Hilfe, Kürbisschwemme! Und jetzt?

Ganz ernst gemeint ist dieser Hilferuf nicht, denn wir lieben Kürbisse! Ich freue mich somit über jeden (Hokaido)Kürbis, der noch vor dem Winter im Gemüsegärtchen heranreift.

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Dieses Prachtexemplar habe ich bereits vor vier Wochen geerntet. Nach der Ernte ließ ich ihn auf der Terrasse liegen, bis er zu diesem tiefen, satten Orange nachgereift war. Im Garten konnte ich ihn nicht mehr liegen lassen, der Stiel faulte bereits.

Nach der Entfernung der Kerne wog ich den Kürbis: zwei Kilo Fruchtfleisch, die auf Verarbeitung warteten.

(Ich las neulich, dass man Kürbisse auf den Boden werfen soll, damit sie aufplatzen. Dies würde beim Zerteilen helfen. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wieviel Freude das Wegputzen der vielen Kürbiskerne und -fasern macht, weswegen ich weiterhin das größte, schärfste Messer des Haushalts bemühe.)

Ein Kilo des Kürbis´ schälte und schnitt ich in kleine Stücke, die ich mit ein wenig Wasser sehr weich kochte. Das Kochwasser wurde weggegossen, die Stücke mit dem Pürierstab zu Mus verarbeitet. Die Hälfte des Kürbismus fror ich ein, die andere Hälfte wurde zu Kürbiskuchen mit Walnüssen und Datteln verbacken. Unserem Lieblings-Herbstkuchen!

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300g Mehl
1,5 Pckg Backpulver
1 TL Zimt
0,5 TL Salz

-> vermischen

250g weiche Butter
150g Zucker
2 große Eier
200- 250ml Kürbispüree

-> verrühren

300g Datteln grob hacken und mit
50g Mehl vermengen
150g Walnüsse grob hacken

Die trockenen Zutaten in die Kürbismischung rühren, Datteln und Walnüsse unterheben.
Eine Backform (22×34 cm) ausbuttern, den Teig hineingeben. Bei 185°C Ober- und Unterhitze 45 Minuten backen.
Nach dem Backen den Kuchen auf einem Kuchengitter auskühlen lassen, später in Stücke schneiden. Wer mag, darf Puderzucker überstäuben.

Wir backen immer das doppelte Rezept, denn je länger der Kuchen liegt, desto köstlicher wird er.

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Die andere Kürbishälfte gab es zum Abendessen:

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In einer kleinen Schüssel vermenge ich Olivenöl mit gehacktem Knoblauch, Kreuzkümmel, frisch gemörsertem Kardamom, Cayennepfeffer und Kurkuma. Diese Mischung pinsele ich großzügig auf die Kürbisspalten, bevor sie bei 200°C Ober- und Unterhitze so lange in den Ofen kommen, bis die Spitzen deutlich bräunen. Das dauert ca. zwanzig Minuten. In die Schüssel mit dem Ölrest rühre ich Naturjoghurt. Diese Mischung passt ganz prima zum gebackenen Kürbis. Und (optional) ein Glas Dornfelder rundet das Ganze perfekt ab.

(ein Butternußkürbis schmeckt so zubereitet auch hervorragend!)

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Jetzt bin ich auf der Suche nach dem perfekten Kürbissuppenrezept. Hätten Sie da was für mich?

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