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Gartenbücher zu verschenken – alle weg!

Die Gartenbücher stapeln sich in allen Ecken, so viele brauche ich wirklich nicht!

Weil sie eindeutige Nutzungsschäden haben, möchte ich sie verschenken. Jedes Buch ist nur einmal vorhanden, wer zuerst „hier! Buch Nummer XX!“ schreit, hat es. Ich melde mich dann per Mail, um zu erfahren, in welche Richtung ich das Buch schicken kann.

Buch Nummer 1

Ein bißchen Geschichte der Bauerngärten, Auflistung der typischen Bepflanzung eines Bauerngartens, Kräuter des Bauerngartens und ihre Anwendung. Dazu sehr schöne Bilder, die zu einem „jetzt, sofort will ich einen Bauerngarten“ führen. Die Ländereien der Grünen Villa ähnelten übrigens niemals auch nur annähernd einem Bauerngarten. Aber schön wäre es gewesen.

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Buch Nummer 2

Ein Grundlagenwerk. Empfehlungen, wann welche Gartenarbeiten erledigt werden können/sollen, schön in Monatsübersicht. Verschiedene Pflanzenportraits, Gestaltungsbeispiele für verschiedenste Gartenecken. Ein nettes Buch für den blutigen Anfänger.

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Buch Nummer 3

Siehe oben. Ich hoffe sehr, dass ich dieses Buch geschenkt bekam und nicht tatsächlich ein zweites Einsteigerbuch kaufte.

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Buch Nummer 4

Die allerbeste Freundin bekam dieses Buch zu Weihnachten geschenkt. Sie konnte nichts damit anfangen und reichte es an mich weiter. Ich las es interessiert, brauche es aber nicht weiter. Ein Buch zum Lesen und Weiterverschenken eben. Kein Ratgeber, sondern die Vorstellung der verschiedenen mittelalterlichen (Kloster)Gärten, samt Schemazeichnung und besonderer Merkmale. Macht Lust, die Gärten zu besichtigen. (Die Marksburg ist nicht weit von uns. Jetzt steht sie auf der Sommer-Ausflugsliste.)

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Buch Nummer 5

Die Grüne Villa hat eine sechzig Quadratmeter große Terrasse. Anfangs hatte ich die Idee, diese Terrasse in einen Garten zu verwandeln. Die Kindelein wollten aber lieber eine Rennstrecke für das Bobbycar und ein wirklich großes Plantschbecken. Einen Terrassengarten hat die Grüne Villa immer noch nicht, dafür wird das Plantschbecken noch immer aufgebaut und überall stehen beflanzte Kübel herum. Für diese habe ich mir durchaus Anregungen aus dem Buch geholt.

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Buch Nummer 6

Mein Lieblingsbuch! Ich habe es unzählige Male durchgeblättert, mich inspirieren lassen und vieles, vieles daraus in unseren Ländereien nachgebaut und umgesetzt. Sinngemäß sagt dieses Buch: „Wenn Sie Kinder haben, dann vergessen sie Ihre Vorstellung von einem gepflegten, akuraten Garten. Schaffen Sie einen Raum, in dem gespielt, getobt, entdeckt und gelebt werden kann.“ Unsere Kindelein sind nahezu erwachsen, das Buch darf jetzt eine junge Familie begleiten.

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Der Garten im Winter

Ich liebe den Winter.

Ich liebe Schnee und Eis, ich liebe sogar diesen eisigen Wind, der die Augen tränen und die Wangen schmerzen lässt. Das Geräusch von unter den Füßen knirschendem Schnee gehört zu meinen Lieblingsgeräuschen und wenn es dicke Flocken schneit, versuche ich diese mit der Zunge zu fangen. (wenn keiner zusieht)

Unglücklicherweise habe ich mir ein Leben im milden Rheintal ausgesucht. Dort schneit es selten. Noch seltener bleibt Schnee liegen. Letzten Winter hat es kein einziges Mal geschneit, ganz selten sank die Temperatur unter null. Sehr enttäuschend. Von den Auswirkungen, die ein Nicht-Winter obendrein auf den Garten hat, erzähle ich ein anderes Mal.

Angeblich gibt es Anzeichen für harte, schneereiche Winter. Wenn es viele Nüsse gibt, zum Beispiel. Oder wenn die Graureiher früh losziehen. Das war in diesem Herbst der Fall, ich rechne also mit ungeahnten Schneemassen, habe mir sogar vorsorglich im Zuge der Hausdachsanierung einen Schneefang auf´s neue Dach schrauben lassen. Ich bin vorbereitet.

Sogar für schneelose Zeiten bin ich vorbereitet, denn wenn mein Garten sich auch in diesem Jahr vielleicht nicht in ein Winterwonderland verwandelt, so kann ich doch wenigstens in Bildern von Wintergärten schwelgen:

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Solch ein schönes Buch! Texte und Bilder (vor allem die Bilder!) sorgen dafür, dass man es eigentlich gar nicht erwarten kann, dass es endlich losgeht mit der klirrenden Kälte. Damit man sich im Garten auf die Suche nach Blättern mit Frostzuckerrand und verdörrten Blüten mit Schneemützen machen kann.

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Wer Ratschläge oder Tipps für den perfekten Winterschnitt von Obstgehölzen sucht, muss in diesem Buch nicht blättern. Es lehrt nicht, es erklärt nichts. Es zeigt nur, dass der Winter keine verlorene Jahreszeit für den Garten ist.

