Gemüsebeet

Gemüsezucht und -ernte

Der Dortmunder Garten im September

Es ist nicht mehr zu leugnen: Der Garten bereitet sich auf den Herbst vor.

Im Gemüsebeet halten nur noch Kürbis und Zucchini die Stellung. Den Salat und die Kohlrabi habe ich geerntet oder sie sind so sehr geschossen, dass sie nicht mehr genießbar waren.

Garten im September: Gemüsebeet mit dickem Kürbis und ein paar Zucchinipflanzen

Das ist etwas, was ich dieses Jahr gelernt habe: Gemüse kann so sehr wachsen, dass es nicht mehr lecker ist.

Der Blumenkohl ist leider nichts geworden – keine Ahnung, warum: Er ist klein und mickrig geblieben und dann braun geworden. Nach zwei erfolglosen Blumenkohlversuchen wird es nächstes Jahr wohl keinen mehr geben.

Dafür wächst der Kürbis umso besser. Im vergangenen Monat habe ich einen dicken, viereinhalb Kilo schweren Kürbis geerntet – und jetzt die Tiefkühltruhe voller Suppe. Der aktuelle Kürbis wiegt sicherlich auch schon drei Kilo. Er ist nächste Woche fällig.

Garten im September: Kürbis in Nahaufnahme

Nebenan wachsen noch Möhren und Mangold. Die Möhren sind inzwischen so lang wie eine Handfläche. Ein bisschen können sie noch in der Erde bleiben; schmecken tun sie schon super.

Den Mangold habe ich schon mehrmals geerntet. Ein sehr dankbares Gemüse – das habe ich schon im vergangenen Jahr gemerkt.

Garten im September: Möhren- und Mangoldbeet

Nebenan hängt das Staudenbeet nun deutlich in den Seilen.

Die Gladiolen neigen sich in Richtung Rasen und betteln darum, beschnitten zu werden. Schön sieht das alles nämlich nichts mehr aus. Spätestens nächstes Wochenende werde ich sie zurückschneiden; dann kann ich’s nicht mehr sehen.

Garten im September: Staudenbeet mit liegenden Pflanzen

Allerorten nur Verblühtes: Auch der Lavendel ist für dieses Jahr fertig.

Ich habe ihn nur noch nicht zurückgeschnitten, weil die Bienen und Hummeln immer noch ein bisschen Nektar finden.

Garten im September: Verblühter Lavendel

Nur in den Pflanzsteinen sieht es noch gut aus. Das, was anfangs gar nicht kommen wollte und vor sich hinmickerte, ist jetzt immer noch üppig.

Garten im September: Blühendes in gelb und lila

Auch der Hibiskus blüht noch. Für die Insekten ist der Anflugort Nummer Eins.

Biene im Hibiskus

Meine Tomaten kämpfen mit den niedrigen Temperaturen. Nichts will mehr rot werden.  Alle Thorstens, die draußen standen, habe ich am Wochenende auf den Kompost geschickt.

Im Gewächshaus stehen allerdings noch ein paar Exemplare. Dort werden die Tomaten auch noch rot. Erstaunlich, denn so viel wärmer ist es an den Tagen, an denen keine Sonne scheint, im Haus nicht. Offenbar nützt es aber schon sehr viel, dass die Pflanzen windgeschützt stehen und ein gutes Klima haben.

Garten im September: Tomaten- und Paprikapflanzen im Gewächshaus

Auch die Paprika gedeihen noch. Ich habe Hoffnung, dass sie die Früchte, die jetzt im Kommen sind, noch ausbilden können.

Garten im September: Paprika an der Pflanze

Genauso, wie ich mich im März aufs Frühjahr freue, freue ich mich mittlerweile, den Garten winterfest zu machen. In den kommenden Wochen werde ich nach und nach zurückschneiden, was verblüht.

Nach so einem tollen Sommer begrüße ich den Herbst gerne.

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Der Dortmunder Garten im August

Der August ist für mich der letzte Sommermonat, auch wenn das astronomisch nicht ganz stimmt: In einem Großteil des Septembers ist ja auch noch Sommer. Aber es fühlt sich oft nicht mehr so an.

