Küche

Die Kräuterschnecke nach dem Winter

Die Kräuterschnecke ist eine Einrichtung in meinem Garten, die ich sehr liebgewonnen habe. Sie befindet sich direkt neben der Terrasse. Ich brauche nur wenige Schritte aus der Küche hinaus in den Garten machen und kann frische Kräuter ernten – und sie natürlich direkt verwerten.

Vor dem Winter habe ich mich gefragt, welche Kräuter wohl winterhart sind. Jetzt weiß ich es.

Winterhart sind:

  • Schnittlauch
  • Thymian
  • Oregano
  • Waldmeister
  • Bohnenkraut

Nicht winterhart sind:

  • Petersilie
  • Rosmarin
  • Majoran
  • Minze
  • Salbei

Das Basilikum hat natürlich auch nicht überlebt. Von ihm habe ich aber auch nicht erwartet, dass es Kälte übersteht.

Der Oregano ist die größte Überraschung: Er machte nicht den Eindruck, als wolle er wiederkommen. Nur braune, trockene Äste schauten noch aus der Erde. Aber jetzt zeigt er deutlich, dass Leben in ihm steckt:

Inzwischen habe ich die Kräuterschnecke wieder vollständig bepflanzt. Von oben nach unten wachsen dort dieses Jahr: Thymian, Rosmarin, Oregano, Majoran, Estragon, krause und glatte Petersilie, Kapuzinerkresse, Frühlingszwiebeln, kriechender Sellerie, Schnittlauch, Basilikum, Minze, Melisse und Waldmeister.

Kräuterschnecke im April

In dem Gefäß sind übrigens Nüsse und Vogelfutter. Mein Garteneichhörnchen kommt immer bis an die Terrasse, um sich etwas rauszufischen. Das ist sehr putzig.

Die Schnur ist eine Lichterkette, die als Weihnachtsbeleuchtung im Baum war. Sie kringelt sich jetzt durch die Kräuterspirle und spendet an langen Grill- und Gartenabenden Licht. Zusammen mit ein paar Tischkerzen reicht die Beleuchtung für gemütliches Beisammensitzen.

Kürbisrezepte: Kürbis-Carbonara, Kürbispürree und Kürbissuppe

Er heißt „Gelber Zentner“ und macht seinem Namen alle Ehre: Vor drei Wochen habe ich einen Hamma-Kürbis geerntet. Fast acht Kilo hat er gewogen und wäre sicherlich auch noch größer geworden, wenn ich ihn gelassen hätte. Ich musste eine Personenwaage konsultieren, um ihn zu wiegen.

Was aber damit machen?

Suppe natürlich, das ist das erste, was mir zu Kürbis einfällt. Und Kürbis-Carbonara.

Kürbisrezepte

Kürbis-Ingwer-Suppe geht immer und schmeckt mir sehr gut. Ich habe also einen Riesentopf Suppe gemacht. Aus einem Viertel des Kürbisses.

Kürbis-Ingwer-Suppe

1 – 1,5 Kilo Kürbis
1 Kilo Möhren
3 – 4 Zwiebeln
10 cm Ingwer
2 l Gemüsebrühe
3 Dosen Kokosmilch
Salz, Sojasauce, Zitronensaft
Kürbis, Möhren, Ingwer und Zwiebel schälen, kleinschneiden und in Fett andünsten. Mit der Brühe aufgießen und circa 20 Minuten kochen kochen. Mit dem Pürierstab pürieren und Kokosmilch zugeben. Nochmal aufkochen, mit Salz, Sojasauce und Zitronensaft abschmecken.

Kürbis-Carbonara

Das zweite Viertel: Kürbis-Carbonara mit Nudeln nach einem Rezept von Juliane. Lässt sich inklusive Nudeln portionsweise einfrieren und leicht in der Mikrowelle oder in der Pfanne erwärmen. Die Mengen musste ich natürlich anpassen, ich variiere da immer recht flexibel und nehme grundsätzlich mehr Zwiebel.

Aber was nun mit dem Rest machen? Es war immer noch ein halber Kürbis, rund drei Kilo übrig.

Kürbis-Püree

Ich habe ihn einfach 20 Minuten gekocht, püriert und in Portionen zu 400 Gramm eingefroren. Ungewürzt kann ich ihn so für alles mögliche verwenden: als herzhafte Beilage zu Fleisch, unter Kartoffelpürree gemischt, für Pumpkin Pie oder Kürbiswaffeln.