„Der Gärtner braucht genauso seine Winterruhe, wie seine Pflanzen. Man könnte es auch so ausdrücken: es kommt der Punkt, da ist es selbst der passionierte Gärtner vorrübergehend leid, immer für seine Pflanzen da zu sein. Er braucht, wie dies in allem der Fall ist, Abstand. Nicht nur für seine Erholung. Genauso für neue Ideen.“

Besonders der Punkt mit den neuen Ideen gefällt mir. Nachdem ich die wunderschönen Photos gesehen habe, werde ich augenblicklich mit dem Aufräumen und „winterfest machen“ des Gartens aufhören, um möglichem Schnee ein passende Bühne zu bieten.

Das Buch “Der Garten im Winter” von Claus Schulz mit Fotografien von Jürgen Becker, ISBN 978-3-421-03954-5,  ist bei der DVA (Deutsche Verlags-Anstalt) erschienen.

Danke für dieses Rezensionsexemplar!

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Lesen, lernen, inspiriert werden

Mein Name ist Pia und ich habe da ein kleines Suchtproblem: Gartenbücher. Ich kann selten daran vorbei gehen.

Dabei ist es ziemlich egal, ob es sich um Bestimmungsbücher, Einsteigerbücher, Gartengestaltungsratgeber, „Tierhaltung im Garten“-Bücher, „Garten für Faule“- oder „Garten für Ambitionierte“-Bücher, Pflanzempfehlungsbücher, Bücher über Stauden, Schattenpflanzen, Terrassengärten, biologisch-dynamische Gemüsegärten oder den perfekten Schnitt von Heckenfiguren handelt. Gartenbücher sind toll, ich verschlinge sie alle und will danach umgehend rausgehen und meinen Schattengarten in eine Heckentieranlage verwandeln, in der bunte Mangoldstauden neben dicken Kohlköpfen an futuristischen Rosenspalieren stehen.

Viele Jahre lang habe ich vergeblich versucht, meinen Garten nach irgendeinem dieser Bücher zu modellieren, letztlich kamen mir dabei aber immer diverse Kinder, zu wenig Zeit und Lust, das Wetter, unpassende Erde und jede erdenkliche Ausrede dazwischen. Ich habe das zwar mittlerweile erkannt, Gartenbücher sind aber weiterhin meine große Leidenschaft und es ist für mich ein echtes Fest, ein ganz neues Buch in Händen zu halten. Am Besten zum Ende des Gartenjahres, wenn die Gartenmüdigkeit einsetzt. Dann kann ein schönes Gartenbuch ein echter Starter sein, sei es, um künftige Beete noch vorzubereiten oder wenigstens zu planen und aufzuschreiben, was im nächsten Frühling passieren soll.

Ab und zu werde ich Ihnen eines dieser Gartenbücher vorstellen und schonungslos offen und völlig subjektiv berichten, ob und was es taugt.

Heute: „Ein Garten nach der Natur“ von Ursel Borstell und Bärbel Grothe

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Der Titel des Buches führte mich ein bißchen in die Irre. Ich dachte nämlich „oh prima! Da hat jemand ein Stück Natur (= in meiner Vorstellung ein verwilderter Garten) in einen wunderschönen Garten verwandelt. Also das, was ich schon ewig versuche. Es ist aber ganz anders!

Familie Altena hat den elterlichen Nebenerwerbshof samt seiner Weiden und dem Nutzgarten sozusagen zurück in einen Naturgarten verwandelt. 5000 Quadratmeter Naturgarten sogar, darin ein Teich, verwunschene, verwinkelte Pfade, lauschige Plätzchen und eine traumhafte Blütenpracht. Der Garten umfasst unterschiedliche „Themenräume“, für mich unglaublich beeindrucken und mit sofortigem „ach hätte ich das auch!“-Effekt: der Waldgarten!

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Mit Rücksicht auf Flora und Fauna finden sich sehr viele heimische Gehölze und Blühpflanzen im Garten, Totholz darf liegen bleiben und Brennnesseln sind in Randbereichen erlaubt. Wieviel Liebe in diesem Garten steckt, sieht selbst ein Gartenlaie beim Betrachten der Bilder, die Texte dazu bekräftigen das nur.

Hand in Hand mit der Natur zu wirken, war der Anstoß und bleibt der Ansporn der gartenschaffenden. Nie ging es darum, „nur Blumenbeete anzulegen“. „Darin fehlt das Herz“, ist Ingrid Altena überzeugt, „ich möchte Orte schaffen, die dem Standort und den Belangen der Tiere gerecht werden.“

„Ein Garten nach der Natur“ ist kein Lehrbuch. Dem Leser wird nicht erklärt, welche Pflanzen gerne nebeneinander wachsen oder wie sich ein harmonisches Blütenmeer gestalten lässt. Es ist ein Buch, das ganz herrlich zu einer Tasse Tee an einem stürmisch-grauen Herbsttag, an dem man auf gar keinen Fall in den eigenen Garten möchte, passt. Es lässt keinen Zweifel daran, wieviel Arbeit ein Garten dieses Ausmaßes mit sich bringt – und wieviel Glück.

Ich nehme es gerne zur Hand. Blättere darin, lege Merkzettel hinein (die Idee, die Obstbaumscheibe mit rot- und rosablühenden Erdbeeren zu unterpflanzen, übernehme ich sofort!) und stelle mir vor, wie aus der zugewucherten Ecke ganz hinten in meinem Garten vielleicht doch etwas ganz anderes werden kann.

 

Das Buch „Ein Garten nach der Natur“, ISBN 978-3-421-03934-7,  ist bei der DVA (Deutsche Verlags-Anstalt) erschienen.

Danke für dieses Rezensionsexemplar!

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Nachtrag! Diesen wunderschönen Naturgarten kann man auch via Internet besuchen: Naturgarten  Altena

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