Bäume und Sträucher

Das Kirschendesaster

Es regnet und regnet und regnet.

Das Ergebnis: Die Kirschen sind im Eimer. Alle Früchte: schimmelig.

Verschimmelte Kirschen im Baum

Ich schiebe es auf den Dauerregen. Denn der Nachbarin geht es genauso: Auch ihre Kirschen sind alle oll.

Im Juni gab es kaum einen Tag in Dortmund, an dem es nicht geregnet hat – und wenn, dann war es schwül und feuchtwarm. Symbolbild:

Kirschbaum im Regen

Es ist frustrierend, das schimmelige Zeug im Baum hängen zu sehen. Aber abpflücken und entsorgen? Uuuuaah. Eklig.

Eine Handvoll Kirschen konnte ich retten. Dachte ich. Nur einen halben Tag später begannen auch sie, in der Schale zu schimmeln. Also weg damit.

Kirschen in weißer Schale

Adé, Kirschensommer. Bis nächstes Jahr.

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Der Dortmunder Garten im Juni

Letzter Tag im Juni. Höchste Zeit, um den Monatsblick in den Garten zu werfen.

Der Juni in Dortmund in einem Wort: Regen.

Gartenpanorama im Juni 2016

Dicker, prasselnder Regen. Dünner, fieseliger Regen. Schräger Regen. Gerader Regen. Träger, langsamer Regen. Wilder, umhertreibender Regen. Warmer Regen. Kalter Regen.

Dem Salat gefällt das. Er wächst wie sonstwas.

Der Garten im Juni: Salatkopf

Auch die anderen Pflanzen finden es nicht so schlimm wie ich. Fast alle Blumen stehen inzwischen in voller Blüte – die Rosen, die Lilien, das Edelweiss und auch die Lupinen.

Die Haselnuss wächst wie irre. Sie kommt immer spät, aber dann mit allem, was sie hat. Auch die Kräuter in der Kräuterschnecke finden das feuchtwarme Wetter nicht allzu schlecht.

Der Garten im Juni: Edelweiss

Garten_Juni_2016_Lupinen

Der Garten im Juni: Haselnuss und Gewächshaus

Der Garten im Juni: Kräuterschnecke im Dunst

Die Thorstens im Gewächshaus sind die spätesten Thorstens, die ich je hatte, glaube ich. Die größeren haben inzwischen die ersten Blüten. Die kleineren – die, die ich selbst gezogen habe – hinken hinterher, wirken aber glücklich.

Nun ja, ich lebe das inklusive Gewächshaus: jeder Thorsten in seinem Tempo.

Garten_Juni_2016_Gewaechshaus

Von den zwei im November gepflanzten Apfelbäumen trägt übrigens nur einer: der Topaz. Der Boskoop hat geblüht, trägt aber keine Früchte.

Ich nehm’s nicht allzu schwer. Vielleicht muss er sich dieses Jahr noch einleben. Dann wird es halt im nächsten Jahr was.

Garten_Juni_2016_Apfel

Wenn ich meinen Garten so sehe, denke ich: Da kann noch viel mehr blühen! Ich würde am liebsten sofort ins Gartencenter und mir die halbe Halle in den Kofferraum laden. Mache ich dann nach dem Lottogewinn.

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Smoothie-Alarm im Anmarsch

Die Vorfreude ist groß. Noch ein kleines bißchen, und es kommt die Zeit für geballte Smoothie-Power. Weisse Johannisbeeren, Erdbeeren und Brombeeren kündigen sich an, Lecker. Die Stachelbeeren sind dann eher was für den Kuchen.

Smoothies

Und die Gartennachbarn rüsten sich für geballte Grillpower, das Schild gibt den Hinweis.

NachbarnDie Nachbarn bekommen in Kürze einen eigenen Beitrag, wir sind eine Multikulti-Gemeinschaft.

Unsere Blumen sind die wahre Pracht und es ist eine Freude sie anzusehen, auch und trotz der falschen Farben ;-). Die Nachbarn sind voll des Lobes und wir stolz wie Bolle. @Glück

Blumenpracht

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Die Ameisen sind auch schon da

Es ist Ruhe eingekehrt im Unterholz. Alles wächst und wir erfreuen uns an der Vielfalt der alten Pflanzen, die erhalten werden konnten und der neuen Gewächse, die mit ordentlich Wasser, Sonne und viel Liebe beim Wachsen begleitet werden.

