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Insektenfreundliche Pflanzen und Blumen

Die FAZ nennt es eine „schleichende Katastrophe“: Es gibt immer weniger Insekten. Die Gründe sind intensive Landwirtschaft, Monokulturen, zu wenig Hecken und Blühstreifen und Pestizide.

In meinem Garten versuche ich, dagegen zu halten. Ich habe Rosen, Hortensien, Rittersporn, Hosta, jede Menge blühendes Zeug im Steingarten, außerdem Dahlien und allerlei einjährige Topfflanzen. Einige meiner Pflanzen sind bei Insekten besonders beliebt.

Lavendel

Der klare Spitzenreiter. Er schlägt alle. Im blühenden Lavendel ist von morgens bis abends ein Gebrummsel und Gesummsel – das ist total irre. Manchmal sind zehn, zwölf Hummeln gleichzeitg da.

Oregano

Im Juli blüht der Oregano und macht dem Lavendel Konkurrenz. Im Beitrag zur Kräuterspirale schrieb ich es schon: ein Flugbetrieb wie im Rhein-Main-Gebiet.

Schmucklilie (Agapanthus)

Insektenfreundliche Pflanzen: Agapanthus

Sie steht im Topf auf der Terrasse und blüht im Juli/August. Sobald die Blüten geöffnet sind, ist hier Hochbetrieb.

Eisenhut

Insektenfreundliche Pflanzen: Eisenhut

Der Eisenhut steht im Schattenbeet. Er bildet lange Blütenstände und lockt viele Insekten an. Weil er vor dem Schlafzimmerfenster steht, habe ich ein Insektennetz in den Fensterrahmen eingezogen. So verirren sich die Brummer nicht ins Haus.

Zierlauch

Insektenfreundliche Pflanzen: Zierlauch

Ganz große Sache! Zierlauch, ob groß oder klein, findet einen Riesenanklang bei Bienen und Hummeln. Übrigens auch in Kräuterform: Der blühende Schnittlauch war der Renner.

Himbeeren

Insektenfreundliche Pflanzen: Himbeere

Die Himbeerblüte ist (fast) vorbei. Doch noch vor einem Monat war an der Garagenwand, an der die Himbeeren ranken, ein großes Hallo. Entsprechend viele Himbeeren habe ich.

Kann ich das wieder Gutmachen ??

Ich habe Euch seit Anfang der Gartensaison vernachlässigt und es tut mir unendlich leid.

Die neuen Aufgaben im Job (erweitertes Hamsterrad) und der viele Urlaub dieses Jahr (10 Wochen) nagen extrem an meiner Freizeit für Garten, bloggen und vielem anderen. Zusätzlich hilft es auch nicht neue Aktivitäten auszuprobieren (Kajak-Schnupperkurs), von denen man von vornherein weiss das man sie eigentlich nicht auch noch unterbringen kann, auch wenn sie extrem viel Spass machen.
Dazu kommt ein sehr schönes und ertragreiches Gartenjahr (laut auf Holz klopfend!!) im Gegensatz zu dem letzten verregnetem und von Schnecken verfressenem.
Also zwischen meinen Urlauben muss ich dann richtig ran, die Schwiegermutter meint ich komme grade nur zum Ernten und so ein kleines bißchen hat sie Recht. Ein wenig Alibi-Unkraut rupfe ich aber schon zwischendurch.
Dann bin ich gegen 21:00 Uhr zuhause und muss ja alles noch verarbeiten, einkochen, blanchieren etc. Danach falle ich dann nur noch in mein Bett, an soziales ist nicht mehr zu denken.
Was schön ist, dass der Ex-Mann meine Giessdienste während meiner Abwesenheiten übernimmt. Es läuft gut.
Mein Wassermelonenexperiment lässt sich gut an, ebenso der Mangold. Der Tipp neben dem Mangold Starkzehrer wie Sellerie zu setzen war echt super. Nun wächst er nicht mehr so schnell in die Höhe und ist kräftig und geschmackvoll.
Neben die Auberginen haben wir einen Lavendel gesetzt, um Bienen und Hummeln zum bestäuben anzulocken, hat auch gut geklappt, es sind etliche Früchte dran. Vorsichthalber habe ich aber doch ein bißchen geschüttelt, letztes Jahr war nur eine ! Frucht dran.
Zucchini wächst ja eh wie Unkraut, da reden wir gar nicht drüber.
Und Bete aller Art hatte ich im Frühjahr gepflanzt, Rote Bete, Ringelbete, und Gelbe Bete. Die scheinen sich sehr wohl zu fühlen, der Hammer, und die Vorfreude ist groß.
Auch die Kohlrabi waren dieses Jahr geschmacklich noch besser als sonst, und Null holzig. Und schöne Möhren wird es geben, letztes Jahr waren sie nicht angegangen.

