Gemüsebeet

Gemüsezucht und -ernte

Kartoffelernte

Es ist tatsächlich passiert: Ich habe meine eigenen Kartoffeln geerntet.

Im Frühjahr hatte ich die Blaue Anneliese, den Blauen Schweden, die Rote Emaille und Linda angebaut. Alle Sorten sind gediehen: Linda am besten, die Rote Emaille ebenfalls sehr gut. Die blauen Kartoffeln waren etwas zurückhaltender. Macht nichts, ich freue mich trotzdem.

Kartoffeln, geerntet

Wie lief der Kartoffelanbau?

Gut: wenig Arbeit, viel Ertrag. Im Mai habe ich die Kartoffeln bei kartoffelvielfalt.de bestellt, auf der Fensterbank in der Küche keimen lassen und dann eingegraben. Dazu habe ich Furchen ins Beet gegraben und auf den Kartoffeln Erde angehäufelt.

Knapp drei Wochen später streckten die ersten Pflanzen die Köpfe aus der Erde. Sie mussten sich direkt einem Härtetest unterziehen: Meine Handballdamen und ihre Kinder waren zu Besuch. Die Kids spielten Fußball und bezogen das Beet großzügig mit ein. Doch die Kartoffeln erduldeten es mit großer Gleichmut. Es gab keine Verluste.

Als die Pflanzen dann größer wurden, versuchte ich nochmal, Erde anzuhäufeln. Doch in meinem kleinen Beet ohne professionelles Equipment erwies sich das als schwierig.

Wann sind die Kartoffeln reif?

Kartoffeln sind reif, wenn das Grün zu verwelken beginnt. Das war bei mir Anfang August der Fall. Zieht man an der Pflanze, zieht man auch einige Kartoffeln mit raus. Es lohnt sich aber, tiefer zu graben: Die meisten Knollen habe ich mit einer spitzen Hacke aus der Erde geholt. Ich war erstaunt, wie tief sie in die Erde hinein wachsen.

Bunte Bratkartoffeln

Wie schmecken die Kartoffeln?

Wie Kartoffeln. Ehrlich gesagt, kann ich keinen Geschmacksunterschied zu Supermarktkartoffeln erkennen. Bei anderem, selbst angebauten Gemüse ist das ja gerne mal der Fall: Gurken schmecken zum Beispiel viel gurkiger, finde ich. Und Tomaten viel tomatiger. Kartoffeln sind hingegen … Kartoffeln.

Allerdings sehen sie viel besser aus.

Nächstes Jahr wieder?

Denke schon. Ich werde das Beet mit Kompost düngen und wieder Linda und einige bunte Sorten anpflanzen.

Der Dortmunder Garten im Juni – nach dem Sommerregen

Der Juni ist einer meiner Lieblingsmonate: Niemals sind die Tage länger. Der Garten steht in voller Pracht. Die ersten Früchte werden reif. Die Vögel und Eichhörnchen sind ständig unterwegs. Es gibt jeden Tag etwas Neues zu entdecken.

Gartenpanorama von der Terrasse aus

Das Wetter lässt es zu, dass der große Tisch draußen bleibt: Es ist fast durchgehend warm. Gerne sitze ich draußen, arbeite, lese – oder frühstücke. Nur regnen tut es selten: Ich musste schon oft den Garten wässern.

Die nächsten Fotos entstanden deshalb nach einem Sommergewitter. Schade, dass Sie den Garten nicht riechen können!

Für die Terrasse habe ich eine rankende Fuchsie gekauft. So toll! Ich mag Fuchsien sehr. Vielleicht, weil während meiner Kindheit auch immer ein großer Kübel mit Fuchsien auf der Terrasse des Elternhauses stand.

Fuchsie auf der Terrasse, dahinter Rosen

Dahinter die Rosen: Sie sind dick und duftig. Ich habe sie bewusst ausgewählt, um nahe an der Terrasse zu stehen. So kann ich sie den ganzen Sommer genießen. Das ist überhaupt das Tolle an Rosen: Sie benötigen kaum Pflege, sind winterhart, können gut Trockenzeiten überstehen und blühen vielen Monate.