Hier etwa einer der alten Rhododendronbüsche, der trotz mehrmaliger Umpflanzung brav seine Blüten präsentiert. Das Ganze gibt es auch noch in pink und weiß, es ist eine wahre Freude.

Rhodo_2016-05-25

Neben dem Genuß am alten Bestand tasten wir uns sehr, sehr langsam auch an eigene Projekte heran. Nicht an das ambitionierte Gemüse, das in anderen Gärten derzeit Saison hat. Nein, hier müssen kleine Erfolge mit an Robustheit nicht zu übertreffenden Pflanzen ran. Erst hatte ich an Brennesseln gedacht, da wurde ich allerdings vom Rest der Familie überstimmt.

Also dann: Kräuter. Rosmarin. Salbei, Minze, Zitronenmelisse, Thymian. So dankbar. Und praktisch.

Rosmarin_2016-05-25

Das Gras wächst übrigens auch. Mittlerweile liegen wir nur noch selten auf dem Bauch mit der Nase vor der Rasenkante und staunen. Man sieht das Grün schon von weitem leuchten, das macht auch ganz schön Spaß. Guckt mal:

Gras_2016-05-26

Allerdings hat sich auch ein sehr kreatives Ameisenvolk mit seiner Höhle direkt vor unsere Nase gesetzt und dabei keine architektonische Finesse ausgelassen. Während einer mehrtägigen Abwesenheit unsererseits haben sie es sogar bis ins Haus geschafft und eine lustige kleine Party gefeiert.

Übrigens ist es kein schönes Gefühl, wenn eine Ameise unbemerkt am Bein hochkrabbelt, sich dann auf Gesäßhöhe plötzlich nicht mehr wohl fühlt und auf ihre eigene Verteidigungsstrategie mit Säure oder Beißen oder beidem zurückgreift. Das hält lange vor und macht sehr wenig Freude.

Daher: Kennt Ihr Tipps, Ameisen dezent und ohne Chemiekeule wieder loszuwerden?

Ameisen_2016-05-26

 

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Der Dortmunder Garten im Mai

Der Mai ist so super! Innerhalb von nur wenigen Wochen wechselt der Garten vom braunen Winter-Matsch-Modus ins Sommerprogramm. Ich kann mich grad gar nicht sattsehen.

Gartenpanorama Mai 2016

Der Garten im Mai

Anfang Mai habe ich viel gepflanzt, auch wenn man davon aktuell noch nicht so viel sieht. Die zarten Neulinge müssen halt erst wachsen. Auf und an den Mauern stehen auf jeden Fall jetzt Edelweiß, Grasnelken, Lavendel, Mauerpfeffer, Rosen, Pfingstrosen und Stockrosen, Lupinen, Canna und irgendwelche Stauden, deren Namen ich vergessen habe.

Die Nacktschnecken hatten schnell raus, welche Pflanzen sie mögen. Nämlich Lupinen und Edelweiß. Außerdem fressen sie im Kräuterbeet den Thymian und die Minze weg. Komisch, hätte ich nicht gedacht. Denn die beiden riechen ja sehr stark. Der Kampf Mensch gegen Schnecke hat jedenfalls begonnen.

Neulich fragte mich Livia, wie es in den Gemüsebeeten aussehe. Die Antwort: bescheiden.

Noch leeres Gemüsebeet

Im Hintergrund: Karotten, Radieschen und Salat. Bald.

Okay – bis vor drei Wochen war’s auch noch bitterkalt. Ich habe erst Ende April angefangen, einzusäen.

Salat, Möhren und Radieschen habe ich in diesem Jahr mithilfe eines Saatbandes gesät. In den vergangenen Jahren hatte ich per Hand gesät, das war suboptimal, weil zu eng. Ich konnte die feinen Samen nicht sehr gut portionieren und bin dann auch zu bequem, die Pflanzen auseinanderzufriemeln und zu vereinzeln. Allerdings ist die Saatband-Sache entweder ein Schuss in den Ofen oder das Gemüse lässt sich Zeit. Jedenfalls ist nur mit viel gutem Willen ein Hauch von Radieschen zu sehen.

Die Salatsetzlinge, die ich zusätzlich gepflanzt habe, sind auch alles andere als motiviert.

Salat - noch ziemlich winzig

Salat, noch unentschlossen

Um die Ecke, ein bisschen ums Haus rum, habe ich meinen Obstgarten. Bislang dümpelte dort ein roter Johannisbeerbusch. Ich habe ihm Gesellschaft verschafft: schwarze Johannisbeere, Heidelbeere, Gojibeere (Bocksdorn), einen Zwergpfirsichbaum und eine Kiwi.

