Eingemachtes

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Da haben wir den Salat

Aktuelles Luxusproblem: viel Salat.

Der Kopfsalat ist die Zucchini des frühen Sommers: Erst tut er nix, dann wächst er innerhalb eines Wimpernschlags zu Audrey-hafter Größe heran. Das ganze Beet ist voll davon. Die Lösung:

Salatcremesuppe

Ja, ich fand’s auch erst skurril. Aber ich hab’s ausprobiert: schmeckt. Und dauert nur 20 Minuten in der Herstellung – nach Hause kommen und Jacke aufhängen mit eingerechnet. Also ein hervorragendes After-Work-Gericht.

Zutaten:
3 kleine Kopfsalate aus dem Garten
1 Liter Gemüsebrühe
Zwiebeln
Knoblauch
1 Becher Sahne (oder Cremefine oder ähnliches)
Fett zum Andünsten, Pfeffer, Salz

Kopfsalat in der Spüle

Zwiebeln hacken, Knoblauch hacken und in einem Topf glasig dünsten. Ich habe von beidem reichlich genommen, fünf Zwiebeln und fünf Knoblauchzehen, aber das sollte jeder halten, wie er mag.

Den gewaschenen Kopfsalat leicht auszupfen und dazugeben. Dann die heiße Brühe drüberkippen und pürieren.

Salatsuppe pürieren

Zum Schluss noch salzen und pfeffern, Sahne rein, fertig.

Man muss nichts großartig auf- oder einkochen, nichts muss reduzieren, und man braucht auch wirklich nur diese Zutaten. Die Suppe schmeckt nach … nun ja, Salat halt. Sie hat aber auch etwas von einer französischen Kräutersuppe.

Salatsuppe in der Schüssel

Ich bin übrigens tatsächlich satt geworden. Okay – ich musste zwei Schüsseln davon essen, und danach war mein Magen ein Ballon. Aber ich war satt. Sogar für länger.

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Das Kirschendesaster

Es regnet und regnet und regnet.

Das Ergebnis: Die Kirschen sind im Eimer. Alle Früchte: schimmelig.

Verschimmelte Kirschen im Baum

Ich schiebe es auf den Dauerregen. Denn der Nachbarin geht es genauso: Auch ihre Kirschen sind alle oll.

Im Juni gab es kaum einen Tag in Dortmund, an dem es nicht geregnet hat – und wenn, dann war es schwül und feuchtwarm. Symbolbild:

Kirschbaum im Regen

Es ist frustrierend, das schimmelige Zeug im Baum hängen zu sehen. Aber abpflücken und entsorgen? Uuuuaah. Eklig.

Eine Handvoll Kirschen konnte ich retten. Dachte ich. Nur einen halben Tag später begannen auch sie, in der Schale zu schimmeln. Also weg damit.

Kirschen in weißer Schale

Adé, Kirschensommer. Bis nächstes Jahr.

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Der Dortmunder Garten im Juni

Letzter Tag im Juni. Höchste Zeit, um den Monatsblick in den Garten zu werfen.

Der Juni in Dortmund in einem Wort: Regen.

Gartenpanorama im Juni 2016

Dicker, prasselnder Regen. Dünner, fieseliger Regen. Schräger Regen. Gerader Regen. Träger, langsamer Regen. Wilder, umhertreibender Regen. Warmer Regen. Kalter Regen.

Dem Salat gefällt das. Er wächst wie sonstwas.

Der Garten im Juni: Salatkopf

Auch die anderen Pflanzen finden es nicht so schlimm wie ich. Fast alle Blumen stehen inzwischen in voller Blüte – die Rosen, die Lilien, das Edelweiss und auch die Lupinen.

Die Haselnuss wächst wie irre. Sie kommt immer spät, aber dann mit allem, was sie hat. Auch die Kräuter in der Kräuterschnecke finden das feuchtwarme Wetter nicht allzu schlecht.

Der Garten im Juni: Edelweiss

Garten_Juni_2016_Lupinen

Der Garten im Juni: Haselnuss und Gewächshaus

Der Garten im Juni: Kräuterschnecke im Dunst

Die Thorstens im Gewächshaus sind die spätesten Thorstens, die ich je hatte, glaube ich. Die größeren haben inzwischen die ersten Blüten. Die kleineren – die, die ich selbst gezogen habe – hinken hinterher, wirken aber glücklich.

