Bäume und Sträucher

Pflanzensouvenire aus Teneriffa

Vor Weihnachten war ich auf Teneriffa, um zu wandern und Sonne zu tanken.

In einem der vielen Souvenir-Läden bin ich dem Touristenvirus erlegen und habe einen Dreierpack Pflanzen gekauft. So Töpfchen, die man mit ins Handgepäck nehmen darf, verkauft am Flughafen und im Loro Parque, mit Plastikummantelung und einem „Alles okay“ vom Zoll. Sie waren gut verpackt, aber ich hatte trotzdem nicht viel Hoffnung, dass sie überleben.

Aber doch! Sie haben den Flug bestens überstanden und gedeihen nun prächtig auf der Fensterbank.

Pflanzensouvenir aus Teneriffa, gedeihlich auf der deutschen Fensterbank

Was es für Pflanzen sind (Strelizie? Kamelie? Dings? – Himmel! Ich kann mir so schlecht Pflanzennamen merken!) habe ich vergessen. Es wird also eine Überraschung.

Bleiben Sie also dran, wenn wir demnächst der Frage nachgehen: Was hat Vanessa importiert?

Der Dortmunder Garten im November

November. Der Monat, der mir zeigt, warum der Sommer so schön ist. Und das Frühjahr.

Obwohl: Wenn es stürmt, mag ich den November. Und wenn es Frost gibt, auch. So wie an diesem Morgen:

Der Garten im November: Morgendliches Gartenpanorama

Schon sehr schön, was die Natur so macht:

Der Garten im November: Frost an Strauch

Der Garten im November: Frost an Blättern

Der Garten im November: Frost an Dickblattgewächsen

Der Garten im November: Frost an Husarenköpfchen

Derweil sind im Beet einige Blumenknollen gesprossen. Manchmal verstehe ich nicht, was sich die Blümchen dabei denken.

Im September standen in einem anderen Beet plötzlich Hyazinthen – aber nur die Blätter, keine Blüten. Jetzt das hier. Irgendwas geht da durcheinander:

Der Garten im November: Knospende Blumenzwiebeln

Am heutigen Sonntag habe ich den Garten zurückgeschnitten: die Lilien, die schon gelb waren, die Herbstanemonen, die verblüht waren, die Rosen, die nun in den Winterschlaf gehen. Außerdem habe ich die Leichen des Frostes entsorgt: Minze, Husarenköpfchen und anderes, einjähriges Blühzeug. Dabei entdeckt: Pilze.

Der Garten im November: Pilze am Baumstamm

Der Garten im November: Pilze am Baumstamm

Der Kohl, den ich als Kohlrabi gekauft habe und der etwas anderes geworden ist (Vielleicht doch kein Weißkohl? Eher Spitzkohl?), ist fast fertig. Am kommenden Wochenende werde ich wohl den ersten ernten und mal nachschauen, was sich mit ihm machen lässt.

Der Garten im November: Kohl

Allen noch einen gemütlichen November!

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Auf der anderen Seite ist das Gras immer grüner

Gerne hätte ich Euch jetzt hier mit fertigen Sachen beglückt – mit einem fertigen Baumhaus, mit fertigen Beeten und einem gut gefüllten Vorratskeller.

Aber es ist ja immer so: Irgendwas ist immer, das einen von der Gartenarbeit abhält. Zum Beispiel Arbeit, Herbstgrippe, Termine oder auch Kindergeburtstage. Die im eigenem Garten natürlich mehr Spaß bringen als angespannt in der Mietwohnung darauf zu warten, dass jemand von unten mit dem Besen an die Decke kloppt. Jedenfalls wissen wir jetzt, dass der Rasen wilde Fußballturniere aushält und das Baumhaus auch zehn aufgedrehte Kinder gleichzeitig ziemlich gut bewältigen kann. Vorsorglich haben wir über der Rutsche, im Fenster zum Hof und über dem Aufstieg aber noch Sicherungen angebracht. Und der Auffangbambus im unteren Rutschenauslauf hat auch nur Vorteile – man fällt weicher.