Der Zwergpfirsich kümmert ein bisschen vor sich hin. Eine Seite sieht gut aus: grüne Blätter, erste Früchte. Die andere Seite welkt. Ich hatte ihn im Schlussverkauf erworben, er war preiswert, aber ein bisschen mitgenommen – ich hoffe, er kriegt die Kurve. Manchnmal brauchen Pflanzen ja auch ein bisschen, um sich einzuleben, und kommen dann im nächsten Jahr groß raus.

Zwergpfirsichkind

Zwergpfirsich

Ich liebe übrigens Heidelbeeren. Sie sind mein absolutes Lieblingsobst, besonders mit Joghurt oder auf meinen Overnight Oats. Was liegt also näher, als sie anzupflanzen.

Die Heidelbeerbüsche waren übrigens die teuersten unter den Obstbüschen. Das scheint eine Parallel zur Obsttheke im Supermarkt zu sein.

Heidelbeerfrüchte

Heidelbeere

Die Nachbarn meinten schon: „Das ist ja wie im Rewe! Demnächst kannste am Gartentörchen ’ne Kasse aufstellen und wir kommen mit’m Körbchen!“ Allerdings wunderten sie sich über die Kiwi. „Is’n dat Neuseeland hier?!“ Hallo?! Dortmund ist ja wohl fast wie Neuseeland.

Angeblich soll die Kiwi winterhart sein. Wohlfühlen tut sie sich jedenfalls: Sie geht ab wie Schmidts Katze und kringelt sich in Formel1-Geschwindigkeit die Rankhilfe hoch.

Kiwiranke

Kiwikringel

Kiwiknospe

Kiwiknospe

Allerdings sagten mir nun schon zwei Leute, dass es eine männliche und eine weibliche Pflanze braucht, damit es Früchte gibt. Naja, dann bewundere ich dieses Jahr halt nur die Blüten.

Ansonsten: Im Gewächshaus gibt’s bald Gurken. Die erste Frucht ist da. Die Thorstens wachsen und wachsen. Der Eigenbau tut, was er soll und macht ein tolles Klima (für die Pflanzen, für mich nicht so sehr). Bald ziehen noch Auberginen, Honig- und Wassermelone ein.

Überall blüht’s, und die Apfelbäume haben sich auch eingelebt.

Apfelblüte

Spalierapfel

Blühender Busch vor Gewächshaus

Busch vor Gewächshaus

Blume für Gewächshaus

Es blüht.

Es blüht.

Auch hier blüht’s.

Kräuterschnecke

Große Kräuterschneckenliebe

Schleifenblume

Schleifenblume

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Wächst es schon?

Ihr ahnt es: Es passiert momentan nicht so viel im Garten.

Wobei das eigentlich direkt widerlegt werden kann, denn es passiert viel undercover, heimlich, im Stillen. Es wächst nämlich. Pflanzen, Stauden, Gras. Alles.

Horst und seine Kollegen haben inzwischen den Garten in Rekordzeit fertiggestellt. Beete sind angelegt, eine flotte Rotbuchenhecke umsäumt das Grundstück zur Straße hin und die Rasenkantensteine sind akkurat verlegt worden. Das Tollste momentan, das wir bei dem sommerlichen Wetter schon genießen können, ist die Holzterrasse:

Terrasse_Unterholz_2016-05-10

Für die übrige Fläche ist Rasen vorgesehen. Der wurde vor zehn Tagen gesät und ab da sah man einzelne Mitglieder der Familie bisweilen bäuchlings Auge in Auge mit dem Grassamen auf der Terrasse liegen. Weil „die haben gesagt, das geht jetzt schnell mit dem Wachsen“.

Tag eins: Es tut sich nichts.

Tag zwei: Es tut sich nichts, der Wind verteilt ein paar Samen gen Hecke.

Tag drei: Eine Amsel pickt lustlos auf der Rasenfläche herum. Wir googeln, ob Amseln Grassamen fressen.

Tag vier: Es regnet. Gut.

Tag fünf: Die Sonne scheint. Oben gezeigtes Bild entsteht. Ich überlege, ob ich noch ein Kamel ins Bild reinschmuggele.

Tag sechs: Wir werden ungeduldig und überlegen, ob Rollrasen die bessere Alternative gewesen wäre.

Tag sieben: Wir warten immer noch. Die Kinder helfen nach und düngen mit Steinen und Sand.

