Frühlingsgefühle im Januar

Ein frohes neues Jahr!

Ich wünsche allen Gärtnerinnen einen grünen Daumen, ein dichtes Blütenmeer, leckeres Gemüse und natürlich Gesundheit und Kraft für die schöne Gartenarbeit!

Der Garten verspürt schon Frühlingsgefühle. Zwar ist es nun auch hier im Ruhrgebiet kalt (zumindest für ein paar Tage, nichtsdestotrotz kommen neben der Terrasse die ersten Schneeglöckchen aus dem Boden.

Januar 2016: Die Schneeglöckchen treiben aus

Dahlien ausgraben? Gladiolen winterfest machen? Bisher kein Thema. Ob es im Gewächshaus warm genug bleibt für Agathe Bauer? Fragen, die ich mir im Herbst gestellt habe und die völlig unnötig waren.

Nicht, dass ich Eisregen hätte haben wollen. Aber gar nichts? Ich bin ganz zufrieden, dass es heute den ganzen Tag über frostig war, mit Raureif auf Wiesen, Gräsern und Bäumen.

Gut außerdem, dass es im Urlaub kalt war. Denn ein Winter so ganz ohne frieren? Nee, das wäre nichts. Manchmal denke ich: Vielleicht bin ich eine Blumenzwiebel. Muss einmal im Jahr richtig runterkühlen, um wieder austreiben zu können.

A propos Gewächshaus: Dort überwintert unter anderem eine Fuchsie. Sie fühlt sich offensichtlich wohl.

Januar 2016: Die Fuchsie treibt aus

Vor der Tür das Gleiche: Die Rosen, die sonst erst im März oder April erste Knospen haben und die ich liebevoll unter wärmendem Rindenmulch versteckt habe, bekommen Blätter.

Januar 2016: Die Rosen treiben aus

Den Knaller habe ich allerdings auf dem Balkon entdeckt. Dort schlummert ein Balkonkasten vor sich hin: Erde, Unkraut und – ja, ich erinnere mich – irgendwo darin auch ein paar Blumenzwiebeln.

Ich meine, es sind Tulpen, bin mir aber nicht sicher. Auf jeden Fall irgendwas, das normalerweise erst im Mai oder Juni kommt.

An der Hauswand auf dem Westbalkon scheint es kuschelig zu sein:

Januar 2016: Im Balkonkasten treiben die Tulpen aus

Schon komisch, das alles.

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