Werkzeugkiste

Schaufel, Schippe, Rasenmäher – alles zu Gartengerätschaften

Ein Flechtzaun als Beetbegrenzung

In meinem Garten gibt es eine Haselnuss. Sie war ziemlich groß, als wir einzogen. Sie reichte bis über das zweite Stockwerk des Hauses hinaus. Wir haben sie gründlich gestutzt – und beschneiden sie nun jedes Jahr. Denn sie wächst jedes Jahr mehrere Meter in die Höhe und in die Breite.

Vom letzten Schnitt haben wir noch jede Menge Äste übrig, die wir nicht entsorgt haben. Daraus habe ich jetzt eine Beetbegrenzung für das Gemüsebeet gebastelt: einen Flechtzaun.

Flechtzaun aus Haselnussruten fürs Gemüsebeet

Ich habe die leise Hoffnung, dass der Zaun auch die Schnecken abhält, ins Beet zu kriechen. Wahrscheinlich hoffe ich vergeblich.

Einen Flechtzaun – auch einen größeren – selbst zu machen, ist ganz einfach:

Schritt 1: Pflöcke einschlagen

Nehmen Sie die dicksten, etwa daumendicken Äste und benutzen Sie sie als Pflöcke. Um sie herum flechten sie die dünneren Ruten. Sie sollten genauso tief in der Erde stecken, wie sie rausgucken.

Je kürzer die Äste sind, die sie flechten, desto kürzer sollten die Abstände der Äste sein, die sie in die Erde stecken. Ich habe einen Abstand von 20 bis 25 Zentimetern gewählt.

Schritt 2: Die ersten Äste um die Pflöcke flechten

Fangen sie beim ersten Ast an, der in der Erde steckt, und schlängeln sie die Ruten links und rechts an den nächsten vorbei. Wenn sie mit dem ersten Ast rechts angefangen haben, beginnen sie mit dem zweiten links – und so weiter.

Beginnen sie aber nicht immer beim ersten in der Erde steckenden Ast. Arbeiten Sie versetzt.

Der Anfang des Flechtzauns

So haben Sie hinterher einen durchgehenden Zaun.

Schritt 3: Füllen Sie auf.

Füllen Sie nun weitere Äste auf. Ideal ist es, wenn Sie die Dicke der Äste variieren: mal dickere, mal dünnere. Dickere Ruten stabilisieren den Zaun. Ich hatte aber auch viele dünnere, die ich dann untergemischt habe.

Der Flechtzaun im Entstehen

Optimal ist es, wenn die Rute so lang ist, dass sie genau an einem Pflock beginnt und an einem weiteren endet. Meistens passt es aber nicht. Entweder kürzen Sie die Rute dann so. Oder Sie nuddeln das dünne Ende in den bestehenden Zaun, so dass es nicht herausschaut.

Schritt 4: Kürzen Sie, was zu lang ist

Kürzen Sie nun die Pflöcke, die zu lang sind. Schneiden Sie ab, was absteht und herausschaut. Dann haben Sie am Ende eine hübsche, kleine Beetbegrenzung.

Flechtzaun rund ums Salatbeet

Flechtzaun aus Haselnusszweigen

Im Flow

So nennt man das wohl, wenn man nicht aufhören kann.

Der Schatz hat mir in seiner knappen Zeit ein Loungemöbel aus Paletten für das Gärtchen gebaut. Allerdings als halben Bausatz zum selber fertig stellen. Also mal schnell Lasur geholt und losgelegt. Die „Saison ist vorbei“, es gibt nicht mehr alle Farben, aber im zweiten Baumarkt hatte ich dann Erfolg.
Da lästige Instandhaltungsaufgaben durchaus auch zum gärtnern gehören und ich so in Schwung war, habe ich mir den Farbeimer geschnappt und direkt im Gadde mit dem Tor „weiterlasiert“. War auch nötig. Die Schwiegermutter hat nur verwundert den Kopf geschüttelt. Der Ex ist ja mit der neuen Flamme beschäftigt und verschwendet keinen Gedanken an unser Tor. Genauso wie die neuen Bretter für den Kompost schon seit einem Jahr liegen. Da hatte er aber noch keine Flamme, sondern nur keine Lust.

flowDas Paletten- und Tor Ergebnis ist super, und ich kann mich schon auf die nächste Saison freuen. Ich habe schon mal mit Vorlauf für nächstes Jahr noch eine Paletten-Liege und einen Sessel beim Schatz bestellt. Wird knapp, könnte aber doch klappen.