Trick 17 fürs Suppe-Einfrieren:

Suppe friere ich übrigens immer in Gefriertüten ein – in einer Tupperdose.

trick-suppe-einfrieren

Die Suppe nimmt die Form der Dose an, ich kann sie hinterher rausnehmen und das Behältnis wieder verwenden. Der Block Suppe lässt sich dann gut stapeln.
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Die Kräuter sind verarbeitet

Vor zwei, drei Wochen habe ich gefragt: Was tun mit den Kräutern?

Die Kräuterschnecke war gerammelt voll, bald wird es kalt, die meisten Kräuter gehen dann ein. Das wäre schade. Inzwischen war ich tätig, habe Anregungen aus den Kommentaren aufgegriffen (Danke dafür! Super!) und das hier gemacht:

Kräuterpesto selbst herstellen

Ich habe Thymian im Backofen getrocknet, Kräuter- und Basilikumpesto hergestellt und Salbeiwürfel eingefroren. Außerdem habe ich Schnittlauch gehackt, in kleine Portionstüten verpackt und frisch eingefroren.

Auf den Bildern sieht das harmlos aus – tatsächlich war ich mehrere Stunden zugange. Puh! Beim Blätter-vom-Basilikum-zupfen konnte ich gut und gerne zwei verpasste Folgen Lindenstraße gucken. Aber nun ist es vollbracht!

Die Rezepte – ziemlich frei Schnauze:

Basilikumpesto

Basilikum
Pinienkerne
gutes Olivenöl
Salz

Basilikum zupfen und waschen. Pinienkerne anrösten. Basilikum, Pinienkerne, Öl und Salz mit dem Pürierstab pürieren. In Gläser füllen und noch eine gute Ladung Olivenöl draufkippen, damit das Pesto bedeckt ist. Nach Entnahme immer wieder nachkippen.

Die meisten Rezepten enthalten noch Parmesan. Darauf habe ich verzichtet, weil es so haltbarer ist.

Kräuterpesto

Kräuter nach Wahl
Kürbiskerne
Sonnenblumenkerne
gutes Olivenöl
Salz

Genauso verfahren wie oben – nur dass die Kerne nicht angeröstet werden. Als Kräuter habe ich Oregano, Thymian, Rosmarin, Basilikum und etwas Bohnenkraut genommen.

Salbeiwürfel

Salbei hacken. In Eiswürfelform stopfen. Mit ein bisschen Wasser angießen. Einfrieren. Ich werde sie in diesem Rezept verwenden:

Salbei-Paprika-Pasta

Paprika, am besten grüne
Salbei
Speckwürfel
Olivenöl
Salz
Pfeffer
Nudeln

Speck in Olivenöl kurz anbraten. Paprika, sehr klein geschnitten, dazu. Salbei, Salz und Pfeffer hinzufügen. Alles über die Nudeln geben.

Getrockneter Thymian

Dazu den Backofen auf 50 Grad stellen. Thymianzweige auf einem Blech auslegen und gut verteilen. Einen Holzlöffel in die Backofentür klemmen, damit die Feuchtigkeit abziehen kann. Bei mir hat das Trocknen circa zwei Stunden gedauert – die Thymiannadeln sind bei leichter Berührung einfach vom Zweig gefallen.

Den Vorschlag, Sirup herzustellen, werde ich auch noch aufgreifen. Ich hatte allerdings vergessen, Zucker einzukaufen. Und hatte nach dem Pesto-Salbei-Schnittlauch-Marathon dann auch keine Lust mehr, nochmal loszustapfen. Beim nächsten Mal also!

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Was tun mit den Kräutern?

Liebe Leute,

was macht Ihr mit Euren Kräutern? Ich würde sie gerne für den Winter konservieren. Sie eingehen zu lassen, wäre zu schaden.

Kräuterspirale

Also:

  1. Abschneiden, kleinschneiden und einfrieren?
  2. Abschneiden, drinnen oder draußen aufhängen und trocknen?
  3. Abschneiden, zerkleinern und im Ofen trocken?
  4. ???

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Monsters of Rock

2 Tage im Gadde nicht nach dem Rechten geschaut, und ZACK, sind Monsters of Zucchini gewachsen

Zucchini a 900gr

Marinierte Zucchini

Zucchini 2-4, je nach Größe

1 Tasse Olivenöl, 1 Knoblauchzehe (gehackt), 1 Esslöffel Basilikum (gehackt), 1 Esslöffel glatte Petersilie (gehackt), 1 Teelöffel Salz, Pfeffer, 1 Tasse Weinessig

Zucchini in 2,5 cm dicke Scheiben schneiden, in heißem Öl leicht braun braten und auf Küchenkrepp abtropfen lassen. In eine Kasserolle eine Lage Zucchini füllen, mit gehacktem Knoblauch, Basilikum und Petersilie bestreuen, salzen und pfeffern, diesen Vorgang wiederholen bis die Zucchini-Scheiben aufgebraucht sind. Essig etwa 5 Minuten kochen lassen und darüber giessen. Mindestens 12 Stunden marinieren lassen, abgiessen und servieren. Die Zucchini halten sich in der Marinade gut 2 Wochen frisch. Für 8 Personen gedacht.

