Thorsten wird ein Wald

Was macht eigentlich Thorsten?

Meine Thorstens sind dabei, die Weltherrschaft zu übernehmen. Es ist ja immer so mit ihnen: Anfangs, wenn ich die Keime einpflanze, passiert erstmal nichts. Irgendwann gucken sie aus der Erde, und danach kommt eine ziemlich lange Phase sehr überschaubaren Fortschritts, bis sie ungefähr Kniehöhe erreicht haben. Aber dann!

Dann geht’s ab. Dann kennen sie nur noch eins: Wachstum und Wuscheligkeit.

Tomatenpflanzen im Juni, die eher an Bäume erinnern

Dieses Jahr habe ich drei Sorten angepflanzt: rote Cherrytomaten, Black Cherry und gelbe Cherrytomaten. Die gelben Cherrytomaten können Sie auf dem Bild gut erkennen: Es sind die kleinen, kompakten Büsche im Vordergrund.

Die gelben Cherrytomaten hatte ich schon abgeschrieben: Sie keimten erst nach fünf oder sechs Wochen – also vier Wochen nach den anderen Sorten -, und das auch noch ziemlich kümmerlich. Dann waren sie zwar da, wuchsen aber auch genauso langsam, wie sie gekeimt sind. Dafür – Überraschung! – waren sie die ersten Pflanzen, die vor anderthalb Wochen Früchte trugen.

Im Grunde ist es mit meinen Tomaten wie im Leben: Man muss nicht immer als erster losrennen, damit am Ende das Ergebnis stimmt.

Tomatenpflanzen im Juni von oben

Es sind jetzt ein paar viele Pflanzen, die auf meiner Terrasse und meinem Balkon stehen. Eigentlich sollten sie auch gar nicht dort sein, sondern im Gewächshaus, aber das Gewächshaus – nun ja, Sie wissen ja um den Stand der Bauarbeiten. Die haben sich etwas verzögert.

Aber was einmal gewachsen ist, kann ich auch nicht einfach kompostieren. Das ist ja wie lebendig begraben. Zumal Thorsten wirklich alles aus sich herausholt. Also erfreue ich mich an all den Tomatenpflanzen.

Tomatenbaby

Nun warte ich sehnlich darauf, die ersten Thorstomaten ernten zu können – und hoffe, dass es keine schlimmen Gewitterstürme gibt, die mir alles zerlegen.

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