Gartenumbau, Teil IV – Der Acker ist gepflügt

Ich habe Körper. Himmelarschundzwirn, tun mir die Arme weh. Und die Beine. Und der Rücken. Eigentlich alles. Nur vielleicht die Ohren nicht.

Stillleben mit Axt und Fräse

Wo standen wir vor dem Wochenende? Die Hütte des Grauens ist abgerissen. Der modrige Gartenzaun ist weg. Büsche, Stauden und Bodendecker sind gerodet.

Die Herausforderung: Nun müssen die Wurzeln aus dem Boden. Denn der oberflächliche Bewuchs ist zwar verschwunden, nicht aber der in der Erde. Dort wachsen immer noch Efeu, Stauden und Immergrün und warten nur darauf, neue Triebe zu bilden.

Vergangene Woche hatte ich begonnen, den Boden mit dem Spaten umzugraben. Das Ergebnis: vier Stunden Arbeit, gerade mal ein Bruchteil des Gartens geschafft und mörderischer Muskelkater.

Die Lösung: Wir mieten eine Gartenfräse.

Die Bodenfräse vom Führerstand aus

Die technischen Daten: Profi-Bodenfräse – hydraulischer Antrieb, 230 Kilo Kampfgewicht, 4-Takt-Motor, 13 PS Leistung, 40 Zentimeter Fräswellendurchmesser, 20 Zentimeter Arbeitstiefe.

Meine Erwartungen: Die Fräse durchpflügt die Erde, holt das Unterste nach oben, reißt Wurzelwerk heraus und bereitet den Boden so vor, dass ich nur noch hintergehen und das überflüssige Gekröse einsammeln muss.

Die Praxis: Alles soweit wie erwartet, nur die Sache mit „nur noch einsammeln“ war – nun ja. Ich sag’s mal so: Für die nächsten sechs Tage brauche ich sicher nicht mehr ins Fitness-Studio. Ich musste noch ordentlich harken und hacken, besonders dort, wo das Efeu ursprünglich eingepflanzt war und auch noch Nadelbäume standen. Oder an der Stelle, wo sich Wasserlilien unkontrolliert vermehrt und tiefer in der Erde ein dickes Wurzelgeflecht gebildet hatten.

Ach so: Einige, äh, Kieselsteine haben wir auch gefunden.

Findlinge gefunden

Nachdem wir eine Stunde zugange waren, also etwa um 9 Uhr am Samstagmorgen, winkte der Nachbar aus seinem Dachfenster und meinte, er sei jetzt auch wach. Ich winkte freundlich zurück. Er fragte, ob er runterkommen und helfen solle, das sehe ja alles nach ordentlich Arbeit aus.

Aber natürlich! Gegen Schlafstörungen hilft schließlich nichts besser, als sich ordentlich an frischer Luft auszupowern. Er durfte deshalb Bodensteine mit der Spitzhacke aufnehmen. Sein Werk soll in Form dieses Bildes ausdrücklich gewürdigt werden:

Aufgenommene Steine

Ich habe am Ende des Tages übrigens auch gut geschlafen: von 11 Uhr am Abend bis 11 Uhr am Morgen. Oder Mittag, wie man’s nimmt. Inklusive Zeitumstellung – also 13 Stunden. Trotzdem tut mir immer noch alles weh.

Doch das Gefühl, den Abriss endlich vollbracht zu haben, entschädigt.

Panoramablick in den Garten

Nun kann ich anfangen, Neues aufzubauen. Freuen Sie sich auf die nächsten Themen hier: Gewächshaus, Natursteinmauer, Beetbegrenzungen.

Aber erstmal gehe ich zurück aufs Sofa.

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Ein Blick in andere Gärten

In Bremen darf man nun die Asche Verstorbener in seinem Garten verstreuen. Es sei denn, es weht zu starker Wind.

Wenn Ingenieure einen Baum sehen, erblassen sie vor Neid. Biomechanisch ist er nämlich ein Wunderwerk. Was der Mensch aus dem Wuchs der Bäume lernen kann.

Das Supermarkblog ist der Meinung: Die Zukunft von Karstadt liegt im Keller – genauer in den Edel-Supermärkten, die sich dort befinden. Ein interessanter Beitrag über die Kette „Perfetto“ und andere Einkaufserlebnisse in der Tiefparterre.

Tante Mali hat Tischdeko mit Laub gebastelt.

