Eingrooven

Am Sonntag haben die Schwiegermutter und ich die Gartensaison eröffnet. Erst mal nur nach dem Rechten sehen, hieß es. Schneiden und hacken, wurde dann daraus.
Der Ton war beidseitig noch nicht mit Enthusiasmus gefüllt, wir müssen uns noch eingrooven nach der Winterpause. Ich hacke nicht richtig, so wird das nichts, so wächst nichts. Aha?! Wahscheinlich hat jemand im Winter gefehlt der Azubi ist, so wie ich?
Irgendwo ist auch im Winter das „ich mache nichts nächstes Jahr und schaue nur, ob Du des Garten erbens würdig bist“ verloren gegangen. Keine Spur mehr davon zu erkennen, es wird gekauft und  gepflanzt was das Zeug hält. Natürlich wie immer :-) . Aber das war ja eh klar.
Heute lief es schon ein kleines bisschen besser, und auch meine Vorfreude auf die Saison bewegt sich auf der Skala nach oben. Salat und Kohlrabi sitzen schon unter der Folie, ganz ohne mein zutun. Aber das war ja eh klar. Merkwürdig nur, dass sie es auf dem Beet gesetzt hat welches ich völlig falsch aufgelockert habe?

Es ist viel passiert im Winter, was Einfluss auf den Gadde und das Gärtchen dieses Jahr haben wird.
Ich muss mir keine Gedanken um eine „Gießhilfe“ während meiner Urlaube machen (mitten im Sommer), denn der Ex hat scheinbar den Scheidungsschock überwunden, ist freundlich zu mir und überaus hilfsbereit.
Der Freund ist kein Freund mehr, zumindest nicht meiner, und somit wird es auch keine schönen, spontanen oder wie auch immer selbstgemachten Gartenmöbel geben. Schade. Um die geplanten Gartenmöbel!
Im Gärtchen kann ich schalten und walten wie ich möchte, die Oma kann mir momentan nicht reinreden. Um die gakeligen Apfelbäume wieder auf Vordermann zu bringen habe ich vor 2 Wochen einen Obstbaumschnittkurs besucht. Es durft ja nichts verändert werden, ergo auch keine Apfelbäume geschnitten werden. Und was haben die es nötig, das erkenne ich jetzt mit meinem neuerworbenem Fachfrauenblick. Die Baumschere ist schon vom Gadde ins Gärtchen übergesiedelt und wartet auf ihren Einsatz.