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Ein Flechtzaun als Beetbegrenzung

In meinem Garten gibt es eine Haselnuss. Sie war ziemlich groß, als wir einzogen. Sie reichte bis über das zweite Stockwerk des Hauses hinaus. Wir haben sie gründlich gestutzt – und beschneiden sie nun jedes Jahr. Denn sie wächst jedes Jahr mehrere Meter in die Höhe und in die Breite.

Vom letzten Schnitt haben wir noch jede Menge Äste übrig, die wir nicht entsorgt haben. Daraus habe ich jetzt eine Beetbegrenzung für das Gemüsebeet gebastelt: einen Flechtzaun.

Flechtzaun aus Haselnussruten fürs Gemüsebeet

Ich habe die leise Hoffnung, dass der Zaun auch die Schnecken abhält, ins Beet zu kriechen. Wahrscheinlich hoffe ich vergeblich.

Einen Flechtzaun – auch einen größeren – selbst zu machen, ist ganz einfach:

Schritt 1: Pflöcke einschlagen

Nehmen Sie die dicksten, etwa daumendicken Äste und benutzen Sie sie als Pflöcke. Um sie herum flechten sie die dünneren Ruten. Sie sollten genauso tief in der Erde stecken, wie sie rausgucken.

Je kürzer die Äste sind, die sie flechten, desto kürzer sollten die Abstände der Äste sein, die sie in die Erde stecken. Ich habe einen Abstand von 20 bis 25 Zentimetern gewählt.

Schritt 2: Die ersten Äste um die Pflöcke flechten

Fangen sie beim ersten Ast an, der in der Erde steckt, und schlängeln sie die Ruten links und rechts an den nächsten vorbei. Wenn sie mit dem ersten Ast rechts angefangen haben, beginnen sie mit dem zweiten links – und so weiter.

Beginnen sie aber nicht immer beim ersten in der Erde steckenden Ast. Arbeiten Sie versetzt.

Der Anfang des Flechtzauns

So haben Sie hinterher einen durchgehenden Zaun.

Schritt 3: Füllen Sie auf.

Füllen Sie nun weitere Äste auf. Ideal ist es, wenn Sie die Dicke der Äste variieren: mal dickere, mal dünnere. Dickere Ruten stabilisieren den Zaun. Ich hatte aber auch viele dünnere, die ich dann untergemischt habe.

Der Flechtzaun im Entstehen

Optimal ist es, wenn die Rute so lang ist, dass sie genau an einem Pflock beginnt und an einem weiteren endet. Meistens passt es aber nicht. Entweder kürzen Sie die Rute dann so. Oder Sie nuddeln das dünne Ende in den bestehenden Zaun, so dass es nicht herausschaut.

Schritt 4: Kürzen Sie, was zu lang ist

Kürzen Sie nun die Pflöcke, die zu lang sind. Schneiden Sie ab, was absteht und herausschaut. Dann haben Sie am Ende eine hübsche, kleine Beetbegrenzung.

Flechtzaun rund ums Salatbeet

Flechtzaun aus Haselnusszweigen

Sechs Gemüsesorten für Anfänger

„Ich möchte demnächst auch Gemüse anbauen. Was eignet sich denn für Anfänger?“, fragte mich letztens eine Bekannte. Hier mal eine Liste, welches Gemüse sich gut für den Start ins Gärtnerleben eignet:

Mangold

Mangold

Das ultimative Einsteigergemüse ist Mangold. Mangold wächst überall. Er braucht wenig Pflege. Man kann ihn abschneiden, und er wächst nach. Die Ernte ist bis zum Frost möglich. Er eignet sich für Pasta, Quiche, Puffer und Flammkuchen und kann wie Spinat verwendet werden.

  • Vorteil: wächst auch im Halbschatten; sagt, wenn er gegossen werden möchte
  • Nachteil: beim Essen werden die Zähne stumpf

Zucchini

Zucchini

Zucchinis sind genügsam und versprechen schnelle Erfolge. Die Ernte ist meistens sehr ertragreich, auch wenn gegen Ende des Sommers immer der Mehltau kommt. Bis dahin hatte ich aber stets viele (manchmal fast zu viele) Früchte, ohne dass ich mich groß kümmern musste.