Falls Sie mal nicht wissen, was Sie kochen sollen: Schauen Sie bei Carola alias „Frische Brise“ vorbei. Carola hat eine wunderbare Rezeptesammlung. Wenn Sie übrigens mit US-Maßen in Rezepten konfrontiert sind: Bei „Penne im Topf“ gibt es Umrechnungstabellen für cup, inch, ounce, pound und fahrenheit.

Manufactum hat eine Übersicht über das Gartenjahr.

Eine Idee für Gartenbeleuchtung aus Konservendosen.

Zum Träumen: So sehen Häuser aus, die im Immobilienteil der New York Times verkauft werden. Ich würde die Bude wohl nehmen.

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Erster Balkon-Content

Das trübe Wetter ruft nach Blumen. Die Zeit ist außerdem reif für Balkon-Content – mein Balkon kam hier bislang viel zu kurz. Dabei habe ich einen zauberhaften Westbalkon – der, ganz nebenbei, trotz des Herbstes noch farbenfroh ist.

Balkon im Oktober

Den Balkon betrete ich vom Wohnzimmer aus, den Garten von der Küche. Auf dem Balkon ist nachmittags Sonne, im Garten morgens. Beides ist perfekt und der Grund, warum ich meine Wohnung liebe.

Im Sommer sah der Balkon freilich noch üppiger aus.

Balkon, vom Liegestuhl aus betrachtet

Auf meinem Balkon befinden sich zwei Koma-Liegestühle. Sie heißen so, weil ich, kaum dass ich mich in ihnen niedergelassen habe, einschlafe. Die Körperhaltung, die Wärme, die Behaglichkeit um mich herum – es gibt nichts, was mich wach hält. Und so schlummere ich regelmäßig, vor allem am Wochenende, halbe Nachmittage hinter Zierpflanzen.

Übrigens: Sehen Sie die Lücken zwischen der Verkleidung? Wenn Sie wie ich im Komastuhl liegen und den Kopf nach links wenden, können Sie mit einem Blick durch die oberste Lücke sehen, wer auf der Straße vor dem Haus unterwegs ist. Schauen Sie durch die untere Lücke, sehen Sie, welcher Nachbar grad den Müll runterbringt. Nicht, dass mich das interessieren würde. Aber ich kann’s ja auch nicht ändern.

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platt.

Mein kleiner Gemüsegarten am Haus hat sich in ein zertrampeltes Schlammfeld verwandelt. Heute haben wir die Himbeeren runtergeschnitten und die Rankhilfen aus der Erde gezogen. Die Bohnen mussten weg, die letzten blühenden Strohblumen ebenfalls.

In den nächsten Tagen wird das Gerüst gestellt, das neue Dach für die Grüne Villa kommt, danach wird die Fassade gestrichen. Der Gemüsegarten muss dann wohl bis zum Frühling warten, denn bis alle Renovierungsarbeiten abgeschlossen sind, ist der November da. Im November macht mir Gartenarbeit erfahrungsgemäß wenig Spaß.

Im restlichen Garten gibt es viel Verblühtes zurückzuschneiden und das erste fallende Laub zu Haufen zusammen zu rechen. Der „Rasen“(Anführungszeichen deshalb, weil der Rasen keiner ist, sondern eher eine Grünfläche voller Gänseblümchen, Klee, Taubnesseln und Moos.) wurde ein letztes Mal gemäht und die allerletzten vom Baum gefallenen Äpfel liegen im Gestrüpp, damit verspätete Igel noch ein paar Vitamine bekommen. Realistisch betrachtet ist es wohl eher so, dass ich damit Mäuse füttere, aber die werden wiederum vom glücklichen Kater gefangen und das ist ja auch gut. Freie Stellen grabe ich um, damit ich vielleicht noch ein paar Schneckengelege finde. Jede Schnecke, die im nächsten Frühling nicht das zarte Grün abnagt, ist eine gute Schnecke.

Diese letzten Arbeiten im Herbst mag ich nicht. Ich mag den Garten erst wieder, wenn er voller Raureif glitzert oder sich unter dichtem Schnee versteckt.

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Gartenumbau, Teil III – Das Workout

Gartenumbau - Teil 3

Am Wochenende stand sie an: die große Rodung.