Ein paar Bilder vom Samstagvormittag, bevor der große Regen kam:

Rosen und Blick über den Rasen

Das Staudenbeet blüht üppig. Ich habe das Gefühl: Alle 250 gepflanzten Gladiolen sind aus der Erde gekommen.

Im Hintergrund: das Gemüsebeet.

Blick übers Staudenbeet

Der Blick in die Gegenrichtung, über die Schulter von George, the Giant in Richtung des Gewächshauses:

Blick Richtung Gewächshaus

George hat noch ein Kind:

Babykürbis

Das Gemüsebeet habe ich letztens weitestgehend leer geräumt: Ein paar Kohlrabi dümpelten dort noch in der Erde, waren aber nicht mehr genießbar. Ein Großteil des Blumenkohls ist nichts geworden. Ich habe beides auf den Kompost geworfen. Nun wachsen noch Kürbis, Zucchini, eine Kohlrabi und ein zwei Salate dort.

Blick über die Malven auf das Gemüsebeet, von der Terrasse aus:

Blick über die Malven ins Gemüsebeet

Im Frühjahr hatte ich die Steine, die wir im Garten gefunden haben, aufgestapelt und japanische Steinmyrthe dazwischen gepflanzt. Sie hat sich inzwischen mehr als verdoppelt:

Japanische Steinmyrthe

In der anderen Ecke des Gartens blüht der Hibiskus. Er kommt immer als letztes, beginnt erst im August mit der Blüte:

Hibiskus vor Gewächshaus

Blick von untern auf das noch nicht fertige Gewächshaus. Die Rosen verblühen bereits:

Blick über die Rosen zum Gewächshaus

Demnächst poste ich auch mal Bilder vom Balkon.

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Der Garten im Juli

Herrjeh. Juli.

Beständigeres Wetter wäre schön. Entweder brutzelt die Sonne das saftige Grün in dürres Gelb oder es regnet so heftig, dass die Gemüsebeete sich in Sumpflandschaften verwandeln. Dazu stürmt es heftig, worunter besonders die Tomaten leiden. War das früher mit dem Wetter auch so heftig oder scheint mir das jetzt nur so, weil ich mich um zarte Pflänzchen kümmere?

Trotz aller Widrigkeiten: hier wird kräftig geerntet!

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Die Zucchiniernte ist (noch) überschaubar, dafür schwimmen wir in Mangold. Paprikas gedeihen ganz wunderbar, genauso wie die verschiedenen Kohlsorten. Kohlrabis habe ich bereits zum zweiten Mal gepflanzt, genauso wie verschiedene Salatsorten. Mit letzteren habe ich nicht so viel Glück, viele verfaulen von innen. Schneller, als sie von Schnecken gefressen werden könnten.

Die Erbsen vertrugen das Wetter nicht, die Nachsaat kam erst gar nicht in die Gänge. Auch die Bohnen sehen jämmerlich aus, die Ernte ist mehr als mager. Dafür habe ich jede Menge preisverdächtige Zwiebeln aus der Erde gezogen! Das ist mir bisher noch nie gelungen.

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Wie jedes Jahr habe ich bei den Tomaten den Moment verpasst, in dem mal wieder ausgegeizt werden könnte. Ich habe jetzt also Tomatenbüsche im Garten stehen, aus denen ich mühsam und vorsichtig die reifen Tomaten raussuchen muss. Und wie Sie sehen können: das Tomatendach fehlt noch immer. Vielleicht dann nächstes Jahr, wenn das Hundkind nicht mehr meine ganze Zeit klaut.

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Mein (geplant) üppiges Staudenbeet ist ein Gemisch aus Spontanvegetation und kümmerlicher Kapuzinerkresse, ein bißchen Schafgarbe und kalifornischer Mohn kämpfen auch noch tapfer gegen Vernachlässigung. Die Erdbeeren im Vordergrund schreien laut „lichte uns aus, jäte die Gänsedisteln weg und überhaupt: wir haben so viele Ableger, mach was mit denen!“ Verzeihung, liebe Erdbeeren, derzeit hege und pflege ich das Gemüse, damit wir das bald essen können.

Es passiert tatsächlich nur das Allernötigste in diesem Garten, im anderen Garten sieht es ähnlich verwildert aus. Quasi zeitgleich mit einem zweiten Garten ein Hundekind in Pflege zu nehmen war nicht eine meiner hellsten Ideen.