Rose vor Kompost und Gartenhaus

An der Seite des Hauses steht auch ein schönes Exemplar – schon seit wir die Wohnung gekauft haben. Sie stammt noch von den Vorbesitzern.

Dahinter steht der Kompost: Er ist im Sommer immer voll – fällt aber auch schnell in sich zusammen. Vor dem Kompost wachsen die Erdbeeren.

Erdbeeren mit Gartenhandschuh

Ich konnte schon die ersten Früchte ernten. Wahnsinn, wie aromatisch sie sind! Neben den Erdbeeren ranken einige Himbeeren. Auf sie passe ich höllisch auf: Sonst wuchern sie alles zu. Die Himbeeren sind sehr beliebt bei den Bienen und Hummeln.

Ein Insektenparadies ist auch der Lavendel.

Lavendel und Rosen

Ich habe zwei große und mehrere kleine Lavendel im Garten. Die kleinen stehen mit Rosen zusammen. Das bewahrt sie vor Läusen.

Das Schöne am Sommer ist auch die Wäscheleine.

Blick aufs Gewächshaus

Im Garten getrocknete Wäsche riecht einfach viel besser als übliche Wäsche. Oder bilde ich mir das nur ein?

Das Gemüsebeet wird üppiger und üppiger. Zucchini und Kürbis lieben es warm und feucht. Entsprechend motiviert sind sie zurzeit.

Gemüsebeet mit Zucchini, Möhren, Kürbis und im Hintergrund Salat

Wie immer habe ich mit drei Zucchinpflanzen wieder zu viel angebaut. Doch wenn aus allen drei Kernen Pflanzen werden? Ich bringe es einfach nicht übers Herz, die kleinen Zucchinibabys auf dem Kompost zu beerdigen, bevor ihr Leben richtig begonnen hat.

Dieses Jahr gibt es mehr Kürbispflanzen als sonst. Ich habe Kürbis sehr schätzen gelernt, seit ich ihn selbst anbaue. Im Angebot: Hokkaido und Atlantic Giant.

Im Vordergrund sind Möhren und noch ein paar Radieschen. Im Hintergrund: die letzten drei Kopfsalate.

Seltene Kartoffelsorten: Ich werde Knollen-Züchterin

Anfang des Jahres lag mir Vatta in den Ohren: „Bau doch mal Kartoffeln an. Ich möchte Kartoffeln.“

Sein Kumpel, ebenfalls Rentner, hatte im Jahr zuvor welche angebaut, ihm einige abgegeben, und der Geschmack muss ein Geschenk Gottes gewesen sein. Vatta war total angefixt. Das sei doch auch etwas für mich, sagte er. Und meinte: für ihn.

Ich selbst bin nicht unbedingt Kartoffel-begeistert. In meiner Kindheit hatten wir ein Kartoffelschoss im Keller und immer Kartoffeln im Haus. Ständig gab es Kartoffeln. Mit Soße, ohne Soße, als Salzkartoffeln, Pellkartoffeln, Bratkartoffeln, Stampfkartoffeln, als Kartoffelsuppe, Kartoffelpuffer und Kartoffelauflauf. Als ich auszog, bin ich erstmal  für mehrere Jahre auf Abstand zur Kartoffel gegangen – totale Kartoffelabstinenz.

Heute esse ich sie manchmal ganz gerne. Insgesamt ist meine Kochkultur aber bunt; ich esse Reis, Pasta – und ganz oft auch gar keine Sättigungsbeilage. Jedenfalls sind selten Kartoffeln dabei.

Aber gut. Für Experimente bin ich ja immer offen. Doch wenn schon Kartoffeln, dachte ich mich, dann Sorten, die man nicht im Supermarkt kaufen kann. Also orderte ich auf Empfehlung hier im Blog (durch Isabel vom Freigarten) Pflanzkartoffeln:

Rote Emmalie eingraben

Die Rote Emmalie

Ich entschied mich für andersfarbige Sorten:

  • Rote Emmalie
  • Blauer Schwede und
  • Blaue Anneliese

Außerdem bestellte ich noch Linda, den Klassiker.