Nachdem Vatta und der Mitbewohner die Hütte des Grauens weggerissen und entsorgt hatten, nachdem der Gartenzaun niedergerungen, ein Container bestellt und das Werkzeug vorbereitet war, ging es los: Büsche schneiden, Bäume schneiden, Efeu und Immergrün rausziehen, Erde umgraben.

Gummistiefelchic

Weil es in den Tagen zuvor durchgehend geregnet hatte, kam es zu einem Revival: Nach ungefähr zwanzig Jahren hatte ich zum ersten Mal wieder Gummistiefel an. Geliehene und daher zu große vom Herrn Vater, aber sie erfüllten ihren Zweck. Überdies verliehen sie mir das nötige gärtnerische Sexappeal.

So sieht es nun aus:

Gartenumbau - Teil 3

Den rechten Hügel – hinter dem kleinen Kirschbaum – habe ich mit dem Spaten umgegraben. Sage und schreibe vier Stunden habe ich dazu gebraucht, um Stauden und Immergrün zu entfernen, die Erde umzuheben und alles Wurzelwerk zu entfernen. Wer das nun sieht, fragt sich, warum das so lange gedauert hat und ob ich die Hälfte der Zeit Kaffee getrunken habe. Aber ich sag‘ Ihnen: Das war ein krachendes Ganzkörper-Workout.

Hier zum Vergleich nochmal, wie es vorher aussah:

Die Gartenhütte des Grauens mit Bewuchs des Grauens

Den linken Hügel werden wir deshalb am kommenden Wochenende mit einer Bodenfräse bearbeiten – in der Hoffnung, dass es leichter und schneller als mit dem Spaten geht. Sie dürfen sich also schonmal auf einen – //*Tim-Taylor-Grunzen – Werkzeugbeitrag freuen.

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Ein Blick in andere Gärten

Es gibt Pflanzen, die in hochgradig verseuchter Erde gedeihen. Und nicht nur das: Sie entziehen dem Erdreich die giftigen Stoffe. Cadmium zum Beispiel – oder Zink. Der Preis für Zink hat sich in den vergangenen fünf Jahren fast verdoppelt. Das Ganze wäre also nicht nur gut für die Umwelt, sondern könnte auch ein gewinnbringendes Geschäft sein. Doch es ist kompliziert.

Zwiebelkuchen! Mag ich unheimlich gern. Ella vom Ringelmiez-Blog hat ein leckeres Rezept.

Wussten Sie, dass es eine Bundeswaldinventur gibt? Das ist Volkszählung mit Bäumen. Auf Basis der Zählung werden Waldbaumaßnahmen beschlossen. Sie zeigt aber auch, dass der deutsche Wald alles andere als natürlich ist.

Eine Übersicht über die Termine der Gartenschauen im kommenden Jahr 2015.

Carmen vom Schweizergarten-Blog hat im historischen Berghotel Äscher übernachtet. Es liegt im Kanton Appenzell Innerrhoden in der Schweiz, etwas südlich des Bodensees, und macht direkt Lust, die Wanderstiefel zu schnüren.

Dass Pflanzen Botenstoffe freisetzen, ist nichts Neues. Forscher fanden nun heraus, dass Sie damit anderen Pflanzen mitteilen, wenn sie von Schädlingen befallen sind. Diese können dann Abwehrstoffe bilden. Gleichzeitig locken sie damit Feinde der Schädlinge an, um sie loszuwerden.

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Gartenumbau, Teil II – RIP, Hütte des Grauens

Nun ist sie weg, die Hütte.

Von einer Hütte des Grauens wurde sie zwischenzeitlich zu einem Haufen des Grauens.

Die Gartenhütte - nur noch ein Haufen Holz

Nicht im Bild: ein zweiter, ebenso großer Haufen mit Styropor.

Beide Haufen sind inzwischen fort: Sie ruhen auf dem Recyclinghof. Nach acht Anfahrten mit vollem Anhänger hat der Mitbewohner dort die goldene Clubkarte und darf im Dezember an der Weihnachtsfeier teilnehmen.

Wo die Hütte einst stand, ist nun plattgetretene Erde:

Die Gartenhütte ist weg

Die nicht ganz so zauberhafte Verlattung müssen wir leider stehen lassen. Dahinter befindet sich das Grundstück des Nachbarn, das höher liegt als unseres. Wenn wir dort jetzt rangehen, öffnen wir ein Riesenfass und können ungefähr 2020 mit der Neugestaltung des Gartens beginnen. Wahrscheinlich werde ich die Abgrenzung im Frühjahr ein wenig verschönern. Wenn erstmal ein Gewächshaus davor steht und Pflanzen dort wachsen, wird es ohnehin halb so wild.