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Mangoldrisotto

Kurzes Update aus dem Mangoldwald:

Ich habe das von Ina und Stefanie empfohlene Mangoldrisotto gemacht – und es war ein Erfolg!

 

Ich hatte vorher noch nie Risotto zubereitet, weil ich großen Risottorespekt habe: rühren, Brühe zugießen, nicht anbrennen lassen – ich dachte, das sei sehr kompliziert. Ist es aber nicht. Man muss halt nur dabeistehen und ein bisschen aufpassen. Das war machbar.

Wie von den beiden empfohlen, habe ich ein normales Risottorezept als Grundlage genommen:

300 g Risottoreis
2 kleine Zwiebeln oder ein paar Schalotten
1 ½ l Gemüsebrühe
100 ml Weißwein
Butter zum Anschwitzen
Parmesan

Diesen Zutaten habe ich noch Mangold hinzugefügt:

  • Mangold ernten, Stiele kleinschneiden, Blätter kleinschneiden und beides getrennt lagern.
  • Zwiebeln kleinschneiden und
  • zusammen mit den Mangoldstielen in Butter anschwitzen.
  • Reis dazugeben und gut verrühren, so dass jedes Korn benetzt ist.
  • Weißwein dazugießen und verdampfen lassen.
  • Nach und nach kellenweise die Brühe zugeben, reduzieren lassen, nächste Kelle zugeben – bis sie weg ist.

Die Brühe dabei in einem Topf warmhalten, damit der Garvorgang beim Hinzufügen nicht unterbrochen wird.

Wenn nur noch eine oder zwei Kellen Brühe übrig sind,

  • die Mangoldblätter zugeben, einkochen lassen,
  • fertig!

Mit frisch geriebenem Parmesan servieren.

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Apfelernte verwerten: Apfelkuchen mit Vanillepudding

Meine Nachbarin aus dem angrenzenden Garten hat Apfelbäume – und viele Äpfel. Wenn ich auf der Terrasse sitze, höre ich regelmäßig ein dumpfes „Plock“: Dann fällt ein Apfel vom Baum.

„Möchten Sie welche haben?“, fragte sie mich neulich.
„Klar!“, antwortete ich.
„Sie sind aber nicht schön. Taugen nur zum Backen.“
„Macht ja nix.“

Am nächsten Tag standen die Äpfel am Zaun – und ein Kürbis.

Apfelernte und Kürbisernte der Nachbarin

Ich mag es nicht, wenn der Apfelkuchen so trocken ist. Deshalb war klar: Irgendwas Cremiges muss da rein. Ich kramte in meinen Rezepten und fand: Apfelkuchen mit Vanillepudding. Perfekt!

Das ist aus den Äpfeln geworden:

Apfelkuchen mit Vanillepudding

Und das ist das Rezept:

Für den Teig

240 g weiche, zimmerwarme Butter
140 g Zucker
1 Packung Vanillezucker
2 – 3 Eigelb
300 – 330 g Mehl
1 Prise Salz

Butter, Zucker und Eigelb verkneten. Mehl hinzugeben. Hier muss man ein bisschen flexibel mit der Mehl- und Eigelbmenge sein: Der Teig muss halt zusammenpappen und darf nicht zu bröselig sein. Ich habe eine Mischung aus backstarkem 550er Mehl und Dinkelmehl genommen. Aber es geht auch normales Mehl – wie man mag.

Den Teig in der gefetteten Springform andrücken und einen Rand formen. Bei 200 Grad mit Unterhitze 15 Minuten vorbacken. In dieser Zeit Pudding zubereiten und Äpfel schneiden.

Pudding und Äpfel

2 Packungen Vanillepudding
Zucker und Milch nach Packungsanweisung
Äpfel
Zitronensaft

Pudding nach Packungsanweisung kochen. Ich habe zwei Packungen Kochpudding mit Bourbon-Vanille aus 1 l Milch gemacht. Es geht auch Rührpudding ohne kochen. Wer weniger Pudding mag, nimmt weniger. Mehr würde ich nicht empfehlen – dann schwappt’s über und wird zu instabil, wenn man hinterher Stücke schneidet.