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Das Über-Baumwurzel-Baumhaus

Seit Beginn der Gartenplanung beschäftigten wir uns mit dem Problem, die große Baumwurzel der Fichte, die dort einmal stand, in das Gartengesamtkonzept miteinzubeziehen. Man hätte die Wurzel auch brachial herausreißen können, aber irgendwie fehlte uns zu dieser Tat der Mut. Ein bisschen Historie soll dem Ganzen ja auch noch anhaften, also ließen wir diese tolle Wurzel einfach stehen und verfolgten den Plan, dort ein Holzspielbaumhaus zu errichten.

Ringsherum war bereits alles fertig – weil der Spielbereich für die Kinder nämlich genau in diesem Gartenteil angelegt sein sollte, planten wir, alles mit Rindenmulch auszulegen. Super Unfallprävention. Solange man Schuhe anhat und die Anschaffung von Pinzetten zum schnellen Entfernen von kleinen Splittern aus der Fußsohle mal außenvor lässt.

Rindenmulchflaeche

Da hier aber alle Bewohner ab etwa Mai nur noch barfuß unterwegs sind, war der Rindenmulch aufgrund diverser Fußverletzungen irgendwann doch keine Option mehr und wir entschieden uns für eine Kleinanzeige in der Rubrik „zu verschenken“. Drei Kubikmeter Rindenmulch später, auf gefühlt 350 Schubkarren verteilt, waren wir dann auch froh, dass der zackig abgeholt wurde und wir uns drei Kubikmeter Mutterboden liefern lassen konnten, den wir dann allerdings auch wieder an Ort und Stelle karren mussten. Aber wer hat schon etwas gegen ein bisschen Feierabendworkout?

Parallel dazu näherten wir uns vorsichtig unserem monatelang und mit viel Bedacht ausgewählten Pfahlhaus, das inzwischen, natürlich in Einzelteilen, angeliefert wurde. Als die Trägerkonstruktion stand, fiel auf, dass das Ganze ja im Boden auch noch festbetoniert werden musste. Tja, und just an einer Stelle war dafür zuviel Wurzelwerk im Weg, so dass der Mann schließlich beherzt zu Nachbars Säge griff und ein Bein der Konstruktion ein klein wenig kürzte, so dass es direkt auf der Wurzel festgeschraubt werden konnte.

Holz_auf_Wurzel

Alles saß prima und wir verteilten in der Zwischenzeit fleißig Erde auf der freigeräumten Fläche. Natürlich barfuß (ich), was ich bis heute übrigens aus kosmetischer Sicht (Hornhauttattoo) bereue.

Erde_fertig

Am letzten Wochenende war dann wieder einmal Zeit zum Weiterbauen und man kann inzwischen erahnen, wie unser Über-Baumwurzel-Baumhaus einmal aussehen wird. Ganz schön hoch für meine Begriffe, wahrscheinlich muss ich mir auch noch Gedanken um ein Sicherheitskonzept machen. Eine Rettungsrutsche haben wir zumindest schon. Die steht hier an einem kleine Tisch und diente heute schonmal bis zum Regenschauer dazu, Spielzeugautos gezielt und mit viel Schwung direkt in der Bambushecke verschwinden zu lassen.

Rutsche

Angestrichen wird das Haus übrigens auch noch, momentan liegt die Schwedenhausfraktion knapp mit 4:0 vorne.

Das Dach, die Veranda und die Kletterleiter fehlen noch. Hier aber schonmal ein stimmungsvoller Eindruck mit halbfertigem Haus an Abendlicht:

Baumhaus

In Kürze säen wir dann noch Rasen aus, so dass in ein paar Wochen hoffentlich auch im Barfußbereich alles grün ist. In der Zwischenzeit mache ich mir schonmal Gedanken über ein schönes Düngemuster. Fußballrasen, Melone und „zufällig dahingestreut“ hatten wir schon. Habt Ihr noch weitere Ideen?

