Blumenwiese

Blumen, Büsche, Stauden, Rasen und sonstigen Zierrat.

Agathe Bauer

Ende vergangenen Jahres erbte ich eine SchmucklilieAgapanthus, aufgrund mangelnder Gedächtnisleistung seither „Agathe Bauer“ genannt.

Während des Winters habe ich Agathe Bauer im Kübel belassen, den Topf mit Luftpolsterfolie umwickelt, die Pflanze selbst mit Vlies geschützt und ab und an gegossen. Der Winter war in Dortmund nicht sehr streng – nur zweimal schneite es. Entsprechend kam Agathe Bauer gut durch die kalte Jahreszeit.

Ende Juni schlüpften die Blüten:

Agapanthus-Blüte

Bis sich die Blüten voll entfalteten, dauerte es recht lange. Ich habe nicht in den Kalender geschaut, aber zwei Wochen haben die Blüten bestimmt gebraucht.

Seither blühen sie dick und blau und sind eine große Freude – auch für die Hummeln:

Agapanthusblüte mit Hummel

Im Frühjahr habe ich die Pflanze übrigens geteilt: Aus eins wurde zwei. Das war ein kleiner Kraftakt und ging nur mit einem Spaten, denn die Wurzel war ein einziger, dicker Ballen.

Die Teilung hat Agathe Bauer nicht geschadet: Beide Pflanzen sind gesund und tragen Blüten.

Agapanthus

Schön und pflegeleicht!

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Essbare Blüten – sie sind da!

Ende April habe ich essbare Blüten eingepflanzt – ein Samentütchen von Alnatura.  Seit zwei Wochen stehen die Blumen in voller Blüte.

Blumenkübel mit essbaren Blüten

Die Blüten sehen sehr hübsch aus. Ich habe sie deshalb von der Terrasse weg vor das Staudenbeet gestellt, das selbst noch nicht blüht. So kann ich sie immer anschauen, wenn ich auf der Terrasse sitze, und mein morgendlicher Blick fällt als erstes auf den Topf mit den hübschen Blüten.

Die Calla, die rechts gerade herabhängt, gehört allerdings nicht zum Samenpaket – sie wohnte schon vorher im Topf.

Essbare Blüten in der Nahaufnahme

Gegessen habe ich allerdings keine. Als ich am Wochenende Gäste hatte, habe ich einige Blüten zum Probieren auf den Tisch gelegt. Wagemutig hat die Sportskameradin a.D. probiert – und meinte: „Gar nicht mal schlecht.“

Bis jetzt haben mich auch keine Nachrichten von Magenverstimmungen erreicht.

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Der Dortmunder Blumengarten im Juni

Manchmal kann man den Eindruck gewinnen, ich betreibe einen Bauernhof. Überall Gemüse, Gemüse, Gemüse.

Nee, ich habe tatsächlich einen Garten. In dem gibt es auch Blumen. Gar nicht so wenige sogar. Ich glucke nur nicht so um sie herum wie um das Gemüse. Sie sind irgendwie selbstständiger.

In meinen zwei Teichbecken blühen grad die Schwertlilien. Das ist sehr schön – ein Zeitraum von vier Wochen im Jahr, in dem die Teichdinger am hübschesten ausschauen.

Der Garten im Juni: Schwertlilie mit Hummel

Bei allen meinen Blumen freue ich mich, dass Bienen und Hummeln sie offenbar super finden. Ich mag vor allem Hummeln sehr gerne; ich finde das Konzept „Hummel“ einfach super: ein Tier, flauschig und ein bisschen dicklich, brummsummselt laut durch die Gegend, um Nahrung einzusammeln.

Deshalb habe ich vor einigen Wochen Steinmyrthen gepflanzt. Auf dem Blumentopf stand, sie seien insektenfreundlich.

