Blühendes

Gefrorene Blüten

Als im vergangenen Monat die essbaren Blüten zu blühen begannen, gab mir Sandra den Tipp:

„Auch hübsch sind Blumen in Eiswürfeln für Getränke.“ 

Weil es so einfach ist, habe ich das gleich mal getestet:

Eiswürfel mit eingefrorenen Blüten

Für die Cola sind die Blüten mir zu schade. Liebe gebe ich sie in die selbst gemachte Limo oder in ein Glas Wein. So schaut das dann aus:

Blüte in Eiswürfel in Wein

Essbare Blüte im Weinglas

Gegessen habe ich sie übrigens auch. Sie schmecken nach nichts. Und ein bisschen nach Blume. Also so, wie sie riechen.

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Lavendel

Vor meiner Terrasse wächst Lavendel.

Ich habe ihn im vergangenen Jahr dort gepflanzt: ein Träger voll, acht oder zehn kleine Pflänzchen. Inzwischen sind sie zu zwei dicken Lavendelpummeln herangewachsen, einer rechts, einer links im kleinen Beet vor dem Rasen.

Das Wunderbare: Hummeln und Schmetterlinge lieben den Lavendel. An schönen Tagen summt und brummt es dort, es sind immer mindestens zwei oder auch drei Insekten dabei, Pollen zu sammeln.

Ich genieße es, vor dem Lavendel zu sitzen und die Hummeln zu beobachten. Falls Sie also noch Platz haben: Pflanzen Sie Lavendel!

Hummel in Lavendel

 

Hummel in Lavendel

 

Hummel in Lavendel

 

Hummel in Lavendel

 

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Der Garten im Juli

Herrjeh. Juli.

Beständigeres Wetter wäre schön. Entweder brutzelt die Sonne das saftige Grün in dürres Gelb oder es regnet so heftig, dass die Gemüsebeete sich in Sumpflandschaften verwandeln. Dazu stürmt es heftig, worunter besonders die Tomaten leiden. War das früher mit dem Wetter auch so heftig oder scheint mir das jetzt nur so, weil ich mich um zarte Pflänzchen kümmere?

Trotz aller Widrigkeiten: hier wird kräftig geerntet!

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Die Zucchiniernte ist (noch) überschaubar, dafür schwimmen wir in Mangold. Paprikas gedeihen ganz wunderbar, genauso wie die verschiedenen Kohlsorten. Kohlrabis habe ich bereits zum zweiten Mal gepflanzt, genauso wie verschiedene Salatsorten. Mit letzteren habe ich nicht so viel Glück, viele verfaulen von innen. Schneller, als sie von Schnecken gefressen werden könnten.

Die Erbsen vertrugen das Wetter nicht, die Nachsaat kam erst gar nicht in die Gänge. Auch die Bohnen sehen jämmerlich aus, die Ernte ist mehr als mager. Dafür habe ich jede Menge preisverdächtige Zwiebeln aus der Erde gezogen! Das ist mir bisher noch nie gelungen.

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Wie jedes Jahr habe ich bei den Tomaten den Moment verpasst, in dem mal wieder ausgegeizt werden könnte. Ich habe jetzt also Tomatenbüsche im Garten stehen, aus denen ich mühsam und vorsichtig die reifen Tomaten raussuchen muss. Und wie Sie sehen können: das Tomatendach fehlt noch immer. Vielleicht dann nächstes Jahr, wenn das Hundkind nicht mehr meine ganze Zeit klaut.

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Mein (geplant) üppiges Staudenbeet ist ein Gemisch aus Spontanvegetation und kümmerlicher Kapuzinerkresse, ein bißchen Schafgarbe und kalifornischer Mohn kämpfen auch noch tapfer gegen Vernachlässigung. Die Erdbeeren im Vordergrund schreien laut „lichte uns aus, jäte die Gänsedisteln weg und überhaupt: wir haben so viele Ableger, mach was mit denen!“ Verzeihung, liebe Erdbeeren, derzeit hege und pflege ich das Gemüse, damit wir das bald essen können.

Es passiert tatsächlich nur das Allernötigste in diesem Garten, im anderen Garten sieht es ähnlich verwildert aus. Quasi zeitgleich mit einem zweiten Garten ein Hundekind in Pflege zu nehmen war nicht eine meiner hellsten Ideen.

