Blühendes

Auf der anderen Seite ist das Gras immer grüner

Gerne hätte ich Euch jetzt hier mit fertigen Sachen beglückt – mit einem fertigen Baumhaus, mit fertigen Beeten und einem gut gefüllten Vorratskeller.

Aber es ist ja immer so: Irgendwas ist immer, das einen von der Gartenarbeit abhält. Zum Beispiel Arbeit, Herbstgrippe, Termine oder auch Kindergeburtstage. Die im eigenem Garten natürlich mehr Spaß bringen als angespannt in der Mietwohnung darauf zu warten, dass jemand von unten mit dem Besen an die Decke kloppt. Jedenfalls wissen wir jetzt, dass der Rasen wilde Fußballturniere aushält und das Baumhaus auch zehn aufgedrehte Kinder gleichzeitig ziemlich gut bewältigen kann. Vorsorglich haben wir über der Rutsche, im Fenster zum Hof und über dem Aufstieg aber noch Sicherungen angebracht. Und der Auffangbambus im unteren Rutschenauslauf hat auch nur Vorteile – man fällt weicher.

Regenschutz, farbiger Anstrich und Inneneinrichtung hingegen wurde bislang noch vernachlässigt und warten auf einen Zeitslot.

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Dem Rasen gehts prima und die diversen Freihanddüngeaktionen und sogar meine Kellerregal-Entschimmelungsaktion mittels Essigessenz hat er prima weggesteckt. Allerdings: An dem Tag, als der Rasen im Frühjahr gesät wurde, war es sehr, sehr windig. Sehr windig. Aber Horst und seine Freunde wollten fertigwerden und streuten also großzügig Rasensamen. Was dazu führte, dass er die zuvor sehr sorgfältig festgespeisten Kantsteine ignorierte und unbeschwert auf die andere Seite Richtung Hecke rübermachte. Anfangs haben wir die kleinen Grasemporkömmlinge ignoriert, dann milde belächelt, anschließend mahnend angeschaut und schließlich verwünscht. Denn jenseits, wo sie nicht sein sollen, haben sie sich nun prächtig unter die anderen Gräser und den zarten Salbei gemischt und denen das Leben schwergemacht:

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Dafür hat der ohnehin zur Trockenheit neigende Bereich an der anderen Seite des Kantsteins gelitten, also da, wo Rasen sein soll, so dass wir da kürzlich nochmal eingegriffen und nachgesät haben.

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Wenigstens geizt die Hecke nicht mit Herbstleuchten und zeigt sich in den wildesten Gelbtönen. Auch schön. Wobei die Nachbarn alle noch wesentlich mehr grün an der Hecke ihr eigen nennen können. Naja.

Übrigens Tomaten haben wir dieses Jahr auch gepflanzt, darüber habe ich bislang aber den Mantel des Schweigens gehüllt, auch weil hier an anderer Stelle Thorsten und Kollegen zuverlässig wie immer ganz famose Ergebnisse abgeliefert haben. Äh, jedenfalls waren unsere Tomatenpflanzen zu eng gesetzt und hatte auch nicht das nötige Licht. Deshalb haben es nur etwa zehn Exemplare auf den Teller geschafft, und das wegen urlaubsbedingter Abwesenheit auch noch auf den von Schwiegers.

Und den Rest der Tomaten haben die Schnecken gefressen und das war dann auch doof. Immerhin sind die Restpflanzen sie jetzt immernoch grün und wagen es nicht zu welken. Und ich wage es nicht, sie zu entwurzeln. Win-win.

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Der Lavendel und das Ziergras blühen schon seit Monaten und wenn man bedenkt, wie klein beide angefangen haben, ist das doch ein ganz schöner Anblick.

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Wir nähern uns jetzt jedenfalls mit großen Schritten der Winterzeit, aber da kann man ja auch mal ein paar grobe Aufgaben angehen. Rasen mit dem Spaten ausgraben zum Beispiel. Oder Dachpappe festnageln. Oder planen, welche kulinarischen Aufzuchtexperimente im Bereich Obst und Gemüse im nächsten Jahr hier stattfinden sollen. Zeit ist ja jetzt, der nächste Kindergeburtstag ist erst im Frühsommer.

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Der Dortmunder Garten im September

Ein paar Tage zu spät – trotzdem möchte ich diesen wunderschönen September nicht unkommentiert verstreichen lassen.