Zucchini sind vielseitig verwendbar, man braucht nur etwas Fantasie: gefüllt mit Feta oder Hack, als Zucchinipuffer oder auf dem Grill – mit Rosmarin, Knoblauch und Salz. Man kann auch nur die Blüten frittieren. Tipp: Gelbe Zucchini finde ich schmackhafter als grüner.

  • Vorteile: gute Ernte, wenig Pflege, resitent gegen Schädlinge
  • Nachteile: Zucchini benötigen Platz. Die Pflanzen nehmen gerne zwei Meter im Durchmesser ein.

Kohlrabi

Kohlrabi

Mit Kohlrabi hatte ich meistens Glück. Am besten als Setzlinge in der Gärtnerei oder im Baumarkt kaufen. Einsetzen, wenn kein Frost mehr zu erwarten ist. Anfangs tut sich nicht viel, dann geht’s aber ab. Vor Schnecken schützen und rechtzeitig ernten. Sobald die Kohlrabi schießen und oval werden, sind sie nicht mehr genießbar.

Ich esse Kohlrabi am liebsten froh – frisch geerntet.

  • Vorteile: wenig Pflege
  • Nachteile: müssen vor Schnecken geschützt werden, bei zu viel Regen und zu wenig Sonne unleidlich

Salat

Salatkopf

Ich nehme immer Kopfsalat und Lollo bionda. Vorteil beim Lollo: Man kann die Blätter von außen wegschneiden, und der Salat wächst weiter. Von zehn Pflanzen gedeihen bei mir acht. Nicht zu eng pflanzen, denn die Pflanzen werden später größer als gedacht. Unbedingt vor Schnecken schützen. Gießen, falls es nicht ausreichend regnet.

Sobald der Salat schießt, dass heißt aus der Mitte heraus in die Höhe wächst, wird er bitter. Also rechtzeitig ernten, wenn er eine ausreichende Größe hat.

  • Vorteile: auch gut geeignet für Balkonbeete oder -kästen; sagt, wenn er gegossen werden will
  • Nachteile: Schnecken lieben Salat

Möhren

Möhrenernte im Waschbecken

Auch Möhren sind genügsam. Allerdings werden sie nicht unbedingt so groß wie im Supermarkt. Wer sich aber mit kleinen Ergebnissen zufrieden gibt, fährt mit Möhren gut.

Ich säe Möhren im Frühjahr ein. Dann dauert es allerdings fast bis in den Herbst, bis ich sie ernten kann. Das Einsäen ist ein bisschen fummelig: Die kleinen Saatkörner in ausreichender Entfernung zu platzieren, erfordert etwas Geschick. Alternative ist ein Saatband. Das kann ich jedoch nicht empfehlen: Meine Möhrensaatbänder sind allesamt nicht angegangen.

Meiner Erfahrung nach haben Kinder großen Spaß an Möhren: Sie sind eine schöne Überraschung, wenn sie aus der Erde gezogen werden, und lassen sich dann gut essen.

  • Vorteil: gedeihen auch mit weniger Sonne, können gut mit Radieschen kombiniert werden
  • Nachteil: lange Reifezeit, es gibt wenig zu sehen

Tomaten

Garten im September: Thorsten im Gewächshaus

Tomaten eignen sich gut für den Balkon – fast sogar noch besser als für den Garten. Sie müssen geschützt stehen: Wind und Regen bekommen ihnen nicht gut. Außerdem benötigen sie viel Sonne. Wenn Sie also ein überdachtes, sonniges Plätzchen oder einen Südbalkon haben, sind Tomaten für Sie ideal. Anfängern empfehle ich, Pflanzen im Garten- oder Baumarkt oder bei der Gärtnerei des Vertrauens zu kaufen. Dann gelingen sie bestimmt.

Tomaten sollten einen ausreichend großen Topf haben. Außerdem sollten Sie die Pflanzen anbinden können. Bienen brauchen freie Fahrt; wenn Sie Zweifel haben, ob genug Bienen Ihre Pflanzen besuchen: einfach selbst mit einem Q-Tipp oder einem kleinen Pinsel nachhelfen.