Der Garten im Juni: Japanische Steinmyrthe

Die Myrthen wachsen zwischen großen Findligen, die wir beim Aufräumen des Gartensgefunden haben. Wenn man ihre Größe sieht, kann man sich das heute gar nicht mehr vorstellen. Aber der Garten war tatsächlich so zugewachsen, dass auch Steine im Gestrüpp verschwanden.

Der Garten im Juni: Fuchsie

Ein bisschen stolz bin ich, dass ich zwei Fuchsien durch den Winter gekriegt habe. Ich hatte, ehrlich gesagt, nicht damit gerechnet. Im Herbst hatte ich sie bis auf die Erde zurückgeschnitten, die Töpfe ind Flies gewickelt und nur ab und an gegossen.

Wie diese Blumen heißen – keine Ahnung. Sehen aber hübsch aus:

Der Garten im Juni: Blume

Seit ich den Garten habe, merke ich, was ich alles nicht weiß. Zum Beispiel wusste ich bis zum vergangenen Jahr nicht, wie Zucchinipflanzen aussehen. Lachen Sie jetzt bitte nicht. Ich war an Zucchini nur mäßig interessiert, auch kulinarisch, und hatte mir nie Gedanken gemacht, wie die Pflanze aussieht, an der sie wachsen (und wie groß sie wird!).

So ging es mir dieses Jahr auch mit Schnittlauch. Natürlich weiß ich, wie Schnittlauch aussieht, aber ich habe es bislang noch nie in freie Natur blühen gesehen. Jedenfalls nicht bewusst:

Der Garten im Juni: Blühendes Schnittlauch

In einer vernachlässigten Ecke des Garten fristet ein Johannisbeerstrauch tapfer sein Dasein. Auch ihn habe ich im vergangenen Jahr deutlich gestutzt. Das macht ihm aber offenbar nichts.

Momentan steht er eingequetscht zwischen den Fenstern fürs Gewächshaus. Seine Früchte sind noch grün:

Garten im Juni: Johannisbeeren

Im Gegensatz zu den Johannisbeeren erröten die Kirschen grad. Mich wundert ein bisschen, dass die Vögel sie nicht wegfressen. Das ist ein verdächtig.

Der Garten im Juni: Kirsche

Auf meinem Balkon habe ich auch jede Menge Blumen. Die zeige ich demnächst mal. Der Balkon kommt immer zu kurz.

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Die Beetbegrenzungen sind fertig

Nun ja, nicht ganz. Die Überschrift ist ein bisschen geflunkert, aber „Die Beetbegrenzungen sind fast fertig“ klingt einfach nicht so gut. Außerdem ist der wesentliche Teil der Arbeit erledigt, und ich habe das Bedürfnis, mein Erfolgserlebnis mit Ihnen zu teilen.

Seitdem der Zaun steht, habe ich in den vergangenen Wochen Erde umgegraben und Beete angelegt. Die Beete umgeben mehr oder wenig unmotiviert den Garten: Es fehlte bislang an Beetbegrenzungen, die dem Garten Struktur geben.

Beet: angepflanzt mit Salat und Kohlrabi

Folgendes hatte ich mir zu meiner Beetbegrenzung gedacht:

  • Sie sollte sich natürlich in den Garten einfügen und nicht aus Kunststoff oder sonstwie geschmacksverirrt sein.
  • Sie sollte ebenerdig sein, damit ich mit dem Rasenmäher darüber fahren kann, ich mir keinen Rasenkantenschneider anschaffen und zukünftig Stunden damit zubringen muss, wie so ein Erbsenzähler Rasenkanten zu schneiden.
  • Sie sollte bezahlbar sein.
  • Ich muss die Steine selbst verlegen können – ohne dreijährige Ausbildung.

Aus diesen Gründen habe ich mich für einen Mähkanten-Stein entschieden, dessen eine Seite konvex und die andere konkav ist. Die Form ermöglicht es mir, Kurven zu legen. Ein guter Kompromiss zwischen „hübsch“ und „praktisch“.