Dann las ich nach, wie man Kartoffeln anpflanzt. Ich hatte aus irgendwelchen Gründe die Vorstellung, das sei wahnsinnig kompliziert: ständig müsse man nachsehen und etwas anhäufeln. Das stimmt auch. Es ist aber weder schwierig noch aufwändig.

Zuerst ließ ich die Kartoffeln keimen – bei Licht, auf der Fensterbank. Das dauert ungefähr zwei Wochen. Dann grub ich Furchen, legte die Kartoffeln hinein und häufelte Erde darauf.

Wenn die Blätter aus der Erde schauen, soll man regelmäßig weiter Erde anhäufeln. So bildet die Pflanze möglichst viele Tochterknollen.

Kartoffelpflanzen gucken aus der Erde

Der Versuch, Erde anzuhäufeln

Das funktionierte so mittelgut. Irgendwann konnte ich nicht mehr häufeln, weil die Erde einfach runterrieselte – und weil die Menge an Erde einfach begrenzt ist. Ich nehme jetzt erstmal, was kommt. Wenn ich nur doppelt so viel rausbekomme, wie ich eingepflanzt habe, reicht mir das schon.

Man kann Kartoffeln auch im Erdsack anbauen, sogar auf dem Balkon. Dann geht das mit den Anhäufeln besser.

Inzwischen stehen die Pflanzen kniehoch. Die ersten von ihnen blühen.

Kartoffelpflanzen im Garten

Kartoffelplantage

Blühende Kartoffelpflanze

„Das ist blaue Kartoffel.“ – „Und was macht sie?“ – „Sie blüht blau.“

Vatta kommt regelmäßig vorbei, wirft einen prüfenden Blick auf seine Knollen und nickt zufrieden.

Die Kräuterschnecke nach dem Winter

Die Kräuterschnecke ist eine Einrichtung in meinem Garten, die ich sehr liebgewonnen habe. Sie befindet sich direkt neben der Terrasse. Ich brauche nur wenige Schritte aus der Küche hinaus in den Garten machen und kann frische Kräuter ernten – und sie natürlich direkt verwerten.

Vor dem Winter habe ich mich gefragt, welche Kräuter wohl winterhart sind. Jetzt weiß ich es.

Winterhart sind:

  • Schnittlauch
  • Thymian
  • Oregano
  • Waldmeister
  • Bohnenkraut

Nicht winterhart sind:

  • Petersilie
  • Rosmarin
  • Majoran
  • Minze
  • Salbei

Das Basilikum hat natürlich auch nicht überlebt. Von ihm habe ich aber auch nicht erwartet, dass es Kälte übersteht.

Der Oregano ist die größte Überraschung: Er machte nicht den Eindruck, als wolle er wiederkommen. Nur braune, trockene Äste schauten noch aus der Erde. Aber jetzt zeigt er deutlich, dass Leben in ihm steckt:

Inzwischen habe ich die Kräuterschnecke wieder vollständig bepflanzt. Von oben nach unten wachsen dort dieses Jahr: Thymian, Rosmarin, Oregano, Majoran, Estragon, krause und glatte Petersilie, Kapuzinerkresse, Frühlingszwiebeln, kriechender Sellerie, Schnittlauch, Basilikum, Minze, Melisse und Waldmeister.

Kräuterschnecke im April

In dem Gefäß sind übrigens Nüsse und Vogelfutter. Mein Garteneichhörnchen kommt immer bis an die Terrasse, um sich etwas rauszufischen. Das ist sehr putzig.

Die Schnur ist eine Lichterkette, die als Weihnachtsbeleuchtung im Baum war. Sie kringelt sich jetzt durch die Kräuterspirle und spendet an langen Grill- und Gartenabenden Licht. Zusammen mit ein paar Tischkerzen reicht die Beleuchtung für gemütliches Beisammensitzen.