Aber es wird besser und ich weiß jetzt auch genau, dass im Garten eine Kiwi fehlt und sehr viel mehr Mais. Nächstes Jahr dann.

(und wie wunderbar wäre es, nicht erst im Dezember Geburtstag zu haben, denn dann könnte ich auf die „Was wünschst du dir?“-Frage einfach mit „Ganz viele Blumenzwiebeln!!“ antworten.)

Agathe Bauer

Ende vergangenen Jahres erbte ich eine SchmucklilieAgapanthus, aufgrund mangelnder Gedächtnisleistung seither „Agathe Bauer“ genannt.

Während des Winters habe ich Agathe Bauer im Kübel belassen, den Topf mit Luftpolsterfolie umwickelt, die Pflanze selbst mit Vlies geschützt und ab und an gegossen. Der Winter war in Dortmund nicht sehr streng – nur zweimal schneite es. Entsprechend kam Agathe Bauer gut durch die kalte Jahreszeit.

Ende Juni schlüpften die Blüten:

Agapanthus-Blüte

Bis sich die Blüten voll entfalteten, dauerte es recht lange. Ich habe nicht in den Kalender geschaut, aber zwei Wochen haben die Blüten bestimmt gebraucht.

Seither blühen sie dick und blau und sind eine große Freude – auch für die Hummeln:

Agapanthusblüte mit Hummel

Im Frühjahr habe ich die Pflanze übrigens geteilt: Aus eins wurde zwei. Das war ein kleiner Kraftakt und ging nur mit einem Spaten, denn die Wurzel war ein einziger, dicker Ballen.

Die Teilung hat Agathe Bauer nicht geschadet: Beide Pflanzen sind gesund und tragen Blüten.

Agapanthus

Schön und pflegeleicht!

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Der Dortmunder Garten im Juli

Gestern Abend bin ich mal rumgegangen und habe den Juligarten fotografiert.

Alles ist üppig, grün und reif. Ein Leben im Überfluss.

Aber dieser Druck! Mangold, Salat, Zucchini, Kohlrabi – ich kann gar nicht so viel kochen, wie ich ernten müsste. Am Montagabend gab es abends eine Zucchini mit Schafskäse, heute morgen eine Kohlrabi. Auch die Nachbarin geht nicht leer aus – es wäre auch Zergerei: Sie schaut schließlich aus ihrem Schlafzimmer direkt aufs Gemüsebeet. Gestern habe ich ihr einen Salatkopf und eine monströse Riesenkohlrabi rübergereicht.

Juligarten: Gemüsebeet

Das Gemüsebeet mit Salat, Kohlrabi, Blumenkohl, Kürbis und Zucchini

Um das Beet herum blühen die Ringelblumen – ein Gemüseschutzbollwerk. Ich werde an anderer Stelle noch mehr zu meiner Nacktschneckenabwehrtaktik schreiben.

Der Kürbis rankt fleißig das Gestell hoch. Ich wurde schon mehrmals gefragt: Muss das so? Sollte er nicht am Boden bleiben? Ehrlich gesagt: keine Ahnung. Ich denke mir: Wenn er von alleine dort hochrankt, wird er schon wissen, was er tut.

Juligarten: Kürbis

Kürbisbaby

Die Zucchini wie gehabt: Riesenknüppel. Fünf Stück konnte ich schon ernten.

Wie im vergangenen Jahr nehme ich mir vor, sie zu pflücken, wenn sie noch kleiner sind. Aber kaum vergehen zwei Tage, haben sie baseballschlägerartige Ausmaße angenommen. Eine Zucchini genügt mir zum Abendessen: Olivenöl und Salz drüber, ein bisschen Feta, 20 Minuten in den Ofen, fertig.

Juligarten: Zucchini

Riesenzucchini

Auch auf den Mangold ist Verlass. Am vergangenen Wochenende habe ich mit ihm eine Gemüsepasta gekocht:

Juligarten: Mangold

Mangold

Zutaten:

einen Arm voll Mangold
Zucchini (eine oder zwei, je nach Größe)
Möhren (2 oder 3, bei mir war nicht mehr viel Platz im Topf)
200 ml Sahne
1/4 Liter Weißwein
Parmesan
Salz und Pfeffer
Nudeln

Mangoldstiele in Würfel schneiden, Mangoldblätter ebenfalls grob schneiden. Stiele in eine Pfanne geben und anschwitzen. Gestiftete Zucchini und Möhren zugeben, alles ein bisschen anschwitzen. Weißwein zugeben und reduzieren. Sahne eingießen und ebenfalls reduzieren. Salzen und pfeffern. Zum Schluss den gehobelten Parmesan unterheben und schmelzen lassen.