Kleine Früchte sind besonders geschmacksintensiv. Besonders dunkle und gelbe Cherrytomaten kann ich empfehlen.

  • Vorteil: schmackhafte Früchte, bei guten Bedingungen reiche Ernte
  • Nachteil: brauchen viel Wasser und sind etwas wählerisch, was den Standort angeht

Viel Erfolg im Gartenjahr!

[Rezension] Ein junger Garten auf dem Land

Als ich den Garten gerade neu hatte, habe ich immer wieder nach Gartenbüchern geguckt und auch einige gekauft: zum Thema Biogarten, Kräutergarten, Bauerngarten und zur Gartengestaltung. Oft ist es aber so, dass dort zwar viele tolle Ratschläge drinstehen, dass mir im Alltag aber die Muße und die Geduld fehlt, nach Anleitung zu gärtnern. Ich bin lieber intuitiv unterwegs und nehme dabei Irrtümer in Kauf. Deshalb habe ich lange kein Gartenbuch mehr gelesen.

Dieses Buch von Christa Brand und Elke Zimmermann ist eine Ausnahme. Denn in „Ein junger Garten auf dem Land“ gibt es wenig langweilige Theorie, dafür viel Praxis und viel „mit gutem Beispiel voran“.

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Elke Zimmermann portraitiert nämlich ihren eigenen Garten in einem kleinen Dorf im Allgäu. Im Jahr 2000 zog sie mit ihrem Partner ins Hinterland des Bodensees in das Bauernhaus ihrer Urgroßeltern. Es stammt aus dem Jahr 1770. Zum Haus gehört eine große Gartenfläche, die sie 2003, also drei Jahre nach dem Einzug und nach der Renovierung des großen Bauernhauses, neu strukturierte. Heraus kam ein wunderbarer Bauerngarten.

Die Autorinnen erzählen, wie und unter welchen Gesichtspunkten Elke Zimmermann den Garten gestaltet hat, welche Pflanzen dort wachsen, wie und mit welchen Mitteln die große Fläche aufgeteilt ist und wo es etwas zu entdecken gibt. Denn es gibt viele Ecken – wie etwa ein Fensterelemente, die ein Beet schützen – die den Zauber des Gartens ausmachen.

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Das Buch gibt Anregungen, ohne belehrend zu sein. Es zeigt in vielen Fotos die Details einer gelungen Gestaltung: Beetbegrenzungen, Rasenkanten, Rankhilfen und Treppen – alles abseits der Gestaltung, die Baumärkte in petto haben. Außerdem kann man die Beete anschauen und bekommt Infos zu den Blumen, Stauden, Gräsern und Büschen, die dort wachsen.

Christa Brand, Elke Zimmermann: Ein junger Garten auf dem Land. Ideenreich, lebendig, farbenfroh. DVA. Preis: 19,90 Euro

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Pflanzensouvenire aus Teneriffa

Vor Weihnachten war ich auf Teneriffa, um zu wandern und Sonne zu tanken.

In einem der vielen Souvenir-Läden bin ich dem Touristenvirus erlegen und habe einen Dreierpack Pflanzen gekauft. So Töpfchen, die man mit ins Handgepäck nehmen darf, verkauft am Flughafen und im Loro Parque, mit Plastikummantelung und einem „Alles okay“ vom Zoll. Sie waren gut verpackt, aber ich hatte trotzdem nicht viel Hoffnung, dass sie überleben.

Aber doch! Sie haben den Flug bestens überstanden und gedeihen nun prächtig auf der Fensterbank.

Pflanzensouvenir aus Teneriffa, gedeihlich auf der deutschen Fensterbank

Was es für Pflanzen sind (Strelizie? Kamelie? Dings? – Himmel! Ich kann mir so schlecht Pflanzennamen merken!) habe ich vergessen. Es wird also eine Überraschung.

Bleiben Sie also dran, wenn wir demnächst der Frage nachgehen: Was hat Vanessa importiert?