Ein Flechtzaun als Beetbegrenzung

In meinem Garten gibt es eine Haselnuss. Sie war ziemlich groß, als wir einzogen. Sie reichte bis über das zweite Stockwerk des Hauses hinaus. Wir haben sie gründlich gestutzt – und beschneiden sie nun jedes Jahr. Denn sie wächst jedes Jahr mehrere Meter in die Höhe und in die Breite.

Vom letzten Schnitt haben wir noch jede Menge Äste übrig, die wir nicht entsorgt haben. Daraus habe ich jetzt eine Beetbegrenzung für das Gemüsebeet gebastelt: einen Flechtzaun.

Flechtzaun aus Haselnussruten fürs Gemüsebeet

Ich habe die leise Hoffnung, dass der Zaun auch die Schnecken abhält, ins Beet zu kriechen. Wahrscheinlich hoffe ich vergeblich.

Einen Flechtzaun – auch einen größeren – selbst zu machen, ist ganz einfach:

Schritt 1: Pflöcke einschlagen

Nehmen Sie die dicksten, etwa daumendicken Äste und benutzen Sie sie als Pflöcke. Um sie herum flechten sie die dünneren Ruten. Sie sollten genauso tief in der Erde stecken, wie sie rausgucken.

Je kürzer die Äste sind, die sie flechten, desto kürzer sollten die Abstände der Äste sein, die sie in die Erde stecken. Ich habe einen Abstand von 20 bis 25 Zentimetern gewählt.

Schritt 2: Die ersten Äste um die Pflöcke flechten

Fangen sie beim ersten Ast an, der in der Erde steckt, und schlängeln sie die Ruten links und rechts an den nächsten vorbei. Wenn sie mit dem ersten Ast rechts angefangen haben, beginnen sie mit dem zweiten links – und so weiter.

Beginnen sie aber nicht immer beim ersten in der Erde steckenden Ast. Arbeiten Sie versetzt.

Der Anfang des Flechtzauns

So haben Sie hinterher einen durchgehenden Zaun.

Schritt 3: Füllen Sie auf.

Füllen Sie nun weitere Äste auf. Ideal ist es, wenn Sie die Dicke der Äste variieren: mal dickere, mal dünnere. Dickere Ruten stabilisieren den Zaun. Ich hatte aber auch viele dünnere, die ich dann untergemischt habe.

Der Flechtzaun im Entstehen

Optimal ist es, wenn die Rute so lang ist, dass sie genau an einem Pflock beginnt und an einem weiteren endet. Meistens passt es aber nicht. Entweder kürzen Sie die Rute dann so. Oder Sie nuddeln das dünne Ende in den bestehenden Zaun, so dass es nicht herausschaut.

Schritt 4: Kürzen Sie, was zu lang ist

Kürzen Sie nun die Pflöcke, die zu lang sind. Schneiden Sie ab, was absteht und herausschaut. Dann haben Sie am Ende eine hübsche, kleine Beetbegrenzung.

Flechtzaun rund ums Salatbeet

Flechtzaun aus Haselnusszweigen

Die Gemüsesaison beginnt

Das Gartenjahr hat offiziell begonnen! Das erste Gemüse ist im Freibeet. Die Thorstomaten haben das Gewächshaus bezogen.

Kopfsalat und Feldsalat

Salat ins Freibeet pflanzen

Der Salat kommt immer als erstes ins Freibeet, immer im April. Bei Salat pflanze ich stets Vorgezogenes aus dem Gartenmarkt. Mit eigenem Samen habe ich nur mäßige Erfahrungen gemacht.

Am besten gehen der klassische Kopfsalat und Lollo bionda. Lollo hat den Vorteil, dass er nachwächst, wenn man nur die äußeren Blätter abschneidet.

Dieses Jahr pflanze ich zusätzlich Feldsalat.

Kohlrabi

Kohlrabi gehen bei mir auch immer gut – und schmecken deutlich besser als im Laden. Abends in den Garten gehen, eine Kohlrabi ernten und direkt zum Abendessen verzehren – das ist toll!