Das Gartenpanorama aus dem September:

Garten im September: Gartenpanorama

Der September war ein wunderbarer Monat. Schöner, als alle Gartenmonate vorher zusammen. Nachdem mir im Frühjahr die Kirschen vom Baum schimmelten, nachdem die Tomaten kaum einen Sonnenstrahl bekamen und auch ich jämmerlich fror, war der September eine Wucht.

Das Wetter veranlasste die Nachbarin sogar, uns einen kleinen Pool zu kaufen, damit wir im Liegestuhl sitzen und die Füße reinhalten konnten.

Garten im September: Pool

Die Nachbarin ist die Kreisläuferin der Kalendergirls, jener Mannschaft aus Handballrentnerinnen, bei der ich jüngst wieder angefangen habe, Handball zu spielen. Wir haben also gar nicht faul herumgelegen, sondern aktive Regeneration betrieben, während nebendran unsere Trikots trockneten:

Garten im September: Wäscheleine

Eine Wäscheleine im Garten, von Baum zu Baum, finde ich übrigens wahnsinnig romantisch. Na gut – es ist eher bescheidene Haushaltsromantik. Aber die Wäsche duftet danach einfach super. Außerdem trocknet sie innerhalb von zwei Stunden.

Unter der Wäscheleine und unter dem Kirschbaum, dort wo die Vogelfutterstation hängt, wachsen nun Sonnenblumen. Das, was die Meisen, Finken, Rotkehlen und Dompfaffen fallen ließen und was Haustaube Gundula nicht schnell genug aufgepickt hat, ist seiner Bestimmung nachgekommen und gewachsen:

Garten im September: Sonnenblume

So richtig schön war es im Garten aber erst, als ich den Lebkuchen ausgepackt habe. Hach, wie toll! Im Liegestuhl, mit den Füßen im Pool, die Sonne brennt, in der Hand ein kühles Getränk und dabei einen weichen, schokoladigen Lebkuchenstern zum Mund führen. Was will man mehr?

Garten im September: Lebkuchen

Abends dann: Grilling. Im September haben wir nochmal richtig viel gegrillt: Gemüse (Zucchini!), Fleisch und Pizza. Seit neuestem gibt es einen Pizzastein im Haushalt, und wir haben ihn schon viel benutzt – für Pizza, Flammkuchen und Brötchen. Der Teig wird sehr knusprig – ich hätte das vorher nicht erwartet. Ein guter Einkauf des Mitbewohners! Nun möchte ich Pizza nicht mehr anders essen als vom Pizzastein.

Außerdem neu: eine Feuerschale.

Garten im September: Schwedenfeuer

Das Schwedenfeuer hat ziemlich gequalmt, obwohl es augenscheinlich trocken war. Gibt’s da einen Trick? Ich möchte die Nachbarn nicht belästigen.

Zum Gemüse: Es wächst. Immer noch. Oder endlich mal, je nachdem. Thorsten und Gurki entwickeln jedenfalls Ehrgeiz in ihrem kleinen, weißen Gewächshaus und hauen raus, was sie zu bieten haben.

Garten im September: Thorsten im Gewächshaus

Garten im September: Gurke

Im Gemüsebeet ist auch noch was los. Anfang August habe ich ein zweites Mal Salat gesetzt. Eine weitere Ernte sollte drin sein, hatte ich mir gedacht.

Das war eine gute Idee. Denn der Salat gedeiht prächtig und ist bald erntereif.

Garten im September: Salat

Aufgaben im Oktober: Salat aufessen, die restlichen Möhren ernten, Tulpenzwiebeln eingraben, den Garten winterfest machen. Doch bis es soweit ist: die Sonne genießen.

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Zwischen harter Aggression und weinerlicher Verzweiflung

Die Hitze der vergangenen Woche und das Heraufziehen des Herbstes haben einen dicken Vorteil: Die Nacktschnecken haben aufgegeben. Endlich, endlich darf was, was wachsen soll, ohne über Nacht von einer Schneckenarmee zerfressen zu werden!

Gut … es wachsen jetzt bald nur noch Christrosen, aber was solls.

War die Schneckenplage in diesem Sommer besonders schlimm? Ich habe es so empfunden. Schon im Mai ging es los. In den vergangenen Jahren hat es bis in den Juni oder Juli hinein gedauert – also bis Schwüle und Sommergewitter kamen -, eh dass die große Plage ausbrach. In diesem Jahr ging’s von Mai bis September durch. Sie Schnecken haben alles, aber auch wirklich alles abgefressen:

Sonnenblume mit Schneckenfraß

Gebeutelte Sonnenblume

Lupine mit Schneckenfraß

Lupine ohne Chance

Dahlie mit Schneckenfraß

Leidende Dahlie

Meine Gefühle schwankten zwischen harter Aggression und weinerlicher Verzweiflung.