Aber es wird besser und ich weiß jetzt auch genau, dass im Garten eine Kiwi fehlt und sehr viel mehr Mais. Nächstes Jahr dann.

(und wie wunderbar wäre es, nicht erst im Dezember Geburtstag zu haben, denn dann könnte ich auf die „Was wünschst du dir?“-Frage einfach mit „Ganz viele Blumenzwiebeln!!“ antworten.)

Der Dortmunder Garten im Juli

Gestern Abend bin ich mal rumgegangen und habe den Juligarten fotografiert.

Alles ist üppig, grün und reif. Ein Leben im Überfluss.

Aber dieser Druck! Mangold, Salat, Zucchini, Kohlrabi – ich kann gar nicht so viel kochen, wie ich ernten müsste. Am Montagabend gab es abends eine Zucchini mit Schafskäse, heute morgen eine Kohlrabi. Auch die Nachbarin geht nicht leer aus – es wäre auch Zergerei: Sie schaut schließlich aus ihrem Schlafzimmer direkt aufs Gemüsebeet. Gestern habe ich ihr einen Salatkopf und eine monströse Riesenkohlrabi rübergereicht.

Juligarten: Gemüsebeet

Das Gemüsebeet mit Salat, Kohlrabi, Blumenkohl, Kürbis und Zucchini

Um das Beet herum blühen die Ringelblumen – ein Gemüseschutzbollwerk. Ich werde an anderer Stelle noch mehr zu meiner Nacktschneckenabwehrtaktik schreiben.

Der Kürbis rankt fleißig das Gestell hoch. Ich wurde schon mehrmals gefragt: Muss das so? Sollte er nicht am Boden bleiben? Ehrlich gesagt: keine Ahnung. Ich denke mir: Wenn er von alleine dort hochrankt, wird er schon wissen, was er tut.

Juligarten: Kürbis

Kürbisbaby

Die Zucchini wie gehabt: Riesenknüppel. Fünf Stück konnte ich schon ernten.

Wie im vergangenen Jahr nehme ich mir vor, sie zu pflücken, wenn sie noch kleiner sind. Aber kaum vergehen zwei Tage, haben sie baseballschlägerartige Ausmaße angenommen. Eine Zucchini genügt mir zum Abendessen: Olivenöl und Salz drüber, ein bisschen Feta, 20 Minuten in den Ofen, fertig.

Juligarten: Zucchini

Riesenzucchini

Auch auf den Mangold ist Verlass. Am vergangenen Wochenende habe ich mit ihm eine Gemüsepasta gekocht:

Juligarten: Mangold

Mangold

Zutaten:

einen Arm voll Mangold
Zucchini (eine oder zwei, je nach Größe)
Möhren (2 oder 3, bei mir war nicht mehr viel Platz im Topf)
200 ml Sahne
1/4 Liter Weißwein
Parmesan
Salz und Pfeffer
Nudeln

Mangoldstiele in Würfel schneiden, Mangoldblätter ebenfalls grob schneiden. Stiele in eine Pfanne geben und anschwitzen. Gestiftete Zucchini und Möhren zugeben, alles ein bisschen anschwitzen. Weißwein zugeben und reduzieren. Sahne eingießen und ebenfalls reduzieren. Salzen und pfeffern. Zum Schluss den gehobelten Parmesan unterheben und schmelzen lassen.

Thorsten ist leider immer noch nicht rot. Ich warte mit Vorfreude:

Juligarten: Tomaten

Thorstomaten

Die essbaren Blüten kennen Sie schon. Diese hier sah noch einmal besonders hübsch aus:

Juligarten: Blüten

Blüten

Auf dem Balkon wächst auch noch etwas. Hauptsächlich sind dort Blumen, aber auch einige Auberginen und eine einzelne Jalapeño-Pflanze. 

Als ich sie geschenkt bekam, hatte ich Zweifel, ob sie überleben wird. Schließlich braucht sie viel Wärme. Doch sie schlägt sich tapfer und hat ein paar perfekte Früchte:

Juligarten: Jalapeño

Auf dem Balkon: Jalapeño

 

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Thorsten wird ein Wald

Was macht eigentlich Thorsten?