So bin ich vorgegangen: 

Zuerst habe ich mit zwei Stöcken und einem Bindfaden eine gerade Linie entlang des Beetes gezogen. Entlang dieser Linie habe ich mit dem Spaten einen kleinen Graben ausgehoben, etwa doppelt so tief wie der Stein.

Beetbegrenzung: ausgehobene Rinne

In die Rinne habe ich Kies gekippt, etwa zwei Zentimeter hoch. Durch den Kies hat der Stein festen Grund, und ich kann so lange herumruckeln, bis er gerade ist – sowohl nach vorne und hinten als auch, was die seitliche Neigung betrifft.

Anfangs habe ich die Rinne zu schmal ausgehoben, nur so breit wie der Stein. Ich habe aber festgestellt, dass es einfacher ist, wenn sie großzügig breit ist und ich nach dem Verlegen einfach wieder Erde dranschiebe.

Beetbegrenzung: Kies in der Rinne

Dann habe ich die Steine hintereinander gelegt, sie mit einem Gummihammer festgeklopft und so Unebenheiten ausgeglichen. Normalerweise sollte man mit der Wasserwaage überprüfen, dass man die Steine nicht wellig verlegt. Da mein Garten aber ein deutliches Gefälle hat, fiel diese Möglichkeit aus.

Ich habe deshalb nach Augenmaß verlegt, und auch mal andere gucken lassen. Meine lieben Nachbarn waren nämlich vor Ort, haben mir geholfen, Rinnen auszuheben, und mich bei Laune gehalten.

Beetbegrenzung im rechten Winkel

Mein größtes Beet, das Gemüsebeet mit Kohlrabi, Salat und Zucchini, sollte auf der einen Seite angerundet sein. Dadurch, dass die Steine mit ihrem Anfang und Ende ineinander passen, müssen sie nicht zwangsläufig in einer Linie hintereinander verlegt werden, sondern ich kann eine leichte Kurve legen, ohne dass Anschlusslücken entstehen.

Beetbegrenzung: Steine im Kies

Das Beet ist ein bisschen größer geworden, als es anfangs war. Macht aber nichts: Ich habe so umfassende Gemüsepläne, dass ich über zwei Quadratmeter mehr Platz nicht böse bin.

Eventuell werde ich noch einen kleinen Weg aus Rindenmulch ausstreuen, damit das Beet besser begehbar ist.

Beetbegrenzung: Kurve legen

Der größte Teil ist also geschafft – ein bisschen fehlt aber noch: Ich muss noch eine Linie vom Gemüsebeet zu meinen zwei Teichbecken legen. Vor der Terrasse fehlt noch einmal dieselbe Länge.

Aber was wäre es für ein Garten, wenn es nichts mehr zu tun gäbe!

Beetbegrenzung: Blick in den Garten

Was braucht man also, um Beetbegrenzungen aus Steinen zu verlegen?

  • Steine, am besten auch ein paar in Reserve. Zwei, drei gehen immer kaputt.
  • ausreichend Kies
  • Stöcke und Bindfaden
  • Gummihammer
  • Wasserwaage
  • ein Zollstock, um Abstände zu messen
  • Spaten
  • kleine Schaufel
  • Arbeitshandschuhe
  • ein Kniekissen schadet nicht
  • Geduld, Unterhaltung und nette Nachbarn

Die Steine haben übrigens 99 Cent pro Stück im örtlichen Baumarkt gekostet. Auf die Länge der Beete gerechnet (23 Meter), habe ich insgesamt 130 Euro bezahlt.

Die Nachbarin – die andere, aus dem angrenzenden Garten –  meinte am nächsten Tag übrigens: „Das hat Ihr Mitbewohner aber schön verlegt!“

Pffff!
Selbst ist die Bauarbeiterin.

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Ziergarten gibt’s nicht? Gibt’s doch!

Bei all der Gemüsepflanzerei könnte der Eindruck entstehen, ich hätte keine Blümchen im Garten.