Nicht einmal Kräuter haben sie stehen lassen. Sogar im Thymian hingen sie und haben ihn gefressen. Der Basilikum hatte bis in den August hinein keine Chance. Auch die Minze haben sie weggefräst.

Ich habe alles, wirklich alles versucht. Auch auf die nette Tour. Ich habe die Viecher abgesammelt. So muss sich Sisyphos einst beim Steinerollen in der Unterwelt gefühlt haben.

Ich habe Moos um die ersten Setzlinge gelegt (Kaffeesatz gibt es in diesem Haushalt nicht). Das half ein bisschen. Ich habe allerdings nicht viel Moos im Garten, das ich abzupfen konnte.

Ich habe ein Schneckenschreck-Saatband gepflanzt, das eine unüberwindbare Mauer zwischen Beet und Schnecke bilden sollte: Salat drinnen, Schnecke draußen. Es sprossen ein paar Blüten. Sie wurden von den Schnecken großzügig ignoriert.

Ich habe Schneckenkorn gestreut. Denn es half sonst alles nichts. Bestes Produkt, nach einigem Ausprobieren: Celaflor Limex. Hält lange, schimmelt nicht bei Regen, sehr effizient. Wie man sieht:

Rotkohl mit Schneckenleichen

Rotkohl an Schneckenleichen

(Andere Schneckenabwehrmaßnahmen – darunter Holzschnitze und Kupfer – werden im Hobby-Garten-Blog ausführlich diskutiert.)

Die Schneckenarmee lag danach tot in den Beeten, in ihrem eigenen Schleim, von Fliegen umschwirrt. Das war nicht schön. Aber besser so als anders. Ich bin übrigens sehr sicher, dass genug Tiere überlebt haben, um den Arterhalt zu sichern.

Nächstes Jahr werde ich es mit einem Schneckenstopp-Kupferband probieren, das ich um die Beete spanne. Das ist einigermaßen erschwinglich (pro Meter etwa 1 Euro).

Bis dahin werden die Leichen der in 2016 Dahingeschiedenen die Beete ausreichend düngen.  Ich habe sie jedenfalls regelmäßig und gründlich untergeharkt. Ihre Nachfahren können dann in 2017 gerne am Zaun stehe, von dort auf üppig gedeihendes Gemüse gucken – und Gras fressen.

Immerhin: Der Anfang August noch nachgepflanzte Salat und Kohl gedeiht aktuell prächtig. Jetzt, wo die Schnecken weg sind.

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Schattenbeet – das Problembeet im Garten

Neben der Kräuterschnecke, im Schatten des Hauses, gibt es ein Beet.

Bevor wir den Garten umgestaltet haben, wuchs dort Rasen. Nicht sehr üppiger Rasen. Eher Moos mit Löwenzahn und ein paar Halmen. Denn der Bereich liegt 85 Prozent des Tages im Schatten.

Schattenbeet gestalten

Früh morgens scheint ein bisschen Sonne drauf, danach, bis Mittag, noch ein paar Sprenkel und dann nichts mehr.

Leider ist es so, dass man, wenn man ins Gartencenter fährt, nur wenig Informationen über Schattenpflanzen bekommt. Das Verkaufspersonal braucht man gar nicht fragen; auf den Etiketten der Pflanzen steht es manchmal, mit etwas Glück – dann aber nur „Halbschatten bis Sonne“. Pflanzen, die kompletten Schatten mögen, findet man nicht oder sind nicht als solche ausgezeichnet. Und den Pflanzen mein Beet als „Halbschatten“ zu verkaufen, ist sehr gewagt.

So googelte ich also „Schattenpflanzen“ und „Stauden Schattenbeet“,  las Artikel wie diesen hier, ging in die Gartencenter und stand mit Handy vor den Pflanzen, um zu eruieren, ob „Halbschatten“ möglicherweise auch „Ganzschatten“ bedeuten kann. „Winterhart“ wäre außerdem auch schön.

Das Ergebnis meiner Bemühungen: Ein zusammengewürfeltes Schattenbeet mit Funkie, Farn, Eisenhut, Purpurglöckchen und ein paar Gräsern.