Nun ja, ich lebe das inklusive Gewächshaus: jeder Thorsten in seinem Tempo.

Garten_Juni_2016_Gewaechshaus

Von den zwei im November gepflanzten Apfelbäumen trägt übrigens nur einer: der Topaz. Der Boskoop hat geblüht, trägt aber keine Früchte.

Ich nehm’s nicht allzu schwer. Vielleicht muss er sich dieses Jahr noch einleben. Dann wird es halt im nächsten Jahr was.

Garten_Juni_2016_Apfel

Wenn ich meinen Garten so sehe, denke ich: Da kann noch viel mehr blühen! Ich würde am liebsten sofort ins Gartencenter und mir die halbe Halle in den Kofferraum laden. Mache ich dann nach dem Lottogewinn.

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Einkochen

Ich koche Konfitüre, nicht Marmelade. Sagt der beste Freund. Ich höre dann einen Minivortrag über Zitrusfrüchte. Schalte aber die Ohren ein wenig ab, denn ich kenne das schon. Er klärt auch gerne mal die Frühstücksfachkräfte über Egg Benedict vs. Egg Florentine auf. Er ist einfach nur liebenswert. Und wie gut, dass er mein bester Freund wurde,  bevor ich das mit dem Klugscheissen mitbekommen habe.

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Der Darwinismus in meinem Garten

Vor zwei Jahren bekam ich eine Fuchsie geschenkt – und sie lebt immer noch.

Ich bin selbst überrascht, aber sie hat tatsächlich auch ihren zweiten Winter überlebt. Während des ersten Winters stand sie, mit Luftpolsterfolie und Rosenvlies umwickelt, auf der Terrasse. Während des vergangenen Winters wohnte sie im Gewächshaus – jeweils zurückgeschnitten bis auf die Blumenerde.

Fuchsie und Gazanie in Töpfen

Fuchsie (vorne) und Gazanie (hinten rechts)

Die Gazanien scheinen es auch geschafft zu haben. Im vergangenen Sommer wohnten sie auf dem Balkon, und eigentlich hatte ich nicht vor, sie zu überwintern. Ein-Jahres-Balkonblümchen halt. Sie gingen allerdings nicht richtig ein, ich wollte sie nicht auf dem Kompost beerdigen, also schmiss ich sie im November ins Gewächshaus und wartete, bis sie verendeten (ich weiß, ich bin mies). Sie verendeten aber nicht, trotz Nicht-Pflege und Nicht-Gießen.

Dieses Bemühen rührt mich. Nun habe ich alle trockenen Blätter abgezupft und sie neu eingepflanzt. Aktuell sieht es so aus, als wollten sie noch einen Sommer bei mir erleben.

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Work-LIFE unterm Walnussbaum geht voran

Heute wurde die Liege geliefert. Sie entpuppte sich aber doch mehr als Liegesessel, auf Grund der Länge. Meine Beine hängen leicht über die Kante, da habe ich wohl die Maße nicht richtig beachtet. Oder die haben sich die Länge schöngerechnet, da man dieses Möbelstücks durch das flexible Innenleben verformen kann. Habe es vor dem möglichen zurück schicken aber doch erst mal ausprobiert. Ist superbequem als Lese-Liegesessel, und ich werde es behalten. Zum richtig liegen nehme ich dann halt doch die olle Liege-Liege. 2 Grills, 2 Liegen, das nennt man wohl Luxus. Aber wer hart arbeitet darf auch hart entspannen!  Und dann kam beim Einliegen-Lesen auch noch eines unserer Eichhörnchen ganz nah und ganz langsam an meinen Füßen vorbeigehuscht. Was für ein Glücksgefühl. Da muss der Freund sich mal kurz hinten anstellen.

Im Gärtchen wohnen 2 Eichhörnchen, die für ihre Art relativ unscheu sind. Ist ja auch kein Wunder, bei dem Futter das sie hier abschleppen und vergraben. Die Oma bekommt kaum Nüsse vom Baum, denn sobald die fallen sind A- und B-Hörnchen schon da. Und dieser Walnussbaum trägt nicht so viel. Darüber ist sie jedes Jahr etwas traurig. Mir persönlich ist es egal, ich habe ja noch den Nussbaum im Gadde. Und der hat so viele Nüsse, dass wir zu dritt jetzt noch davon haben. Trotz Walliser Walnusskuchen, Versorgung von Freunden und auch die Oma bekommt auch noch welche ab. Trotz eigenem Baum.