Gurken

Gurken im Gewächshaus

Zum zweiten Mal, seit ich den Garten habe, pflanze ich Gurken. Im vergangenen Jahr konnte ich im Gewächshaus vier Früchte ernten, die allesamt sehr gut geschmeckt haben. Ich wusste vorher gar nicht, wie gurkig Gurken schmecken können.

Deshalb habe ich dieses Jahr gleich drei Pflanzen gesetzt. Denn vier Gurken in einem Jahr sind ja quasi nix.

Tomaten

Natürlich gibt’s auch wieder Thorstis!

Tomatenpflanzen im Gewächshaus

Diesmal habe ich sie jedoch nicht selbst eingesät. Damit war ich im vergangenen Jahr nämlich zu spät dran, die Pflanzen wuchsen eher zögerlich, trugen erst spät und auch nicht viele Früchte. Deshalb ich dieses Jahr im Gartemarkt eingekauft. Es gibt Cocktailtomaten, Cocktail-Roma-Tomaten und große Roma-Tomaten.

Zusätzlich zu den Pflanzen im Bild habe ich Sonderthorstis im Internet bestellt. Denn ausgefallenere Sorten haben die Gartenmärkte in der Umgebung nicht. Die Sonderthorstis werden Ende April geliefert. Es sind die Sorten

  • Indigo Ruby (dunkelrot bis schwarz),
  • White Currant (gelbfleischig),
  • Black Tomato (dunkelrot bis schwarz),
  • Sacher (ebenfalls dunkel) und
  • Primagold (gelbe Buschtomate).

Sie ziehen dann im Mai ein.

Kürbis, Paprika, Zucchini

Dann sind Kürbis und Zucchini bestimmt schon groß genug, um ins Freie zu ziehen. Momentan sind sie noch: Samen.

Kürbis, Paprika, Zucchini einsäen

Ich säe immer mehr Pflanzen ein, als ich letztendlich ins Beet setze. Nur die kräftigsten Pflanzen verwende ich weiter. Meiner Erfahrung nach sind das auch die, die als erstes ihren Kopf aus der Erde strecken.

Kürbis habe ich dieses Jahr zwei Sorten: Hokkaido und Atlantic Giant. Seltsamerweise gedeihen die großen Sorten bei mir besser als der kleine Hokkaido.

 

Auf ein ertragreiches Gemüsejahr!

Sechs Gemüsesorten für Anfänger

„Ich möchte demnächst auch Gemüse anbauen. Was eignet sich denn für Anfänger?“, fragte mich letztens eine Bekannte. Hier mal eine Liste, welches Gemüse sich gut für den Start ins Gärtnerleben eignet:

Mangold

Mangold

Das ultimative Einsteigergemüse ist Mangold. Mangold wächst überall. Er braucht wenig Pflege. Man kann ihn abschneiden, und er wächst nach. Die Ernte ist bis zum Frost möglich. Er eignet sich für Pasta, Quiche, Puffer und Flammkuchen und kann wie Spinat verwendet werden.

  • Vorteil: wächst auch im Halbschatten; sagt, wenn er gegossen werden möchte
  • Nachteil: beim Essen werden die Zähne stumpf

Zucchini

Zucchini

Zucchinis sind genügsam und versprechen schnelle Erfolge. Die Ernte ist meistens sehr ertragreich, auch wenn gegen Ende des Sommers immer der Mehltau kommt. Bis dahin hatte ich aber stets viele (manchmal fast zu viele) Früchte, ohne dass ich mich groß kümmern musste.

Zucchini sind vielseitig verwendbar, man braucht nur etwas Fantasie: gefüllt mit Feta oder Hack, als Zucchinipuffer oder auf dem Grill – mit Rosmarin, Knoblauch und Salz. Man kann auch nur die Blüten frittieren. Tipp: Gelbe Zucchini finde ich schmackhafter als grüner.

  • Vorteile: gute Ernte, wenig Pflege, resitent gegen Schädlinge
  • Nachteile: Zucchini benötigen Platz. Die Pflanzen nehmen gerne zwei Meter im Durchmesser ein.