Ich gelobe Besserung, wirklich.

Die Kräuterspirale 2017 – nur echt mit Oregano

Es ist so super. Die Kräuterspirale explodiert grad. Eine Dschungelspirale!

Überraschung des Jahres: Oregano. Den gab’s im Vorjahr schon. Er hat den Winter überlebt, und das feiert er nun mit gigantischem Wachstum.

Schnittlauch und Oregano in der Kräuterspirale

Oregano (oben), Schnittlauch (unten) – Anfang Juni 2017

Seit Mitte, Ende Mai wächst das Zeug schneller als die Hipsterbärte in Berlin – in die Höhe und in die Breite. Seit zwei Wochen blüht der Organo – und die Hummeln flippen völlig aus. Ein Luftverkehrsaufkommen wie im Rhein-Main-Gebiet.

Kräuterspirale im Juli 2017 - nach einem Tag Regen

Juli 2017 – nach einem Tag Regen

Was kann man mit Oregano tun?

Pizza: Er passt natürlich wunderbar auf Pizza. Blätter abzupfen, hacken, die fertige oder fast fertige Pizza bestreuen oder den Oregano vorher in die Tomatensoße mischen.

Pastagerichte: Bestreuen oder in die Tomatensoße rühren.

Spargel: Die Spargelzeit ist leider vorbei. Trotzdem ein Geheimtipp: Oregano an den Spargel geben und grillen – oder imBackofen backen. Super. Geht gut mit Olibenöl, Zitrone und Parmesan. Oder ganz klassisch mit Butter.

Omelett oder Rührei: Mal eine andere Geschmacksnote für Eierspeisen – einfach ins Ei einrühren und normal zubereiten. Wer Lust hat, auch mit Kirschtomaten oder Paprika.

Oregano büßt beim Kochen nicht an Aroma ein. Er kann also ruhig schon während des Kochens verwendet werden.

Probieren Sie es einfach mal aus. Ich kannte Oregano nur als Pizzagewürz und war ganz überrascht, was es alles kann.

Kompost: Das erste Mal nachgeschaut

Vor einer Woche habe ich zum ersten Mal den Kompost geöffnet.

Seit ungefährt drei Jahren befülle ich ihn. Ich haben ihn nie umgeschichtet (aus Faulheit und Platzmangel), sondern immer draufgekippt.

Manchmal, nachdem ich mal wieder Eimer für Eimer auf den Kompost geworfen hatte, dachte ich: Das sackt nie zusammen! So groß war der Haufen an Gras und Grünschnitt. Doch es sackte jedesmal ein. Zwischendurch habe ich mal Humofix reingekippt. Das soll den Zersetzungsprozess beschleunigen und verbessern. Tat es auch!

Um nun den Pflanzkübel vor dem Gewächshaus zu füllen, haben wir den Kompost geöffnet und mit der Forke von unten etwas rausgenommen. Es war tatsächlich Humus.

Auf dem Bild sieht es gröber aus, als es tatsächlich war: In der unteren Hälfte es Komposts, hinter den Zweigen im Bild, war fast komplett feine Erde, nur ein wenig durchsetzt mit einigen Ästen, Eierschalen und ein bisschen Heidekraut, das es noch nicht ganz zur Wiedergeburt geschafft hat. Ansonsten tipptopp.

Nur die Asseln fanden die Aktion nicht so super: Ruhestörung!

Nach dem Befüllen des Kübels – die Tomaten haben auch etwas abgekriegt – haben wir das Gitter wieder vor den Kompost gemacht und ein bisschen nachgestochert. In den nächsten Wochen wird das Grüngut bestimmt deutlich absacken.

Die langen Dingsies haben sich verdoppelt

Vielleicht erinnern Sie sich: Im Winter 2015 hatte ich Blumenzwiebeln vergraben. Im vergangenen Sommer kamen im Rosenbeet neben der Terrasse zwei lange Dingsies aus der Erde. Sehr lange Dingises. Wie sich herausstellte, war es sowas wie Riesenallium.

Jetzt sind die Dingsies wieder da – und haben sich sogar verdoppelt: Es sind nun derer vier.

Riesenallium im Rosenbeet

Was planen sie? Weltherrschaft?

