Monsterzucchini

Ich züchte Monsterzucchini. Ohne Dünger. Ohne Gentechnik. Ohne spirituelle Rituale.

Als meine ersten Zucchini herwanwuchsen, habe ich darauf gewartet, dass sie grün werden. Sie wurden aber nicht grün. Sie wurden nur immer größer. Bis ich mir dachte: Vielleicht stehen sie irgendwann auf und laufen zu Fuß in meine Küche. Aber grün werden sie bestimmt nicht mehr.

Also habe ich sie gepflückt. Das ging sehr leicht, ich brauchte sie nur kurz anheben. Als hätten sie darauf gewartet, dass ich sie endlich erlöse und heim in die Pfanne hole.

Monsterzucchini

Von einer einzelnen Zucchini werde ich allein gut satt. Das ist einerseits erfreulich. Ergiebigkeit ist schließlich nicht nur etwas für Waschmittel. Andererseits führt es dazu, dass ich an einem Abend nicht mehr als eine Zucchini essen kann und folglich jeden Abend Zucchini essen muss. Das trübt das Erlebnis auf Dauer ein wenig.

Seit Wochen meine Freunde, ob sie nicht mal etwas mit Zucchini kochen möchten. Sie lehnen meist aus fadenscheinigen Gründen ab. Also lade ich sie zum Grillen ein, denn dann können sie nicht weg, dann müssen sie kommen und Zucchini essen.

Mein liebstes Rezept ist gegrilltes Rosmaringemüse. Man nehme dazu:

2 Auberginen
2 Zucchini
2 rote Paprikaschoten
2 gelbe Paprikaschoten
1 Bund Rosmarin
2 Knoblauchzehen
200 ml neutrales Öl
Salz, Pfeffer

Ich persönlich ersetze die Auberginen durch Zucchini. Und die gelben Paprika durch … äh … Zucchini. Das Gemüse in Stücke schneiden, Rosmarin waschen und fein hacken, Knoblauch pressen, alles mit Öl vermengen und mindestens eine Stunde marinieren. Anschließend auf den Grill legen. Fertig!

So kriegt man sogar Monsterzucchini weg.

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