Der Rasen von der Oma besteht eigentlich nur aus ein bißchen Gras, viel Moos (schön weich für die Füße) und ganz vielen Walnussgräbern.

Lesesessel

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Das Gärtnerinnenteam im Frühjahr 2016

Unser schönes Gärtnerinnenblog geht nun in seinen zweiten Sommer.

Damals, im September 2014, sind Pia und ich gestartet: Pia ist erfahrene Gärtnerin und hat seinerzeit – zusätzlich zum eigenen – Ernels Garten übernommen. Ich habe begonnen, das Grün jenseits meiner neu erworbenen Terrasse zu bewirtschaften, nachdem ich vorher schon Balkontomaten gezüchtet habe.

Das Gärtnerinnenblog ist also seit jeher ein Gemeinschaftsblog. Denn jeder Garten ist anders und bringt andere Themen hervor. Außerdem hat jede Gärtnerin ihre eigenen Vorlieben und Tricks – und Sie haben bestimmt auch Ihre Lieblingsgärtnerin hier im Gartenblog.

Inzwischen füllen wir den Gärtnerinnenblog zu Sechst (ja, so viele sind es schon). Demnächst kommt eine siebte Gärtnerin hinzu (mehr sollen es aber nicht werden). Damit Sie nicht den Überblick verlieren, hier nochmal eine kurze Vorstellung unserer GastschreiberInnen:

Die Gartennerds

Gartennerd Charly repräsentiert das Thema „IT-Technik im Garten“. Er hat sich mit dem Raspberry Pi eine automatische Bewässerung zusammengeklöppelt. Seine Beiträge sind unter den meistbesuchten im Gärtnerinnenblog. Ich bekomme regelmäßig E-Mails mit Fachfragen, die ich an Charly weiterleite.

Charlys Mit-Nerd Martin hält sich etwas zurück. Er druckt aber weiterhin Blumentöpfe.

Nathalie

Seit dem März ist Nathalie dabei. Sie bewirtschaftet ihren hessischen „Gadde“ in einer besonderen Familienkonstellation – mit dem Ex und der Ex-Schwiegermutter. Das passiert alles viel professioneller und in größerem Stil als bei mir. Außerdem gibt es ein Hildegard-von-Bingen-Möchtegern-Kräuterbeet.

Sandra

Sandra hat gar keinen Garten, fühlt sich im Innern aber wie eine Gärtnerin und repräsentiert damit die große Gruppe der Hausgärtnerinnen oder auch „Gärtnerinnen der Herzen“. Aus Ermangelung einer Grünfläche baut sie im Keller Pilze an, demnächst auch Kresse in der Küche und ganz demnächst – ich möchte nichts vorwegnehmen, aber die Spatzen pfeifen es von den Dächern – kommt dann doch ein Garten. Aber das wird sie zu gegebener Zeit selbst erzählen.

In der kommenden Woche bekommen wir noch einmal Gesellschaft von jemandem, der den Garten komplett neu anlegt:

Frau Unterholz

Frau Unterholz (Twitter-Account) wohnt mit ihrer Familie in einer Stadt irgendwo in Ostwestfalen, ist auf dem Land aufgewachsen und hatte bereits in sehr jungem Alter Kontakt zu biologisch-dynamischer Gartenbewirtschaftung. Dann kamen Jahre der Auflehnung, was sie jetzt bereut. Denn nun muss sie selbst ran und fängt bei Null an. Sie mag Radlader, den munteren Gartenbauer Horst und den neuen Rasenmäher.

Damit ist unsere Mannschaft erst einmal komplett. Jetzt muss ich nur noch die Gärtnerinnen-Übersichtsseite ergänzen, damit Sie beim Lesen auch nicht durcheinander kommen.

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Ein Blick in andere Gärten

Das Smithsonians Museum of Natural History lagert seine Artensammlung in Schubkästen – und hat sie für ein paar Fotos geöffnet.

Frau Novemberregen sinniert über Jahreszeiten.

Beetlebum, Nadini und ihre unterschiedliche Beziehung zu Tieren.

Sternekoch Marco Müller über gute Lebensmittel, den Duft von Tomaten und welche Supermarktkarotten die besseren sind.

Der Jardin Majorelle liegt in Marrakesch ist einer der schönsten Gärten der Welt. Früher wohnte hier Yves Saint Laurent. Ein Portrait über den Obergärtner Youssef Jellab, der eigentlich kein Gärtner werden wollte.