Das Schattenbeet: Vom hässlichen Entlein zum Schwan

Lange war das Schattenbeet mein Sorgenkind: Ich hatte keine Ideen, wie ich es bepflanzen sollte. Im vergangenen Jahr habe ich mich dann rangemacht – auch nach ein paar Tipps hier – und habe Pflanzen auszusuchen, die gut Schatten vertragen.

Jetzt ist es ein richtig tolles Beet!

Die Pflanzen gedeihen prächtig – und haben sich ihren Platz erobert. Es sind der blaue Eisenhut, zwei Funkien, Farn und zwei Sorten Gräser: Seggen und Reitgras.

Die Gräser vermehren sich wie wild: Ich habe schon mehrmals Teile abgestochen und an andere Plätze im Garten umgesiedelt, damit sie auch dort gedeihen. Zum Herbst hin werde ich sie an Freunde verschenken, denn sie machen sich gut im Winterkübel.

Der Eisenhut blüht sehr schön und genügsam im Schatten. Die Staude wächst so hoch, dass ich sie aus dem Schlafzimmerfenster heraus sehen kann. Das macht morgens direkt gute Laune!

 

Farn wächst in meinem Garten an verschiedenen Stellen, vor allem im Schatten. Er hat sich selbst gesät. Ich habe ihn ausgestochen und ins Schattenbeet gesetzt. Dort gedeiht er nun prächtig – und an den bisherigen Stellen wundersamerweise auch. Farn ist einfach unausrottbar.

Schattenbeet

Gerade erobert er auch die Steinmauern im Garten und wächst gemeinsam mit den Dickblattgewächsen aus den Ritzen. Das schaut sehr hübsch aus.

Fast ist es nun so, dass mein Schattenbeet das hübscheste Beet im Garten ist. Vom hässlichen Entlein zum Schwan!

Der Dortmunder Garten im Juni – nach dem Sommerregen

Der Juni ist einer meiner Lieblingsmonate: Niemals sind die Tage länger. Der Garten steht in voller Pracht. Die ersten Früchte werden reif. Die Vögel und Eichhörnchen sind ständig unterwegs. Es gibt jeden Tag etwas Neues zu entdecken.

Gartenpanorama von der Terrasse aus

Das Wetter lässt es zu, dass der große Tisch draußen bleibt: Es ist fast durchgehend warm. Gerne sitze ich draußen, arbeite, lese – oder frühstücke. Nur regnen tut es selten: Ich musste schon oft den Garten wässern.

Die nächsten Fotos entstanden deshalb nach einem Sommergewitter. Schade, dass Sie den Garten nicht riechen können!

Für die Terrasse habe ich eine rankende Fuchsie gekauft. So toll! Ich mag Fuchsien sehr. Vielleicht, weil während meiner Kindheit auch immer ein großer Kübel mit Fuchsien auf der Terrasse des Elternhauses stand.

Fuchsie auf der Terrasse, dahinter Rosen

Dahinter die Rosen: Sie sind dick und duftig. Ich habe sie bewusst ausgewählt, um nahe an der Terrasse zu stehen. So kann ich sie den ganzen Sommer genießen. Das ist überhaupt das Tolle an Rosen: Sie benötigen kaum Pflege, sind winterhart, können gut Trockenzeiten überstehen und blühen vielen Monate.

Rose vor Kompost und Gartenhaus

An der Seite des Hauses steht auch ein schönes Exemplar – schon seit wir die Wohnung gekauft haben. Sie stammt noch von den Vorbesitzern.

Dahinter steht der Kompost: Er ist im Sommer immer voll – fällt aber auch schnell in sich zusammen. Vor dem Kompost wachsen die Erdbeeren.

Erdbeeren mit Gartenhandschuh

Ich konnte schon die ersten Früchte ernten. Wahnsinn, wie aromatisch sie sind! Neben den Erdbeeren ranken einige Himbeeren. Auf sie passe ich höllisch auf: Sonst wuchern sie alles zu. Die Himbeeren sind sehr beliebt bei den Bienen und Hummeln.

Ein Insektenparadies ist auch der Lavendel.

Lavendel und Rosen

Ich habe zwei große und mehrere kleine Lavendel im Garten. Die kleinen stehen mit Rosen zusammen. Das bewahrt sie vor Läusen.

Das Schöne am Sommer ist auch die Wäscheleine.

Blick aufs Gewächshaus

Im Garten getrocknete Wäsche riecht einfach viel besser als übliche Wäsche. Oder bilde ich mir das nur ein?