Meine Thorstens sind dabei, die Weltherrschaft zu übernehmen. Es ist ja immer so mit ihnen: Anfangs, wenn ich die Keime einpflanze, passiert erstmal nichts. Irgendwann gucken sie aus der Erde, und danach kommt eine ziemlich lange Phase sehr überschaubaren Fortschritts, bis sie ungefähr Kniehöhe erreicht haben. Aber dann!

Dann geht’s ab. Dann kennen sie nur noch eins: Wachstum und Wuscheligkeit.

Tomatenpflanzen im Juni, die eher an Bäume erinnern

Dieses Jahr habe ich drei Sorten angepflanzt: rote Cherrytomaten, Black Cherry und gelbe Cherrytomaten. Die gelben Cherrytomaten können Sie auf dem Bild gut erkennen: Es sind die kleinen, kompakten Büsche im Vordergrund.

Die gelben Cherrytomaten hatte ich schon abgeschrieben: Sie keimten erst nach fünf oder sechs Wochen – also vier Wochen nach den anderen Sorten -, und das auch noch ziemlich kümmerlich. Dann waren sie zwar da, wuchsen aber auch genauso langsam, wie sie gekeimt sind. Dafür – Überraschung! – waren sie die ersten Pflanzen, die vor anderthalb Wochen Früchte trugen.

Im Grunde ist es mit meinen Tomaten wie im Leben: Man muss nicht immer als erster losrennen, damit am Ende das Ergebnis stimmt.

Tomatenpflanzen im Juni von oben

Es sind jetzt ein paar viele Pflanzen, die auf meiner Terrasse und meinem Balkon stehen. Eigentlich sollten sie auch gar nicht dort sein, sondern im Gewächshaus, aber das Gewächshaus – nun ja, Sie wissen ja um den Stand der Bauarbeiten. Die haben sich etwas verzögert.

Aber was einmal gewachsen ist, kann ich auch nicht einfach kompostieren. Das ist ja wie lebendig begraben. Zumal Thorsten wirklich alles aus sich herausholt. Also erfreue ich mich an all den Tomatenpflanzen.

Tomatenbaby

Nun warte ich sehnlich darauf, die ersten Thorstomaten ernten zu können – und hoffe, dass es keine schlimmen Gewitterstürme gibt, die mir alles zerlegen.

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Auberginenkinder

Achtung, ein Geständnis: Auberginen.

Zu Auberginen habe ich trotz (oder wegen) vieler Probierversuche ein sehr angespanntes Verhältnis. Ähnlich wie zu Rosenkohl.

Denn, mal ehrlich: Auberginen schmecken in jedweder Verarbeitung unschön – aus dem Ofen, auf dem Grill, immer. Manchmal tarnen sie sich als Paste, dann heißt es: „Probier doch mal! Schmeckt auch gar nicht nach Aubergine.“ Doch! Aubergine schmeckt immer nach Aubergine, und das ist das Problem (Pia sieht das anders).

Nichtsdestotrotz habe ich Auberginen im Garten. Es war ein inniger Wunsch meiner Freundin A aus M, ihres Zeichens Torfrau a.D. Sie schenkte mir 2011 meine erste Tomatenpflanze und brachte mich so dazu, mehr als nur Blumen anzupflanzen. Aus Dankbarkeit pflanze ich nun Auberginen für sie an.

Ungeachtet dessen, dass ich Auberginen nicht mag, hege und pflege ich die Pflänzchen. Allein schon aus Achtung vor dem lLeben. Die Pflanzen können ja nichts dafür, dass sie Auberginen und keine leckeren, sagen wir, Gurken sind.

Bislang lebten sie in einem Mini-Gewächshaus auf meiner Wohnzimmerfensterbank. Dem sind sie entwachsen. Am Wochenende habe ich sie vereinzelt und in Töpfe gepflanzt.

Auberginenpflanzen im Topf

Eigentlich müssten sie jetzt in einem größeren Gewächshaus wohnen. Das sagen alle im Internet verfügbaren Ratschläge. Nur: Das Gewächshaus sieht immer noch so aus (In den kommenden Wochen geht es dort zwar weiter, bis zur Fertigstellung dauert es aber noch).

Also müssen die Auberginenkinder die Zähne zusammenbeißen.

