Der Garten im Winter

Ich liebe den Winter.

Ich liebe Schnee und Eis, ich liebe sogar diesen eisigen Wind, der die Augen tränen und die Wangen schmerzen lässt. Das Geräusch von unter den Füßen knirschendem Schnee gehört zu meinen Lieblingsgeräuschen und wenn es dicke Flocken schneit, versuche ich diese mit der Zunge zu fangen. (wenn keiner zusieht)

Unglücklicherweise habe ich mir ein Leben im milden Rheintal ausgesucht. Dort schneit es selten. Noch seltener bleibt Schnee liegen. Letzten Winter hat es kein einziges Mal geschneit, ganz selten sank die Temperatur unter null. Sehr enttäuschend. Von den Auswirkungen, die ein Nicht-Winter obendrein auf den Garten hat, erzähle ich ein anderes Mal.

Angeblich gibt es Anzeichen für harte, schneereiche Winter. Wenn es viele Nüsse gibt, zum Beispiel. Oder wenn die Graureiher früh losziehen. Das war in diesem Herbst der Fall, ich rechne also mit ungeahnten Schneemassen, habe mir sogar vorsorglich im Zuge der Hausdachsanierung einen Schneefang auf´s neue Dach schrauben lassen. Ich bin vorbereitet.

Sogar für schneelose Zeiten bin ich vorbereitet, denn wenn mein Garten sich auch in diesem Jahr vielleicht nicht in ein Winterwonderland verwandelt, so kann ich doch wenigstens in Bildern von Wintergärten schwelgen:

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Solch ein schönes Buch! Texte und Bilder (vor allem die Bilder!) sorgen dafür, dass man es eigentlich gar nicht erwarten kann, dass es endlich losgeht mit der klirrenden Kälte. Damit man sich im Garten auf die Suche nach Blättern mit Frostzuckerrand und verdörrten Blüten mit Schneemützen machen kann.

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Wer Ratschläge oder Tipps für den perfekten Winterschnitt von Obstgehölzen sucht, muss in diesem Buch nicht blättern. Es lehrt nicht, es erklärt nichts. Es zeigt nur, dass der Winter keine verlorene Jahreszeit für den Garten ist.

„Der Gärtner braucht genauso seine Winterruhe, wie seine Pflanzen. Man könnte es auch so ausdrücken: es kommt der Punkt, da ist es selbst der passionierte Gärtner vorrübergehend leid, immer für seine Pflanzen da zu sein. Er braucht, wie dies in allem der Fall ist, Abstand. Nicht nur für seine Erholung. Genauso für neue Ideen.“

Besonders der Punkt mit den neuen Ideen gefällt mir. Nachdem ich die wunderschönen Photos gesehen habe, werde ich augenblicklich mit dem Aufräumen und „winterfest machen“ des Gartens aufhören, um möglichem Schnee ein passende Bühne zu bieten.

Das Buch “Der Garten im Winter” von Claus Schulz mit Fotografien von Jürgen Becker, ISBN 978-3-421-03954-5,  ist bei der DVA (Deutsche Verlags-Anstalt) erschienen.

Danke für dieses Rezensionsexemplar!

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Ein Blick in andere Gärten

Der heutige „Blick in andere Gärten“ beginnt mit einem musikalischen Höhepunkt.

Das Blumenbüro Holland ist der Meinung, man solle nicht allzu sehr an einer sterbenden Topffplanze hängen. Verständlich – es verdient schließlich Geld mit neuen Blumen. Um virale Abschiedswilligkeit zu verbreiten, gibt es jetzt diesen Song:

Es folgt direkt das Anschlussthema: Wohin nur mit der Mülltonne, in die die verwelkten Blumen kommen? Renate vom Genießer-Garten hat sich einige Mülltonnenhäuschen angeschaut und schöne Lösungen in Bildern festgehalten.

Der Trend ist: In Supermärkten wird es bald keine Preisschilder aus Papier mehr geben. Stattdessen wird eine digitale Auszeichnung am Regal sichtbar sein. Das ermöglicht es dem Supermarkt theoretisch, mehrmals im Tag die Preise zu ändern. Ein Supermarkt in Hamburg-St.-Georg erprobt den Einsatz.

Der Amazonas-Regenwald schwindet: Pro Stunde (!) wurden in den vergangenen 40 Jahren 526 Fußballfelder abgeholzt.

