Der Dortmunder Blumengarten im Juni

Manchmal kann man den Eindruck gewinnen, ich betreibe einen Bauernhof. Überall Gemüse, Gemüse, Gemüse.

Nee, ich habe tatsächlich einen Garten. In dem gibt es auch Blumen. Gar nicht so wenige sogar. Ich glucke nur nicht so um sie herum wie um das Gemüse. Sie sind irgendwie selbstständiger.

In meinen zwei Teichbecken blühen grad die Schwertlilien. Das ist sehr schön – ein Zeitraum von vier Wochen im Jahr, in dem die Teichdinger am hübschesten ausschauen.

Der Garten im Juni: Schwertlilie mit Hummel

Bei allen meinen Blumen freue ich mich, dass Bienen und Hummeln sie offenbar super finden. Ich mag vor allem Hummeln sehr gerne; ich finde das Konzept „Hummel“ einfach super: ein Tier, flauschig und ein bisschen dicklich, brummsummselt laut durch die Gegend, um Nahrung einzusammeln.

Deshalb habe ich vor einigen Wochen Steinmyrthen gepflanzt. Auf dem Blumentopf stand, sie seien insektenfreundlich.

Der Garten im Juni: Japanische Steinmyrthe

Die Myrthen wachsen zwischen großen Findligen, die wir beim Aufräumen des Gartensgefunden haben. Wenn man ihre Größe sieht, kann man sich das heute gar nicht mehr vorstellen. Aber der Garten war tatsächlich so zugewachsen, dass auch Steine im Gestrüpp verschwanden.

Der Garten im Juni: Fuchsie

Ein bisschen stolz bin ich, dass ich zwei Fuchsien durch den Winter gekriegt habe. Ich hatte, ehrlich gesagt, nicht damit gerechnet. Im Herbst hatte ich sie bis auf die Erde zurückgeschnitten, die Töpfe ind Flies gewickelt und nur ab und an gegossen.

Wie diese Blumen heißen – keine Ahnung. Sehen aber hübsch aus:

Der Garten im Juni: Blume

Seit ich den Garten habe, merke ich, was ich alles nicht weiß. Zum Beispiel wusste ich bis zum vergangenen Jahr nicht, wie Zucchinipflanzen aussehen. Lachen Sie jetzt bitte nicht. Ich war an Zucchini nur mäßig interessiert, auch kulinarisch, und hatte mir nie Gedanken gemacht, wie die Pflanze aussieht, an der sie wachsen (und wie groß sie wird!).

So ging es mir dieses Jahr auch mit Schnittlauch. Natürlich weiß ich, wie Schnittlauch aussieht, aber ich habe es bislang noch nie in freie Natur blühen gesehen. Jedenfalls nicht bewusst:

Der Garten im Juni: Blühendes Schnittlauch

In einer vernachlässigten Ecke des Garten fristet ein Johannisbeerstrauch tapfer sein Dasein. Auch ihn habe ich im vergangenen Jahr deutlich gestutzt. Das macht ihm aber offenbar nichts.

Momentan steht er eingequetscht zwischen den Fenstern fürs Gewächshaus. Seine Früchte sind noch grün:

Garten im Juni: Johannisbeeren

Im Gegensatz zu den Johannisbeeren erröten die Kirschen grad. Mich wundert ein bisschen, dass die Vögel sie nicht wegfressen. Das ist ein verdächtig.

Der Garten im Juni: Kirsche

Auf meinem Balkon habe ich auch jede Menge Blumen. Die zeige ich demnächst mal. Der Balkon kommt immer zu kurz.

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