Kohlrabi

Kohlrabi

Mit Kohlrabi hatte ich meistens Glück. Am besten als Setzlinge in der Gärtnerei oder im Baumarkt kaufen. Einsetzen, wenn kein Frost mehr zu erwarten ist. Anfangs tut sich nicht viel, dann geht’s aber ab. Vor Schnecken schützen und rechtzeitig ernten. Sobald die Kohlrabi schießen und oval werden, sind sie nicht mehr genießbar.

Ich esse Kohlrabi am liebsten froh – frisch geerntet.

  • Vorteile: wenig Pflege
  • Nachteile: müssen vor Schnecken geschützt werden, bei zu viel Regen und zu wenig Sonne unleidlich

Salat

Salatkopf

Ich nehme immer Kopfsalat und Lollo bionda. Vorteil beim Lollo: Man kann die Blätter von außen wegschneiden, und der Salat wächst weiter. Von zehn Pflanzen gedeihen bei mir acht. Nicht zu eng pflanzen, denn die Pflanzen werden später größer als gedacht. Unbedingt vor Schnecken schützen. Gießen, falls es nicht ausreichend regnet.

Sobald der Salat schießt, dass heißt aus der Mitte heraus in die Höhe wächst, wird er bitter. Also rechtzeitig ernten, wenn er eine ausreichende Größe hat.

  • Vorteile: auch gut geeignet für Balkonbeete oder -kästen; sagt, wenn er gegossen werden will
  • Nachteile: Schnecken lieben Salat

Möhren

Möhrenernte im Waschbecken

Auch Möhren sind genügsam. Allerdings werden sie nicht unbedingt so groß wie im Supermarkt. Wer sich aber mit kleinen Ergebnissen zufrieden gibt, fährt mit Möhren gut.

Ich säe Möhren im Frühjahr ein. Dann dauert es allerdings fast bis in den Herbst, bis ich sie ernten kann. Das Einsäen ist ein bisschen fummelig: Die kleinen Saatkörner in ausreichender Entfernung zu platzieren, erfordert etwas Geschick. Alternative ist ein Saatband. Das kann ich jedoch nicht empfehlen: Meine Möhrensaatbänder sind allesamt nicht angegangen.

Meiner Erfahrung nach haben Kinder großen Spaß an Möhren: Sie sind eine schöne Überraschung, wenn sie aus der Erde gezogen werden, und lassen sich dann gut essen.

  • Vorteil: gedeihen auch mit weniger Sonne, können gut mit Radieschen kombiniert werden
  • Nachteil: lange Reifezeit, es gibt wenig zu sehen

Tomaten

Garten im September: Thorsten im Gewächshaus

Tomaten eignen sich gut für den Balkon – fast sogar noch besser als für den Garten. Sie müssen geschützt stehen: Wind und Regen bekommen ihnen nicht gut. Außerdem benötigen sie viel Sonne. Wenn Sie also ein überdachtes, sonniges Plätzchen oder einen Südbalkon haben, sind Tomaten für Sie ideal. Anfängern empfehle ich, Pflanzen im Garten- oder Baumarkt oder bei der Gärtnerei des Vertrauens zu kaufen. Dann gelingen sie bestimmt.

Tomaten sollten einen ausreichend großen Topf haben. Außerdem sollten Sie die Pflanzen anbinden können. Bienen brauchen freie Fahrt; wenn Sie Zweifel haben, ob genug Bienen Ihre Pflanzen besuchen: einfach selbst mit einem Q-Tipp oder einem kleinen Pinsel nachhelfen.

Kleine Früchte sind besonders geschmacksintensiv. Besonders dunkle und gelbe Cherrytomaten kann ich empfehlen.

  • Vorteil: schmackhafte Früchte, bei guten Bedingungen reiche Ernte
  • Nachteil: brauchen viel Wasser und sind etwas wählerisch, was den Standort angeht

Viel Erfolg im Gartenjahr!

Die Dortmunder Gartenpläne für 2017

Schild mit Aufschrift "Salat" im gefrorenen Beet

Der Garten liegt noch in tiefen Schlummer. Aber die Gartenpläne für 2017 reifen schon.