Regenschutz, farbiger Anstrich und Inneneinrichtung hingegen wurde bislang noch vernachlässigt und warten auf einen Zeitslot.

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Dem Rasen gehts prima und die diversen Freihanddüngeaktionen und sogar meine Kellerregal-Entschimmelungsaktion mittels Essigessenz hat er prima weggesteckt. Allerdings: An dem Tag, als der Rasen im Frühjahr gesät wurde, war es sehr, sehr windig. Sehr windig. Aber Horst und seine Freunde wollten fertigwerden und streuten also großzügig Rasensamen. Was dazu führte, dass er die zuvor sehr sorgfältig festgespeisten Kantsteine ignorierte und unbeschwert auf die andere Seite Richtung Hecke rübermachte. Anfangs haben wir die kleinen Grasemporkömmlinge ignoriert, dann milde belächelt, anschließend mahnend angeschaut und schließlich verwünscht. Denn jenseits, wo sie nicht sein sollen, haben sie sich nun prächtig unter die anderen Gräser und den zarten Salbei gemischt und denen das Leben schwergemacht:

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Dafür hat der ohnehin zur Trockenheit neigende Bereich an der anderen Seite des Kantsteins gelitten, also da, wo Rasen sein soll, so dass wir da kürzlich nochmal eingegriffen und nachgesät haben.

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Wenigstens geizt die Hecke nicht mit Herbstleuchten und zeigt sich in den wildesten Gelbtönen. Auch schön. Wobei die Nachbarn alle noch wesentlich mehr grün an der Hecke ihr eigen nennen können. Naja.

Übrigens Tomaten haben wir dieses Jahr auch gepflanzt, darüber habe ich bislang aber den Mantel des Schweigens gehüllt, auch weil hier an anderer Stelle Thorsten und Kollegen zuverlässig wie immer ganz famose Ergebnisse abgeliefert haben. Äh, jedenfalls waren unsere Tomatenpflanzen zu eng gesetzt und hatte auch nicht das nötige Licht. Deshalb haben es nur etwa zehn Exemplare auf den Teller geschafft, und das wegen urlaubsbedingter Abwesenheit auch noch auf den von Schwiegers.

Und den Rest der Tomaten haben die Schnecken gefressen und das war dann auch doof. Immerhin sind die Restpflanzen sie jetzt immernoch grün und wagen es nicht zu welken. Und ich wage es nicht, sie zu entwurzeln. Win-win.

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Der Lavendel und das Ziergras blühen schon seit Monaten und wenn man bedenkt, wie klein beide angefangen haben, ist das doch ein ganz schöner Anblick.

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Wir nähern uns jetzt jedenfalls mit großen Schritten der Winterzeit, aber da kann man ja auch mal ein paar grobe Aufgaben angehen. Rasen mit dem Spaten ausgraben zum Beispiel. Oder Dachpappe festnageln. Oder planen, welche kulinarischen Aufzuchtexperimente im Bereich Obst und Gemüse im nächsten Jahr hier stattfinden sollen. Zeit ist ja jetzt, der nächste Kindergeburtstag ist erst im Frühsommer.

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Der Dortmunder Garten im Oktober

Ganz eindeutig: Es ist Herbst.

Die warmen Tage sind vorbei, der Rasen ist ein letztes Mal gemäht, es regnet und stürmt. Und es wird trister.

Der Garten im Oktober: Panorama

Nix mehr mit bunten Farben, Blumen und prallem Leben. Die Natur legt sich zum Winterschlaf nieder. Die Beete sind fast leer, und was noch nicht verblüht ist, wird in den nächsten drei Wochen dahinsterben. So lange lasse ich es stehen und erfreue mich an jedem Farbtupfer, den der Garten noch hat.

Die Husarenköpfchen zum Beispiel. Sie halten sich tapfer. Die Herbstannemone hadert schon mit dem Wind und der Kälte. Die Rosen halten ihre letzten Blüten in den Wind. Neue werden nicht mehr kommen.

Im Gemüsebeet ist noch ein bisschen Salat. Ich hatte ihn Anfang August nachgepflanzt. Ich werde ihn jetzt schnell essen müssen.

