platt.

Mein kleiner Gemüsegarten am Haus hat sich in ein zertrampeltes Schlammfeld verwandelt. Heute haben wir die Himbeeren runtergeschnitten und die Rankhilfen aus der Erde gezogen. Die Bohnen mussten weg, die letzten blühenden Strohblumen ebenfalls.

In den nächsten Tagen wird das Gerüst gestellt, das neue Dach für die Grüne Villa kommt, danach wird die Fassade gestrichen. Der Gemüsegarten muss dann wohl bis zum Frühling warten, denn bis alle Renovierungsarbeiten abgeschlossen sind, ist der November da. Im November macht mir Gartenarbeit erfahrungsgemäß wenig Spaß.

Im restlichen Garten gibt es viel Verblühtes zurückzuschneiden und das erste fallende Laub zu Haufen zusammen zu rechen. Der „Rasen“(Anführungszeichen deshalb, weil der Rasen keiner ist, sondern eher eine Grünfläche voller Gänseblümchen, Klee, Taubnesseln und Moos.) wurde ein letztes Mal gemäht und die allerletzten vom Baum gefallenen Äpfel liegen im Gestrüpp, damit verspätete Igel noch ein paar Vitamine bekommen. Realistisch betrachtet ist es wohl eher so, dass ich damit Mäuse füttere, aber die werden wiederum vom glücklichen Kater gefangen und das ist ja auch gut. Freie Stellen grabe ich um, damit ich vielleicht noch ein paar Schneckengelege finde. Jede Schnecke, die im nächsten Frühling nicht das zarte Grün abnagt, ist eine gute Schnecke.

Diese letzten Arbeiten im Herbst mag ich nicht. Ich mag den Garten erst wieder, wenn er voller Raureif glitzert oder sich unter dichtem Schnee versteckt.

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