Wo sind die Singvögel hin? Interview mit einem Dompfaff

Viele Gärtnerinnen und Gärtner sind irritiert: In diesem Winter gibt es sehr wenige Singvögel. Schuld ist nicht etwa die Vogelgrippe. Sie kann Singvögeln nichts anhaben. Vielmehr sehen Experten die Ursache im nasskalten Frühjahr 2016. Das Gärtnerinnenblog hat mit einem Dompfaff gesprochen. 

Herr Dompfaff, schön, dass Sie wieder da sind.

Ich freue mich auch. Es ist doch nirgendwo schöner als in der Heimat.

Wir haben uns schon gewundert, wo Sie und Ihre Singvögelkollegen abgeblieben sind. Der Naturschutzbund Deutschland hat Sie sogar zählen lassen

Das habe ich auch gehört. Ich kann natürlich nicht für meine Kameradinnen und Kameraden sprechen. Ich weiß, dass einige von ihnen das günstige Zinsniveau genutzt haben und sich vor dem Winter überall Immobilien gesucht haben, auch im europäischen Ausland. Ich selbst war für einige Zeit in Bad Orb.

Im Spessart? Zum Urlauben?

Nicht wirklich. Ich hatte über den Sommer stark zugelegt und musste mich deshalb zum Abspecken in eine Klinik begeben.

Sie saßen gerne am Futtertrog. Hier ein Bilddokument aus September.

Es war gesellig. Neben mir, das ist mein Freund Dennis aus Herne. Er kam jedes Wochenende. Damals war er noch Junggeselle. Da haben wir es halt krachen lassen.

Dennis musste aber nicht zur Kur. 

Dadurch, dass er regelmäßig die Strecke von Herne nach Dortmund und zurück flog, hielt sich die Gewichtzunahme bei ihm in Grenzen. Außerdem arbeitet er bei der Luftüberwachung. Da sitzt er wenig auf dem Ast.

Sie sind Schreibtischtäter?

Ich arbeite in der Jugendhilfe. Aufgrund der kalten Witterung im vergangenen Frühjahr hatte ich wenig Kundschaft und entsprechend nichts zu tun. Das drückte mir aufs Gemüt. Die ganzen Schicksalsschläge in meinem Garten. Schrecklich.

Sie hatten also auch psychische Probleme. 

Natürlich. Das steckst du nicht so einfach weg, wenn im Nest neben dir die Küken sterben. Ich selbst hatte ja 2016 noch keine Partnerin, also auch keine Familie. Einerseits: Was du nicht hast, kann dir nicht genommen werden. Andererseits hat mich das Single-Dasein seelisch belastet. Ich habe mich minderwertig gefühlt und versucht, diese Lücke in meinem Herzen mit Körnern zu füllen.

Hat die Kur denn etwas gebracht?

Absolut. Ich habe 6 Gramm abgespeckt und habe jetzt Idealgewicht. Psychisch geht’s mir auch besser.

Der Spessart ist nicht gerade um die Ecke.

Das war Teil der Therapie. Wir mussten eigenorganisiert anreisen …

Also selbst fliegen.

Genau. Das war ein Brett. In der ersten Etappe habe ich es gerade mal bis Aplerbeck geschafft.

Das ist der Nachbar-Vorort hier Dortmund, 500 Meter die Straße runter.

Es war erniedrigend. Denn seien wir ehrlich: Nach Aplerbeck, da kannst du hinspucken. Heute ist das nur ein Hopps für mich, das fliege ich mit einem Flügel. Aber seinerzeit …  Naja, ich hab’s durchgezogen. Es war schließlich offensichtlich, dass es so nicht weitergehen konnte. Ich musste dringend fitter werden.

Auch wegen der Nachbarskatzen.

Ihr Menschen denkt, Moritz und Leo seien süß und kuschelig. Aber es sind Bestien. Im vergangenen Herbst haben sie meinen Schwager erwischt. Sie haben ihn brutal zerbissen, seine Leiche geschändet und dann liegenlassen. Meine Schwester ist bis heute nicht darüber hinweg. Erst die Kinder erfroren, dann der Mann totgebissen. Sie geht jetzt in so eine Angehörigengruppe. Ich hoffe, es hilft ihr.

