Schnappschuss

Ameisen als Nutztierhalter

Blattläuse sondern ein nährstoffreiches Sekret ab, den Honigtau. Ameisen lieben Honigtau. Ich hatte schon einmal davon gelesen, dass Ameisen sich Blattläusekolonien halten, deren Insassen sie regelrecht melken. Heute habe ich so eine Melkstation an einer Clematis im Garten gefunden.

Die Blattläuse bleiben ortsfest, weil die Ameisen ein Sekret absondern, das die Läuse betäubt und ihren Bewegungsdrang hemmt, wie man erst seit 2007 weiß. Unter Forschern gilt das Ganze als Symbiose, also eine Lebensgemeinschaft zum gegenseitigen Nutzen. Der Nutzen für die Läuse besteht darin, dass die Ameisen sie vor Fressfeinden schützen – ob die Läuse dieser Einschätzung beipflichten, ist nicht bekannt. Ist die Wirtspflanze nicht ergiebig genug, tragen die Ameisen die bewegungsgehemmten Läuse einfach woanders hin.

Bonus-Angeberwissen für die nächste Trivial-Pursuit-Runde: Blattläuse gehören zu den Pflanzensaugern, aber sie saugen überhaupt nicht. Der Pflanzensaft („Phloemsaft“) steht unter Druck. Wenn die Laus eine Pflanze angezapft hat, muss sie den Saftfluss sogar bremsen, sonst platzt sie.

Erbschaftsgedanken

Die Schwiegermutter hat sich heute beim Rhabarber-Baiser Kaffeetrinken im Gadde Gedanken über meinen Erbschaftsantritt gemacht. Das ja dann der technische Wart, welches ihr Sohn und mein Ex ist, seine Tätigkeiten wie Rasenmähen, Umgraben, Hütte streichen und sonstige Reparaturen abrupt einstellen wird. Das wird so sein!!! Aber ich bin ein großes Mädchen, ich werde das hinbekommen. Und falls doch nicht, kann ich zur Not den Freund fragen. Das wiederum weiss die Schwiegermutter nicht.
Und der Freund verbringt seine knappe Zeit momentan auch lieber in seinem 5.000qm Garten. Ist aber kein Gärtner-Garten, sondern ein Rasen-Chill-Grill-Garten.

Gartenbett

trenner_birne

Der Aprilgarten 2016

ist üppig grün! Vergleichen Sie gerne mit dem Aprilgarten im letzten Jahr, als ich alles frisch anlegte.

april16

Von den vielen Stauden, die ich letztes Jahr pflanzte, sind fast alle wieder da. Ein Hoch also auf den milden Winter! Kalifornischer Mohn, Ringelblumen und Schlafmohn, deren Samen ich großzügig verteilte, marodieren durch die Beete und das ist absolut in Ordnung. Da, wo sie mich stören, lassen sie sich ja leicht jäten. Im Vordergrund ist das Erdbeerfeld, dass sich noch unter Gänsedisteln und Löwenzahn versteckt. Ich fand es letztes Jahr wirklich hübsch, als der Löwenzahn leuchtend gelb blühte. Als er sich aber zu nicht weniger hübschen Pusteblumen entwickelt hatte, war der gar nicht mehr so kleine Hund in unsere Leben getreten und hatte uns jegliche Gartenzeit geraubt. Ich habe letztes Jahr also das Beschäftigungsprogramm für die nächsten zwei Wochen gesät: Löwenzahn ausstechen, große Freude!

april16b

Die Gemüsebeete sind teilweise noch nicht leergeräumt, teilweise leer, teilweise sogar schon wieder mit Weiß-, Spitz- und Rotkohl, Kohlrabi, Fenchel, Knollensellerie, Mangold und Salat bestückt. Bohnen sind auch gesteckt, Erbsen und Steckzwiebeln folgen die nächsten Tage. Eines meiner Beete habe ich an meinen sieben Jahre alten Gartenhelfer abgetreten, demnächst zeige ich dieses Beet genauer!

april16c

Am noch immer teilweise unbedachten Tomatenhaus lehnt der Staketenzaun, den der große Sohn mir gerade aufbaut. Das üppige Grün auf dem Boden sind Klatschmohn und Feinstrahlastern. Bis die Tomaten im Mai ins Freie kommen, werde ich diese Flut hoffentlich eingedämmt haben.

Meine Gartenmotivation ist riesig und es gibt sogar wieder ein bißchen Zeit, denn der gar nicht mehr so kleine Hund braucht zwar noch immer viel Bewegung, findet aber zwischen den Hunderunden gut zur Ruhe und lässt mich wieder arbeiten. Und Arbeit gibt es sowohl in diesem Garten als auch in dem am Haus reichlich.

Neu hier im Garten sind zwei Johannisbeer- und zwei Stachelbeersträucher, sowie eine Jostabeere. Alle fünf ausgegraben bei der Nachbarin, die ihren Garten gerade arbeitsfreundlich plattmachen lässt. Ebenfalls neu ist eine Feige, die mir im November gebracht wurde, weil sie an der falschen Stelle in einem Garten wuchs. Alle umgepflanzen Sträucher und Bäume treiben aus, ich bin sehr glücklich darüber!

Hach! Es geht wieder los!

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen