Werkzeugkiste

Schaufel, Schippe, Rasenmäher – alles zu Gartengerätschaften

Die Kräuterschnecke kriegt den letzten Schwung

Nachdem wir so viel Glück mit dem Wetter gehabt haben, hat der Gartenumbau nun zwischenzeitlich pausiert.

Der Lehmbauer hat zwar gearbeitet, aber wenn es regnet, bleibt die Baustelle liegen. Es ist allerdings auch nicht mehr viel zu tun: Nur die Kräuterschnecke muss noch fertiggestellt werden. Außerdem bekommen Wege und Terrasse noch eine Behandlung mit Fugenmörtel, damit alle Steine am Platz bleiben und kein Unkraut dazwischen wächst.

So sieht der Garten derzeit aus – bei trübem Wetter (das nächste Foto wird schärfer, versprochen):

Blick über terrasse und Garten: fertige Mauern auf drei Ebenen

Auf den Flächen liegt Rindenmulch. Deshalb ist Braun aktuell die dominierende Farbe. Das wird sich aber ändern, sobald ich etwas gepflanzt habe. Danke für die Anregungen! Davon werde ich auf jeden Fall einiges aufgreifen.

Der Kräuterschnecke fehlt noch der letzte Schwung – und natürlich fehlen noch Kräuter:

Fertige Mauern auf drei Ebenen mit Kräuterschnecke

Die Blumenzwiebeln müssen auch bald in die Erde. Ich freue mich schon aufs Schönmachen!

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Terrasse und Wege – die zweite Woche

In der zweiten Woche haben der Lehmbauer und sein Team die Terrasse und die Wege fertig gestellt.

Der Garten sieht nun schon ganz anders aus! Ich bin ziemlich glücklich. Endlich, nach zwei Jahren, muss ich nicht mehr auf einen Erdhaufen schauen!

Gartenpanorama: Wege und Terrasse

Die Steine sind noch nicht überall fest, nur auf der Terrasse und dem unteren Weg. Den Rest erledigt das Gartenbauer in den kommenden Tagen.

Vor dem Gewächshaus befindet sich noch ein Erdwall. Dort baut der Lehmbauer gerade die Natursteinmauer.

Weg von der Terrasse zum Gewächshaus

Es gibt nun keine Treppen mehr im Garten; zuvor war dort, wo sich nun die Wege kreuzen, eine Treppe, die auf die Rasenfläche hinauf führte (Bild). Es ist praktischer, wenn man mal mit der Schubkarre herumfährt; es besteht keine Stolpergefahr – weder für Kinder noch für alte Menschen noch für mich, wenn ich einen Sack Erde trage und nicht genau darauf achte, wohin ich meine Füße setze.

In den Wegen findet sich jeweils eine kleine Linie aus Kopfsteinen, die in der Terrasse mündet und sich dort zu einer Schnecke windet.

Terrasse: Schnecke aus verschiedene Pflastersteinen

Auch wenn es schon sehr hübsch ausschaut, ist noch ein bisschen was zu tun: Der Lehmbauer ist gerade dabei, die Mauer vor dem Gewächshaus zu setzen. Dadurch haben wir eine Terrassierung im Garten. Die Fläche um den Kirschbaum herum wird wahrscheinlich eine Beetfläche, auf die ich Blumen und blühende Sträucher setze.

Auf der Erdfläche rechts neben der Terrasse entsteht außerdem eine Kräuterspirale. Wenn ich dann von der Küche aus auf die Terrasse trete, kann ich direkt auf frische Kräuter zugreifen.

Links neben der Terrasse – dort, wo vormals die schicke Wand aus Glasbausteinen stand – entsteht ebenfalls ein Beet: So habe ich direkt an der Terrasse auch etwas Blühendes.

Insgesamt habe ich nun viel mehr Beete und weniger Rasen. Im kommenden Frühjahr stehe ich also vor der Herausforderung, eine Bepflanzung zu finden. Inspiration nehme ich gerne entgegen!

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Die Terrasse liegt fast

Bei solchen Projekten kann ich es ja immer kaum erwarten!