Schattenbeet bepflanzen: Hosta_Funkie

Schattenbeet bepflanzen: Purpurglöckchen

Schattenbeet bepflanzen: Farn

Den Farn habe ich an verschiedenen Stellen im Garten ausgegraben (er wächst bei mir wild) und ihn ins Schattenbeet umgesiedelt. Das hat er gut vertragen. Die Gräser sind ebenfalls gut angegangen und fühlen sich wohl.

Bei Funkie, Eisenhut und Purpurglöckchen muss ich noch schauen. Es geht ihnen nicht schlecht, aber so richtig üppig sind sie bislang nicht. Vielleicht dauert es eine Saison.

Haben Sie sonst noch Tipps? Gerne Pflanzen, die zwischendurch auch mal blühen.

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Der Dortmunder Garten im August

Ein kleiner Blick in den Garten – jetzt im August. Einer der schönsten Monate – der letzte Monat, bevor der Herbst beginnt.

Gartenpanorama im August

Am Terrassenbeet blühen die Zwergdahlien, die Husarenköpfchen und sogar mein bewachsener Stein.

Garten im August: Terrassenbeet

Garten im August: bewachsener Stein

Husarenköpfchen finde ich übrigens außerordentlich praktisch: Die Schnecken mögen sie nicht, sie blühen viele Monate lang, sind pflegeleicht und sagen Bescheid, wenn sie Wasser brauchen, sind nicht nachtragend und wachsen zu schönen Polstern.

Garten im August: Gelb blühende, kleine Husarenköpfchen

Im Gemüsebeet ist die Zeit von Zucchini, Kürbis und Mangold. Die Zucchiniblüten erreichen monströse Größen.

Man kann sie frittieren und essen, oder? Diese hier hätte es verdient:

Garten im August: riesige Zucchiniblüte

Mit drei Zucchinipflanzen habe ich wieder eine Zucchiniflut, die ich diesmal aber gut bewältige. Meist grille ich die Zucchini zusammen mit Paprika und Rosmarin. Gefüllte Zucchinischiffchen gibt es auch.

Sehr lecker ist übrigens dieses Rezept: Zucchinipuffer mit Joghurtsauce.

Garten im August: Zucchini

Ich habe zwei Kürbispflanzen: den Gelben Zentner und Hokkaido. Der erste Zentner hat sich allerdings eine unglückselige Stelle zum Wachsen ausgesucht – genau im Zaun.

Garten im August: zwischen Zaunpfählen eingequetscht wachsender Kürbis

Der erste Hokkaido-Kürbis ist auch fertig:

Garten im August: reifer Hokkaidokürbis

Der Rest des Gartens blüht so vor sich hin: Rosen, Gladiolen, Sonnenhut, Mädchenauge:

Garten im August: Rosen und Insektenhotel

Garten im August: Gladiolen

Die Gladiolen liegen fast im Beet. Das ist optisch nicht so schön. Warum tun sie das? Neigen sie sich der Sonne zu? Oder sind es solche Schluffis?

Wofür sie sich übrigens gut eignen: als Geschenk. Im Beet schauen sie wegen ihrer Schräglage bemitleidenswert aus. In der Vase sind sie toll.

Garten im August: Gewächshaus und Äpfel

Im kommenden Jahr werde ich übrigens nur noch Pflanzen kaufen, die schneckenresistent sind: Mädchenauge und Sonnenblumen sind es offenbar nicht, Sonnenhut ist es hingegen schon. Husarenköpfchen und Männertreu ja, Lupinen nein.

Vielleicht sollte ich hier mal eine Liste machen, bevor ich die Erfahrungen dieses Sommers vergesse und mir im nächsten Jahr wieder alles weggefressen wird.

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Der Dortmunder Garten im Juli

Juli, einer der schönsten Monate des Jahres!

Im vergangenen Monat habe ich noch genölt, wie schlecht das Wetter im Juni war und wie viel es geregnet hat. Nun, allzu viel hat sich nicht geändert. Es regnet leider immer noch – so wie heute:

Garten im Juli: Terrassenblick

Aber ich bin guten Mutes: Eine richtige Sonnenperiode hatten wir hier in Dortmund zwar immer noch nicht, aber der Regen ist weniger geworden. Vielleicht wird es also bald etwas mit dem Supersommer. Noch bleiben ja zwei Monate übrig.