Nun geht es ans Gestrüpp. Für morgen ist ein 10m³-Grüncontainer bestellt – für all das Gekröse, das auf dem Bild zu sehen ist. Und für den Rest des Gartens: Auch dort müssen wir wieder einmal ordentlich durchroden.

Mehr demnächst.

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Bäume im Garten

Der alte Kirschbaum auf den Ländereien

Der alte Kirschbaum auf den Ländereien

Wenn Kinder einen Garten malen, dann sieht das meistens so aus: Der untere Blattrand ist breit grün ausgemalt, darauf Blumen: ein senkrechter, grüner Strich, von dem zwei blattförmige Gebilde abstehen, je nach Talent mehr oder weniger rechtwinklig. Darüber ein gelberKreis, um den sich vier oder fünf andersfarbige Blütenblattkreise formieren. Fortgeschrittene Künstler malen Tulpen. In der Mitte des Bildes ein Baum: eine grüne Wolke, die auf einem senkrechten, braunen Strich balanciert. In der grünen Wolke sind oft rote Punkte, die entweder Äpfel oder Kirschen sind, je nach Lieblingsobstsorte des Kindes. In einer der oberen Blattecken eine leuchtend gelbe Sonne, der obere Blattrand ist (himmel)blau, manchmal schweben Wolken in hellblau darunter. Und Halbkreisflügel-Vögel. Wichtig aber ist immer der Baum, ein Baum gehört in einen richtigen Garten.

Auf den Ländereien der Grünen Villa stehen einige Bäume. Im unteren Gartenteil Obstbäume, im oberen Teil eine Birke und ein sehr alter, sehr hoher Kirschbaum. Letzteren liebe ich vor allem im Frühjahr, wenn er wie eine weiße Wolke strahlt (und vor lauter Hummeln und Bienen brummt und summt). Im Herbst mag ich ihn auch sehr, weil er erst Mitte November die Blätter verliert. Bis dahin haben diese sich quietschgelb verfärbt und leuchten gegen das Novembergrau. Wir kehren die Blätter zu großen Haufen zusammen und lassen diese liegen. Igel haben bis dahin längst irgendwo Winterquartier bezogen, aber viele Insekten überwintern in den Kirschbaumlaubhaufen und das ist ja auch ganz prima.

Die Birke und mich verbindet eine Hassliebe. Naja, eigentlich ist es mehr Hass, denn Liebe. Die Birke ist groß und alt, der Stamm hat eine wunderschöne Zeichnung, sie rauscht ganz toll, wenn der Wind hindurchfegt und junge Birkenblätter sind im allerschönsten Frühlingsgrün gefärbt, das Herbstlaub leuchtet intensiv gelb. Mehr Positives fällt mir gerade nicht ein, denn meistens ärgert mich die Birke! Das ganze Jahr über bewirft sie mich, die Terrasse, die zum Trocknen aufgehängte Wäsche auf der Terrasse, die Kaffeetassen auf dem Terrassentisch mit verblühten Blüten, Blättern, Reisig, dürren Ästen, Birkensamen. Die Birkensamen sind äußerst fertil, kleinste Ritzen zwischen Terrassenfliesen reichen als Nährboden, im Frühling jäte ich Millionen von Birken im Garten, in der Feuerstelle, in Blumentöpfen auf der terrasse, in den Fliesenfugen der Terrasse. (und Holunderbüsche, aber dazu ein anderes Mal mehr). Tauben lieben Birken und das ist besonders perfide, denn Tauben mag ich (auch) nicht. Tauben sind doof und lernen nie, dass diese dünnen Birkenästchen ihr Gewicht nicht tragen. Immer wieder versuchen sie darauf zu landen, um dann mitsamt einem Schauer von weiterem Reisig, Blättern und was die Birke jahreszeitlich sonst gerade zu bieten hat, zu Boden rauschen. Aufgeregtes Taubenflügelgeflatter führt dann dazu, dass Birkensamen wirklich in die hintersten Eckchen verteilt werden, wo sie heimlich zu sehr widerstandsfähigen Birkensprösslingen heranwachsen. Birken gehören zu den Pionierpflanzen und ja, ich weiß warum.