In Yarmouk, Syrien, herrscht Krieg. Die Not ist groß, die Menschen müssen essen – wenn Urban Gardening Leben rettet.

In Berlin-Kreuzberg sieht Urban Gardening deutlich anders aus. Dort beschloss ein Mann aus Anatolien im Jahr 1983, einen Garten an der Berliner Mauer einzurichten. Es gibt ihn heute noch. Er liegt jetzt mitten in der Stadt – und ist eine Attraktion, die sogar einen eigenen Wikipedia-Eintrag hat.

A Burglar’s Guide to the City – mit Interview darüber, die Einbrecher eine Stadt sehen.

[Vielen Dank an Sandra für diverse Link-Tipps.]

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Ordnung im Gartenschuppen

Mein Gartenschuppen ist eine Blechhütte mit einer Schiebetür.

Er wohnt schon länger im Garten als ich, ich habe ihn von den Vorbesitzern geerbt. Er ist weder besonders schön noch besonders hässlich, er ist vor allem praktisch, und für eine neue Hütte fehlten mir bislang Geld, Nerven und die Notwendigkeit, etwas zu ändern.

Von außen also ganz adrett, war der Schuppen von innen bislang eine Rumpelkammer: Alles verteilte sich auf dem Boden und in der Schubkarre, den Rasenmäher musste ich immer zwischen dem Gedöns herausziehen, und ständig vernuddelte alles mit allem, die Harken mit den Harken, der Spaten mit dem Stromkabel, die Wäscheleine mit dem Häcksler, die Heckenschere mit dem Rasenmähergriff und der Beetschutz wieder mit den Harken. Zugegeben, es lag auch an meiner mangelnden Disziplin, Ordnung zu halten.

Am Wochenende stand plötzlich der Gartenbauer im Törchen – der, der die Steinmauern angelegt hat. Er sei in der Gegend gewesen und wollte mal schauen, wie es nun aussehe, im Frühjahr, wenn der Bewuchs komme. Außerdem habe er ein Brett im Wagen, das fahre er jetzt schon ein paar Tage mit sich herum, das könne ich doch bestimmt gebrauchen, ich hätte doch dieses Gartenschuppenproblem.

Er sägte es zurecht und baute es mir ein – einfach so. Wie großartig! Jetzt liegen die Werkzeuge oben, Rasenmäher und Häcksler stehen unten und oh Wunder! Es ist Ordnung im Gartenschuppen!

Aufgeräumter Gartenschuppen

Jetzt: durchschauen, was bleibt und was weg kann.

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Der Dortmunder Garten im April

Gartenpanorama April 2016

Hurra! Der Frühling ist endgültig da! Denn Frühling ist für mich, wenn der Kirschbaum blüht. Das tut er seit einer Woche.

Im Herbst habe ich gefühlte Unmengen von Blumenzwiebeln vergraben. Jetzt denke ich: Och – könnte noch ein bisschen mehr sein.

An der Terrasse wachsen Tulpen und Perlhyazinthen:

Perlhyazinthe an der Terrasse, im Hintergrund Gewächshaus

Die Schleifenblume wohnte schon vor dem Gartenumbau in meinem Garten, in einem der Betonkübel. Der Gartenbauer hat sie beiseite gelegt, als er zu arbeiten begann; im Winter sah sie ziemlich traurig aus, aber nun wächst sie neben den Hyazinthen an der Terrasse.

Weiße Blüten vor Rasen

An einem Teil der Gartenmauern habe ich am vergangenen Wochenende ein paar Steingartenpflanzen gepflanzt. Hauswurz gibt es schon, Alpenveilchen und Grasnelken sind dazugekommen.

Steingarten_pflanzen_mauer

Sie sehen noch ziemlich einsam aus, aber ich lasse sie jetzt erstmal wachsen.

An anderer Stelle ist die Steinmauer über den Winter und die vielen Regenfälle etwas weggesackt. Der Gartenbauer kommt nochmal und richtet das.

Natursteinnmauer, eingesackt, mit Hyazinthe

Am Teichbecken blüht derweil die Sumpfdotterblume.

Sumpfdotterblume

Das erste Mal Rasenmähen hat übrigens richtig Spaß gemacht! Ich bin mir allerdings sicher, dass die Freude daran im Laufe des Jahres wieder nachlassen wird.

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