Das ist so nicht richtig. In etwa der Hälfte meiner Beete wächst Gemüse. In der anderen Hälfte wächst – noch nichts.

Nun ja: Die Tulpen sind schon geschlüpft, außerdem hatte ich Osterglocken, und einige Rosen sind auch auf einem guten Weg. Doch der Platz vor dem frisch aufgestellten Zaun ist noch verwaist. Im vergangenen Jahr wucherten hier noch Giersch, Efeu und allerlei anderes Gekröse, das in einem kurzen Moment im Frühjahr wildromantisch aussah, mit zunehmendem Wuchs über den Sommer hinweg allerdings rasch die magische Grenze von „verwunschen“ zu „verwildert“ überschritt.

Deshalb fiel die Entscheidung: neu machen.

Zaunbeete

Auch in Zukunft soll es natürlich und auch ein bisschen wild zugehen. Es darf weiterhin üppig romantisch sein, aber eben so, dass ich im Herbst nicht wieder einen Zehn-Kubik-Container bestellen muss, um dem ganzen Grün Herr zu werden.

Ich habe mich für folgende Pflanzen entschieden:

Pflanzplan

Von links nach rechts:

Der Siegwurz beginnt neben dem Gemüsebeet. Die Montbretien beenden die Pflanzenreihe hinter dem rechten Teichbecken  – auf dem Foto etwa dort, wo der rechteckige Stein liegt.

Alle Pflanzen blühen in den Sommermonaten zwischen Juni und August.

Pflanzutensilien

Wie so oft war wieder das Motto: runter auf die Knie und graben. Gärtnern lehrt einem wirklich Demut.

Die Dahlienknollen sahen am abenteuerlichsten aus: Jede einzelne ist ein ganz schönes Gerät. Insgesamt habe ich zwölf gepflanzt.

Dahlienknolle

Die anderen Pflanzen kamen in kleinen Knollen daher. Ich habe jeweils zwischen 50 und 200 eingegraben; die Abessinische Gladiole bildet die Mehrzahl. Ihre zarten, weißen Blüten gefallen mir sehr gut.

Ich hoffe, die Anzahl macht später Sinn. Ich kann Blumenzwiebelmengen so schlecht schätzen – da geht’s mir wie mit dem Nudelkochen.

Prachtschartenzwiebeln

Ein Vorher-Nachher-Bild der Beete erspare ich Ihnen: Nachher sieht genauso aus wie vorher – ich habe schließlich nur gebuddelt.

Ich hoffe nun, dass spätestens in drei Wochen die ersten Triebe zu sehen sind. Die nächste Woche soll durchwachsen werden – wärmer, aber mit Regen. Bevor ich einen Garten hatte, habe ich dieses Wetter verflucht. Jetzt freue ich mich: beste Bedingungen für alle Gesäte!

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Löwenzahn,

Hundsblume, Kuhblume, Pusteblume. Oder wie meine 87jährige Nachbarin sagt:“Des sinn Pissblumme.“ Und weil man es halt so macht, robbt sie auf Knien über ihren Rasen und jagt erbarmungslos den armen Löwenzahn.

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Es fällt mir schwer, Löwenzahn zu jäten. Nicht weil er eine lange Pfahlwurzel hat, die munter wieder austreibt, wenn man sie nicht ganz erwischt. Er ist viel zu hübsch! Überall im Garten leuchten gelbe Farbkleckse und wenn man sich diese Blüten genauer anschaut …
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… so viel Schönheit kann ich nicht ausreissen.

Und so ist mein „Rasen“ weit entfernt von dem, was man als den gepflegten, englischen Rasen bezeichnet. Neben Löwenzahn wachsen und blühen Gänseblümchen, Veilchen, Ehrenpreis und Klee. Es summt und brummt, weil unzählige Hummeln und Bienen dort Nahrung finden. Das ist übrigens seit zehn Jahren so und in diesen zehn Jahren gab es erst einen Bienenstich in die Fußsohle, obwohl wir alle meistens barfuß laufen.