Was sind Ihre Pläne fürs Frühjahr?

In Bad Orb habe ich meine große Liebe gefunden. Wir wollen eine Familie gründen.

Hier in Dortmund?

Sie kommt aus Gelsenkirchen. Wir sind uns noch nicht einig.

Was tun Sie beide, um dem Jojo-Effekt zu entgehen?

Ich selbst esse nur noch kleine Portionen, Hirsekörner zum Beispiel. Keine Sonnenblumenkerne und auch kein Fettfutter. Im Frühjahr möchte ich bei Flugwettbewerben mitmachen. Meine Partnerin geht regelmäßig zum Zumba.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg. 

Dankeschön. Wir sehen uns.

Überwinterung am Limit

Zwar wohne ich nicht in der Südantarktis, und auch sonst ist das Wetter in Dortmund eher mild bis schmuddelig. Trotzdem hängen mein Zitronenbäumchen und meine Agapanthen ganz schön in den Seilen.  Denn die vergangenen Wochen waren ungewöhnlich kalt: Nachts deutliche Minus-Tempraturen, und auch tagsüber kaum über Null.

Garten im Winter, mit Rauhreif

Natürlich habe ich Maßnahmen ergriffen, auch dank Hinweisen hier im Gärtnerinnenblog: die Töpfe erst mit Luftpolsterfolie umwickelt und später auch ins Hochbeet eingegraben. Denn die Erde dort war nicht gefroren.

Luftpolsterfolie im Zitronenbaum

Die Pflanzen selbst habe ich später noch mit lichtdurchlässigem Vlies geschützt – auf dass es zumindest ein bisschen was nütze. Im Gewächshaus selbst ist es ja windstill. Das sollte also gehen.

Es ging aber nicht.

Der Agapanthus ist eigentlich genügsam: Es darf ruhig mal frieren, und wenn Wasser fehlt, meldet er sich. Doch trotz der Maßnahmen froren sowohl bei den Agapanthen als auch beim Zitronenbaum die Ballen ein. Bei den beiden Agapanthen wurden die Blätter braun und schlabbrig. Sie sahen so bemitleidenswert aus, dass ich sie ins Haus holte.

Im Topf der zweiten Pflanze waren allerdings Ameisen, weshalb ich sie wieder ausquartieren musste. Sie und das Zitronenbäumchen leben seither in der Garage. Dort ist es dunkel, und ja, ich weiß, das ist nicht ideal. Aber die Alternative wäre gewesen, dass sie erfrieren.

Agapanthus Eins – der, der im Haus bleiben durfte – geht es inzwischen wieder gut: Er hat zwar deutlich Federn gelassen, aber es kommen neue Triebe. Seitdem es nicht mehr friert, steht er wieder draußen auf der Terrasse.

Überwinterter Agapanthus

Agapanthus Zwei und der Zitronenbaum ziehen am Wochenende zurück in den Garten. Ich wage kaum, einen Blick auf sie zu werfen.

Die Dortmunder Gartenpläne für 2017

Schild mit Aufschrift "Salat" im gefrorenen Beet

Der Garten liegt noch in tiefen Schlummer. Aber die Gartenpläne für 2017 reifen schon.

Spektakuläre Bauarbeiten stehen nicht an. Dafür viele kleine Verbesserungen:

