Neues aus dem Unterholz

Erinnert sich noch jemand ans Unterholz? Also das Blog Unterholzbewohner?

Das bin ich. Lange ist es her.

Deshalb freue ich mich sehr, hier zu schreiben, denn nach der etwa sechsjährigen Blogpause gibt es viel zu berichten.
Und es dreht sich tatsächlich um Unterholz – nach Jahren der beengten Altbauwohnerei haben wir es in einen Vorort der Stadt geschafft und bewohnen seit kurzem ein Haus mit Garten. Noch befindet sich dieser allerdings eher im Rohzustand:

Unterholz_nix_2016-04-21

Garten. Das war bis Mitte dreißig das, wo man in Kindheit und Jugend immer samstags mit den Eltern hinmusste und eine verantwortungsvolle Aufgabe bekam. Den Biomülleimer auf dem Kompost entleeren und anschließend mit der alten Wurzelbürste gründlich ausspülen. Oder die Steinkanten mit Hilfe eines alten Küchenmessers von Gras und Moos befreien. Wenns gut lief und wir in der Samstagshierarchie aufgestiegen waren, durften wir das Auto waschen oder die Kaninchen während des Ausmistvorgangs beaufsichtigen. (Oder die Kaninchen waschen. Dann war aber in der kommenden Woche wieder strenges Jäten angesagt.)

Ja, und jetzt haben wir auch so einen Garten. Und fangen ziemlich bei null an, in jeder denkbaren Hinsicht. Wann schneidet man was? Was braucht Wasser, was Licht, was beides und was gar nichts davon? Und wie kann man heimlich mit dem Radlader ein wenig hin und her fahren? (Antwort: Gar nicht. Den Schlüssel hat Horst, der Gartenbauer.)

Unterholz_Bagger_2016-04-21

Ist doch toll, sagen alle, für Kinder gibt es nichts besseres. Was damit auf uns zukommt, ahnen wir möglicherweise noch nicht einmal, es kann also lustig werden hier.

Bislang sind übrigens auch nur die Gartenbauer am Werk. Weil es ist nämlich so: Während der Renovierung des Hauses ist der eine oder andere Teil des Gartens beschädigt worden oder hat unter einer monatelang geparkten Schwerlastmulde ein unerwünschtes Eigenleben entwickelt.

Momantan bewegen wir uns deswegen also noch im Radlader- und Baggerstadium und verfolgen von der anderen Seite des Fensters alles mit großer Bewunderung und leiser Ehrfurcht.

Horst trinkt seinen Kaffee übrigens mit Milch und Zucker, die anderen nur mit Milch.

Unterholz_Kaffee_2016-04-21

 

Aber dazu beim nächsten Mal mehr. Schön, dass ich hier sein darf.

 

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