Thorsten ist leider immer noch nicht rot. Ich warte mit Vorfreude:

Juligarten: Tomaten

Thorstomaten

Die essbaren Blüten kennen Sie schon. Diese hier sah noch einmal besonders hübsch aus:

Juligarten: Blüten

Blüten

Auf dem Balkon wächst auch noch etwas. Hauptsächlich sind dort Blumen, aber auch einige Auberginen und eine einzelne Jalapeño-Pflanze. 

Als ich sie geschenkt bekam, hatte ich Zweifel, ob sie überleben wird. Schließlich braucht sie viel Wärme. Doch sie schlägt sich tapfer und hat ein paar perfekte Früchte:

Juligarten: Jalapeño

Auf dem Balkon: Jalapeño

 

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Essbare Blüten – sie sind da!

Ende April habe ich essbare Blüten eingepflanzt – ein Samentütchen von Alnatura.  Seit zwei Wochen stehen die Blumen in voller Blüte.

Blumenkübel mit essbaren Blüten

Die Blüten sehen sehr hübsch aus. Ich habe sie deshalb von der Terrasse weg vor das Staudenbeet gestellt, das selbst noch nicht blüht. So kann ich sie immer anschauen, wenn ich auf der Terrasse sitze, und mein morgendlicher Blick fällt als erstes auf den Topf mit den hübschen Blüten.

Die Calla, die rechts gerade herabhängt, gehört allerdings nicht zum Samenpaket – sie wohnte schon vorher im Topf.

Essbare Blüten in der Nahaufnahme

Gegessen habe ich allerdings keine. Als ich am Wochenende Gäste hatte, habe ich einige Blüten zum Probieren auf den Tisch gelegt. Wagemutig hat die Sportskameradin a.D. probiert – und meinte: „Gar nicht mal schlecht.“

Bis jetzt haben mich auch keine Nachrichten von Magenverstimmungen erreicht.

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Der Garten im Juni

Schnell, schnell, der Juni ist fast vorbei! (bin ich die Einzige, der das Jahr in den Händen zu verrinnen scheint?)

Der Juni begann hier mit großer Hitze und Trockenheit. Jeden Abend schüttete ich unzählige Gießkannen an mein Gemüse, doch der Boden war so ausgetrocknet, dass das Wasser in Pfützen darauf stehen blieb, statt an die durstigen Wurzeln zu sickern. Das Gemüse kümmerte vor sich hin, die Stauden hingen schlapp in der Gegend herum, die Erdbeeren blieben winzig (aber sehr, sehr süß!). Obendrein gab es hier am Rhein eine regelrechte Mückenplage, um eine halbe Stunde weitestgehend ungestochen gießen zu können, musste man entweder in langen Klamotten schwitzen oder sich sehr sorgfältig mit Mückenschutzmitteln einreiben. Das Rheinhochwasser im Mai hatte die vermehrte Mückenbrut begünstigt, die vielen Stürme hatten verhindert, dass die Stechmückenbekämpfung per Hubschrauber stattfinden konnte. Es war unerträglich und ich arbeitete nur das Nötigste im Garten.

Als die Mücken weniger wurden, sank die Temperatur und der langersehnte Regen fiel. Beinahe eine Woche lang regnete, regnete, regnete es. Ringsherum jammerten die Menschen über das Wetter, ich grinste jedesmal, wenn ich bei der Hunderunde an meinem Garten vorbei lief. Von Tag zu Tag wurde das Grün satter und die Kohlrabi dicker.

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Zum Regen kam die Schafskälte, doch im Garten wächst und gedeiht es!

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Die Paprikas wachsen, blühen und tragen reichlich Früchte, die Zwiebeln dahinter werden immer kräftiger. Und sogar die mickrigen Rosenkohlpflänzchen, die ich schon aufgegeben hatte, treiben neu und kräftig aus. Sowie der Boden ein bißchen angetrocknet ist, muss er dringend gehackt werden und die Un/Wild/Beikräuter, die am meisten stören, ausgezupft werden.