In den kommenden Tagen dürfe es Ihnen immerhin warm genug sein – auch ohne Gewächshaus. 38 Grad dürften jede Aubergine glücklich machen.

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Bunte Salatmischung

Im April bekam ich einige Tüten Samen zugeschickt – unter anderem mit einer Salatmischung.

Die habe ich zunächst in einem Topf eingesät und dann ins Beet gesetzt. Nun scheint sie mir reif:

Bunte Salatmischung von oben

 

Allerdings hat die Mischung wenig von den üblichen Sorten, die knubbelig wachsen – wie Kopfsalat oder Lollo Rosso. Sie schaut ein bisschen aus Unkraut.

Ich habe jetzt nochmal die Beschreibung nachgelesen:

Mit dieser Mischung kommen Rucola, Eichblattsalat sowie Batavia und Asia direkt aus dem Garten oder vom Balkon auf den Tisch. Von der Aussaat bis zur Ernte vergehen gerade mal vier bis fünf Wochen.

Okay. Aber ist es richtig, etwas zu essen, das blüht?

Bunte Salatmischung (blühend)

Oder bin ich schon zu spät dran? Muss ich die Blüten entfernen oder kann ich sie mitessen?

Ein bisschen unheimlich ist sie mir ja, die bunte Salatmischung.

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Der Garten im Juni

Schnell, schnell, der Juni ist fast vorbei! (bin ich die Einzige, der das Jahr in den Händen zu verrinnen scheint?)

Der Juni begann hier mit großer Hitze und Trockenheit. Jeden Abend schüttete ich unzählige Gießkannen an mein Gemüse, doch der Boden war so ausgetrocknet, dass das Wasser in Pfützen darauf stehen blieb, statt an die durstigen Wurzeln zu sickern. Das Gemüse kümmerte vor sich hin, die Stauden hingen schlapp in der Gegend herum, die Erdbeeren blieben winzig (aber sehr, sehr süß!). Obendrein gab es hier am Rhein eine regelrechte Mückenplage, um eine halbe Stunde weitestgehend ungestochen gießen zu können, musste man entweder in langen Klamotten schwitzen oder sich sehr sorgfältig mit Mückenschutzmitteln einreiben. Das Rheinhochwasser im Mai hatte die vermehrte Mückenbrut begünstigt, die vielen Stürme hatten verhindert, dass die Stechmückenbekämpfung per Hubschrauber stattfinden konnte. Es war unerträglich und ich arbeitete nur das Nötigste im Garten.

Als die Mücken weniger wurden, sank die Temperatur und der langersehnte Regen fiel. Beinahe eine Woche lang regnete, regnete, regnete es. Ringsherum jammerten die Menschen über das Wetter, ich grinste jedesmal, wenn ich bei der Hunderunde an meinem Garten vorbei lief. Von Tag zu Tag wurde das Grün satter und die Kohlrabi dicker.

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Zum Regen kam die Schafskälte, doch im Garten wächst und gedeiht es!

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Die Paprikas wachsen, blühen und tragen reichlich Früchte, die Zwiebeln dahinter werden immer kräftiger. Und sogar die mickrigen Rosenkohlpflänzchen, die ich schon aufgegeben hatte, treiben neu und kräftig aus. Sowie der Boden ein bißchen angetrocknet ist, muss er dringend gehackt werden und die Un/Wild/Beikräuter, die am meisten stören, ausgezupft werden.

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Auch die Tomaten kommen nun endlich in Fahrt. Nachdem die erste Saat kaum über das Keimblattstadium kam, holt die zweite Saat jetzt kräftig auf. Das muss ich mir dringend für das nächste Jahr merken: ich muss im März keine Panik bekommen, weil ich noch keine Tomaten gesät habe. Auch im Mai gesäte Tomaten werden groß und versprechen gut zu tragen.

An einem der kommenden Wochenenden bekommen die vorderen Tomaten ebenfalls Dächer, bisher war dafür keine Zeit.

Sie können auf diesem Bild übrigens sehr gut sehen, dass ich es mit dem Jäten nicht ganz so genau nehme, bzw. nur dort jäte, wo ich Platz brauche. Die weißblühenden Feinstrahlastern hier im Bild säen sich überall im Garten aus, doch ich mag ihre Blüten sehr und obendrein bieten sie den Tomaten guten Windschutz, deshalb dürfen sie bleiben.