Das Gemüsebeet wird üppiger und üppiger. Zucchini und Kürbis lieben es warm und feucht. Entsprechend motiviert sind sie zurzeit.

Gemüsebeet mit Zucchini, Möhren, Kürbis und im Hintergrund Salat

Wie immer habe ich mit drei Zucchinpflanzen wieder zu viel angebaut. Doch wenn aus allen drei Kernen Pflanzen werden? Ich bringe es einfach nicht übers Herz, die kleinen Zucchinibabys auf dem Kompost zu beerdigen, bevor ihr Leben richtig begonnen hat.

Dieses Jahr gibt es mehr Kürbispflanzen als sonst. Ich habe Kürbis sehr schätzen gelernt, seit ich ihn selbst anbaue. Im Angebot: Hokkaido und Atlantic Giant.

Im Vordergrund sind Möhren und noch ein paar Radieschen. Im Hintergrund: die letzten drei Kopfsalate.

Seltene Kartoffelsorten: Ich werde Knollen-Züchterin

Anfang des Jahres lag mir Vatta in den Ohren: „Bau doch mal Kartoffeln an. Ich möchte Kartoffeln.“

Sein Kumpel, ebenfalls Rentner, hatte im Jahr zuvor welche angebaut, ihm einige abgegeben, und der Geschmack muss ein Geschenk Gottes gewesen sein. Vatta war total angefixt. Das sei doch auch etwas für mich, sagte er. Und meinte: für ihn.

Ich selbst bin nicht unbedingt Kartoffel-begeistert. In meiner Kindheit hatten wir ein Kartoffelschoss im Keller und immer Kartoffeln im Haus. Ständig gab es Kartoffeln. Mit Soße, ohne Soße, als Salzkartoffeln, Pellkartoffeln, Bratkartoffeln, Stampfkartoffeln, als Kartoffelsuppe, Kartoffelpuffer und Kartoffelauflauf. Als ich auszog, bin ich erstmal  für mehrere Jahre auf Abstand zur Kartoffel gegangen – totale Kartoffelabstinenz.

Heute esse ich sie manchmal ganz gerne. Insgesamt ist meine Kochkultur aber bunt; ich esse Reis, Pasta – und ganz oft auch gar keine Sättigungsbeilage. Jedenfalls sind selten Kartoffeln dabei.

Aber gut. Für Experimente bin ich ja immer offen. Doch wenn schon Kartoffeln, dachte ich mich, dann Sorten, die man nicht im Supermarkt kaufen kann. Also orderte ich auf Empfehlung hier im Blog (durch Isabel vom Freigarten) Pflanzkartoffeln:

Rote Emmalie eingraben

Die Rote Emmalie

Ich entschied mich für andersfarbige Sorten:

  • Rote Emmalie
  • Blauer Schwede und
  • Blaue Anneliese

Außerdem bestellte ich noch Linda, den Klassiker.

Dann las ich nach, wie man Kartoffeln anpflanzt. Ich hatte aus irgendwelchen Gründe die Vorstellung, das sei wahnsinnig kompliziert: ständig müsse man nachsehen und etwas anhäufeln. Das stimmt auch. Es ist aber weder schwierig noch aufwändig.

Zuerst ließ ich die Kartoffeln keimen – bei Licht, auf der Fensterbank. Das dauert ungefähr zwei Wochen. Dann grub ich Furchen, legte die Kartoffeln hinein und häufelte Erde darauf.

Wenn die Blätter aus der Erde schauen, soll man regelmäßig weiter Erde anhäufeln. So bildet die Pflanze möglichst viele Tochterknollen.

Kartoffelpflanzen gucken aus der Erde

Der Versuch, Erde anzuhäufeln

Das funktionierte so mittelgut. Irgendwann konnte ich nicht mehr häufeln, weil die Erde einfach runterrieselte – und weil die Menge an Erde einfach begrenzt ist. Ich nehme jetzt erstmal, was kommt. Wenn ich nur doppelt so viel rausbekomme, wie ich eingepflanzt habe, reicht mir das schon.

Man kann Kartoffeln auch im Erdsack anbauen, sogar auf dem Balkon. Dann geht das mit den Anhäufeln besser.

Inzwischen stehen die Pflanzen kniehoch. Die ersten von ihnen blühen.

Kartoffelpflanzen im Garten

Kartoffelplantage

Blühende Kartoffelpflanze

„Das ist blaue Kartoffel.“ – „Und was macht sie?“ – „Sie blüht blau.“

Vatta kommt regelmäßig vorbei, wirft einen prüfenden Blick auf seine Knollen und nickt zufrieden.