Am 31. Oktober war Deadline für den Fotowettbewerb von National Geographic. Der Boston Globe zeigt in seiner Rubrik „Big Picture“ eine Auswahl der Einreichungen.

Ben vom Blog „Vegetation daheim“ hat ein neues Smartphone und direkt mal Garten- und Pflanzenapps für Android getestet.

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Wer will fleißige Handwerker seh´n?

Ich jetzt eigentlich nicht mehr, nach zwei Wochen Baustellenlärm bin ich diese Renovierungssache doch sehr leid.

In den Garten fliehen konnte ich nämlich nicht, da der Zugang zum Garten zugestellt war. Vier Paletten voller Sandwichplatten für das Dach, insgesamt 2400 Kilo Kram, die konnte ich nicht rasch beiseite räumen.

Heute war ich kurz im Garten. Nur mal schauen.

Vom Gerüst ums Haus ist eine Diele gestürzt, zielsicher hat sie vier Johannisbeersträucher und eine Stachelbeere, die ich im Frühling pflanzte, unter sich begraben. Wie groß ist die Chance, dass sich die Sträucher erholen?

Gleichmäßig in den Beeten, zwischen, auf und unter den Stauden findet sich Baudreck. Putz, Farbe, Plastikfolien, Styropor. „Mir räume des schunn noch auf!“, versprechen die Handwerker, aber so richtig getröstet bin ich nicht.

Das Dach wird morgen oder übermorgen fertig, danach rücken Maurer und Maler noch mal an. In zwei Wochen wird das Gerüst abgebaut. Wegen mir darf dann gnädiger Schnee meinen traurigen Garten bedecken.

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Handwerker und Baumärkte

Pia alias Frau Mutti ist zu Hause gerade unabkömmlich: Sie kommandiert Handwerker herum. Gleichzeitig beklagt sie sich, dass die Handwerker sie oft nicht ernst nehmen:

„Ich könnte knallen vor Wut.

Seit wir in der Grünen Villa wohnen, haben wir schon mit sehr vielen Handwerkern zu tun gehabt. Von ‚ist ihr Mann da? Wann kommt er denn? Ich komme dann wieder!‘ bis ‚Ich weiß ja nicht, ob sie das verstehen!‘ über komplettes Ignorieren habe ich schon alles erlebt.“

Ich selbst habe im vergangenen Jahr viel renoviert – und hatte in diesem Zusammenhang auch mit Handwerkern zu tun: Fliesenleger, Parkettleger, Elektriker. Sowohl Fliesenleger als auch Parkettleger haben hervorragend gearbeitet und haben mich bei Entscheidungen selbstverständlich zu Rate gezogen.

Der Elektriker – und das ist eher ein generelles Problem mit Handwerkern – hat weder zugehört noch (wie sich am Ende herausstellte) einen sinnvollen Kostenvoranschlag abgegeben, hat nicht erbrachte Leistungen abgerechnet und auch sonst nicht durch Kompetenz und Zuverlässigkeit geglänzt. Das hatte allerdings nichts mit mir als weibliche Kundin zu tun, das schien mir eher eine grundsätzliche Taktik zu sein.

„Wütend bin ich nicht nur auf die Handwerker. eigentlich bin ich noch wütender auf die Frauen, die dieses Verhalten füttern. Die das hilflose Weibchen geben, das sich um Kleidung, Frisur und Fingernägel sorgt und den Mann vorschiebt, der in den meisten Fällen ja genauso wenig Ahnung hat.“

Ich habe die Erfahrung gemacht: Wenn man von Anfang an ganz selbstverständlich auftritt, wenn man sich kundig gemacht hat und schon bestimmte Fragen und Vorstellungen hat, wird man auch ernst genommen. Zugegeben, manchmal ernte ich leichtes Erstaunen, wenn die Handwerker merken, dass ich im Thema bin und weiß, was ich möchte. Aber nach ungefähr zehn Sekunden haben sie ihre Überraschung überwunden und es geht normal weiter. Wahrscheinlich reagieren sie bei informierten Männern, vor allem bei solchen, die ansonsten Schreibtischtäter sind, genauso. Möglicherweise ist der ziellose Kunde einfach eher die Regel als die Ausnahme.

