Ziergarten gibt’s nicht? Gibt’s doch!

Bei all der Gemüsepflanzerei könnte der Eindruck entstehen, ich hätte keine Blümchen im Garten.

Das ist so nicht richtig. In etwa der Hälfte meiner Beete wächst Gemüse. In der anderen Hälfte wächst – noch nichts.

Nun ja: Die Tulpen sind schon geschlüpft, außerdem hatte ich Osterglocken, und einige Rosen sind auch auf einem guten Weg. Doch der Platz vor dem frisch aufgestellten Zaun ist noch verwaist. Im vergangenen Jahr wucherten hier noch Giersch, Efeu und allerlei anderes Gekröse, das in einem kurzen Moment im Frühjahr wildromantisch aussah, mit zunehmendem Wuchs über den Sommer hinweg allerdings rasch die magische Grenze von „verwunschen“ zu „verwildert“ überschritt.

Deshalb fiel die Entscheidung: neu machen.

Zaunbeete

Auch in Zukunft soll es natürlich und auch ein bisschen wild zugehen. Es darf weiterhin üppig romantisch sein, aber eben so, dass ich im Herbst nicht wieder einen Zehn-Kubik-Container bestellen muss, um dem ganzen Grün Herr zu werden.

Ich habe mich für folgende Pflanzen entschieden:

Pflanzplan

Von links nach rechts:

Der Siegwurz beginnt neben dem Gemüsebeet. Die Montbretien beenden die Pflanzenreihe hinter dem rechten Teichbecken  – auf dem Foto etwa dort, wo der rechteckige Stein liegt.

Alle Pflanzen blühen in den Sommermonaten zwischen Juni und August.

Pflanzutensilien

Wie so oft war wieder das Motto: runter auf die Knie und graben. Gärtnern lehrt einem wirklich Demut.

Die Dahlienknollen sahen am abenteuerlichsten aus: Jede einzelne ist ein ganz schönes Gerät. Insgesamt habe ich zwölf gepflanzt.

Dahlienknolle

Die anderen Pflanzen kamen in kleinen Knollen daher. Ich habe jeweils zwischen 50 und 200 eingegraben; die Abessinische Gladiole bildet die Mehrzahl. Ihre zarten, weißen Blüten gefallen mir sehr gut.

Ich hoffe, die Anzahl macht später Sinn. Ich kann Blumenzwiebelmengen so schlecht schätzen – da geht’s mir wie mit dem Nudelkochen.

Prachtschartenzwiebeln

Ein Vorher-Nachher-Bild der Beete erspare ich Ihnen: Nachher sieht genauso aus wie vorher – ich habe schließlich nur gebuddelt.

Ich hoffe nun, dass spätestens in drei Wochen die ersten Triebe zu sehen sind. Die nächste Woche soll durchwachsen werden – wärmer, aber mit Regen. Bevor ich einen Garten hatte, habe ich dieses Wetter verflucht. Jetzt freue ich mich: beste Bedingungen für alle Gesäte!

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