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Nach dem Düngen ist vor dem Düngen

Die Rasengeschichte geht natürlich weiter. Aber da so eine Düngung ja auch erst einmal einwirken, einregnen und ankommen muss und dazu noch diverse andere Schauplätze im Garten (Schnecken! Sumpfgebiete! Fehlendes Blühwerk!) abzuarbeiten waren, gibt es die Fortsetzung erst jetzt.

Wir haben also gedüngt. Aus dem Handgelenk und ohne Wagen. Der Dünger hatte eine neutrale Färbung, was das Wiederkennen auf dem Rasenboden auch nicht gerade vereinfachte. Hände voller Dünger wurden also generös über den etwa 300 m² Rasen verteilt. So in etwa würde es wohl passen, so dachten wir.

Es dauerte genau eine Woche und 47 Regenschauer, bis sich das Ergebnis von jetzt auf gleich recht deutlich zeigte. Ich entschuldige mich, dass ich davon keine Bilder habe, aber mir wäre wahrscheinlich vor lauter Lachen ohnehin die Kamera aus den Händen gefallen. Stellen Sie sich unseren Rasen einfach als übergroße, räudige, grüngrüne Tüpfelhyäne vor, deren Friseur gerade noch ein paar Fellstellen mit der Heckenschere gestutzt hat.

Wir kamen – ernsthaft – aus dem Lachen nicht mehr heraus: An den Stellen, die ordentlich Dünger abbekommen hatten, wuchs tiefgrünes sattes Gras, das sich unter dem prüfenden Barfuß fest und wunderbar griffig anfühlte. An den Stellen, die ungeplantermaßen leer ausgingen, zeigte sich eine blassgrüner, räudig-holziger Tritt.

Also fuhr diesmal der Mann in den Gartenmarkt, um nur eine halbe Stunde später mit zwei weiteren Säcken Dünger und ungebremster Euphorie zurückzukehren.

Diesmal sollten die hellgrünen Passagen sowie das komplett ungedüngte Stück Rasen am Vorgarten mit den nährenden Kügelchen beglückt werden. Gesagt – getan. Die Technik hingegen war diesmal systematischer und es wurde streng in Reihen gedüngt. So ein Düngewagen ist wirklich für Anfänger. Geht doch! Zwischendurch klingelt mal das Telefon und man kommt ein bisschen raus aus dem Flow, aber dennoch. Hey. Cool.

Eine Woche später hatte sich die Tüpfelhyäne aus dem hinteren Garten in eine glatthaarige, gleichmäßige Fläche verwandelt, der Vorgarten hingegen präsentierte sich als gleichmäßiges Zebra im schicken Streifenlook. Hellgrün, dunkelgrün, hübsch im Wechsel. Und der Dünger? Alle. Klar.

Wir verzichteten darauf, die restlichen Streifen noch mit dem Zeug zu bewerfen und widmeten uns in der Zwischenzeit den anderen botanischen Topics auf der Liste.

Der Rasen hingegen wuchs und wuchs. Und wuchs. Zeit, ihn zu mähen, hatte keiner von uns. Montag war er eigentlich schon am Limit. Aber nein. Es kam was dazwischen. Der Rasen wuchs weiter, es war Donnerstag und nach zwanzig Uhr, als wir erneut aktiv ans Mähen dachten. Zu spät. Freitag regnete es den ganzen Tag. Dann also Samstag.

Endlich war der Samstag gekommen und mit ihm eine akute, schwere Männergrippe beim Mähbeauftragten. Das Fieber und die Schwäche zwangen den Mann, umgehend das Bett aufzusuchen und mir alle zehn Minuten die stetig ansteigende Körpertemparatur per WhatsApp mitzuteilen. Zwischendurch wurde im Wechsel nach einer persönlichen Visite oder nach frischem Obst verlangt. Also was machen wir da? Selber mähen. Geht natürlich in den Suburbs erst ab 15:00 Uhr, wegen Mittach und so.