Baumärkte sind übrigens besser als ihr Ruf: Immer, wenn ich einen Verkäufer gefunden hatte (okay, ich gebe zu: Das ist tatsächlich der Knackpunkt an der ganzen Geschichte), wurde ich stets gut und ernsthaft beraten. Vielleicht, weil ich immer maximal abgeranzt im Baumarkt auflaufe und aussehe, als hätte ich gerade schon fünf Stunden im Rohbau malocht. Wenn ich dann noch frage, ob sich vor der Arbeit mit Strukturputz zusätzlich zum Tiefgrund eine Haftgrundierung empfiehlt und welche Taktik für Rigips zu empfehlen ist, dann bin ich direkt drin, im Herzen des Baumarktverkäufers.

Ich ertappe mich allerdings dabei, dass ich Männer, die sich angesichts handwerklicher Herausforderungen hilflos geben, etwas befremdlich, um nicht zu sagen lächerlich finde. In diesem Fall bin ich leider Opfer von Rollenklischees. Oder meiner eigenen Tatkraft.

Übrigens ist es ein Märchen, dass Frauen sich nicht für Werkzeug interessieren. Es gibt beim Renovieren und im Garten nichts Tolleres als gutes, taugliches Werkzeug. Und eins ist mal klar: Für eine Bohrmaschine mit richtig Wumms lasse ich jede Bordüre links liegen.

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Vielen Dank!

Vielen Dank an Wibke!

Buch: Der geheime Garten

Vergangene Woche hat Wibke mir „Der geheime Garten“ von F.H. Burnett ans Herz gelegt. Ich habe den Titel direkt auf meine Amazon-Wunschliste gesetzt.

Am Freitagabend bekomme ich unverhofft eine SMS von meiner Packstation: Ein Paket sei angekommen. Nanu, wie konnte das sein? Ich hatte doch gar nichts bestellt. Gestern bin ich schnell rumgefahren, habe nachgesehen und … – ein Geschenk!

Ich bin platt! Ganz herzlichen Dank!

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Ein Blick in andere Gärten

Was es nicht alles gibt! Zum Beispiel den ersten Worldcup of Gardening (Facebook). Er findet im Juni 2015 in Detroit statt. Die Veranstaltung wird von einer gemeinnützigen Organisation gemanagt.

Die Krautreporter haben sich mit einer Studie beschäftigt, in der es um Gen-Mais geht. In einem Versuch haben Ratten ihn zu essen bekommen. Sie haben Tumore entwickelt und sind gestorben. Doch es ist nicht alles so, wie es scheint, denn jeder findige Wissenschaftler weiß: Korrelation ist nicht gleich Kausalität. Passend dazu: Es gibt eine Reissorte, die das Millionen Menschen das Leben retten könnte, weil sie Vitamin A enthält. Aber sie ist gentechnisch verändert. Ein Dilemma.

Münchener leben gefährlich. Zumindest erleiden sie die meisten Pilzvergiftungen in Deutschland. Also Obacht.

Anikó ist Tochter einer Deutschen und eines Ungarn und wuchs in Rostock auf. In ihrem Blog „Paprika meets Kardamom“ gibt es viele wunderbare Rezepte, viele davon ungarisch angehaucht – oder jüdisch wie zum Beispiel „Latkes„, Kartoffelpuffer.

Fledermäuse – sie wohnen in ganz vielen Gärten. Bei mir auch irgendwo, denn die Nachbarskatze hat letztens eine gefangen. Wussten Sie, dass es 1.300 verschiedene Arten gibt? Jedes Tier frisst zwischen 2.000 und 5.000 Insekten pro Nacht! Mehr über Fledermäuse in einem Interview in der New York Times.

Zum Schluss eine gute Nachricht: Endlich Normalität in Hamburg.

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Meine Haustiere

Dieser Tage bekomme ich immer öfter Besuch, den ich sonst nicht bekomme.

Nicht nur, dass aus den zwei Nachbarskatzen vier geworden sind:  Neben beiden schwarz-weißen kommen nun auch zwei getigerte vorbei. Auch die Vogelpopulation hat sich erweitert – spannenderweise, denn wenn ich Vogel wäre, wären mir die Katzen zu unentspannt.

Bislang besuchten mich vor allem Meisen, Amseln, Tauben, Sperlinge, Rotkehlchen und Mauersegler. Unter den Rotkehlchen gibt es ein besonders cleveres und besonders zutrauliches: Kaum grabe ich im Garten um, schneide etwas ab oder harke auf, kommt es angeflogen, hockt sich auf einen Zaunpfahl und schaut, ob es etwas abgreifen kann. Hat es mein Tun eine Weile beobachtet, läuft es mir hinterher und sieht auf dem Boden nach, was übrig ist.