Tag acht: Unbemerkt von allen hat sich ein hellgrüner Schimmer über der Fläche gebildet, fast wie eine Fata Morgana. Da ist er, der Rasen. Zart und zögerlich zeigt er sich an der Oberfläche und freut sich über Sonne und Wasser.

Gras_unterholz_2016-05.10

Jetzt sind wir glücklich und tapern, wahrscheinlich sehr zur Belustigung der bereits erfahrenen Nachbarn, etwas ungelenk mit dem Schlauch durch die Botanik und versorgen den Rasen mit regelmäßigen Erfrischungen.

Und ab sofort sind wir auch Mitglied im Club „Super, es regnet, das ist gut für die Pflanzen“. Unsere Eltern lächeln wissend.

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Die Fichte

Mit der Fichte hat eigentlich alles angefangen. Also unser Gartenprojekt. Die Fichte war ein riesiger, den gesamten Häuserblock überragender Hingucker im hinteren Garten. Dicht, breit und perfekt gewachsen. Ziemlich genau 50 Jahre lang.

Der Vorbesitzer des Grundstücks hat sie irgendwann in den Sechzigern im Garten eingeplanzt, da war er ein kleiner Junge und sie ein kleiner Weihnachtsbaum.

Inzwischen war sie auf etwa 40 Meter Länge gewachsen und ihr Stamm so dick, dass man eine ganze Gartenhütte dahinter verstecken konnte. Ihre Wurzeln drängten sich hoheitsvoll am benachbarten Zaun vorbei, an einigen Stellen hoben sie ihn sogar ein wenig aus den Angeln.

Wenn man die Fichte bis ganz oben anschauen wollte, musste man den Kopf sehr weit in den Nacken legen und gegen das Licht blinzeln. Auf ein hochformatiges Foto passte sie von Nahem gar nicht drauf (man stelle sich jetzt nochmal die dreifache Länge jenseits des oberen Bildrandes vor):

 

Was für ein Baum. Leider bei Sturm ein ziemlicher Wackelkandidat, das Knarzen bei Wind war überall zu hören und das letzte Gutachten, das die Standfestigkeit bestätigte, lag Jahre zurück.

Erstes Projekt – erster Konflikt: Darf man so einen Baum einfach fällen? So einen wunderschönen? Es ging hin und her, wir diskutierten dieses Thema vermutlich länger als den gesamten Hausumbau. Abschließendes Urteil: Die Fichte wird gefällt. Der Sicherheit zuliebe.

Wir haben dann versucht, der Stadt den Baum als Weihnachtsbaum für den Marktplatz zu vermachen, aber selbst dort wurde von diesem wuchtigen Geschenk Abstand genommen, weil kein ausreichend großer Kran zum Abtransport bereit gestanden hätte.

Um es ihr ein bisschen leichter zu machen, haben wir für das Fällen zwei versierte Baumkletterer engagiert, die sich an einem diesigen Dezembertag sachte und mit großtmöglichem Respekt mit Gurt, Säge und Seilen gen Spitze aufmachten. Das alleine dauerte schon sehr lange. Dann sprang die Säge an und die ersten Äste fielen.

Schritt für Schritt arbeiteten die beiden sich von oben nach unten voran. Auch der ehemalige Grundstücksbesitzer war gekommen, um sich von seinem Baum zu verabschieden.

Irgendwann stand dann nur noch der Stamm.

Der Garten indes war mit den Zweigen gefüllt, und zwar nicht zu knapp. Ein durch das Spektakel und den Fichtennadelduft herbeigeeilter Nachbar mit botanischen Fachkenntnissen klärte uns dann noch über die genaue Art auf. Es handelte sich wohl um eine Coloradofichte.

Als eine Woche später die Zweige abtransportiert waren, wurde der Stamm scheibchenweise abgesäbelt und formschön überall im Garten platziert. Kaminbesitzer rückten an und machten sich an die Zerteilung und den Abtransport, was mindestens  bis Ostern dauerte. Auch, weil gleich noch zwei weitere Fichten den selben Weg gingen.

 

Die Spitze der Coloradofichte diente uns übrigens in dem Jahr als Weihnachtsbaum. Und so schloss sich dann doch noch so ein wenig der Kreis.

 

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Der Aprilgarten 2016

ist üppig grün! Vergleichen Sie gerne mit dem Aprilgarten im letzten Jahr, als ich alles frisch anlegte.