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Auch die Tomaten kommen nun endlich in Fahrt. Nachdem die erste Saat kaum über das Keimblattstadium kam, holt die zweite Saat jetzt kräftig auf. Das muss ich mir dringend für das nächste Jahr merken: ich muss im März keine Panik bekommen, weil ich noch keine Tomaten gesät habe. Auch im Mai gesäte Tomaten werden groß und versprechen gut zu tragen.

An einem der kommenden Wochenenden bekommen die vorderen Tomaten ebenfalls Dächer, bisher war dafür keine Zeit.

Sie können auf diesem Bild übrigens sehr gut sehen, dass ich es mit dem Jäten nicht ganz so genau nehme, bzw. nur dort jäte, wo ich Platz brauche. Die weißblühenden Feinstrahlastern hier im Bild säen sich überall im Garten aus, doch ich mag ihre Blüten sehr und obendrein bieten sie den Tomaten guten Windschutz, deshalb dürfen sie bleiben.

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Der Blick zur anderen Gartenseite ist eher langweilig. Die vielen Stauden sind bereits verblüht, die Blumen, die ich gesät habe, hatten während der Trockenheit keine Chance zu keimen. Viel Erde mit ein bißchen Grün dazwischen … ich hoffe, dass das im Laufe des Sommer noch bunter wird. Nächstes Jahr wird das Staudenbeet sicherlich üppiger blühen, ich muss mich eben in Geduld üben. Und falls das alles nicht so wird, wie ic mir das vorstelle, gibt es eben noch mehr Gemüse, Gemüse kann ich.

Heute ist es hier bereits wieder warm, die Sonne scheint: allerbestes Pflanzenwachswetter. Und allerbestes Schädlingswetter, denn wenn es feucht und warm ist, kommen sie:

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Und sie bringen ihre Freunde mit. Viele Freunde! Weinbergschnecken, Schnirkelschecken, klitzekleine Turmschnecken, weiße Nacktschnecken, schwarze Nacktschnecken, rote Nacktschnecken und Tigerschnegel, die einzigen Schnecken, die ich wirklich mag. Am Wochenende gehe ich auf die Jagd, mit Schaufel und Eimer. Wünschen Sie mir Jagdglück.

Der Dortmunder Blumengarten im Juni

Manchmal kann man den Eindruck gewinnen, ich betreibe einen Bauernhof. Überall Gemüse, Gemüse, Gemüse.

Nee, ich habe tatsächlich einen Garten. In dem gibt es auch Blumen. Gar nicht so wenige sogar. Ich glucke nur nicht so um sie herum wie um das Gemüse. Sie sind irgendwie selbstständiger.

In meinen zwei Teichbecken blühen grad die Schwertlilien. Das ist sehr schön – ein Zeitraum von vier Wochen im Jahr, in dem die Teichdinger am hübschesten ausschauen.

Der Garten im Juni: Schwertlilie mit Hummel

Bei allen meinen Blumen freue ich mich, dass Bienen und Hummeln sie offenbar super finden. Ich mag vor allem Hummeln sehr gerne; ich finde das Konzept „Hummel“ einfach super: ein Tier, flauschig und ein bisschen dicklich, brummsummselt laut durch die Gegend, um Nahrung einzusammeln.

Deshalb habe ich vor einigen Wochen Steinmyrthen gepflanzt. Auf dem Blumentopf stand, sie seien insektenfreundlich.

Der Garten im Juni: Japanische Steinmyrthe

Die Myrthen wachsen zwischen großen Findligen, die wir beim Aufräumen des Gartensgefunden haben. Wenn man ihre Größe sieht, kann man sich das heute gar nicht mehr vorstellen. Aber der Garten war tatsächlich so zugewachsen, dass auch Steine im Gestrüpp verschwanden.

Der Garten im Juni: Fuchsie

Ein bisschen stolz bin ich, dass ich zwei Fuchsien durch den Winter gekriegt habe. Ich hatte, ehrlich gesagt, nicht damit gerechnet. Im Herbst hatte ich sie bis auf die Erde zurückgeschnitten, die Töpfe ind Flies gewickelt und nur ab und an gegossen.

Wie diese Blumen heißen – keine Ahnung. Sehen aber hübsch aus:

Der Garten im Juni: Blume

Seit ich den Garten habe, merke ich, was ich alles nicht weiß. Zum Beispiel wusste ich bis zum vergangenen Jahr nicht, wie Zucchinipflanzen aussehen. Lachen Sie jetzt bitte nicht. Ich war an Zucchini nur mäßig interessiert, auch kulinarisch, und hatte mir nie Gedanken gemacht, wie die Pflanze aussieht, an der sie wachsen (und wie groß sie wird!).