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Der Blick zur anderen Gartenseite ist eher langweilig. Die vielen Stauden sind bereits verblüht, die Blumen, die ich gesät habe, hatten während der Trockenheit keine Chance zu keimen. Viel Erde mit ein bißchen Grün dazwischen … ich hoffe, dass das im Laufe des Sommer noch bunter wird. Nächstes Jahr wird das Staudenbeet sicherlich üppiger blühen, ich muss mich eben in Geduld üben. Und falls das alles nicht so wird, wie ic mir das vorstelle, gibt es eben noch mehr Gemüse, Gemüse kann ich.

Heute ist es hier bereits wieder warm, die Sonne scheint: allerbestes Pflanzenwachswetter. Und allerbestes Schädlingswetter, denn wenn es feucht und warm ist, kommen sie:

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Und sie bringen ihre Freunde mit. Viele Freunde! Weinbergschnecken, Schnirkelschecken, klitzekleine Turmschnecken, weiße Nacktschnecken, schwarze Nacktschnecken, rote Nacktschnecken und Tigerschnegel, die einzigen Schnecken, die ich wirklich mag. Am Wochenende gehe ich auf die Jagd, mit Schaufel und Eimer. Wünschen Sie mir Jagdglück.

Das Dortmunder Gemüse im Juni

Ein kleines Update aus dem Garten, speziell aus der Sektion „Gemüse“.

Am Wochenende habe ich den ersten Salat geerntet. Auch der nächste ist schon soweit. Jetzt beginnt die große Salat-Ess-Phase!

Der Garten im Juni: Kopfsalat

Dank Schneckenkorn und Ringelblumenmauer ist der Salat gut gediehen. Im vergangenen Jahr hatte ich keinen so großen Erfolg. Da sah die Ernte ziemlich mau aus – oder verkrüppelt.

Die Kohlrabi sind im Kommen. Die Knollen wachsen, sind aber noch winzig. Heute morgen habe ich allerdings bemerkt, dass die Feinde zum Angriff blasen: Bei einigen Pflanzen sind die Blätter massiv angefressen. Ich habe Kohlraupen im Verdacht.

Der Garten im Juni: Kohlrabi

Ich werde das weiter beobachten und, wenn es sein muss, Netze spannen.

Beim Blumenkohl habe ich das getan. Den hat’s nämlich im vergangenen Jahr dermaßen dahingerafft, dass er es nur zu einem kleinen, weißen Röschen gebracht hat. Danach war Ende. Deshalb:

Der Garten im Juni: Kürbis und Blumenkohl

Allerdings sieht das Beet ohne Netz deutlich besser und hübscher aus. Deshalb ziere ich mich noch etwas, es über die gesamte Fläche zu spannen. Ich schaue meinem Gemüse doch so gerne beim Wachsen zu!

Die erste Zucchinipflanze trägt inzwischen auch eine Blüte.

Der Garten im Juni: Zucchiniblüte

Ich weiß bereits jetzt, dass ich viel zu viele Zucchini haben werde. Vier Pflanzen! Ja, bin ich denn deppert! Habe ich aus dem vergangenen Jahr nichts gelernt!

Aber ich tue mich halt schwer, Keimlinge, die den Weg aus der Erde gefunden haben und zu Pflanzen werden, zu vernichten.

So sieht das Beet in der Draufsicht aus:

Der Garten im Juni: Gemüsebeet in der Draufsicht

Vorne der Salat, dahinter die Kohlrabi, hinter dem Weg aus Rindenmulch sind weitere Kohlrabi (sie waren im vergangenen Jahr einfach zu lecker!), Kürbis und Blumenkohl.

Im kleinen Gewächshaus auf der Fensterbank im Wohnzimmer stehen noch Auberginen und zwei Gurken. Die müssen noch etwas drin bleiben und groß werden. Vielleicht können sie dann direkt ins große Outdoor-Gewächshaus umziehen.

Im Beet nebenan wohnt der Mangold – allerdings noch recht zierlich:

Der Garten im Juni: MangoldUnd die Thorstens?

