Ordnung im Gartenschuppen

Mein Gartenschuppen ist eine Blechhütte mit einer Schiebetür.

Er wohnt schon länger im Garten als ich, ich habe ihn von den Vorbesitzern geerbt. Er ist weder besonders schön noch besonders hässlich, er ist vor allem praktisch, und für eine neue Hütte fehlten mir bislang Geld, Nerven und die Notwendigkeit, etwas zu ändern.

Von außen also ganz adrett, war der Schuppen von innen bislang eine Rumpelkammer: Alles verteilte sich auf dem Boden und in der Schubkarre, den Rasenmäher musste ich immer zwischen dem Gedöns herausziehen, und ständig vernuddelte alles mit allem, die Harken mit den Harken, der Spaten mit dem Stromkabel, die Wäscheleine mit dem Häcksler, die Heckenschere mit dem Rasenmähergriff und der Beetschutz wieder mit den Harken. Zugegeben, es lag auch an meiner mangelnden Disziplin, Ordnung zu halten.

Am Wochenende stand plötzlich der Gartenbauer im Törchen – der, der die Steinmauern angelegt hat. Er sei in der Gegend gewesen und wollte mal schauen, wie es nun aussehe, im Frühjahr, wenn der Bewuchs komme. Außerdem habe er ein Brett im Wagen, das fahre er jetzt schon ein paar Tage mit sich herum, das könne ich doch bestimmt gebrauchen, ich hätte doch dieses Gartenschuppenproblem.

Er sägte es zurecht und baute es mir ein – einfach so. Wie großartig! Jetzt liegen die Werkzeuge oben, Rasenmäher und Häcksler stehen unten und oh Wunder! Es ist Ordnung im Gartenschuppen!

Aufgeräumter Gartenschuppen

Jetzt: durchschauen, was bleibt und was weg kann.

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