Dass es fertig wird, ich drin herumlaufen oder draufsitzen kann. Auf der Terrasse, zwischen den Mauern und auf den Wegen.

Kies auf der Terrasse und der erste Weg

Tag 4: Der erste Weg liegt, die Terrasse hat Kies.

Dabei ist es auch schön, dem Entstehen zuzuschauen. Aus Vorfreude und auch, weil es so interessant ist.

Profis gehen bei handwerklichen Dingen ja deutlich planvoller vor als Laien – und dabei auch deutlich schneller. Jeden Tag passiert etwas Großartiges:

Am Donnerstag war der ganze Schutt fort, die alte Terrasse war nicht mehr zu sehen. Am Samstag lag dort eine Schnecke. So toll!

Die Terrasse wird in einer Spirale gelegt

Tag 6: Die Terrasse hat Schnecke.

In die freien Stellen kommen andersfarbige Steine, und danach passiert noch eine ganze Menge: Mauern aus Natursteine, ein Weg zum Gewächshaus, Beete und eine Kräuterspirale.

Ich kann’s kaum erwarten!

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Wege und Natursteinmauern

Seit zwei Jahren habe ich nun meinen Garten.

Seither hat sich viel getan – und derzeit findet das große Finale statt: das Setzen von Natursteinmauern und Wegen.

Was bisher geschah:

Sommer 2013: Der Garten wird meiner. Er ist wild. Sehr wild.

Herbst 2013: Die Verwandtschaft aus dem Sauerland rückt an und fällt zwei mehrfamilienhausgroße Nadelbäume und einen Lebensbaum. Den Winter über sieht der Garten aus wie der Fußboden einer rübezahlschen Adventskranzbastelwerkstatt. Die Vögel finden es toll. Ich eher nicht so.

Frühjahr 2014: Es reift die Erkenntnis, dass das Tannengrün nicht alleine aus dem Garten spaziert und der Transport mit einem Kleinwagen zwar machbar ist, aber einen erheblichen Teil des Jahresurlaubs in Anspruch nehmen wird. Großreinemachen mit einem 7-m³-Container Grünabfall. Wir müssen darauf herumhüpfen, damit alles reinpasst.

Sommer 2014: Urbar-Machen des eroberten Landes dort, wo die Nadelbäume standen. Anlegen erster Gemüsebeete.

Herbst 2014: Abriss der Hütte des Grauens und *Tim-Taylor-Grunzen* Auftritt der Profi-Bodenfräse. Busch- und Baumschnitt, große Mengen Efeu und Wurzelwerk. Großreinemachen – diesmal mit einem 10-m³-Grüncontainer.

Frühjahr 2015: Ein neuer Zaun und Beetbegrenzungen. Ein Staudenbeet.

Sommer 2015: Bau des Gewächshauses.

Und jetzt?

Das Gefälle im Garten erlaubt es, eine Natursteinmauer einzuziehen und dadurch eine Terrassierung zu schaffen. Die Terrasse selbst ist 60er-Jahre-Chic. Eine Wand aus (teils kaputten) Glasbausteinen begrenzt die linke Seite. Sie ist nicht sehr schön und nimmt außerdem Licht aus der Küche weg.

Im rechten Bereich ist eine Reihe von Beton-Pflanzkübeln, die ebenfalls nicht wahnsinnig hübsch sind.

Projekt Natursteinmauern & Wege: vorher

Vorher.

Alles ersetzt ein Gartenbauer nun durch Natursteine: Das Gewächshaus bekommt ein Plateau. Das Plateau wird mit einer Natursteinmauer abgesichert. Die Betonkübel verschwinden. Stattdessen auch dort: eine Natursteinmauer. Die Terrasse wird neu gepflastert und angehoben, so dass ich ebenerdig aus der Küche heraustreten kann. Statt Gehplatten gibt es demnächst Wege aus Naturkopfsteinpflaster.