Der Regen tut immerhin den Pflanzen gut. Alles blüht und sprießt: die Blumen, das Gemüse und die Kräuter. In den Gemüsebeeten ist der Salat gar. Ich konnte die ersten Zucchini ernten, und der erste Kürbis reift heran. Gemüsebeet Eins mit Rotkohl, Salat, Möhren und Radieschen:

Garten im Juli: Gemüsebeet mit Rotkohl, Salat, Möhren und Radieschen

Gemüsebeet Zwei mit Salat, Zucchini und Kürbis – im Vordergrund das Saatband „Schneckenschreck“, das nur auf einem von fünf Metern was gebracht hat. Es sieht schon recht zerrupft aus:

Garten im Juli: Gemüsebeet mit Kopfsalat, Zucchini, Kürbis

Der Kopfsalat schießt schon. Ich habe deshalb am Wochenende noch einmal reichlich Salatcremesuppe gekocht und eingefroren. Im Gewächshaus habe ich eine zweite Rutsche Kopfsalat eingesät, die ich beizeiten aussetzen werde. So schnell, wie er wächst, kann ich dann im September eine zweite Ernte einfahren.

Im Gewächshaus wachsen die Thorstis und die Gurken jede Woche fünfzehn Zentimeter in die Länge. Blüten und Früchte gibt’s aber bislang nur ein ganz paar.

Garten im Juli: Im Gewächshaus

Mit den Gurken gibt’s auch ein Problem. Dazu schreibe ich mal einen extra Beitrag – da brauche ich Hilfe.

Für die Tomaten ist das Gewächshaus super: kein Regen von oben, kein Wind von der Seite, viel Licht und ein feuchtwarmes Klima. Jedesmal, wenn ich die Tür öffne, höre ich ein wohliges Brummen. Dadurch, dass wir noch keine wirklich heißen Tage hatten, habe ich auch kein Belüftungsproblem.

Neben Thorsten habe ich zwei Paprika gepflanzt. Sie bekommen jetzt die ersten Kinder:

Garten im Juli: Paprikakind

Vor der Tür wird mein „Rindenmulch-Valley“ jetzt immer bunter. Wenn’s nach mir geht, könnte es noch wilder sein. Aber so eine Neubepflanzung eines Gartens geht ganz schön ins Geld, muss ich feststellen. Es ist erstaunlich: Ich schleppe Pflanze um Pflanze in den Garten, aber er wird gefühlt nicht voller.

Garten im Juli: Gewächshaus

Deshalb ziehe ich einige Blumen nun selbst – zum Beispiel Lupinen. Die sind winterhart und schauen hübsch aus. Leider mögen die Schnecken sie auch gern. Die Lupinen, die ich gekauft und gepflanzt habe, sind fürchterlich abgefressen.

Meine Lupinenkinder:

Garten im Juli: Lupinenkind

Wahrscheinlich ist es auch klug, das erste Jahr abzuwarten und nicht jeden Quadratmeter vollzupflanzen. Im nächsten Sommer werden die meisten Pflanzen wahrscheinlich erst richtig angegangen sein. Wenn dann noch etwas fehlt, kann ich immer noch nachlegen.

Überhaupt braucht manche Pflanze offenbar zwei Jahre, um heimisch zu werden. Von den zwei Apfelbaumspalieren, die ich im vergangenen November gepflanzt habe, trägt nur der Topaz.

Garten im Juli: Topaz-Apfelkind mit Fliege drauf

Der Boskop hatte zwar Blüten, trägt aber keine Früchte.

Die Montbretien, die ich im vergangenen Frühjahr gesetzt habe und von denen 2015 nur die Blätter – ohne Blüten – aus der Erde kamen, blühen jetzt in voller Pracht:

Garten im Juli: Montbretien

Falls Sie übrigens auch eine Kräuterschnecke planen: Machen Sie! Es ist wirklich toll! Bei mir ist sie direkt neben der Terrasse und duftet wie verrückt!

Ich kann allerdings gar nicht so viel kochen und essen, wie ich Kräuter habe. Besonders den Salbei habe ich unterschätzt: Er ist ein Wald.

Garten im Juli: Kräuterschnecke

Bis auf Kerbel sind alle Kräuter angegangen. Von oben nach unten: Thymian, Rosmarin, Oregano, Majoran, Melisse, Salbei, Minze, Bohnenkraut, Schnittlauch, Basilikum, Waldmeister.

Das Oregano blüht momentan sehr hübsch:

Garten im Juli: Blühender Oregano

Demnächst mehr von meinen Gurken – und von meinem Kompost. Für den habe ich ein Geheimrezept aus Fulda entdeckt.

Habt einen schönen Juli!

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Lange Dingsies

Vor dem Winter habe ich jede Menge Blumenzwiebeln in der Erde versenkt.

