Blumenwiese

Blumen, Büsche, Stauden, Rasen und sonstigen Zierrat.

Schlüpfende Schneeglöckchen

Kaum war der Schnee da, ist er auch schon wieder weg. Zumindest im Ruhrgebiet, wo es überhaupt selten schneit, und wenn, dann eher Matsch.

Der Garten startet – unbeeindruckt vom Kälteeinbruch – schon in den Frühling. Die ersten Schneeglöckchen wagen sich an die frische Luft.

Schlüpfende Schneeglöckchen

Überall grünt und schlüpft es. Noch sind nirgendwo Blüten zu sehen. Aber das kommt bestimmt bald.

Schlüpfende Schneeglöckchen

Schlüpfende Schneeglöckchen

Sprießende Blumenzwiebeln

Ich freue mich schon sehr aufs Frühjahr.

Oder, anders gesagt: Ich freue mich, wenn das graue, trübe Regenwetter vorbei ist. Gerne kann es meterhoch schneien. Klirrende Kälte, Schnee und Eis – kein Problem. Oder aber Frühling. Aber nicht dieses graue Nichts. 

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Ein Besuch im kanarischen Garten: Jardín Botánico Canario Viera y Clavijo

Was mich mit am meisten fasziniert, wenn ich in wärmere Gefilde reise, sind die Landschaft und die Pflanzen.

Nicht nur, dass es andernorts seltsame, neue Pflanzen gibt, die ich nicht kenne. Sondern auch, dass Pflanzen, die ich kenne, völlig andere Dimensionen annehmen als Exemplare, die zu Hause wachsen.

Nehmen wir zum Beispiel diesen Kaktus:

Gran Canaria: Riesenkaktus im Jardin Canario

Ich hatte auch mal so einen Kaktus. Er war erst nur handgroß, wuchs dann, ich topfte ihn um, er wuchs weiter, dann wurde er unten etwas braun und krüppelig. Irgendwann knickte er ab, ich band ihn, aber irgendwie kam er nicht drüber hinweg. Schöner wurde er auch nicht. Vor seinem Tod reichte er mir bis zum Bauch, dann zog ich um, der Kaktus geriet ein bisschen unter die Räder. Ich war nicht böse drum.

Nun schauen Sie sich aber diesen Riesenbaum an. Ist das nicht faszinierend? Er steht im botanischen Garten auf Gran Canaria, dem Jardín Botánico Canario.

Gran Canaria: Beschrifteter Kaktus im Jardin Canario

Der Jardín Canario schmiegt sich an einen Steilhang, den man hinauf- und hinuntergehen kann. Es gibt mehrere Teiche, einen Kaktusgarten, einen Bereich mit Palmen, einen mit Drachenbäumen, einen Kiefernhain, einen Garten mit all jenen Pflanzen, die in Dünen und am Strand gedeihen, und eine Menge kleinerer Bereiche.

Der Jardín beherbergt viele endemische Pflanzen, also solche, die nur auf den Kanaren wachsen.

Gran Canaria: Blumen und Bienen im Jardin Canario

Sehr schön wächst auf Gran Canaria der Klee. Er trägt gelbe Blüten, die an einem langen Stängel aus dem Grün ragen, das dick und üppig wie ein Teppich ist. Ich habe allerdings kein Glückskleeblatt gefunden.

Gran Canaria: Klee im Jardin Canario

Daneben gibt es im Jardín viele Sukkulenten, die mehr oder weniger fleischig und stachelig sind. Auch einige aus anderen Gegenden, zum Beispiel Nord- oder Südamerika. Wenn ich mich recht erinnere, stammt dieses etwas unscheinbare, Boden deckende Exemplar aus Mexiko:

Gran Canaria: Sukkulenten im Jardin Canario

Sehr präsent sind Drachenbäume. Manch einer hat ein – meist etwas spirreliges – Exemplar zu Hause stehen. Im Jardín sind sie ein bisschen größer:

Gran Canaria: Drachenbäume im Jardin Canario

Der Drachenbaum gehört übrigens zur Familie der Spargelgewächse – falls Sie von Herrn Jauch irgendwann mal danach gefragt werden.

Auf Flickr gibt’s mehr Fotos vom Jardín Canario. Hier außerdem noch ein Video mit Bildern:

Jardín Botánico Canario Viera y Clavijo (Webseite)
Gran Canaria
Zwischen Las Palmas und Santa Brigida, Nähe Tafira Alta

Zwei Eingänge:
Carretera del Centro, Kilometer 7
Carretera Nueva San Lorenzo, Kilometer 2

Geöffnet täglich von 9 bis 18 Uhr
Eintritt frei

Es empfiehlt sich, Getränke mitzunehmen. Es gibt auf dem Berg zwar ein Restaurant. Als ich dort war, gab es aber keinen Kiosk, um mal eine Flasche Wasser zu kaufen.

Am Wochenende und an Feier- und Ferientagen sind gerne Einheimische dort, die beisammen sitzen picknicken.

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Sommer für die Seele

Während der Großteil Deutschlands (subjektiver Instagram-Eindruck) zwar friert, aber immerhin unter einer hübschen Schneedecke liegt, ist Dortmund maximal schäbbich bei vier Grad und Regen. In meiner Wohnung brennt Dauerlicht.