Bislang haben der Mitbewohner und ich im Garten alles selbst gemacht. In dieser Sache hingegen beschäftigen wir einen Profi. Er ist Spezialist für Lehmbau und schafft seit drei Tagen.

So sah es am Dienstagmorgen aus:

Projekt Natursteinmauern & Wege: Tag 1

Tag 1.

So sah es heute Morgen aus:

Projekt Natursteinmauern & Wege: Tag 2

Tag 2.

Ich freue schon wahnsinnig auf die neue Terrasse. Selbst wenn ich in den nächsten Wintermonaten nicht viel im Garten sein werde: Alleine, dass ich rausschauen und gucken kann, erfreut mein Herz!

Und wenn alles fertig ist … so eine Terrasse muss auch im Winter eingeweiht werden, oder?

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Kirschenernte

Kennen Sie diesen Intelligenztest für Schimpansen? Wenn die Tiere Stöcke benutzen müssen, um an ihr Futter zu kommen?

So fühle ich mich beim Kirschenernten. Denn der Kirschbaum sieht so aus:

Kirschen hoch oben im Baum

Ich: unten. Die Kirschen: oben. In meinem Besitz: eine Trittleiter.

Ich bin zwar ein großer Mensch. Aber leider nicht groß genug, um an die Kirschen im Baum zu kommen. Auch nicht, wenn ich mich auf die Trittleiter stelle. Und auch nicht, wenn ich mich nicht auf die oberste Stufe, sondern auf den Henkel der Trittleiter stelle. (Gibt es Untersuchungen dazu, ob Gier wesentlich zu Haushaltsunfällen beiträgt?)

Trittleiter vor Kirschbaum

Aber hey – wozu ist man ein Schimpanse Checkerbunny  abstrahierender Mensch, der Werkzeuge einsetzen kann: Mit Trittleiter und Besenstiel habe ich die Kirschen dann doch irgendwie vom Baum geschubst.

Kirschen in einer Schale

Lecker.

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Die Beetbegrenzungen sind fertig

Nun ja, nicht ganz. Die Überschrift ist ein bisschen geflunkert, aber „Die Beetbegrenzungen sind fast fertig“ klingt einfach nicht so gut. Außerdem ist der wesentliche Teil der Arbeit erledigt, und ich habe das Bedürfnis, mein Erfolgserlebnis mit Ihnen zu teilen.

Seitdem der Zaun steht, habe ich in den vergangenen Wochen Erde umgegraben und Beete angelegt. Die Beete umgeben mehr oder wenig unmotiviert den Garten: Es fehlte bislang an Beetbegrenzungen, die dem Garten Struktur geben.

Beet: angepflanzt mit Salat und Kohlrabi

Folgendes hatte ich mir zu meiner Beetbegrenzung gedacht:

  • Sie sollte sich natürlich in den Garten einfügen und nicht aus Kunststoff oder sonstwie geschmacksverirrt sein.
  • Sie sollte ebenerdig sein, damit ich mit dem Rasenmäher darüber fahren kann, ich mir keinen Rasenkantenschneider anschaffen und zukünftig Stunden damit zubringen muss, wie so ein Erbsenzähler Rasenkanten zu schneiden.
  • Sie sollte bezahlbar sein.
  • Ich muss die Steine selbst verlegen können – ohne dreijährige Ausbildung.

Aus diesen Gründen habe ich mich für einen Mähkanten-Stein entschieden, dessen eine Seite konvex und die andere konkav ist. Die Form ermöglicht es mir, Kurven zu legen. Ein guter Kompromiss zwischen „hübsch“ und „praktisch“.

So bin ich vorgegangen: 

Zuerst habe ich mit zwei Stöcken und einem Bindfaden eine gerade Linie entlang des Beetes gezogen. Entlang dieser Linie habe ich mit dem Spaten einen kleinen Graben ausgehoben, etwa doppelt so tief wie der Stein.

Beetbegrenzung: ausgehobene Rinne

In die Rinne habe ich Kies gekippt, etwa zwei Zentimeter hoch. Durch den Kies hat der Stein festen Grund, und ich kann so lange herumruckeln, bis er gerade ist – sowohl nach vorne und hinten als auch, was die seitliche Neigung betrifft.