Der Garten im Oktober: Salat

Das Gewächshaus zahlt sich aus. Thorsten und Gurki waren zwar zögerlich unterwegs, aber nach hinten raus holen sie auf. Es ist immer noch passabel warm im Häuschen – zumindest, sofern ein, zwei Stunden am Tag die Sonne scheint.

Blick vom Nachbargarten auf die Rückseite:

Der Garten im Oktober: Gewächshaus von hinten

Es hängen noch etliche Tomaten an den Pflanzen. Bislang werden sie noch rot und schmecken auch:

Der Garten im Oktober: Thorstomaten

Falls es zu kalt im Gewächshaus wird, werde ich die grünen Exemplare pflücken und im Haus nachreifen lassen. Zusammen mit einem Apfel hat das schon einmal gut funktioniert.

Es scheint außerdem, als legten die Gurken erst richtig los. Sechs Früchte werden derzeit reif – wenn sie noch reif werden.

Der Garten im Oktober: Gurken

Jetzt im Oktober endlich fertig: meine erste Paprika.

Der Garten im Oktober: Paprika

Die Nachbarin hat drei Apfelbäume im Garten – und weiß nicht wohin mit ihren Äpfeln. „Das meiste sind eh Matsch-Äpfel, sie vom Baum gefallen sind“, meint sie. „Wenn Sie welche haben wollen, kommen Sie einfach rüber! Sie brauchen auch nicht vorher fragen.“

Und so bin ich an einem nebligen Morgen durch den Zaun gestiegen und habe Äpfel gesammelt.

Der Garten im Oktober: Die Äpfel der Nachbarn

Der Nachbargarten hinter dem Gewächshaus ist fast ein Park: verwachsen, verwunschen, mit Obstbäumen, Eichhörnchen und vielen Vögeln. Ein Kleinod.

Aus den Äpfeln wurde ein Apfelkuchen mit Vanillepudding (Rezept):

Der Garten im Oktober: Apfelkuchen von Nachbars Äpfeln

Und sonst? Regen, Regen, Regen. Und Sturm.

Nach dem grandiosen September finde ich das sogar gemütlich. Von drinnen natürlich. Mit Wollsocken und warmer Milch.

Ich wünsche Euch einen kuscheligen Oktober!

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Das Baumhaus ist fast fertig

Ich weiß irgendwie nicht, wohin die Zeit hier schwindet – möglicherweise leben wir in einem Vakuum, das uns unbemerkt nur die Hälfte der Stunden zur Verfügung stellt, die andere Menschen so haben.

Egal, jedenfalls ist schon September. Im August konnten wir aus den folgenden Gründen nicht am Über-Baumwurzel-Baumhaus weiterbauen:

Es war Urlaubszeit und wir haben mit einem etwas klammen Gefühl unseren Garten alleine gelassen und waren ein paar Tage in Dänemark an der Nordsee. Herrlich war das. Zumal der neue Rasen ohne Ruhestörung ganz prima wachsen konnte.

Nach der Rückkehr fiel auf, dass bestimmte Dinge im Keller anfingen zu schimmeln. Was – zum Glück – nur der feuchten, warmen Luft von außen geschuldet war. Also mussten wir erst einmal ziemlich viele Dinge der Restmülltonne übergeben, ein komplettes Holzregal auseinander bauen und im Garten säubern, diverse Sachen umsortieren und ein Trocknungsgerät anschaffen. Das Ergebnis der Entschimmelung mittels Essigssenz sehr Ihr übrigens hier:

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Der Rasen hat ein wenig gelitten. Inzwischen hat er sich zum Glück aber wieder berappelt und wir sind froh, dass die Essigrosskur keinen nachhaltigen Schaden angerichtet hat.

Desweiteren haben wir die tollen Sommertage genossen, hatten Freunde zu Besuch und haben uns nach dem Urlaub einfach zu Hause noch ein bisschen weiter erholt. Prima Sache.