  • Den Rasen wieder zu Rasen machen. Ein bisschen Klee stört mich ja nicht. Gänseblümchen finde ich auch super. Aber die Grashalme zwischen Klee, Moos, Löwenzahn und Gänseblümchen kann ich aktuell wirklich zählen. Da wird etwas passieren: vertikutieren, einsäen, das ganze Programm.
  • Gewächshaus abdichten. Es regnet immer noch rein, die Fenster im Dach sind nicht dicht. Wir werden das Dach erneuern: Fenster raus, Holz runter und Kunststoff drauf. Dann haben die Thorstis auch nochmal etwas mehr Licht.
  • Kartoffeln anbauen. Vatta fordert seit eineinhalb Jahren vehement Kartoffeln ein. In 2016 habe ich ihm seinen Wunsch nicht erfüllt, dieses Jahr führt kein Weg mehr daran vorbei, sonst ist der Familienfrieden arg gefährdet.
  • Bepflanzung weiter optimieren. Nach dem Gartenumbau habe ich in 2016 viele Pflanzen gesetzt – 90 Prozent Stauden und Winterhartes, Rosen, Lavendel, Hortensie, Gräser, Bleibendes halt. Ich bin gespannt, was in 2017 tatsächlich wiederkommt und wie es sich macht. Oft ist es ja so, dass das Pflanzjahr ausbaufähig ist und die Blümkes im zweiten Jahr richtig loslegen. Ich werde mir das im Frühsommer anschauen und dann noch ein paar schöne Pflanzen dazukaufen.
  • Keine Tomaten einsäen. Sondern als Pflanzen kaufen. In 2016 war ich mit den Thorstens deutlich zu spät dran: Eingesät erst im April, haben sie lange gebraucht, um heranzureifen. Der kühle Frühsommer tat sein Übriges. Das Tomatenjahr war insgesamt schlecht. Mal schauen, ob ich mit Pflanzen besser fahre. Ich werde dazu eine Gärtnerei besuchen, die verschiedene alte Sorten züchtet.

Der Dortmunder Garten im November

November. Der Monat, der mir zeigt, warum der Sommer so schön ist. Und das Frühjahr.

Obwohl: Wenn es stürmt, mag ich den November. Und wenn es Frost gibt, auch. So wie an diesem Morgen:

Der Garten im November: Morgendliches Gartenpanorama

Schon sehr schön, was die Natur so macht:

Der Garten im November: Frost an Strauch

Der Garten im November: Frost an Blättern

Der Garten im November: Frost an Dickblattgewächsen

Der Garten im November: Frost an Husarenköpfchen

Derweil sind im Beet einige Blumenknollen gesprossen. Manchmal verstehe ich nicht, was sich die Blümchen dabei denken.

Im September standen in einem anderen Beet plötzlich Hyazinthen – aber nur die Blätter, keine Blüten. Jetzt das hier. Irgendwas geht da durcheinander:

Der Garten im November: Knospende Blumenzwiebeln

Am heutigen Sonntag habe ich den Garten zurückgeschnitten: die Lilien, die schon gelb waren, die Herbstanemonen, die verblüht waren, die Rosen, die nun in den Winterschlaf gehen. Außerdem habe ich die Leichen des Frostes entsorgt: Minze, Husarenköpfchen und anderes, einjähriges Blühzeug. Dabei entdeckt: Pilze.

Der Garten im November: Pilze am Baumstamm

Der Garten im November: Pilze am Baumstamm

Der Kohl, den ich als Kohlrabi gekauft habe und der etwas anderes geworden ist (Vielleicht doch kein Weißkohl? Eher Spitzkohl?), ist fast fertig. Am kommenden Wochenende werde ich wohl den ersten ernten und mal nachschauen, was sich mit ihm machen lässt.

Der Garten im November: Kohl

Allen noch einen gemütlichen November!

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Tomaten nachreifen lassen

Die Tomatenpflanzen im Gewächshaus sind platt und leben jetzt ihr zweites Leben auf dem Kompost.

Thorsten hatte aber noch einige Früchte am Start. Die wohnen jetzt gemeinsam mit Äpfeln in einer Plastiktüte auf der Küchenfensterbank – zum Nachreifen.

Tomaten nachträglich mit einem Apfel reifen lassen

Im vergangenen Jahr hat das sehr gut geklappt: Die Tomaten sind alle noch rot geworden. Geschmacklich war’s zwar keine Offenbarung, aber durchaus okay. Zum Kochen und für aufs Brot hat’s gereicht.

Der Garten schaut jetzt sehr trist aus, November halt. Ich mache demnächst Fotos für die Rubrik „Der Garten im November“, aber ich warne schonmal vor: Es wird kein Freudenfest.

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Auf der anderen Seite ist das Gras immer grüner

Gerne hätte ich Euch jetzt hier mit fertigen Sachen beglückt – mit einem fertigen Baumhaus, mit fertigen Beeten und einem gut gefüllten Vorratskeller.