So ging es mir dieses Jahr auch mit Schnittlauch. Natürlich weiß ich, wie Schnittlauch aussieht, aber ich habe es bislang noch nie in freie Natur blühen gesehen. Jedenfalls nicht bewusst:

Der Garten im Juni: Blühendes Schnittlauch

In einer vernachlässigten Ecke des Garten fristet ein Johannisbeerstrauch tapfer sein Dasein. Auch ihn habe ich im vergangenen Jahr deutlich gestutzt. Das macht ihm aber offenbar nichts.

Momentan steht er eingequetscht zwischen den Fenstern fürs Gewächshaus. Seine Früchte sind noch grün:

Garten im Juni: Johannisbeeren

Im Gegensatz zu den Johannisbeeren erröten die Kirschen grad. Mich wundert ein bisschen, dass die Vögel sie nicht wegfressen. Das ist ein verdächtig.

Der Garten im Juni: Kirsche

Auf meinem Balkon habe ich auch jede Menge Blumen. Die zeige ich demnächst mal. Der Balkon kommt immer zu kurz.

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Der Maigarten

Es grünt! Es wächst! Es wuchert!

Der Birnbaum hat eine Woche lang prahlerisch geblüht und erfreut mich jetzt mit sattem Grün. Schade, dass die Birnen, die er im Hochsommer trägt, nicht gut schmecken. (aber Vögel und Wespen freuen sich darüber) Die Erdbeeren dahinter blühen und setzten erste grüne Früchte an. Ich bin froh, dass ich die unzähligen Ableger noch nicht gejätet habe, denn von den neu gesetzten Erdbeeren sind einige nicht angewachsen, ich kann also die entstandenen Lücken noch auffüllen. Das wird dann nächstes Jahr hoffentlich eine reiche Ernte!

Im Staudenbeet tut sich einiges, das zeige ich demnächst mal detailierter. Einige Stauden sind bereits wieder verblüht, andere wie die Lupine, setzen dicke Knospen an. Da das Staudenbeet noch immer sehr, sehr kahl aussieht, habe ich versucht, die überall im Garten wachsenden, wunderbar orange blühenden Ringelblumen zu versetzen. Das klappt nicht. Obwohl ich sie mit dem Spaten komplett aushob und liebevoll wieder einbuddelte, hingen sie am nächsten Tag schlapp in der Gegend herum und waren am vierten Tag trotz aufopferungsvoller Pflege nicht mehr zum Leben zu erwecken. Ich warte also auf die Samen, die ich großzügig verteilen kann. Ebenfalls nicht verpflanzen lässt sich Mohn, gleiches Bild wie bei den Ringelblumen. Die ganzen Blumensamen, die ich händeweise im Staudenbeet verteilt habe, haben vielleicht eine Ameisenkolonie glücklich gemacht oder verweigern einfach das Keimen. Da tut sich fast nichts und ja, das Säen und ich, wir müssen uns wohl noch irgendwie zusammenraufen.
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Vor dem Gartenhüttchen ließ ich mir vom großen Sohn die knochentrockene Erde umgraben. Bevor dort aber am Wochenende/Anfang nächster Woche die Tomaten hinziehen können, sollte es bitte noch einmal kräftig regnen, damit ich diese Erdschollen kleinhacken kann. So wunderbar fruchtbar diese schweren Ton/Lehmböden auch sind, wenn sie austrocknen, lassen sie sich nicht bearbeiten. Dann ist übrigens auch Jäten nicht möglich, unliebsames Kraut kann nur abgerissen und nicht mitsamt Wurzel ausgestochen werden. Doof.

Hinten rechts im Bild kann man ungefähr die Spargelreihe erkennen. Jeden zweiten Tag können dort gut zwei Hände voll grüner Spargel geerntet werden. Tolle Sache und Arbeit machen Spargel auch nicht, wenn sie sich erstmal angesiedelt haben.
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Im Gemüseteil haben die Schnecken jetzt erste Opfer gefordert. Ein Kohlrabipflänzchen hat nur noch ein kümmerliches Blatt, der Endiviensalat hat Fraßspuren. Noch halten sich die Schäden in Grenzen, noch muss ich nicht auf Schneckenjagd gehen, aber meine spitze Schaufel zum Meucheln liegt bereit.

