Projekt PomodoPi: Ernstfall

So, jetzt muss es funktionieren. Ich bin seit ein paar Tagen mit der Familie zum Camping in der Toscana und fräse mich dort durch die mitgebrachte Rezeptesammlung (praktisch: Rosmarin wächst hier in brusthohen Büschen gleich nebenan) und durch das literarische Lebenswerk von Richard Fortey und Bill Bryson sowie die großartige Neuübersetzung von 1001 Nacht von Claudia Ott.

Die ersten Cherrytomaten waren bei unserer Abfahrt gerade dabei, schüchtern zu erröten:
cherry-jun

Unsere Haussitterin haben wir mit uneingeschränkter Ernteerlaubnis ausgestattet, die Bewässerungstechnik läuft im „Augen-zu-und-durch“-Vollautomatikmodus. Momentan macht sie aufgrund der Witterung gerade Überstunden, gestern war die Erdtemperatur(!) in 10 cm Tiefe genau so hoch wie die Lufttemperatur hier in Italien:

toscanapi

Ein stinknormales Thermometer hatte ich leider nicht dabei, deshalb musste ein Raspberry Pi mit einem DS18B20-Temperatursensor herhalten.

Ansonsten gehe ich hier gerne „noch mal kurz auf die Acht“ – das ist die niedrigste Einstellungsstufe des Liegestuhls – und sinniere, welche gärtnerischen Heldentaten ich dem Garten als nächstes angedeihen lasse. Unkrautvernichtung mit Neodymglaslasern? Oder einfach nur eine Kräuterspirale? Fliederinnenbeleuchtung?

Hier in der Toscana kann man auch keine zehn Meter gehen, ohne auf einen prächtigen Oleanderstrauch zu treffen. Tante Google verrät, dass es unter den 160 gängigen Sorten etwa fünf gibt, die mit einem mitteleuropäischen Winter klarkommen… wir werden sehen. Erstmal bin ich gespannt, ob die Haussitterin in 14 Tagen noch was für uns übrig gelassen hat. Bis bald!

trenner_radi