Die Terrasse muss deshalb wöchentlich gekehrt werden und um diese Aufgabe reisst sich wirklich keiner, denn sie ist sehr groß. Wird aber der Birkenmüll nicht beseitigt, reicht ein Regenguss, um Blätter und Ästchen in allerfruchtbarsten Humus zu verwandeln, in dem die von den Taubenflügeln verteilen Birkensamen umso schneller keimen und wachsen. Das Aufsammeln des Birkenreisigs übernimmt der Kater. Unglücklicherweise trägt er die Äste ins Haus, gerne bis in mein Bett, weswegen ich versuche, ihm zuvorzukommen.

„Die Birke muss weg.“, beschloss ich im Sommer, als mir Sommergewitter tagelang hintereinander Birkenmatsch auf die Terrasse zauberten und die Abflüsse verstopften. Wie aber fällt man einen sieben Meter hohen Baum? Die Feuerwehr tut es nicht mehr. (früher rückte sie an, fällte den Baum und man bezahlte eine Spende und einen Kasten Bier. Früher war alles gut.) Ein Gärtner oder Landschaftspfleger muss her, am Besten einer, der den Baum direkt mitnimmt. Allerdings muss der Baum hier im Garten zerlegt werden, denn wir haben keinen Zugang zur Straße, müssen alles durch die Kelterhalle transportieren und ach – es ist kompliziert. Kompliziert mag ich nicht.

Geliebte, gehasste Birke

Geliebte, gehasste Birke

Die Birke bleibt also stehen.Vielleicht würde ich mich ohne sie langweilen. Könnte nicht mehr über doofe Tauben lachen.

(Wenn Sie Ende Februar, Anfang März zufällig ein Stethoskop in die Finger bekommen, suchen Sie sich eine Birke und lauschen Sie am Stamm.)

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Gartenumbau, Teil I: Die Hütte des Grauens

Die Gartenhütte des Grauens mit Bewuchs des Grauens

Ich nenne sie liebevoll „Meine Elbphilharmonie“.

Besucher lieben die Hütte, nennen sie „romantisch“ und „verwunschen“ und verfallen ins Schwärmen, wenn sie sie zum ersten Mal sehen. Wie hübsch! So gemütlich! Beim näheren Hinsehen ist das Ding allerdings ein funktionsloser Haufen Plaste, Styropor und Teerpappe. Wobei „funktionslos“ nicht ganz stimmt: Es gibt in der Hütte Strom, Licht und eine Ventilatorenbelüftung.

Sie stammt noch von den beiden Vorbesitzern. Möglicherweise hat er in dem Ding gewohnt, wenn sie ihm auf die Nerven ging. Oder er hat Orchideen darin gezüchtet. Oder Fledermäuse. Oder Cannabis.

Wie auch immer: Die Elbphilharmonie muss weg. Seit einem Jahr schon. Aber so eine Hütte prokrastiniert sich halt prima durch den Frühling. Und den Sommer.

Aber nun ist Herbst, und es ist soweit: Der Mitbewohner hat Urlaub, Vatta hat auch Zeit, und die beiden entsorgen das Ding. Ebenso das ganze Kraut, das drumherum wächst: Unmengen an Stauden, Bodendeckern und wuchernden Brombeersträuchern. Und wenn sie grad dabei sind, reißen sie auch den klapprigen Zaun, der unter dem Kraut vergraben steht, ein. Außerdem nehmen sie die Steinplatten auf, die unter dem Moos liegen. (Ich habe dieses Jahr leider keine Urlaubstage mehr zur Verfügung. Zu schade.)

Und dann? Auf jeden Fall soll im Frühjahr ein Gewächshaus in die Ecke. Und vielleicht ein Bauerngarten drumherum.

Haben Sie Ideen? Ich bin offen für alles. Besonders für alles, was nicht direkt wieder zum Urwald wird.

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Geträumt

Heute Nacht habe ich geträumt, in meinem Garten gebe es ein verstecktes Beet. So eine Art Gemüse-Narnia. Unter einem Brombeerbusch fand ich ein vollends bewirtschaftetes, frisch geharktes und umzäuntes Fleckchen mit prächtigem Blumenkohl, Mangold und Kohlrabi. Alles schnecken- und raupenfrei, prall und reif.

Ich erntete das Gemüse. Dann klingelte das Telefon. Als ich wieder in den Garten kam, war das Beet fort. Nur das geerntete Gemüse lag noch da.

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