Die Äpfel schälen, entkernen, vierteln und an der Außenseite der Viertel einschneiden wie auf dem Bild. Leicht mit Zitronensaft benetzen, damit sie nicht braun werden.

Den gekochten Pudding auf den vorgebackenen Teig geben. Äpfel drauflegen. Mit etwas Zucker bestreuen, ein paar Butterflöckchen drauflegen. Bei 180 Grad weitere 40 Minuten backen (Ober- und Unterhitze).

Viel Spaß!

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Im Mangoldwald

Der Mangold im Garten wächst und wächst und wächst … und wenn ich ihn abschneide, wächst er weiter.

Mangold-im-Garten

Das ist einerseits sehr schön und ergiebig, andererseits verdonnert es mich dazu, Mangold zu essen. Was ich prinzipiell gerne tue, nur nicht auf Kommando. Denn gerade in der Woche, in der ich finde, dass der Mangold dringend mal weg muss, habe ich entweder keine Zeit zu kochen oder keinen Hunger auf Mangold.

Aber es hilft ja nichts!

Vergangene Woche habe ich ein Mangoldrezept von Anikó ausprobiert: Mangold-Feta-Strudel mit Gurken-Quark.  Das war sehr lecker und ist absolut empfehlenswert. Allerdings habe ich den Strudel weggelassen, nur den Gurken-Quark und die Mangold-Feta-Mischung gemacht, die doppelte Portion genommen, außerdem ein bisschen mehr Feta und drei statt zwei Eier und es in Pfannkuchen eingerollt.

So sah es aus:

Mangeld-Feta-Pfannkuchen

Sie sehen: Ich bin die mieseste Food-Fotografin des Ruhrgebiets. Je weiter die Essenszubereitung fortschreitet, desto schlechter wird die Präsentation und desto mehr sieht es nach etwas aus, dass man am liebsten nicht essen möchte. Es war aber trotzdem gut, lassen Sie sich von der Optik bitte nicht täuschen.

Noch leckerer als der Mangold war übrigens der Gurken-Quark. Großer Geheimtipp.

Jetzt brauche ich nur noch fünf bis fünfzehn weitere Rezepte, um den restlichen Mangold zu verwerten.

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Da haben wir den Salat

Aktuelles Luxusproblem: viel Salat.

Der Kopfsalat ist die Zucchini des frühen Sommers: Erst tut er nix, dann wächst er innerhalb eines Wimpernschlags zu Audrey-hafter Größe heran. Das ganze Beet ist voll davon. Die Lösung:

Salatcremesuppe

Ja, ich fand’s auch erst skurril. Aber ich hab’s ausprobiert: schmeckt. Und dauert nur 20 Minuten in der Herstellung – nach Hause kommen und Jacke aufhängen mit eingerechnet. Also ein hervorragendes After-Work-Gericht.

Zutaten:
3 kleine Kopfsalate aus dem Garten
1 Liter Gemüsebrühe
Zwiebeln
Knoblauch
1 Becher Sahne (oder Cremefine oder ähnliches)
Fett zum Andünsten, Pfeffer, Salz

Kopfsalat in der Spüle

Zwiebeln hacken, Knoblauch hacken und in einem Topf glasig dünsten. Ich habe von beidem reichlich genommen, fünf Zwiebeln und fünf Knoblauchzehen, aber das sollte jeder halten, wie er mag.

Den gewaschenen Kopfsalat leicht auszupfen und dazugeben. Dann die heiße Brühe drüberkippen und pürieren.

Salatsuppe pürieren

Zum Schluss noch salzen und pfeffern, Sahne rein, fertig.

Man muss nichts großartig auf- oder einkochen, nichts muss reduzieren, und man braucht auch wirklich nur diese Zutaten. Die Suppe schmeckt nach … nun ja, Salat halt. Sie hat aber auch etwas von einer französischen Kräutersuppe.

Salatsuppe in der Schüssel

Ich bin übrigens tatsächlich satt geworden. Okay – ich musste zwei Schüsseln davon essen, und danach war mein Magen ein Ballon. Aber ich war satt. Sogar für länger.

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Shake it Baby

Es geht los, zu den Erdbeeren gesellen sich jetzt die ersten Johannisbeeren und Himbeeren. Gemixt mit Kokos-Sojamilch, Walnüssen, Datteln und was sonst noch so reinpasst, ein einziger Hochgenuss.

Smoothiepower

Zur Beerenzeit könnte ich zwecks mixen eine eigene Kuh gebrauchen. Gerne eine  lactosefreie.

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