Herbststimmung

In den vergangenen zwei Wochen bin ich kaum in den Garten gekommen.

Das gefällt mir nicht. Mir fehlt die Zeit im Garten, das Gemüsebesuchen, Umtopfen und Unkrautzupfen, das allmähliche Zurückschneiden von Verwelktem  – sogar das Rasenmähen. Doch entweder regnet es hier im Ruhrgebiet, ich bin nicht daheim oder es ist bereits dunkel, wenn ich in den Garten gehen könnte.

Der früh hereinbrechende Abend, wann ist das eigentlich genau passiert? Plötzlich wird es schon um sieben dämmrig – ich mag gar nicht daran denken, dass wir die Uhr noch nicht einmal zurückgestellt haben und dass die Dunkelheit sogar noch mehr als zwei Stunden nach vorne rücken wird.

Was im Moment Freude bereitet, ist, auf dem Sofa zu liegen, während draußen der Herbst alle Schleusen öffnet und Wind ums Haus schickt. Doch die Zeit ist viel zu knapp: Wenn ich mal zu Hause bin, bin ich fast immer auf den Beinen und für mein Empfinden viel zu wenig auf dem Sofa. Gerne hätte ich eine Woche frei, in der ich mich nur in die Kissen kuschel, Serien schaue und Kakao trinke – und das letzte Gartengemüse verarbeite.

Im Beet warten noch ein Kürbis, Mangold und die Möhren auf Verarbeitung. Nach all den üppigen Monaten freue ich mich darauf, das Letzte zu ernten und den Garten endgültig winterfest zu machen. Halb verwelkt gefällt er mir nicht; ich möchte abschließen und mich für den Winterschlaf zur Ruhe legen.

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