Gemüsebeet

Gemüsezucht und -ernte

neue Liebe: Bohnen

Bohnenliebe

Vor einigen Jahren brachten die Kinder aus dem Kindergarten kleine Töpfchen mit wackeligen Pflänzchen darin mit nach Hause. „FEUERBOHNEN sind das, Mama!“, jubelten sie und baten um umgehendes Einpflanzen im Garten. Wochen später hatten die wackeligen Pflänzchen die rasch aufgebauten Bohnenstangen überwuchert und aus hübschen roten Blüten waren lange, grüne Bohnen gewachsen. Die Kinder waren enttäuscht, unter Feuerbohnen hatten sie sich Spektakuläreres vorgestellt, mindestens ein bißchen Funkenflug bei der Ernte. Als dann die Bohnen nach dem Kochen auch geschmacklich nicht dem nudelverwöhnten Gaumen der Kinder entsprachen, war das Thema Bohnen erstmal vom eigenen Tisch. Nur an Weihnachten gab es bei den Schwiegereltern traditionell grüne Bohnen zum Lamm, im Februar zum Geburtstag der brasilianischen Bekannten dicke Bohnen als Feijoada mit Reis, Orangenscheiben und sehr viel Zuckerrohrschnaps. Und jedes Jahr im Frühling steckte ich zwei, drei (Feuer)Bohnen in einen Blumentopf mit der vagen Vorstellung, dass die Bohnen den eher unschönen Teil der Terrasse überranken könnten. Jedes Jahr scheiterte dieses Experiment, weil Bohnen einfach mehr Platz möchten, als so ein Blumentopf bietet.

Dieses Jahr fiel mir im Juni ein Saatpäckchen für lila Bohnen in die Hände. Ein bißchen spät fast, aber wir haben ein mildes Klima, bis weit in den Herbst ist es warm. Warum nicht noch rasch Bohnen säen? Ich lehnte ein alte Leiter als Kletterhilfe an die Hauswand und steckte um jeden Leiterholm sechs Saatbohnen. Heute, knapp ein Vierteljahr später, habe ich gelernt, dass drei Bohnen pro Leiterholm gereicht hätten, die Leiter ist über und über zugewuchert. Ausserdem habe ich gelernt, dass Bohnen Hauswände hochkrabbeln können, vor allem dann, wenn der Putz an diesen Wänden ein bißchen bröckelt. Ich weiß jetzt, das Bohnen völlig anspruchslos sind, sie wollen nicht gegossen werden, es ist ihnen egal, ob der Boden aufgelockert ist oder nicht und ein paar Läuse machen ihnen auch nichts aus. Sie tragen trotzdem so viele Bohnen, dass ich täglich zwei Hände voll ernten kann. Ich ernte die Bohnen dann, wenn die Schoten noch flach sind, breche sie in Stücke, koche sie und vermenge sie mit Tomaten und Zwiebeln zu einem Salat, den wir beinahe täglich genießen. Sogar die Kinder. Die lila Schoten werden beim Kochen übrigens grün und das ist fast ein bißchen schade!

Einen Teil der Bohnen lasse ich hängen, damit dicke, weiße Bohnen in den Schoten ausreifen. Für baked beans oder Chili oder viele neue Bohnenpflanzen im nächsten Jahr.

 

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Der Herbstgarten

Der Garten im Herbst

Der Garten im Herbst

wird leider immer unattraktiver.
Der Kürbis hat gnadenlos alles überwuchert und unter sich begraben. Könnte ich nicht wöchentlich allerfeinste Kürbisse (Hokaido) ernten, hätte ich die Pflanze längst aus der Erde gerupft. Zumal sie sich mit Mehltau und diversen anderen Krankheiten schmückt. Und mich obendrein daran hindert, die letzten Kartoffeln auszugraben.

Das Regenwetter der letzten Woche hat den Tomaten den Rest gegeben, für nächstes Jahr muss ich mir eine Dachlösung überlegen.

Das Einzige, was im Gemüsegärtchen derzeit prima gedeiht sind Gänsedisteln und Melde. Und die drei Rosenkohlstöcke. Letzteres ist großartig, weil ein echtes Experiment! Jede Menge kleine Rosenköhlchen sitzen am Strunk und trotzen diesen fiesen kleinen Kohlmotten. Ich warte beinahe sehnsüchtig auf den Frost, damit ich zum ersten Mal im Gartenleben Rosenkohl ernten kann. Ersteren rücke ich jätend zu Leibe. Unwillig, aber die Gänsedisteln vermehren sich sonst rasend schnell.

Die orangefarbenen Blüten vorne rechts im Bild gehören zu einer Pflanze, deren Samen mir eine Nachbarin mit den Worten “ein hübscher Bodendecker!” schenkte. Mein Bodendecker ist anderthalb Meter hoch gewachsen, was entweder für meinen grünen Daumen oder meine tolle Gartenerde spricht. Oder beides. Wahrscheinlich gehört die Pflanze zu den Schmuckkörbchen, quasi orangefarbene Cosmea. Ich werde Samen für nächstes Jahr “ernten”, ich mag das leuchtende Orange.

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Minimöhrchen

Minimoehren, frisch aus der Erde gezogen

Das erste Jahr meiner Gärtnerinnen-Zeit ist nichts als ein großes Experiment. Eines weiß ich aber schon: Minimöhren wird es auch 2015 wieder geben.

Die kleinen Dinger sind nicht nur wahnsinnig lecker, sondern auch maximal pflegeleicht: einsäen, drei Monate später wiederkommen – fertig. Keine Raupen, kein Schneckenfraß, kein besonderer Betreuungsbedarf.

Man muss sie einfach liebhaben.

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