Aber die dachlose Hütte am nördlichen Rand des Grundstücks mahnte doch zum Weiterbau, denn der nächste Kindergeburtstag steht vor der Tür und wir brauchen eine robuste Herberge für die zahlreichen Gäste der Einweihungsparty.

Und so sieht das Ganze inzwischen aus:

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Es gibt jetzt ein Dach, eine Veranda, eine Leiter und die Rutsche ist auch schon angebaut. Man landet zwar fast im Bambus, wenn man da hinunterrutscht, aber das macht nichts, da ist schon so maches drin verschwunden.

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Im Innenbereich ist eine ziemlich großzügige Wohnraumlüftung umgesetzt – sehr gut zur Prävention von Schimmelbefall. Das Dach wird noch mit Dachpappe benagelt – angesichts der Anzahl an minikleinen Nägeln hatten wir heute jedoch dazu spontan keine Lust mehr und haben lieber die siebte Kaffeepause eingelegt. Beim Dachauflegen hat kurz der Nachbar geholfen, das gestaltete sich in drei Metern Höhe dann doch etwas sperrig für zwei Personen.

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Der Ausblick von drinnen ist jedenfalls fantastisch, hier können auch wir dann zukünftig mal den einen oder anderen Sundowner einnehmen.

Der Innenbereich muss natürlich auch noch gepimpt werden: Eine kleine Sitzgelegenheit, vielleicht eine Loungeecke zum Chillen, das wäre den zukünftigen Mietern wohl recht, meinen sie. Dazu Gardinen, eine Raketenabschussrampe, ein Fußballstadion, ein Aquarium, eine Seehundaufzuchtstation, eine Eistruhe und ein Parkplatz für drei BobbyCars und alles ist gut.

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So ein bisschen helikoptern wir elternmäßig aber auch noch herum und können uns nicht recht entscheiden, ob wir noch ein paar Absturzsicherungen anbringen. Mal die ersten Praxistests abwarten.

Auch noch fallen muss die Entscheidung über die Farbe des Außenanstriches, es wird immer noch der skandinavische Stil mit rot und weiß bevorzugt. Mal sehen, wann das passiert. Möglicherweise zum ersten Advent oder so.

 

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Der Dortmunder Garten im August

Ein kleiner Blick in den Garten – jetzt im August. Einer der schönsten Monate – der letzte Monat, bevor der Herbst beginnt.

Gartenpanorama im August

Am Terrassenbeet blühen die Zwergdahlien, die Husarenköpfchen und sogar mein bewachsener Stein.

Garten im August: Terrassenbeet

Garten im August: bewachsener Stein

Husarenköpfchen finde ich übrigens außerordentlich praktisch: Die Schnecken mögen sie nicht, sie blühen viele Monate lang, sind pflegeleicht und sagen Bescheid, wenn sie Wasser brauchen, sind nicht nachtragend und wachsen zu schönen Polstern.

Garten im August: Gelb blühende, kleine Husarenköpfchen

Im Gemüsebeet ist die Zeit von Zucchini, Kürbis und Mangold. Die Zucchiniblüten erreichen monströse Größen.

Man kann sie frittieren und essen, oder? Diese hier hätte es verdient:

Garten im August: riesige Zucchiniblüte

Mit drei Zucchinipflanzen habe ich wieder eine Zucchiniflut, die ich diesmal aber gut bewältige. Meist grille ich die Zucchini zusammen mit Paprika und Rosmarin. Gefüllte Zucchinischiffchen gibt es auch.

Sehr lecker ist übrigens dieses Rezept: Zucchinipuffer mit Joghurtsauce.

Garten im August: Zucchini

Ich habe zwei Kürbispflanzen: den Gelben Zentner und Hokkaido. Der erste Zentner hat sich allerdings eine unglückselige Stelle zum Wachsen ausgesucht – genau im Zaun.

Garten im August: zwischen Zaunpfählen eingequetscht wachsender Kürbis

Der erste Hokkaido-Kürbis ist auch fertig:

Garten im August: reifer Hokkaidokürbis

Der Rest des Gartens blüht so vor sich hin: Rosen, Gladiolen, Sonnenhut, Mädchenauge:

Garten im August: Rosen und Insektenhotel

Garten im August: Gladiolen

Die Gladiolen liegen fast im Beet. Das ist optisch nicht so schön. Warum tun sie das? Neigen sie sich der Sonne zu? Oder sind es solche Schluffis?

