicht, das kommt später.

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Die Tarte geben Sie nun für 30 Minuten auf der untersten Schiene in den Backofen. Danach salzen und pfeffern Sie die Tomaten und geben den restlichen Ziegenfrischkäse dazu (und was Sie sonst noch gern dazu essen, ich habe Frühlingszwiebeln genommen, Peperoni passen auch gut dazu) und backen Sie die Tarte weitere 7 Minuten. Währenddessen wenden Sie den Rucola in Olivenöl und geben etwas Pfeffer dazu. Eine Aromatisierung des Rucola mit etwas feinem Balsamico ist auch lecker. Wenn Sie die Tarte aus dem Backofen nehmen, sollte sie etwa so aussehen:

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Heben Sie die Tarte aus der Form, sobald es die Temperatur zulässt, und geben Sie den Rucola darauf. Schneiden Sie die Tarte in Achtel, wie eine Pizza. Die meisten Tartes werden warm gegessen, schmecken aber auch noch kalt am nächsten Tag.

Guten Hunger!

P.S.: Dieses Rezept ist etwas ungewöhnlich, weil die Tarte in einem Gang durchgebacken wird. Mit Tomaten und Ziegenfrischkäse kann man das machen. Üblicherweise werden Tartes aber in zwei Durchgängen gebacken: zuerst backen Sie den nackten Teig, beschwert durch in Backpapier eingepackte harte Erbsen, für etwa 20 Minuten ohne weitere Zutaten („blindbacken“ nennt man das), danach wird die Tarte belegt und weitere 10-20 Minuten zu Ende gebacken, je nach Zutat. Dieses Verfahren funktioniert auch bei Pizza

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