Der Dortmunder Garten im Juli

Gestern Abend bin ich mal rumgegangen und habe den Juligarten fotografiert.

Alles ist üppig, grün und reif. Ein Leben im Überfluss.

Aber dieser Druck! Mangold, Salat, Zucchini, Kohlrabi – ich kann gar nicht so viel kochen, wie ich ernten müsste. Am Montagabend gab es abends eine Zucchini mit Schafskäse, heute morgen eine Kohlrabi. Auch die Nachbarin geht nicht leer aus – es wäre auch Zergerei: Sie schaut schließlich aus ihrem Schlafzimmer direkt aufs Gemüsebeet. Gestern habe ich ihr einen Salatkopf und eine monströse Riesenkohlrabi rübergereicht.

Juligarten: Gemüsebeet

Das Gemüsebeet mit Salat, Kohlrabi, Blumenkohl, Kürbis und Zucchini

Um das Beet herum blühen die Ringelblumen – ein Gemüseschutzbollwerk. Ich werde an anderer Stelle noch mehr zu meiner Nacktschneckenabwehrtaktik schreiben.

Der Kürbis rankt fleißig das Gestell hoch. Ich wurde schon mehrmals gefragt: Muss das so? Sollte er nicht am Boden bleiben? Ehrlich gesagt: keine Ahnung. Ich denke mir: Wenn er von alleine dort hochrankt, wird er schon wissen, was er tut.

Juligarten: Kürbis

Kürbisbaby

Die Zucchini wie gehabt: Riesenknüppel. Fünf Stück konnte ich schon ernten.

Wie im vergangenen Jahr nehme ich mir vor, sie zu pflücken, wenn sie noch kleiner sind. Aber kaum vergehen zwei Tage, haben sie baseballschlägerartige Ausmaße angenommen. Eine Zucchini genügt mir zum Abendessen: Olivenöl und Salz drüber, ein bisschen Feta, 20 Minuten in den Ofen, fertig.

Juligarten: Zucchini

Riesenzucchini

Auch auf den Mangold ist Verlass. Am vergangenen Wochenende habe ich mit ihm eine Gemüsepasta gekocht:

Juligarten: Mangold

Mangold

Zutaten:

einen Arm voll Mangold
Zucchini (eine oder zwei, je nach Größe)
Möhren (2 oder 3, bei mir war nicht mehr viel Platz im Topf)
200 ml Sahne
1/4 Liter Weißwein
Parmesan
Salz und Pfeffer
Nudeln

Mangoldstiele in Würfel schneiden, Mangoldblätter ebenfalls grob schneiden. Stiele in eine Pfanne geben und anschwitzen. Gestiftete Zucchini und Möhren zugeben, alles ein bisschen anschwitzen. Weißwein zugeben und reduzieren. Sahne eingießen und ebenfalls reduzieren. Salzen und pfeffern. Zum Schluss den gehobelten Parmesan unterheben und schmelzen lassen.

Thorsten ist leider immer noch nicht rot. Ich warte mit Vorfreude:

Juligarten: Tomaten

Thorstomaten

Die essbaren Blüten kennen Sie schon. Diese hier sah noch einmal besonders hübsch aus:

Juligarten: Blüten

Blüten

Auf dem Balkon wächst auch noch etwas. Hauptsächlich sind dort Blumen, aber auch einige Auberginen und eine einzelne Jalapeño-Pflanze. 

Als ich sie geschenkt bekam, hatte ich Zweifel, ob sie überleben wird. Schließlich braucht sie viel Wärme. Doch sie schlägt sich tapfer und hat ein paar perfekte Früchte:

Juligarten: Jalapeño

Auf dem Balkon: Jalapeño

 

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