Das Regenradar hingegen meldete schwere Schauer ab etwa 15:15 Uhr. Ich begann also ab etwa 14:30 Uhr, mich mental schonmal einzustimmen und die niemals zuvor selbst genutzte Technik klarzumachen. Grassammelbox, Benzinhahn, Anlasser, Mähhöhe. Check.

Punkt 14:55 Uhr gings los. Ich fand, fünf Minuten vor der Zeit sei tolerabel. Ich schickte die Kinder in sichere Entfernung auf den Beobachtungsposten (Balkon, zur Sicherheit, man weiß nie) und zog an der Anlasserschnur. Nichts. Okay, nochmal. Nichts. Obwohl „EasyStart“ drauf steht, startete gar nichts easy. Nochmal. Dann gemerkt, dass der Hebel falsch steht. Auf Schildkröte. Gut, Nochmal. Und siehe da, es rappelt und knattert und die Möhre springt an. Yeah!

Man muss erwähnen, dass der Rasenmäher ein Weihnachtsgeschenk für uns Neugartenbesitzer war und ein echtes Hightechteil ist. Der fährt quasi selber. Vorbei also die Zeiten wie vor 25 Jahren, als man den schweren, antiken Briggs-and-Stratton-Mäher von Vati leise stöhnend vor sich her schob, das Bier von gestern noch in der Birne und die zwei Mark Belohnung eisern im Blick.

Ich zog also diesen Sicherheitshebel und gab vorsichtig Gas. Und hopp, war das Teil schon zwei Meter allein gefahren. Mit mir hintendran. Huiiiiii, eine feine Sache. Also auf ins Glück und in einem Affenzahn den ganzen Rasen gemäht. Keine Minute zu früh war ich fertig, als über mir alle Schleusen brachen und es just im Finish anfing zu gallern.

Ich war sehr stolz auf das Ergebnis. Nach abschließender Evaluation lässt sich allerdings anmerken, dass die Abstände von Reihe zu Reihe beim nächsten Mal etwa 20 cm geringer sein könnten, wenn man nicht kleine Kanten nach Art einer Zebratüpfelhyäne mit Rasierschwäche über die gesamte Fläche stehen lassen möchte.

 

Edit: Jetzt gibt es auch ein Bild. Bei näherer Betrachtung könnte es sich auch um eine Wassermelone handeln:

Gras_Duenger1_Unterholz

trenner_roteb

 

Neues aus dem Unterholz

Erinnert sich noch jemand ans Unterholz? Also das Blog Unterholzbewohner?

Das bin ich. Lange ist es her.

Deshalb freue ich mich sehr, hier zu schreiben, denn nach der etwa sechsjährigen Blogpause gibt es viel zu berichten.
Und es dreht sich tatsächlich um Unterholz – nach Jahren der beengten Altbauwohnerei haben wir es in einen Vorort der Stadt geschafft und bewohnen seit kurzem ein Haus mit Garten. Noch befindet sich dieser allerdings eher im Rohzustand:

Unterholz_nix_2016-04-21

Garten. Das war bis Mitte dreißig das, wo man in Kindheit und Jugend immer samstags mit den Eltern hinmusste und eine verantwortungsvolle Aufgabe bekam. Den Biomülleimer auf dem Kompost entleeren und anschließend mit der alten Wurzelbürste gründlich ausspülen. Oder die Steinkanten mit Hilfe eines alten Küchenmessers von Gras und Moos befreien. Wenns gut lief und wir in der Samstagshierarchie aufgestiegen waren, durften wir das Auto waschen oder die Kaninchen während des Ausmistvorgangs beaufsichtigen. (Oder die Kaninchen waschen. Dann war aber in der kommenden Woche wieder strenges Jäten angesagt.)

Ja, und jetzt haben wir auch so einen Garten. Und fangen ziemlich bei null an, in jeder denkbaren Hinsicht. Wann schneidet man was? Was braucht Wasser, was Licht, was beides und was gar nichts davon? Und wie kann man heimlich mit dem Radlader ein wenig hin und her fahren? (Antwort: Gar nicht. Den Schlüssel hat Horst, der Gartenbauer.)