Seit Neuestem bekomme ich nun Besuch von zwei Eichelhähern und zwei Spechten – einem Grünspecht und einem Buntspecht. Ich freue mich jedesmal wie Bolle. Die vier sehen einfach toll aus – bunt, groß, elegant.

Ach, ich mag sie alle – ob klein, rot und pummelig oder groß und geschmeidig.

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Lesen, lernen, inspiriert werden

Mein Name ist Pia und ich habe da ein kleines Suchtproblem: Gartenbücher. Ich kann selten daran vorbei gehen.

Dabei ist es ziemlich egal, ob es sich um Bestimmungsbücher, Einsteigerbücher, Gartengestaltungsratgeber, „Tierhaltung im Garten“-Bücher, „Garten für Faule“- oder „Garten für Ambitionierte“-Bücher, Pflanzempfehlungsbücher, Bücher über Stauden, Schattenpflanzen, Terrassengärten, biologisch-dynamische Gemüsegärten oder den perfekten Schnitt von Heckenfiguren handelt. Gartenbücher sind toll, ich verschlinge sie alle und will danach umgehend rausgehen und meinen Schattengarten in eine Heckentieranlage verwandeln, in der bunte Mangoldstauden neben dicken Kohlköpfen an futuristischen Rosenspalieren stehen.

Viele Jahre lang habe ich vergeblich versucht, meinen Garten nach irgendeinem dieser Bücher zu modellieren, letztlich kamen mir dabei aber immer diverse Kinder, zu wenig Zeit und Lust, das Wetter, unpassende Erde und jede erdenkliche Ausrede dazwischen. Ich habe das zwar mittlerweile erkannt, Gartenbücher sind aber weiterhin meine große Leidenschaft und es ist für mich ein echtes Fest, ein ganz neues Buch in Händen zu halten. Am Besten zum Ende des Gartenjahres, wenn die Gartenmüdigkeit einsetzt. Dann kann ein schönes Gartenbuch ein echter Starter sein, sei es, um künftige Beete noch vorzubereiten oder wenigstens zu planen und aufzuschreiben, was im nächsten Frühling passieren soll.

Ab und zu werde ich Ihnen eines dieser Gartenbücher vorstellen und schonungslos offen und völlig subjektiv berichten, ob und was es taugt.

Heute: „Ein Garten nach der Natur“ von Ursel Borstell und Bärbel Grothe

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Der Titel des Buches führte mich ein bißchen in die Irre. Ich dachte nämlich „oh prima! Da hat jemand ein Stück Natur (= in meiner Vorstellung ein verwilderter Garten) in einen wunderschönen Garten verwandelt. Also das, was ich schon ewig versuche. Es ist aber ganz anders!

Familie Altena hat den elterlichen Nebenerwerbshof samt seiner Weiden und dem Nutzgarten sozusagen zurück in einen Naturgarten verwandelt. 5000 Quadratmeter Naturgarten sogar, darin ein Teich, verwunschene, verwinkelte Pfade, lauschige Plätzchen und eine traumhafte Blütenpracht. Der Garten umfasst unterschiedliche „Themenräume“, für mich unglaublich beeindrucken und mit sofortigem „ach hätte ich das auch!“-Effekt: der Waldgarten!

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Mit Rücksicht auf Flora und Fauna finden sich sehr viele heimische Gehölze und Blühpflanzen im Garten, Totholz darf liegen bleiben und Brennnesseln sind in Randbereichen erlaubt. Wieviel Liebe in diesem Garten steckt, sieht selbst ein Gartenlaie beim Betrachten der Bilder, die Texte dazu bekräftigen das nur.

Hand in Hand mit der Natur zu wirken, war der Anstoß und bleibt der Ansporn der gartenschaffenden. Nie ging es darum, „nur Blumenbeete anzulegen“. „Darin fehlt das Herz“, ist Ingrid Altena überzeugt, „ich möchte Orte schaffen, die dem Standort und den Belangen der Tiere gerecht werden.“

„Ein Garten nach der Natur“ ist kein Lehrbuch. Dem Leser wird nicht erklärt, welche Pflanzen gerne nebeneinander wachsen oder wie sich ein harmonisches Blütenmeer gestalten lässt. Es ist ein Buch, das ganz herrlich zu einer Tasse Tee an einem stürmisch-grauen Herbsttag, an dem man auf gar keinen Fall in den eigenen Garten möchte, passt. Es lässt keinen Zweifel daran, wieviel Arbeit ein Garten dieses Ausmaßes mit sich bringt – und wieviel Glück.