Die Tomaten stehen, weil das Gewächshaus noch nicht fertig ist, in Töpfen auf der Terrasse. Bei schlechtem Wetter ziehe ich sie unters Dach.

Beim Säen hatte ich sie gruppiert und mit Schildchen versehen, damit ich weiß, welche Sorte wo wächst. Doch durch das Umtopfen – ich weiß auch nicht, wie das immer passiert – wird es nun wieder eine Überraschung. Gepflanzt habe ich Black Cherry, gelbe Cocktailtomaten und rote Cocktailtomaten. Die ersten beiden Sorten sind auch gut unterwegs. Die gelben, meine ich mich zu erinnern, waren Spätzünder.

Der Garten im Juni: Tomaten und Händematte

Juni, Juli und August sind eindeutig meine liebsten Monate im Garten. Alles ist grün, alles wächst, die Ernte beginnt – und ich kann in der Hängematte schaukeln und alles genießen.

Demnächst noch eine Übersicht aus der Blümchenabteilung.

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Hochbeet, hurra!

Letztes Frühjahr hievte mir ein Kran zwei Holzkisten voller Pflastersteine in den Garten. Die Pflastersteine wurden zu einem wunderschönen Boden in meinem Rosa Gartenhüttchen, die leeren Holzkisten standen im Garten herum, weil … „da kann ich noch irgendwas Tolles draus machen!“

Vor zwei Wochen entdeckte ich auf Instagram selbstgebaute Hochbeete und somit war die neue Bestimmung der Holzkisten klar: mein Salat wird künftig völlig schneckensicher und rückenfreundlich in einem Hochbeet wachsen.

Hinter dem Kartoffeläckerchen war noch ein bißchen Platz, dort scheint morgens und ab Nachmittag die Sonne hin – perfekt! Unter der Holzkiste liegen ein paar Steinplatten, damit das Holz nicht direkt verfault. (diese Platten graben wir ständig im Garten aus. Entweder handelt es sich dabei um ein heimisches, sehr produktives Gewächs oder der Vorbesitzer der Grünen Villa hat versucht, den Garten komplett mit Platten auszulegen, dann die Lust verloren und wieder kubikmeterweise Erde darüber gekippt.)

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Die Holzkiste wurde mit Teichfolie ausgekleidet. Ich wollte zuerst nur solch ein dünnes, weißes Vlies nehmen, doch der beste Vater meiner Kinder sprach von Erwärmung der Erde in der Kiste und Schutz der Kiste vor Nässe und einige andere gut klingende Dinge und er hat ja wahrscheinlich recht. Das Auskleiden klappte prima, die überstehende Folie tackerte ich an die Kiste. In die Folie auf dem Kistenboden stach ich etliche „Wasser-ablauf-Löcher“, hoffentlich genug. Notfalls ließen sich aber weitere Löcher in die Seiten stechen.

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Den harten Teil der Arbeit übernahmen die Söhne, die allerbeste Freundin beaufsichtigte mit strengem Blick die sachgemäße Befüllung der Kiste.

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Eine Mischung aus reifem und nicht so reifem, noch sehr glitschigem Kompost und entwurzelter Gartenerde wurden im Wechsel auf eine Schotterschicht geschüttet.

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Damit es hübsch aussieht kam obendrauf eine Schicht torffreie Blumenerde.

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Ins Hochbeet habe ich geheimnisvolle portugiesische Salatsamen gesät, die ich mit einem verschwörerischen „wächst und schmeckt viel besser als der deutsche Salat“ in die Hand gedrückt bekam. Ich werde selbstverständlich berichten, ob portugiesischer Salat besser ist als deutscher. Schneckenresistenter würde ja fast schon reichen, denn die Salatköpfchen im anderen Garten können gar nicht so schnell wachsen, wie sie angeknabbert werden. Da muss wohl Schneckenkorn her. Aber das Thema Schädlingsbekämpfung wird sicher ein eigener Artikel.

Die zweite Holzkiste wird auch ein Hochbeet, aber ich weiß noch nicht genau, wo ich es hinbauen soll. Nie hat man genug Platz im Garten. Und nie hat man genug Erde zum Befüllen einer solchen Kiste. Vielleicht drehe ich die Kiste auch um und funktioniere sie zu einem großen Anzuchttisch um. Sie werden das erfahren.

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