Wofür sie sich übrigens gut eignen: als Geschenk. Im Beet schauen sie wegen ihrer Schräglage bemitleidenswert aus. In der Vase sind sie toll.

Garten im August: Gewächshaus und Äpfel

Im kommenden Jahr werde ich übrigens nur noch Pflanzen kaufen, die schneckenresistent sind: Mädchenauge und Sonnenblumen sind es offenbar nicht, Sonnenhut ist es hingegen schon. Husarenköpfchen und Männertreu ja, Lupinen nein.

Vielleicht sollte ich hier mal eine Liste machen, bevor ich die Erfahrungen dieses Sommers vergesse und mir im nächsten Jahr wieder alles weggefressen wird.

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Apfelbaum-Krankheiten-Experten gesucht!

Im neuen Garten stehen neben viel Unkraut und undefinierbarem Gestrüpp auch ein Pflaumenbaum und ein Apfelbaum.

Während der Pflaumenbaum seine Krone fröhlich in Nachbars Garten gesteckt hat und diesen mit leckeren Früchten versorgt, sieht der Apfelbaum kümmerlich aus. Nicht nur, dass aus einem Spalier ein Irgendwas geworden ist, was im Laufe der Jahre in alle Richtungen gekrümmt gewachsen ist, auch die Früchte sehen sehr schlecht aus: Brauner Schorf bzw. Flecken wie verbrannt auf allen Äpfeln. Auch die Blätter haben teilweise rostfarbene Stellen.

Apfelbaum

Apfelbaum-Experten sind gefragt: Liege ich richtig mit meiner Vermutung, dass es sich um Apfelschorf handelt? Und noch viel wichtiger: Gibt es bei Apfelschorf überhaupt eine Chance, den Baum zu retten oder sollte ich ihn in die ewigen Obstbaum-Gründe schicken? Fungizide möchte ich ungern einsetzen, da ich dann auch die Gemüseplantage der Nachbarin mit einnebeln würde.

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Das Über-Baumwurzel-Baumhaus

Seit Beginn der Gartenplanung beschäftigten wir uns mit dem Problem, die große Baumwurzel der Fichte, die dort einmal stand, in das Gartengesamtkonzept miteinzubeziehen. Man hätte die Wurzel auch brachial herausreißen können, aber irgendwie fehlte uns zu dieser Tat der Mut. Ein bisschen Historie soll dem Ganzen ja auch noch anhaften, also ließen wir diese tolle Wurzel einfach stehen und verfolgten den Plan, dort ein Holzspielbaumhaus zu errichten.

Ringsherum war bereits alles fertig – weil der Spielbereich für die Kinder nämlich genau in diesem Gartenteil angelegt sein sollte, planten wir, alles mit Rindenmulch auszulegen. Super Unfallprävention. Solange man Schuhe anhat und die Anschaffung von Pinzetten zum schnellen Entfernen von kleinen Splittern aus der Fußsohle mal außenvor lässt.

Rindenmulchflaeche

Da hier aber alle Bewohner ab etwa Mai nur noch barfuß unterwegs sind, war der Rindenmulch aufgrund diverser Fußverletzungen irgendwann doch keine Option mehr und wir entschieden uns für eine Kleinanzeige in der Rubrik „zu verschenken“. Drei Kubikmeter Rindenmulch später, auf gefühlt 350 Schubkarren verteilt, waren wir dann auch froh, dass der zackig abgeholt wurde und wir uns drei Kubikmeter Mutterboden liefern lassen konnten, den wir dann allerdings auch wieder an Ort und Stelle karren mussten. Aber wer hat schon etwas gegen ein bisschen Feierabendworkout?