Neulich wurde ich gefragt, was es mit diesen Drahtgestellen auf sich hat: das ist fester Hasendraht, mit einem Durchmesser von ca. einem Meter zum Kreis geformt und knapp 20 Zentimeter tief eingegraben. Ringsherum sind Erbsen gesteckt (die auch schon fröhlich hochranken). In einem schlauen Buch las ich, dass diese Anbaumethode platzsparender als der Reihenanbau sei. Es gab da auch eine phantastische Formel dazu (die ich Ihnen bei Bedarf gerne heraussuche, gerade ist das Buch aber im Gartenhüttchen), aber mir gefiel in erster Linie das Erbsenrund. In der Mitte des einen Erbsenkreises wachsen Kartoffeln, ich komme nämlich nicht bis ganz auf den Boden und kann sie nicht jäten. Mal schauen, ob sich Kartoffeln und Erbsen auch im Garten vertragen (nicht nur auf dem Teller).

Was so hübsch grün zwischen den Beeten wächst, ist Bienenweide (Phacelia), eine Gründüngung, die sich drei Jahre lang auf diesem Gartenteil immer wieder von allein aussäte. Wo sie mich nicht stört, darf sie wachsen. Untergehackt oder rausgezupft ist sie schnell. Es könnte allerdings sein, dass ich aus dem einen Beet statt Bienenweide die ganzen Karotten gezupft habe. Anfängerfehler und wir reden da jetzt nicht mehr drüber, ok?
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Die Blüten der Bienenweide sind von Bienen und Hummeln umsummt, es ist eine reine Freude zuzusehen. Im Herbst lässt man die Pflanzen einfach stehen. Im Winter frieren sie dann runter und im Frühling können die Reste leicht in die Erde eingearbeitet werden. Der Boden, auf dem einige Jahre diese Bienenweide wuchs, federt richtig beim Darübergehen, er lässt sich auch viel leichter bearbeiten, als der Rest des Gartens.
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Ich war einige Tage unterwegs, der Garten ist in dieser Zeit von der Familie nur gegossen werden. Jetzt heißt es für mich Un/Wild/Beikraut zu jäten. Jede Menge Disteln machen sich breit und die braucht ja keiner. Außerdem müssen die Beete gehackt werden! Ein älterer Gartennachbar sagt nämlich, dass dies Gießen spart. Und da ich jetzt schon jeden Abend 15 Gießkannen Wasser durch den Garten schleppe und hinterher das Fass wieder vollpumpen muss, bin ich gerne bereit, dieses Ratschlag zu testen.

Im Garten am Haus sind alle gesteckten Kartoffeln gekeimt, die von den Bauarbeitern platt getrampelten Beerensträucher haben sich erholt. Und der überwinterte Mangold kann schon wieder eine ganze Familie ernähren. (den Hausgarten zeige ich demnächst.) Das ist gerade die allerbeste Gartenzeit, weil man den Pflanzen beim Wächsen fast zusehen kann.

Bärlauchverwertung

Seit ich weiß, dass der Bärlauch im Garten wirklich Bärlauch ist, sage ich mir jeden Tag: Du musst mal was mit dem Bärlauch machen!

Heute war es soweit: Ich habe das Rezept, das Rudi in den Kommentaren gepostet hat, verwendet und konzentrierte Bärlauchpaste hergestellt. Das war recht einfach: alle Zutaten in ein hohes Gefäß, Stabmixer rein, fertig.

Dann aber habe ich einen Fehler gemacht: Ich habe probiert. Direkt vom Löffel. Das war – uuuh. Die Paste ist unangenehm scharf und salzig. Sie ist tatsächlich zu konzentriert, um sie pur zu essen oder auch nur zu kosten.

Aber ich esse sie ja nicht pur! Sondern zu Nudeln. Ein Teelöffel pro Portion, gut umrühren, und es schmeckt wunderbar. Ausprobiert mit kurz gebratenem grünen Spargeln und Spaghetti:

Spaghetti mit Bärlauchpaste und SpargelGut, dass ich direkt Paste aus 500 Gramm Bärlauch hergestellt und eingefroren habe. Das reicht erstmal für die nächsten Monate.

Übrigens auch toll als Geschenk!

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