Unterholz_Bagger_2016-04-21

Ist doch toll, sagen alle, für Kinder gibt es nichts besseres. Was damit auf uns zukommt, ahnen wir möglicherweise noch nicht einmal, es kann also lustig werden hier.

Bislang sind übrigens auch nur die Gartenbauer am Werk. Weil es ist nämlich so: Während der Renovierung des Hauses ist der eine oder andere Teil des Gartens beschädigt worden oder hat unter einer monatelang geparkten Schwerlastmulde ein unerwünschtes Eigenleben entwickelt.

Momantan bewegen wir uns deswegen also noch im Radlader- und Baggerstadium und verfolgen von der anderen Seite des Fensters alles mit großer Bewunderung und leiser Ehrfurcht.

Horst trinkt seinen Kaffee übrigens mit Milch und Zucker, die anderen nur mit Milch.

Unterholz_Kaffee_2016-04-21

 

Aber dazu beim nächsten Mal mehr. Schön, dass ich hier sein darf.

 

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Ordnung im Gartenschuppen

Mein Gartenschuppen ist eine Blechhütte mit einer Schiebetür.

Er wohnt schon länger im Garten als ich, ich habe ihn von den Vorbesitzern geerbt. Er ist weder besonders schön noch besonders hässlich, er ist vor allem praktisch, und für eine neue Hütte fehlten mir bislang Geld, Nerven und die Notwendigkeit, etwas zu ändern.

Von außen also ganz adrett, war der Schuppen von innen bislang eine Rumpelkammer: Alles verteilte sich auf dem Boden und in der Schubkarre, den Rasenmäher musste ich immer zwischen dem Gedöns herausziehen, und ständig vernuddelte alles mit allem, die Harken mit den Harken, der Spaten mit dem Stromkabel, die Wäscheleine mit dem Häcksler, die Heckenschere mit dem Rasenmähergriff und der Beetschutz wieder mit den Harken. Zugegeben, es lag auch an meiner mangelnden Disziplin, Ordnung zu halten.

Am Wochenende stand plötzlich der Gartenbauer im Törchen – der, der die Steinmauern angelegt hat. Er sei in der Gegend gewesen und wollte mal schauen, wie es nun aussehe, im Frühjahr, wenn der Bewuchs komme. Außerdem habe er ein Brett im Wagen, das fahre er jetzt schon ein paar Tage mit sich herum, das könne ich doch bestimmt gebrauchen, ich hätte doch dieses Gartenschuppenproblem.

Er sägte es zurecht und baute es mir ein – einfach so. Wie großartig! Jetzt liegen die Werkzeuge oben, Rasenmäher und Häcksler stehen unten und oh Wunder! Es ist Ordnung im Gartenschuppen!

Aufgeräumter Gartenschuppen

Jetzt: durchschauen, was bleibt und was weg kann.

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Heute im Gärtchen

Im Gadde habe ich Ruhe bis zum Sonntag, der Ex darf auch mal was tun. Da ist die Gelegenheit günstig, mich um das Gärtchen zu kümmern.

Ich hatte ein Hochbeet erstanden um meine Kräuter besser und einfacher zu hegen und zu pflegen. Ein Schnäppchen, das Hochbeet. Vermeintlich! Nach 3maligem Auf- und Abbau hatte ich es dann kapiert und richtig zusammen. Musste es nur noch zum Schluss mit viel Muskelkraft passend machen, damit die Bretter sich auch ineinander fügen. Dann noch 2x 70L Erde gewuchtet und das Beet befüllt, hat aber nicht ganz gereicht. Also nochmal wuchten.

Hochbeet

In solchen Momenten wünscht man sich, also ich, nicht Single zu sein, sondern einen Freund an seiner Seite zu haben der das Ruck Zuck erledigt.  Da bin ich ganz unemanzipiert.

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Die Gartenschere

Was Werkzeug für den Garten angeht, habe ich eine Achillesferse: die Gartenschere.