Ich nehme es gerne zur Hand. Blättere darin, lege Merkzettel hinein (die Idee, die Obstbaumscheibe mit rot- und rosablühenden Erdbeeren zu unterpflanzen, übernehme ich sofort!) und stelle mir vor, wie aus der zugewucherten Ecke ganz hinten in meinem Garten vielleicht doch etwas ganz anderes werden kann.

 

Das Buch „Ein Garten nach der Natur“, ISBN 978-3-421-03934-7,  ist bei der DVA (Deutsche Verlags-Anstalt) erschienen.

Danke für dieses Rezensionsexemplar!

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Nachtrag! Diesen wunderschönen Naturgarten kann man auch via Internet besuchen: Naturgarten  Altena

Ein Blick in andere Gärten

Mundraub listet Orte auf, an denen Obst und andere Dinge, die man essen kann, wild wachsen. Auf der Mundraub-Karte kann man bei sich in der Umgebung schauen, wo man kostenlos Früchte pflücken kann.

Forscher für Produktionstechnik und Automatisierung schauen sich Wespen an. Weil die Tiere sehr effizient Löcher bohren.

Beim Deutschlandradio Kultur geht es um Patente auf Pflanzen und Saatgut. Der Biotechnologe Christoph Then erklärt, was es bedeutet, wenn Firmen Pflanzenarten ganz für sich beanspruchen können. Passend dazu: ein Blick in die Pflanzen-Datenbank des Leibniz-Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung.

Piet Oudolfs ist Landschaftsarchitekt. Er designt Gärten unter dem Gesichtspunkt des „Neuen Naturalismus“, bei dem Pflanzen und ihre Prozesse im Mittelpunkt stehen. In einem Interview gibt er Tipps zur Gartengestaltung besonders im Herbst und Winter.

Ein Link aus der Abteilung „Angenehme Alliterationen“: Herr Buddenbohm backt Bagels.

Zum Schluss: Ein Mann und seine Schubkarre.

 

Mais!

„Der Garten will seinen Herren jeden Tag sehen!“, mahnt die alte Nachbarin und deshalb habe ich heute aus „ich müsste ja dringend mal wieder in den Garten“ schnell „ich gehe jetzt in den Garten!“ gemacht. Zwei träge Ferienkinder habe ich ebenfalls mit rausgeschleift. Nach anfänglichem Murren war das dann gar nicht mehr so schlimm, sie durften Mais ernten. Ernten ist immer gut, das geht mir ja genauso.

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Eigentlich ist die Erntezeit für Mais schon längst vorbei. Mein Mais ist aber „vergessener Mais“. Im Frühling habe ich vergessen, ihn zu säen. Erst Ende Mai steckte ich Maiskörner in mit Erde gefüllte Eierkartons, stellte die Kartons auf den großen Wasserkanister – und vergaß sie. Drei Wochen später ragten zehn Zentimeter hohe Triebe aus den Kartons. Ein paar jedenfalls, der Rest war vertrocknet. Die wenigen Maispflänzchen bekamen ein feines Plätzchen an der Hauswand zum Nachbarn. Und wurden umgehend vergessen. Statt sie zu hegen und zu pflegen, baute ich ihnen einen Drahtkompostbehälter vor die Triebe und nahm ihnen somit jede Menge Platz weg. Irgendwann im August war ich sehr erstaunt, als der Drahtkompost von der Rückseite wunderschön begrünt war und ich erinnerte mich: ach ja, hier wächst Mais. Gießen musste ich ihn ab da nicht mehr, es begann nämlich zu regnen und hörte lange Zeit nicht auf. Dem Mais gefiel das. Er blühte und setzte Kolben an.

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Ein paar Kolben reiften noch, sie sehen perfekt aus!
Heute abend gibt es also gekochten Mais mit Butter und Salz. Und nächstes Jahr pflanze ich mehr Mais an. Solch ein pflegeleichtes, anspruchloses Gemüse!

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