Anfangs habe ich die Rinne zu schmal ausgehoben, nur so breit wie der Stein. Ich habe aber festgestellt, dass es einfacher ist, wenn sie großzügig breit ist und ich nach dem Verlegen einfach wieder Erde dranschiebe.

Beetbegrenzung: Kies in der Rinne

Dann habe ich die Steine hintereinander gelegt, sie mit einem Gummihammer festgeklopft und so Unebenheiten ausgeglichen. Normalerweise sollte man mit der Wasserwaage überprüfen, dass man die Steine nicht wellig verlegt. Da mein Garten aber ein deutliches Gefälle hat, fiel diese Möglichkeit aus.

Ich habe deshalb nach Augenmaß verlegt, und auch mal andere gucken lassen. Meine lieben Nachbarn waren nämlich vor Ort, haben mir geholfen, Rinnen auszuheben, und mich bei Laune gehalten.

Beetbegrenzung im rechten Winkel

Mein größtes Beet, das Gemüsebeet mit Kohlrabi, Salat und Zucchini, sollte auf der einen Seite angerundet sein. Dadurch, dass die Steine mit ihrem Anfang und Ende ineinander passen, müssen sie nicht zwangsläufig in einer Linie hintereinander verlegt werden, sondern ich kann eine leichte Kurve legen, ohne dass Anschlusslücken entstehen.

Beetbegrenzung: Steine im Kies

Das Beet ist ein bisschen größer geworden, als es anfangs war. Macht aber nichts: Ich habe so umfassende Gemüsepläne, dass ich über zwei Quadratmeter mehr Platz nicht böse bin.

Eventuell werde ich noch einen kleinen Weg aus Rindenmulch ausstreuen, damit das Beet besser begehbar ist.

Beetbegrenzung: Kurve legen

Der größte Teil ist also geschafft – ein bisschen fehlt aber noch: Ich muss noch eine Linie vom Gemüsebeet zu meinen zwei Teichbecken legen. Vor der Terrasse fehlt noch einmal dieselbe Länge.

Aber was wäre es für ein Garten, wenn es nichts mehr zu tun gäbe!

Beetbegrenzung: Blick in den Garten

Was braucht man also, um Beetbegrenzungen aus Steinen zu verlegen?

  • Steine, am besten auch ein paar in Reserve. Zwei, drei gehen immer kaputt.
  • ausreichend Kies
  • Stöcke und Bindfaden
  • Gummihammer
  • Wasserwaage
  • ein Zollstock, um Abstände zu messen
  • Spaten
  • kleine Schaufel
  • Arbeitshandschuhe
  • ein Kniekissen schadet nicht
  • Geduld, Unterhaltung und nette Nachbarn

Die Steine haben übrigens 99 Cent pro Stück im örtlichen Baumarkt gekostet. Auf die Länge der Beete gerechnet (23 Meter), habe ich insgesamt 130 Euro bezahlt.

Die Nachbarin – die andere, aus dem angrenzenden Garten –  meinte am nächsten Tag übrigens: „Das hat Ihr Mitbewohner aber schön verlegt!“

Pffff!
Selbst ist die Bauarbeiterin.

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Frühjahrsputz im Gartenschuppen

In meinem neuen Garten steht ein kleines Gerätehaus, das nahezu vorbildlich eingerichtet ist. An zwei Wänden haben die Arbeitsgeräte an einer Holzleiste ihren Platz. Hacken, Grubber und Rechen werden eingehängt, für Spaten und Grabgabel wurden Schrauben als Halterung angebracht. An der dritten Wand hängt ein Regal, in dem Kordeln, Sämereien, Handschuhe, Draht und der ganze Kleinkram untergebracht werden können. Vor dem Schuppen ist ein Wasserfass eingegraben, damit das Werkzeug nach Gebrauch vor dem Wegräumen direkt gesäubert werden kann. Ernel und Paul, denen dieser Garten gehört, haben das Gartenwerkzeug sehr gut gepflegt und das will ich genauso halten. (Allerdings werde ich es vermeiden, mir im Winter beim Schrubben des Spatenblattes zwei Fingerkuppen abzufrieren, so wie es Ernel passierte.)

