Hochbeet, hurra!

Letztes Frühjahr hievte mir ein Kran zwei Holzkisten voller Pflastersteine in den Garten. Die Pflastersteine wurden zu einem wunderschönen Boden in meinem Rosa Gartenhüttchen, die leeren Holzkisten standen im Garten herum, weil … „da kann ich noch irgendwas Tolles draus machen!“

Vor zwei Wochen entdeckte ich auf Instagram selbstgebaute Hochbeete und somit war die neue Bestimmung der Holzkisten klar: mein Salat wird künftig völlig schneckensicher und rückenfreundlich in einem Hochbeet wachsen.

Hinter dem Kartoffeläckerchen war noch ein bißchen Platz, dort scheint morgens und ab Nachmittag die Sonne hin – perfekt! Unter der Holzkiste liegen ein paar Steinplatten, damit das Holz nicht direkt verfault. (diese Platten graben wir ständig im Garten aus. Entweder handelt es sich dabei um ein heimisches, sehr produktives Gewächs oder der Vorbesitzer der Grünen Villa hat versucht, den Garten komplett mit Platten auszulegen, dann die Lust verloren und wieder kubikmeterweise Erde darüber gekippt.)

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Die Holzkiste wurde mit Teichfolie ausgekleidet. Ich wollte zuerst nur solch ein dünnes, weißes Vlies nehmen, doch der beste Vater meiner Kinder sprach von Erwärmung der Erde in der Kiste und Schutz der Kiste vor Nässe und einige andere gut klingende Dinge und er hat ja wahrscheinlich recht. Das Auskleiden klappte prima, die überstehende Folie tackerte ich an die Kiste. In die Folie auf dem Kistenboden stach ich etliche „Wasser-ablauf-Löcher“, hoffentlich genug. Notfalls ließen sich aber weitere Löcher in die Seiten stechen.

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Den harten Teil der Arbeit übernahmen die Söhne, die allerbeste Freundin beaufsichtigte mit strengem Blick die sachgemäße Befüllung der Kiste.

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Eine Mischung aus reifem und nicht so reifem, noch sehr glitschigem Kompost und entwurzelter Gartenerde wurden im Wechsel auf eine Schotterschicht geschüttet.

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Damit es hübsch aussieht kam obendrauf eine Schicht torffreie Blumenerde.

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Ins Hochbeet habe ich geheimnisvolle portugiesische Salatsamen gesät, die ich mit einem verschwörerischen „wächst und schmeckt viel besser als der deutsche Salat“ in die Hand gedrückt bekam. Ich werde selbstverständlich berichten, ob portugiesischer Salat besser ist als deutscher. Schneckenresistenter würde ja fast schon reichen, denn die Salatköpfchen im anderen Garten können gar nicht so schnell wachsen, wie sie angeknabbert werden. Da muss wohl Schneckenkorn her. Aber das Thema Schädlingsbekämpfung wird sicher ein eigener Artikel.

Die zweite Holzkiste wird auch ein Hochbeet, aber ich weiß noch nicht genau, wo ich es hinbauen soll. Nie hat man genug Platz im Garten. Und nie hat man genug Erde zum Befüllen einer solchen Kiste. Vielleicht drehe ich die Kiste auch um und funktioniere sie zu einem großen Anzuchttisch um. Sie werden das erfahren.