Gartenhilfe. Oder halt doch nicht.

Es ist ja nicht so, dass es im Garten keine Arbeit mehr gäbe. Ganz im Gegenteil! Gemüsebeete wollen gehackt werden, UnBeiWildkraut entfernt und die ersten verblühten Gewächse sollten zurückgeschnitten werden. Da der Regen bis heute (endlich!) fünf Wochen lang nicht kommen wollte, goss ich jeden Abend eine Stunde lang Gepflanztes in zwei Gärten und pumpte danach die Gießwasserfässer wieder voll. Tolles Krafttraining und Gartenarbeit ist ja auch mächtig entspannend, aber hey! Regen! Mehr davon bitte.
Scheinbar genug zu tun, aber irgendwie zog dann trotzdem plötzlich ein Hundebaby bei uns ein. Ein äußerst gartenbegeistertes Hundebaby, das mit allerniedlichsten Pfoten:

lola2

jede Menge Scheißelkram im Garten anstellt. Zum Glück ist unser Rasen sehr weit von dem entfernt, was man einen gepflegten, englischen Rasen nennt, denn derzeit wird er als Notfalltoilette, Buddelplatz und Nahrungsergänzung (Gänseblümchen, Klee und manch Schnirkelschnecke) genutzt. Erreichbare Kräuter werden mit großer Wonne abgekaut und ich erkenne den Feinschmeckerhund sofort: macht nicht Halt vor Rosmarin, Pimpinelle und Currykraut.
Nach einem ausgedehnten Spaziergang hielt ich das Hundebaby für erschöpft genug, dass es angebunden im Gemüsegarten dösen möge, bis ich mit dem Gießen fertig bin. Dem war leider nicht so. Während ich knapp ein Dutzend Kohlrabi goss, fraß das Hundebaby zwei Erdbeerpflanzen mit Stumpf und Stiel und buddelte den Rharbarber halb aus.
Offensichtlich haben wir nicht den richtigen Zeitpunkt für einen Familienzuwachs gewählt (Winter wäre super, da ist ja fast nix zu tun), aber das ist nun halt so. Und wer könnte Lola schon böse sein?

lola

Wenn ich mal nicht gerade mit diesem Hundezeug wie Gassi gehen, „Sitz!“ beibringen und Hundebaby von Tisch, Bank und Bett klauben beschäftigt bin, zeige ich den Junigarten. Der ist nämlich – trotz Hundeschäden – ziemlich hübsch.

trenner_pilz