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Von den vielen Stauden, die ich letztes Jahr pflanzte, sind fast alle wieder da. Ein Hoch also auf den milden Winter! Kalifornischer Mohn, Ringelblumen und Schlafmohn, deren Samen ich großzügig verteilte, marodieren durch die Beete und das ist absolut in Ordnung. Da, wo sie mich stören, lassen sie sich ja leicht jäten. Im Vordergrund ist das Erdbeerfeld, dass sich noch unter Gänsedisteln und Löwenzahn versteckt. Ich fand es letztes Jahr wirklich hübsch, als der Löwenzahn leuchtend gelb blühte. Als er sich aber zu nicht weniger hübschen Pusteblumen entwickelt hatte, war der gar nicht mehr so kleine Hund in unsere Leben getreten und hatte uns jegliche Gartenzeit geraubt. Ich habe letztes Jahr also das Beschäftigungsprogramm für die nächsten zwei Wochen gesät: Löwenzahn ausstechen, große Freude!

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Die Gemüsebeete sind teilweise noch nicht leergeräumt, teilweise leer, teilweise sogar schon wieder mit Weiß-, Spitz- und Rotkohl, Kohlrabi, Fenchel, Knollensellerie, Mangold und Salat bestückt. Bohnen sind auch gesteckt, Erbsen und Steckzwiebeln folgen die nächsten Tage. Eines meiner Beete habe ich an meinen sieben Jahre alten Gartenhelfer abgetreten, demnächst zeige ich dieses Beet genauer!

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Am noch immer teilweise unbedachten Tomatenhaus lehnt der Staketenzaun, den der große Sohn mir gerade aufbaut. Das üppige Grün auf dem Boden sind Klatschmohn und Feinstrahlastern. Bis die Tomaten im Mai ins Freie kommen, werde ich diese Flut hoffentlich eingedämmt haben.

Meine Gartenmotivation ist riesig und es gibt sogar wieder ein bißchen Zeit, denn der gar nicht mehr so kleine Hund braucht zwar noch immer viel Bewegung, findet aber zwischen den Hunderunden gut zur Ruhe und lässt mich wieder arbeiten. Und Arbeit gibt es sowohl in diesem Garten als auch in dem am Haus reichlich.

Neu hier im Garten sind zwei Johannisbeer- und zwei Stachelbeersträucher, sowie eine Jostabeere. Alle fünf ausgegraben bei der Nachbarin, die ihren Garten gerade arbeitsfreundlich plattmachen lässt. Ebenfalls neu ist eine Feige, die mir im November gebracht wurde, weil sie an der falschen Stelle in einem Garten wuchs. Alle umgepflanzen Sträucher und Bäume treiben aus, ich bin sehr glücklich darüber!

Hach! Es geht wieder los!

Eröffnung der Dortmunder Gartensaison

Endlich! Die Gartensaison ist eröffnet!

Wenn ich mich sogar schon aufs Rasenmähen freue, wird es Zeit, dass der Frühling kommt und die Felder bestellt werden. Am Wochenende war es soweit: Freier Samstag, 15 Grad, rein ins Auto, ab in den Baumarkt, Pflanzen kaufen!

Der kommende Sommer ist der erste im neu angelegten Garten. Das erste Jahr, in dem ich keine Beete anlegen, Wurzeln ausgraben oder irgendwas bauen muss. Stattdessen darf ich nur schöne Dinge tun. Ein Traum!

Das Auto war bei der Heimfahrt auch nur ein bisschen voll:

Kofferraum und Rückbank voller Pflanzen

Natürlich möchte ich am liebsten alles auf einmal tun, wenn es endlich im Garten losgeht. So war es dann auch. Ich habe …

  • das erste Mal Rasen gemäht (juchhuu!)
  • meine Kräuterspirale bepflanzt
  • Beerenbüsche und eine Kiwipflanze gesetzt
  • Schattenstauden gesetzt
  • Rosen gepflanzt
  • zwei Beete umgegraben
  • meine Steinmauern mit Alpenveilchen und anderen Steingartenpflanzen verschönert
  • Salat, Kürbis, Tomaten, Zucchini, Auberginen und Radieschen eingesät
  • ein paar Balkonblumen eingetopft

Das hat acht Stunden gedauert. Danach war ich ratzfertig. Ich hatte einen Ganzkörpermuskelkater, als hätte ich einen Bus von Dortmund bis nach Brilon gezogen.