Sonnige, luftige Einzimmervilla im Skandinavienstil, großzügiger Südbalkon

 

Die geräumige, luftige und perfekt ruhig gelegene Villa (Erstbezug 2016) ist komplett aus Holz gebaut und innen mit einem komfortablen, weichen, outdoortauglichen Teppich in waldgrün ausgelegt. Zwei Fenster in Ost- und Südlage ermöglichen eine schöne, weite Aussicht und Lichtgarantie, solange es Tag ist. Eine große Eingangstür gewährleistet jederzeit Zutritt. Handgenähte Vorhänge mit Baumwollstoff aus einem großen schwedischen Showroom runden das Gesamtbild ab. Ein Stromanschlus ist geplant, wurde aber bislang ob der unterschiedlichen Meinungen der jetzigen Mieter bezüglich der Medienausstattung nicht bewilligt. Sanitäre Anlagen sind für den kleinen Bedarf direkt unter dem Objekt zu finden, für größere Geschäfte ist die WC-Abteilung in etwa 10 Sekunden Fußweg zu erreichen. Wasser kommt bei Regenwetter automatisch von oben und kann mit der Zunge bei Bedarf aufgefangen werden, ansonsten ist ein Schlauch in Reichweite.

Der großzügige Südbalkon lädt zum längeren Verweilen ein, von hier hört man Vogelstimmen aller Art und auch ein sportliche Betätigung in Form von hochklettern-rutschen-hochklettern-rutschen-hochklettern-rutschen ist jederzeit möglich. Eine Küche befinden die jetzigen Mieter nicht für nötig, werden doch Snacks vom Service bei Bedarf direkt hochgereicht.
Es besteht eine sehr gute Hausgemeinschaft mit allen Vögeln der Nachbarschaft – diese haben besonderen Wert auf Corporate Identitiy gelegt und deshalb darauf bestanden, Ihren Supermarkt farblich der Villa anzupassen.

So oder so ähnlich war die Annonce wohl versehentlich in den Medien „Wespenimmobilien aktuell“, „Insektimmoscout“ und „Neue Wespfälische“ abgedruckt. Sonst würde sich diese stete Ansammlung von Wespennestern in dem Objekt nicht erklären. Also bitte, liebe Medien, nehmt die Anzeige wieder raus, es reicht. Wir stellen demnächst ein Insektenhotel auf, da finden dann alle anderen einen schönen und artgerechten Platz.

Agapanthus: Schmucklilie teilen und vermehren

Garten im Juli: Agapanthus

Vor drei Jahren habe ich einen Agapanthus, eine Schmucklilie, geschenkt bekommen. Inzwischen habe ich drei – denn ich habe sie zweimal geteilt. Das letzte Mal vor ein paar Wochen, in Vorbereitung auf das neue Gartenjahr.

Die Schmucklilie bildet sehr viele Wurzeln. Mit der Zeit hat sie kaum noch Platz im Topf, Kunststofftöpfe sprengt sie sogar. Fast der ganze Topf besteht dann aus Wurzeln. Wenn das so ist, hat der Ballen kaum mehr Platz. Das ist nicht gut für die Pflanze: Sie verkümmert.

Deshalb teile ich Schmucklilien regelmäßig.

Agapanthus: Schmucklilie zwischen zwei Stöcken mit dem Spaten teilen

Dazu löse ich sie aus dem Topf und lege den Ballen in ein Beet. Mit dem Spaten teile ich den Ballen robust zwischen zwei Stöcken.

Jede Pflanze pflanze ich dann in einen eigenen Topf.

Agapanthus: Geteilte Schmucklilie im Kübel

Die erste Trennung haben die Schmucklilien schadlos überstanden. Ich bin deshalb sehr zuversichtlich, dass es diesmal wieder so sein wird. Lediglich der Blütenstand war im Jahr nach der Trennung kleiner als im Folgejahr.

Während die Pflanze auf den Bildern den Winter gut überstanden hat, hat ihr Bruder mehr gelitten: Alle Blätter sind braun geworden. Ich habe die Blätter allesamt entfernt und hatte Sorge, dass die Pflanze eingeht.  Inzwischen wachsen sie aber bereits wieder.

Agapanthus: Schmucklilie erholt sich

Die zweite Schmucklilie teile ich dann im nächsten Jahr. Jetzt soll sie sich erstmal erholen.

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