Ich komme mir mit Blumenzwiebeln immer vor wie ein Eichhörnchen: Mit Freude vergrabe ich, vergesse aber, wo ich was gepflanzt habe. Meistens weiß ich noch, dass ich an einem Ort etwas gepflanzt habe. Nur halt nicht, was.

An der Terrasse wachsen jetzt diese langen Dingsies:

Lange Dingsies

Ich glaube, es ist Allium. Muss aber nicht. Kann auch etwas anderes sein. Ich kann mich nämlich nicht erinnern.

Die Stängel sind jetzt fast zwei Meter lang. Bald ragen sie wie die legendäre Bohnenranke bis hinauf in den Himmel, ich kann hinaufklettern und bin im Reich der Riesen, wo ich wilde Abenteuer erlebe.

Lange_Dingsies_02

Falls nicht: Meine Erwartungen wachsen auf jeden Fall mit jedem Zentimeter Ständel. Nach nunmehr viermonatigem, ausschließlichem Höhenwachstum erwarte ich eine gigantomanische, fantastische, zum Umfallen tolle Blüte, die bis in den Winter hinein wunderschön sein wird. Mit Zauberkräften.

Lange_Dingsies_01

Was man durch die Haut erahnen kann, sieht allerdings eher kleinteilig aus.

Ich werde Sie auf dem Laufenden halten.

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Der Dortmunder Garten im Juni

Letzter Tag im Juni. Höchste Zeit, um den Monatsblick in den Garten zu werfen.

Der Juni in Dortmund in einem Wort: Regen.

Gartenpanorama im Juni 2016

Dicker, prasselnder Regen. Dünner, fieseliger Regen. Schräger Regen. Gerader Regen. Träger, langsamer Regen. Wilder, umhertreibender Regen. Warmer Regen. Kalter Regen.

Dem Salat gefällt das. Er wächst wie sonstwas.

Der Garten im Juni: Salatkopf

Auch die anderen Pflanzen finden es nicht so schlimm wie ich. Fast alle Blumen stehen inzwischen in voller Blüte – die Rosen, die Lilien, das Edelweiss und auch die Lupinen.

Die Haselnuss wächst wie irre. Sie kommt immer spät, aber dann mit allem, was sie hat. Auch die Kräuter in der Kräuterschnecke finden das feuchtwarme Wetter nicht allzu schlecht.

Der Garten im Juni: Edelweiss

Garten_Juni_2016_Lupinen

Der Garten im Juni: Haselnuss und Gewächshaus

Der Garten im Juni: Kräuterschnecke im Dunst

Die Thorstens im Gewächshaus sind die spätesten Thorstens, die ich je hatte, glaube ich. Die größeren haben inzwischen die ersten Blüten. Die kleineren – die, die ich selbst gezogen habe – hinken hinterher, wirken aber glücklich.

Nun ja, ich lebe das inklusive Gewächshaus: jeder Thorsten in seinem Tempo.

Garten_Juni_2016_Gewaechshaus

Von den zwei im November gepflanzten Apfelbäumen trägt übrigens nur einer: der Topaz. Der Boskoop hat geblüht, trägt aber keine Früchte.

Ich nehm’s nicht allzu schwer. Vielleicht muss er sich dieses Jahr noch einleben. Dann wird es halt im nächsten Jahr was.

Garten_Juni_2016_Apfel

Wenn ich meinen Garten so sehe, denke ich: Da kann noch viel mehr blühen! Ich würde am liebsten sofort ins Gartencenter und mir die halbe Halle in den Kofferraum laden. Mache ich dann nach dem Lottogewinn.

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Smoothie-Alarm im Anmarsch

Die Vorfreude ist groß. Noch ein kleines bißchen, und es kommt die Zeit für geballte Smoothie-Power. Weisse Johannisbeeren, Erdbeeren und Brombeeren kündigen sich an, Lecker. Die Stachelbeeren sind dann eher was für den Kuchen.

Smoothies

Und die Gartennachbarn rüsten sich für geballte Grillpower, das Schild gibt den Hinweis.

NachbarnDie Nachbarn bekommen in Kürze einen eigenen Beitrag, wir sind eine Multikulti-Gemeinschaft.

Unsere Blumen sind die wahre Pracht und es ist eine Freude sie anzusehen, auch und trotz der falschen Farben ;-). Die Nachbarn sind voll des Lobes und wir stolz wie Bolle. @Glück

Blumenpracht

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