Bepflanzte Kräuterschnecke mit kleinen Schildchen

Die Kräuterspirale habe ich nach Lehrbuch bepflanzt: oben mediterrane Pflanzen, die es eher trocken mögen (Thymian, Rosmarin), und nach unten Kräuter, die mehr und mehr Wasser brauchen. Ganz unten Petersilie, Schnittlauch und Kerbel. Ein Teil der Spirale liegt im Schatten. Mal schauen, wie den Pflanzen das bekommt.

Aufgeharktes Beet mit 5 Saatbändern, davor ein Kniekissen

Bei den Beeten habe ich das erste Mal mit Saatbändern gearbeitet. Salat und Radieschen habe ich so eingesät. Denn in den vergangenen Jahren war mein Problem, dass ich die kleinen Samen nicht in geordneten Abständen ins Beet bekommen habe – aus mangelndem Geschick und weil mir dazu die Geduld fehlt.

Auf der Fensterbank im Wohnzimmer stehen auch die ersten Thorstens. Dank vieler Geschenke habe ich in diesem Jahr neben Cherry-Tomaten ein paar außergewöhnliche Sorten gepflanzt: Mallorquín, Black Russian, Green Zebra Cherry und Taiko.

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Grünschnittwetter

Spätestens, wenn die Straßenmeistereien mit dem Grünschnitt beginnen und Staus auf den Autobahnen produzieren, weiß die findige Gärtnerin: Jetzt ist es Zeit, auch im eigenen Garten Hand anzulegen.

Gleichzeitig ist es ein schönes Ritual, um das neue Gartenjahr einzuläuten: Alles in Form stutzen, damit es ab dem Frühjahr umso üppiger wachsen kann.

Diesmal lag der Schwerpunkt auf der Haselnuss.

Haselnuss_beschneiden_02

Die Haselnuss steht an der Grenze zum Nachbargrundstück und wuchs ursprünglich bis an die Dachrinne des Hauses hinauf. Die Nachbarn im zweiten Stock wohnten vollständig im Wald. Ich glaube, das hat sie gar nicht mal gestört, trotzdem haben wir die Haselnuss bei unserem Einzug großzügig gekappt.

Doch sie wächst sehr schnell. Außerdem zieht sie mittlerweile die Terrasse der Nachbarn zur Rechten in Mitleidenschaft und nimmt dort Platz weg. Die Nachbarn haben sich noch nicht beschwert; sie schneiden einfach weg, was sie stört. Aber die Arbeit muss ja nicht sein.

Also lieh der Mitbewohner eine elektrische Motorsäge aus, und wir kappten vorne und hinten ein paar der vielen Stämme.

Haselnuss_beschneiden_01

Das hat auch den Vorteil, dass die frisch gepflanzten Apfelbäume zukünftig mehr Licht bekommen. Denn die Sonne kommt ab dem Mittag aus Richtung der Haselnuss, so dass sie Licht wegnimmt.

Die Arbeiten mit der Elektrosäge liefen reibungslos: Für das, was sie tun sollte, war die Kraft der Säge absolut ausreichend.

Haselnuss_beschneiden_03

Die Arbeiten produzieren natürlich jede Menge Holz. Doch anders als bei den Baumschnitten vorher, nach denen wir immer auf einem Haufen Grünzeug saßen und nicht wussten, wohin damit, lernen wir dazu und haben uns schon vorher überlegt, was wir mit den Resten tun wollen.

Die Äste haben wir erstmal an der Hauswand gelagert. Sie werden in den Hochbeeten des Gewächshauses, die der Mitbewohner im März baut, eine Grundlage für den Gemüseanbau bilden.

Haselnuss_beschneiden_aeste

Dazu werden wir sie häckseln und auf dem Boden der Hochbeete verteilen. Im nächsten Jahr werde ich vielleicht kleine Beet- und Wegeinfassungen daraus bauen.

Die Stämme gehen an die Verwandtschaft im Sauerland. Dort stehen Kaminöfen, die sich über Futter freuen.

Haselnuss_beschneiden_staemme

Außerdem behalte ich zwei oder drei, um den Haufen Totholz, den ich ohnehin im Garten habe, etwas anzureichern. Das freut die Insekten und die Molche.

Die übrigen Büsche und Bäume waren gut in Schuss, so dass wir dort nur wenig weggeschnitten haben: ein bisschen an der Kirsche, ein bisschen am Hibiskus. Am Kirschbaum haben wir die Äste entfernt, die aus der Krone direkt und gerade nach oben wachsen. Tipps zum Baumschnitt, insbesondere bei Obstgehölzen, gibt es unter anderem hier und hier.

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