Aber es ist ja immer so: Irgendwas ist immer, das einen von der Gartenarbeit abhält. Zum Beispiel Arbeit, Herbstgrippe, Termine oder auch Kindergeburtstage. Die im eigenem Garten natürlich mehr Spaß bringen als angespannt in der Mietwohnung darauf zu warten, dass jemand von unten mit dem Besen an die Decke kloppt. Jedenfalls wissen wir jetzt, dass der Rasen wilde Fußballturniere aushält und das Baumhaus auch zehn aufgedrehte Kinder gleichzeitig ziemlich gut bewältigen kann. Vorsorglich haben wir über der Rutsche, im Fenster zum Hof und über dem Aufstieg aber noch Sicherungen angebracht. Und der Auffangbambus im unteren Rutschenauslauf hat auch nur Vorteile – man fällt weicher.

Regenschutz, farbiger Anstrich und Inneneinrichtung hingegen wurde bislang noch vernachlässigt und warten auf einen Zeitslot.

baumhaus_herbst

Dem Rasen gehts prima und die diversen Freihanddüngeaktionen und sogar meine Kellerregal-Entschimmelungsaktion mittels Essigessenz hat er prima weggesteckt. Allerdings: An dem Tag, als der Rasen im Frühjahr gesät wurde, war es sehr, sehr windig. Sehr windig. Aber Horst und seine Freunde wollten fertigwerden und streuten also großzügig Rasensamen. Was dazu führte, dass er die zuvor sehr sorgfältig festgespeisten Kantsteine ignorierte und unbeschwert auf die andere Seite Richtung Hecke rübermachte. Anfangs haben wir die kleinen Grasemporkömmlinge ignoriert, dann milde belächelt, anschließend mahnend angeschaut und schließlich verwünscht. Denn jenseits, wo sie nicht sein sollen, haben sie sich nun prächtig unter die anderen Gräser und den zarten Salbei gemischt und denen das Leben schwergemacht:

hecke_herbst

Dafür hat der ohnehin zur Trockenheit neigende Bereich an der anderen Seite des Kantsteins gelitten, also da, wo Rasen sein soll, so dass wir da kürzlich nochmal eingegriffen und nachgesät haben.

rasenkante

Wenigstens geizt die Hecke nicht mit Herbstleuchten und zeigt sich in den wildesten Gelbtönen. Auch schön. Wobei die Nachbarn alle noch wesentlich mehr grün an der Hecke ihr eigen nennen können. Naja.

Übrigens Tomaten haben wir dieses Jahr auch gepflanzt, darüber habe ich bislang aber den Mantel des Schweigens gehüllt, auch weil hier an anderer Stelle Thorsten und Kollegen zuverlässig wie immer ganz famose Ergebnisse abgeliefert haben. Äh, jedenfalls waren unsere Tomatenpflanzen zu eng gesetzt und hatte auch nicht das nötige Licht. Deshalb haben es nur etwa zehn Exemplare auf den Teller geschafft, und das wegen urlaubsbedingter Abwesenheit auch noch auf den von Schwiegers.

Und den Rest der Tomaten haben die Schnecken gefressen und das war dann auch doof. Immerhin sind die Restpflanzen sie jetzt immernoch grün und wagen es nicht zu welken. Und ich wage es nicht, sie zu entwurzeln. Win-win.

tomaten_herbst

Der Lavendel und das Ziergras blühen schon seit Monaten und wenn man bedenkt, wie klein beide angefangen haben, ist das doch ein ganz schöner Anblick.

lavendel

Wir nähern uns jetzt jedenfalls mit großen Schritten der Winterzeit, aber da kann man ja auch mal ein paar grobe Aufgaben angehen. Rasen mit dem Spaten ausgraben zum Beispiel. Oder Dachpappe festnageln. Oder planen, welche kulinarischen Aufzuchtexperimente im Bereich Obst und Gemüse im nächsten Jahr hier stattfinden sollen. Zeit ist ja jetzt, der nächste Kindergeburtstag ist erst im Frühsommer.

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