Zum Glück war ich über Weihnachten im Urlaub – im Warmen, auf Gran Canaria, einer der Inseln des ewigen Frühlings. Dort hatte ich zwischen 18 und 25 Grad – zum Beispiel im Süden, zwischen Santa Lucia und der Fortaleza:

Gran Canaria: Stausee

 

Gran Canaria: Stausee

Mehr Bilder aus dem Sommer? Gerne. Irgendwie ist es ja gut für die Seele.

Der Strand bei Maspalomas – dort, wo die Touristenhochburg sind. Aber nicht nur. Hier finden sich viele Sukkulenten am Strand, ein grünes Meer vor dem Meer:

Gran Canaria: Am Meer in Maspalomas

In den Bergen im Zentrum der Insel, wo fette Orangen an den Bäumen wachsen. Zur Straße hin waren alle Früchte abgepflückt:

Gran Canaria: Orangenbaum in den Bergen

Und wo die Samen der … öhm, Dings-Pflanze wachsen:

Gran Canaria: Blumensamen

Faszinierend! Alles ist zigmal größer als zu Hause. Sogar die pummeligen Blumenkohl-Sukkulenten, die, wie ich gelernt habe, „Echeveria“ heißen. Ich habe sie vor allem an Felsen entdeckt – an Stellen, die im Schatten oder Halbschatten liegen und gerne mal ein bisschen feucht sind:

Gran Canaria: Eccheveria

Es grüßt: ein gefährlicher … öhm, Was-auch-immer. Auf jeden Fall gefährlich. Sieht man ja auch:

Gran Canaria: Gefährliches Tier

Vor meinem Ferienhaus wuchs ein dicker blühender Busch. Blüte offen:

Gran Canaria: Blumen vor dem Haus

Und geschlossen:

Gran Canaria: Blume

Am letzten Tag war ich im Jardín Canario, dem botanischen, kanarischen Garten. Mehr dazu in einem Extra-Beitrag.

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Winter-Vorbereitungen

Der Garten bereitet sich auf den Winter vor.

Er deckt sich mit Blättern zu und legt sich schlafen. Nicht einmal das Unkraut wagt sich vor. Nur vereinzelte Triebe übereifrigen Girschs lassen sich zwischen den abgeschnittenen Rosen blicken. Moose feiern eine Party. Laub kuschelt sich in die Wiese.

Herbsthügel

Herbsthügel

Die Vögel sind erstaunlich umtriebig. Amseln, Meisen, Rotkehlchen und Eichelhäher suchen nach Samen und Körnern. Sie wirken geschäftiger als im Frühjahr, geradezu hyperaktiv. Auch das Eichhörnchen sehe ich nun fast jeden Morgen. Es wirkt jedoch keineswegs hyperaktiv. Tut es niemals. Es sitzt auf der Wiese und glotzt in die Gegend. Ab und an lege ich Futter aus. Aber ich könnte ihm die Nüsse vor die Füße rollen, es würde sie nicht finden. Ein Eichhörnchen mit Förderbedarf.

Was mich besonders freut: Meine Lieblingstaube ist nach weitgehender Sommerabstinenz wieder da. Sie ist keine einfach Stadttaube, keine von den schmuddeligen, sondern glänzend und von nobler Geburt. Gediegen spaziert sie über den Rasen und sieht Queen-Mom-haft nach dem Rechten.

Die Garteneule hingegen zeigt sich passiv. Sie hat, seit alle Kästen und Pflanzschalen eingemottet wurden, ihren Platz im Lavendel gefunden.

Garteneule

Meine Garteneule.

Nachdem ich alle Büsche und Stauden zurückgeschnitten habe, liegt nun wieder frei, was sonst im Verborgenen bleibt. Einer meiner Lieblingsorte ist ein Stein, der sommertags sein Zuhause im Schatten unter Farn hat. Er ist dicht mit Moos und Flechten bewachsen – ein eigene, kleiner Kosmos. Er muss schon sehr alt sein; der Quastenflosser meines Gartens.

Lieblingsstein

Bewachsener Lieblingsstein.

Am Wochenende habe ich die letzten Tulpen eingepflanzt: verschiedene Sorten mit unterschiedlichen Blütezeiten. Schon zehn Minuten nach dem Einpflanzen habe ich vergesse, welche Tulpe wo in der Erde ist. Das nächste Frühjahr wird eine große Überraschungsparty.

Tulpenpflanzwerkzeuge

Tulpenpflanzwerkzeuge

Bis dahin liegt der Garten brach. Direkt nach dem Sommer, nachdem alles in voller Pracht, in Saft und Kraft stand, empfand ich die Vergänglichkeit deprimierend. Inzwischen habe ich mich an den Anblick der kahlen Beete gewöhnt und freue mich sogar ein wenig, das zu betrachten, was aus der reichen Zeit geblieben ist. Das Weniger an Opulenz schärft die Sinne.

Blüten im November

Einige wenige halten sich tapfer.

Ein bisschen warte ich sogar auf Schnee. Damit sich alles endgültig schlafen legt.

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