Es gibt unzählige Rezepte für Löwenzahnhonig, die jungen Blätter schmecken als Salat und Tee kann man auch daraus brauen. Angeblich. Ich lasse ihn einfach blühen und in ein paar Wochen werde ich den Pusteblumen nicht widerstehen können.

*****

Im Gemüsegarten bin ich übrigens nicht ganz so entspannt mit dem Löwenzahn, in den Beeten darf er nicht wachsen. Nur auf den Wegen dazwischen.

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Es treibt aus

Während ich meinen Garten zwischen November und Februar weitgehend ignoriert habe (außer tristem Braun gab es einfach nichts zu sehen), schaue ich nun gerne hin.

Genau genommen gehe ich jeden Morgen vor die Tür und mache einen kurzen Gartencheck: Was kommt gerade aus der Erde? Was ist weiter gewachsen?

Neu im Club: die Rosen. Sie zeigen erste zarte Ansätze von Trieben.

Rose treibt aus im März

Die Rosen werden mutig.

 

Weiterhin am Start sind die Krokusse. Ich muss mich wirklich zurückhalten, Sie hier im Blog nicht mit Krokus-Fotos zuzuspammen. Liegt das daran, dass ich so lange auf Farbe im Garten verzichten musste? Die Zeit von November bis März kommt mir immer wie eine Ewigkeit vor. Dabei mag ich es durchaus, wenn das Wetter knackig kalt ist. Doch wenn es nicht schneit – tja. Nicht schön.

Lila Krokusse im Februar

Sie sind überall.

 

Fröhlich stimmt mich auch, dass ich im Herbst alles richtig gemacht habe beim Einpflanzen. Die Zwiebeln haben sich offensichtlich wohl gefühlt, sonst würden sie jetzt nicht austreiben.

Tatsächlich bin ich immer unsicher, wie tief ich Blumenzwiebeln einpflanzen soll. Mit „doppelt bis dreimal so tief, wie sie dick sind“ bin ich also ganz gut gefahren.

Da ich nun sehe, wo alles etwas wächst (und es auch fleißig mit der Kamera dokumentiere), kann ich im nächsten Herbst gezielt weitere Akzente setzen. Hier und da könnten die Krokusse nämlich noch dichter stehen – so wie die Schneeglöckchen.

Schneegloeckchen im Februar

Fette Schneeglöckchenbüschel

 

Mir kam es zwar schon so vor, als hätte ich unendliche Mengen im Garten platziert – es geht aber wohl noch mehr.

Außerdem sehe ich noch freie Plätze – vor allem weiter weg vom Haus. Ich habe viel in die Nähe der Terrasse gepflanzt. Dabei schaue ich, wenn ich aus dem Küchenfenster blicke, eher in die Ferne, also in den hinteren Teil des Garten. Das hatte ich nicht bedacht.

Es gibt also schon ein Projekt für den Herbst. Wie schön.

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Schlüpfende Schneeglöckchen

Kaum war der Schnee da, ist er auch schon wieder weg. Zumindest im Ruhrgebiet, wo es überhaupt selten schneit, und wenn, dann eher Matsch.

Der Garten startet – unbeeindruckt vom Kälteeinbruch – schon in den Frühling. Die ersten Schneeglöckchen wagen sich an die frische Luft.

Schlüpfende Schneeglöckchen

Überall grünt und schlüpft es. Noch sind nirgendwo Blüten zu sehen. Aber das kommt bestimmt bald.

Schlüpfende Schneeglöckchen

Schlüpfende Schneeglöckchen

Sprießende Blumenzwiebeln

Ich freue mich schon sehr aufs Frühjahr.

Oder, anders gesagt: Ich freue mich, wenn das graue, trübe Regenwetter vorbei ist. Gerne kann es meterhoch schneien. Klirrende Kälte, Schnee und Eis – kein Problem. Oder aber Frühling. Aber nicht dieses graue Nichts. 