Spektakuläre Bauarbeiten stehen nicht an. Dafür viele kleine Verbesserungen:

  • Den Rasen wieder zu Rasen machen. Ein bisschen Klee stört mich ja nicht. Gänseblümchen finde ich auch super. Aber die Grashalme zwischen Klee, Moos, Löwenzahn und Gänseblümchen kann ich aktuell wirklich zählen. Da wird etwas passieren: vertikutieren, einsäen, das ganze Programm.
  • Gewächshaus abdichten. Es regnet immer noch rein, die Fenster im Dach sind nicht dicht. Wir werden das Dach erneuern: Fenster raus, Holz runter und Kunststoff drauf. Dann haben die Thorstis auch nochmal etwas mehr Licht.
  • Kartoffeln anbauen. Vatta fordert seit eineinhalb Jahren vehement Kartoffeln ein. In 2016 habe ich ihm seinen Wunsch nicht erfüllt, dieses Jahr führt kein Weg mehr daran vorbei, sonst ist der Familienfrieden arg gefährdet.
  • Bepflanzung weiter optimieren. Nach dem Gartenumbau habe ich in 2016 viele Pflanzen gesetzt – 90 Prozent Stauden und Winterhartes, Rosen, Lavendel, Hortensie, Gräser, Bleibendes halt. Ich bin gespannt, was in 2017 tatsächlich wiederkommt und wie es sich macht. Oft ist es ja so, dass das Pflanzjahr ausbaufähig ist und die Blümkes im zweiten Jahr richtig loslegen. Ich werde mir das im Frühsommer anschauen und dann noch ein paar schöne Pflanzen dazukaufen.
  • Keine Tomaten einsäen. Sondern als Pflanzen kaufen. In 2016 war ich mit den Thorstens deutlich zu spät dran: Eingesät erst im April, haben sie lange gebraucht, um heranzureifen. Der kühle Frühsommer tat sein Übriges. Das Tomatenjahr war insgesamt schlecht. Mal schauen, ob ich mit Pflanzen besser fahre. Ich werde dazu eine Gärtnerei besuchen, die verschiedene alte Sorten züchtet.

Der Dortmunder Garten im November

November. Der Monat, der mir zeigt, warum der Sommer so schön ist. Und das Frühjahr.

Obwohl: Wenn es stürmt, mag ich den November. Und wenn es Frost gibt, auch. So wie an diesem Morgen:

Der Garten im November: Morgendliches Gartenpanorama

Schon sehr schön, was die Natur so macht:

Der Garten im November: Frost an Strauch

Der Garten im November: Frost an Blättern

Der Garten im November: Frost an Dickblattgewächsen

Der Garten im November: Frost an Husarenköpfchen

Derweil sind im Beet einige Blumenknollen gesprossen. Manchmal verstehe ich nicht, was sich die Blümchen dabei denken.

Im September standen in einem anderen Beet plötzlich Hyazinthen – aber nur die Blätter, keine Blüten. Jetzt das hier. Irgendwas geht da durcheinander:

Der Garten im November: Knospende Blumenzwiebeln

Am heutigen Sonntag habe ich den Garten zurückgeschnitten: die Lilien, die schon gelb waren, die Herbstanemonen, die verblüht waren, die Rosen, die nun in den Winterschlaf gehen. Außerdem habe ich die Leichen des Frostes entsorgt: Minze, Husarenköpfchen und anderes, einjähriges Blühzeug. Dabei entdeckt: Pilze.

Der Garten im November: Pilze am Baumstamm

Der Garten im November: Pilze am Baumstamm

Der Kohl, den ich als Kohlrabi gekauft habe und der etwas anderes geworden ist (Vielleicht doch kein Weißkohl? Eher Spitzkohl?), ist fast fertig. Am kommenden Wochenende werde ich wohl den ersten ernten und mal nachschauen, was sich mit ihm machen lässt.

Der Garten im November: Kohl

Allen noch einen gemütlichen November!

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