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Der Schuppen auf den Ländereien der Grünen Villasieht längst nicht so vorbildlich aus. Und das liegt nicht nur daran, dass er nicht aus freundlichem Holz ist, sondern aus fiesen Eternitplatten. Das Werkzeug lehnte die letzten fünfzehn Jahre immer irgendwie an der Wand oder lag auf dem Boden herum. Mehrmals spielte ich die wahnsinnig witzige Sketchszene mit dem Tritt auf den Rechen und dem hochschnellenden Gerätestiel, einmal sogar mit blutender Nase. Die einfache und geniale Lösung mit dem Brett wie in Ernels und Pauls Schuppen brachte jetzt auch endlich Ordnung in diesen Schuppen.

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Der Blick zur anderen Seite des Schuppen zeigt allerdings, dass der Frühjahrsputz noch nicht beendet ist. Die alte Werkbank leistet mir beim Pflanzen und Säen in Töpfen gute Dienste, unglücklicherweise stelle ich gerne mal eben rasch Dinge darauf. Und ich habe eine Menge Dinge. Alte Backformen und Emailtöpfe stapeln sich, weil sie irgendwann mit Dachwurzen bepflanzt und gefällig im Garten verteilt werden sollen.

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Den Blick an den Werkzeugen vorbei erspare ich Ihnen übrigens, denn Rasenmäher, Schredder und diese blaue Plastik-Sandmuschel, die ich sicher irgendwann für irgendetwas noch brauche, kuscheln dort mit Brennholz, irgendwelchen Latten und Stickeln und zerbrochenen Bohnenstangen, liebevoll umwebt von Generationen von Kreuzspinnen. Man soll es mit dem Frühjahrsputz ja auch nicht übertreiben.

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Zaun-Planung

Ein kleiner Schritt für die Gärtnerin, ein großer für die Zaunplanung: Ich weiß endlich, was ich brauche.

Zaun-Planung

Zaun-Planung

Es soll ein Staketen-Kastanienholzzaun von DasLandleben sein. Höhe: 1 Meter. Abstand der Staketen: 8 Zentimeter.

Ich baue auch ein kleines Tor in den Nachbargarten ein. Nicht, dass ich ständig zur Nachbarin laufen möchte. Aber ich glaube, dass es im Zweifel praktisch ist. Wir haben uns schon kennengelernt und unterhalten. Durch den Garten ist der Weg kurz. Sollte er jedoch wegen eines Zauns nicht mehr möglich sein, müssen wir nicht nur um ein, sondern um mehrere Häuser herumlaufen. Es sind nämlich nur unsere Gärten Nachbarn – die Häuser selbst stehen in verschiedenen Straßen.

Abgesehen davon kann es immer mal sein, dass ein Besuchskind einen Ball rüberkickt – oder der Gärtner der Nachbarin Äste schneiden will, die auf unser Grundstück ragen. Es stehen nämlich mehrere große Bäume auf der Grenze, für die sie einmal im Jahr Profi-Hilfe bestellt.

Viele Gründe also für ein kleines Törchen. Sollten wir uns spinnefeind werden, kann ich immer noch ein Schloss darum legen. Ich bin aber einfach mal guter Dinge.

Ich brauche also:

  • 32 Meter Zaun
  • 1 Tor
  • 16 Pfosten
  • Bodenhülsen
  • Schrauben

und Kraft und Ausdauer. Na denn …

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Gärtnern mit dem Raspberry Pi

Es begab sich, dass ich über meine Vorsätze für das Jahr 2015 schrob – und Nachricht erhielt von Charly Kühnast. 

Was dann geschah – lesen Sie selbst. Service-Info für Nicht-Tekkies: Der Raspberry Pi, von dem die Rede ist, ist ein Einplatinencomputer. Man kann mit dem kleinen Bastelrechner programmieren lernen und ihn für alles Mögliche benutzen, zum Beispiel als Steuereinheit.