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Ein Besuch im kanarischen Garten: Jardín Botánico Canario Viera y Clavijo

Was mich mit am meisten fasziniert, wenn ich in wärmere Gefilde reise, sind die Landschaft und die Pflanzen.

Nicht nur, dass es andernorts seltsame, neue Pflanzen gibt, die ich nicht kenne. Sondern auch, dass Pflanzen, die ich kenne, völlig andere Dimensionen annehmen als Exemplare, die zu Hause wachsen.

Nehmen wir zum Beispiel diesen Kaktus:

Gran Canaria: Riesenkaktus im Jardin Canario

Ich hatte auch mal so einen Kaktus. Er war erst nur handgroß, wuchs dann, ich topfte ihn um, er wuchs weiter, dann wurde er unten etwas braun und krüppelig. Irgendwann knickte er ab, ich band ihn, aber irgendwie kam er nicht drüber hinweg. Schöner wurde er auch nicht. Vor seinem Tod reichte er mir bis zum Bauch, dann zog ich um, der Kaktus geriet ein bisschen unter die Räder. Ich war nicht böse drum.

Nun schauen Sie sich aber diesen Riesenbaum an. Ist das nicht faszinierend? Er steht im botanischen Garten auf Gran Canaria, dem Jardín Botánico Canario.

Gran Canaria: Beschrifteter Kaktus im Jardin Canario

Der Jardín Canario schmiegt sich an einen Steilhang, den man hinauf- und hinuntergehen kann. Es gibt mehrere Teiche, einen Kaktusgarten, einen Bereich mit Palmen, einen mit Drachenbäumen, einen Kiefernhain, einen Garten mit all jenen Pflanzen, die in Dünen und am Strand gedeihen, und eine Menge kleinerer Bereiche.

Der Jardín beherbergt viele endemische Pflanzen, also solche, die nur auf den Kanaren wachsen.

Gran Canaria: Blumen und Bienen im Jardin Canario

Sehr schön wächst auf Gran Canaria der Klee. Er trägt gelbe Blüten, die an einem langen Stängel aus dem Grün ragen, das dick und üppig wie ein Teppich ist. Ich habe allerdings kein Glückskleeblatt gefunden.

Gran Canaria: Klee im Jardin Canario

Daneben gibt es im Jardín viele Sukkulenten, die mehr oder weniger fleischig und stachelig sind. Auch einige aus anderen Gegenden, zum Beispiel Nord- oder Südamerika. Wenn ich mich recht erinnere, stammt dieses etwas unscheinbare, Boden deckende Exemplar aus Mexiko:

Gran Canaria: Sukkulenten im Jardin Canario

Sehr präsent sind Drachenbäume. Manch einer hat ein – meist etwas spirreliges – Exemplar zu Hause stehen. Im Jardín sind sie ein bisschen größer:

Gran Canaria: Drachenbäume im Jardin Canario

Der Drachenbaum gehört übrigens zur Familie der Spargelgewächse – falls Sie von Herrn Jauch irgendwann mal danach gefragt werden.

Auf Flickr gibt’s mehr Fotos vom Jardín Canario. Hier außerdem noch ein Video mit Bildern:

Jardín Botánico Canario Viera y Clavijo (Webseite)
Gran Canaria
Zwischen Las Palmas und Santa Brigida, Nähe Tafira Alta

Zwei Eingänge:
Carretera del Centro, Kilometer 7
Carretera Nueva San Lorenzo, Kilometer 2

Geöffnet täglich von 9 bis 18 Uhr
Eintritt frei

Es empfiehlt sich, Getränke mitzunehmen. Es gibt auf dem Berg zwar ein Restaurant. Als ich dort war, gab es aber keinen Kiosk, um mal eine Flasche Wasser zu kaufen.

Am Wochenende und an Feier- und Ferientagen sind gerne Einheimische dort, die beisammen sitzen picknicken.

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