Sie ist das meistbenutzte Werkzeug in meinem Garten – neben der kleinen Schaufel. Bislang musste ich jedes Jahr eine neue Schere kaufen, weil sie ausgenudelt war: stumpf, wackelig, Stoßdämpfer im Eimer, Griffüberzug ab, unreparierbar. Das nervt ein wenig.

So sieht jetzt, im Winter, meine Baumarktschere aus, nachdem sie ein Dreivierteljahr gearbeitet hat. Erworben habe ich sie im März:

Gartenschere aus dem Baumarkt nach 1 Jahr

Habe ich zu hohe Ansprüche? Ich schneide Blumenstängel, manchmal auch kleine Zweige – für Äste habe ich eine Astschere. Zugegeben, ich streichele mein Werkzeug nicht nach jeder Benutzung, öle und poliere es nicht nach jedem Einsatz und gehe alles in allem wahrscheinlich nicht übertrieben liebevoll mit ihm um. So eine Schere muss halt arbeiten.

Das Christkind hat mir im Dezember deshalb eine Felco-Gartenschere Nr. 2 unter den Baum gelegt.

Gartenschere Felco 2 in Aktion

Ein erfahrener Gärtner und Kenner der Gartenscheren-Szene sagte mir auf einer Party, sie sei das Nonplusultra. Er schwört auf sie. Sein Versprechen: robustes Profiwerkzeug, sehr  haltbar, Verschleißteile können ausgetauscht werden.

Der erste Test verließ tatsächlich vielversprechend: gutes Handgefühl, superscharf – deutlich schärfer als eine Baumarktschere, selbst direkt nach dem Auspacken. Ich werde nach dem Sommer berichten, ob das dann immer noch zutrifft.

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Yeah, der Gartenumbau ist fertig!

Am Freitag hat der Lehmbauer den Fugenmörtel in die Wege und die Terrasse eingefegt und danach sein Werkzeug zusammengeräumt. Der Garten ist fertig! Yeah!

Gartenpanorama: Fertiger Gartenumbau

Zur Erinnerung, weil der Vergleich ja besonders schön ist: So sah es vorher aus.

Im Nachhinein war es eine sehr gute Entscheidung, die Mauern, Wege und den Terrassenumbau in einem Abwasch machen zu lassen. Ursprünglich war geplant, nur die Mauern vor dem Gewächshaus anlegen zu lassen und alles andere später zu machen. Doch der Lehmbauer hatte zu viele gute Ideen.

Blick von der Terrasse auf das Gewächshaus

Ich bin froh, dass ich während des Baus so viele Fotos gemacht habe. Ich vergesse immer so schnell, wie es vor und während des Baus war. So sah sie Terrasse während des Umbaus aus.

Der Lehmbauer ist ökologisch orientiert und baut sehr naturnah. Er hat viele Materialien wiederverwendet: Auf den Steinen der vorhandenen Betonmauern und auf dem Schutt der abgerissenen Glaswand hat er die Terrasse errichtet.

Alte Steine, die wir noch hatten, hat er in der Mitte durchgebrochen. Mit der Bruchkante nach außen stützen sie ein Beet neben der Terrasse und die Kräuterspirale.

Upcycling nennt man das wohl:

Beet an der Terrasse - Bruchkanten von Steinen

Am Wochenende habe ich ein paar Dickblattgewächs in die Mauern gesetzt: Hauswurz (Sempervivum) und Fetthennen (Sedum). Beides ist winterhart.

Hauswurz

Hier noch ein paar Eindrücke:

Fertig_Natursteinmauern_Gewaechshaus

Kräuterschnecke

Neben dem Haus ist noch ein Stück Garten. Dort führt der Weg zu einem kleinen Tor. Außerdem stehen dort der Kompost und eine Blechhütte, in der ich Gartengerät lagere.

Die graue Linie aus Kopfsteinen begleitet den Weg durch den Garten und mündet in der Spirale auf der Terrasse.

Geschwungener Weg zum Gartentor

Ich würde übrigens gerne noch das Garagendach, das auf dem Bild zu sehen ist, begrünen. Das ist gut fürs Dach, fürs Stadtklima und macht vor allem optisch mehr her als Teerpappe.

Es gibt immer was zu tun.

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