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Handwerker und Baumärkte

Pia alias Frau Mutti ist zu Hause gerade unabkömmlich: Sie kommandiert Handwerker herum. Gleichzeitig beklagt sie sich, dass die Handwerker sie oft nicht ernst nehmen:

„Ich könnte knallen vor Wut.

Seit wir in der Grünen Villa wohnen, haben wir schon mit sehr vielen Handwerkern zu tun gehabt. Von ‚ist ihr Mann da? Wann kommt er denn? Ich komme dann wieder!‘ bis ‚Ich weiß ja nicht, ob sie das verstehen!‘ über komplettes Ignorieren habe ich schon alles erlebt.“

Ich selbst habe im vergangenen Jahr viel renoviert – und hatte in diesem Zusammenhang auch mit Handwerkern zu tun: Fliesenleger, Parkettleger, Elektriker. Sowohl Fliesenleger als auch Parkettleger haben hervorragend gearbeitet und haben mich bei Entscheidungen selbstverständlich zu Rate gezogen.

Der Elektriker – und das ist eher ein generelles Problem mit Handwerkern – hat weder zugehört noch (wie sich am Ende herausstellte) einen sinnvollen Kostenvoranschlag abgegeben, hat nicht erbrachte Leistungen abgerechnet und auch sonst nicht durch Kompetenz und Zuverlässigkeit geglänzt. Das hatte allerdings nichts mit mir als weibliche Kundin zu tun, das schien mir eher eine grundsätzliche Taktik zu sein.

„Wütend bin ich nicht nur auf die Handwerker. eigentlich bin ich noch wütender auf die Frauen, die dieses Verhalten füttern. Die das hilflose Weibchen geben, das sich um Kleidung, Frisur und Fingernägel sorgt und den Mann vorschiebt, der in den meisten Fällen ja genauso wenig Ahnung hat.“

Ich habe die Erfahrung gemacht: Wenn man von Anfang an ganz selbstverständlich auftritt, wenn man sich kundig gemacht hat und schon bestimmte Fragen und Vorstellungen hat, wird man auch ernst genommen. Zugegeben, manchmal ernte ich leichtes Erstaunen, wenn die Handwerker merken, dass ich im Thema bin und weiß, was ich möchte. Aber nach ungefähr zehn Sekunden haben sie ihre Überraschung überwunden und es geht normal weiter. Wahrscheinlich reagieren sie bei informierten Männern, vor allem bei solchen, die ansonsten Schreibtischtäter sind, genauso. Möglicherweise ist der ziellose Kunde einfach eher die Regel als die Ausnahme.

Baumärkte sind übrigens besser als ihr Ruf: Immer, wenn ich einen Verkäufer gefunden hatte (okay, ich gebe zu: Das ist tatsächlich der Knackpunkt an der ganzen Geschichte), wurde ich stets gut und ernsthaft beraten. Vielleicht, weil ich immer maximal abgeranzt im Baumarkt auflaufe und aussehe, als hätte ich gerade schon fünf Stunden im Rohbau malocht. Wenn ich dann noch frage, ob sich vor der Arbeit mit Strukturputz zusätzlich zum Tiefgrund eine Haftgrundierung empfiehlt und welche Taktik für Rigips zu empfehlen ist, dann bin ich direkt drin, im Herzen des Baumarktverkäufers.

Ich ertappe mich allerdings dabei, dass ich Männer, die sich angesichts handwerklicher Herausforderungen hilflos geben, etwas befremdlich, um nicht zu sagen lächerlich finde. In diesem Fall bin ich leider Opfer von Rollenklischees. Oder meiner eigenen Tatkraft.

Übrigens ist es ein Märchen, dass Frauen sich nicht für Werkzeug interessieren. Es gibt beim Renovieren und im Garten nichts Tolleres als gutes, taugliches Werkzeug. Und eins ist mal klar: Für eine Bohrmaschine mit richtig Wumms lasse ich jede Bordüre links liegen.

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