Parallel dazu näherten wir uns vorsichtig unserem monatelang und mit viel Bedacht ausgewählten Pfahlhaus, das inzwischen, natürlich in Einzelteilen, angeliefert wurde. Als die Trägerkonstruktion stand, fiel auf, dass das Ganze ja im Boden auch noch festbetoniert werden musste. Tja, und just an einer Stelle war dafür zuviel Wurzelwerk im Weg, so dass der Mann schließlich beherzt zu Nachbars Säge griff und ein Bein der Konstruktion ein klein wenig kürzte, so dass es direkt auf der Wurzel festgeschraubt werden konnte.

Holz_auf_Wurzel

Alles saß prima und wir verteilten in der Zwischenzeit fleißig Erde auf der freigeräumten Fläche. Natürlich barfuß (ich), was ich bis heute übrigens aus kosmetischer Sicht (Hornhauttattoo) bereue.

Erde_fertig

Am letzten Wochenende war dann wieder einmal Zeit zum Weiterbauen und man kann inzwischen erahnen, wie unser Über-Baumwurzel-Baumhaus einmal aussehen wird. Ganz schön hoch für meine Begriffe, wahrscheinlich muss ich mir auch noch Gedanken um ein Sicherheitskonzept machen. Eine Rettungsrutsche haben wir zumindest schon. Die steht hier an einem kleine Tisch und diente heute schonmal bis zum Regenschauer dazu, Spielzeugautos gezielt und mit viel Schwung direkt in der Bambushecke verschwinden zu lassen.

Rutsche

Angestrichen wird das Haus übrigens auch noch, momentan liegt die Schwedenhausfraktion knapp mit 4:0 vorne.

Das Dach, die Veranda und die Kletterleiter fehlen noch. Hier aber schonmal ein stimmungsvoller Eindruck mit halbfertigem Haus an Abendlicht:

Baumhaus

In Kürze säen wir dann noch Rasen aus, so dass in ein paar Wochen hoffentlich auch im Barfußbereich alles grün ist. In der Zwischenzeit mache ich mir schonmal Gedanken über ein schönes Düngemuster. Fußballrasen, Melone und „zufällig dahingestreut“ hatten wir schon. Habt Ihr noch weitere Ideen?

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Das Kirschendesaster

Es regnet und regnet und regnet.

Das Ergebnis: Die Kirschen sind im Eimer. Alle Früchte: schimmelig.

Verschimmelte Kirschen im Baum

Ich schiebe es auf den Dauerregen. Denn der Nachbarin geht es genauso: Auch ihre Kirschen sind alle oll.

Im Juni gab es kaum einen Tag in Dortmund, an dem es nicht geregnet hat – und wenn, dann war es schwül und feuchtwarm. Symbolbild:

Kirschbaum im Regen

Es ist frustrierend, das schimmelige Zeug im Baum hängen zu sehen. Aber abpflücken und entsorgen? Uuuuaah. Eklig.

Eine Handvoll Kirschen konnte ich retten. Dachte ich. Nur einen halben Tag später begannen auch sie, in der Schale zu schimmeln. Also weg damit.

Kirschen in weißer Schale

Adé, Kirschensommer. Bis nächstes Jahr.

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Der Dortmunder Garten im Juni

Letzter Tag im Juni. Höchste Zeit, um den Monatsblick in den Garten zu werfen.

Der Juni in Dortmund in einem Wort: Regen.

Gartenpanorama im Juni 2016

Dicker, prasselnder Regen. Dünner, fieseliger Regen. Schräger Regen. Gerader Regen. Träger, langsamer Regen. Wilder, umhertreibender Regen. Warmer Regen. Kalter Regen.

Dem Salat gefällt das. Er wächst wie sonstwas.

Der Garten im Juni: Salatkopf

Auch die anderen Pflanzen finden es nicht so schlimm wie ich. Fast alle Blumen stehen inzwischen in voller Blüte – die Rosen, die Lilien, das Edelweiss und auch die Lupinen.

Die Haselnuss wächst wie irre. Sie kommt immer spät, aber dann mit allem, was sie hat. Auch die Kräuter in der Kräuterschnecke finden das feuchtwarme Wetter nicht allzu schlecht.

Der Garten im Juni: Edelweiss

Garten_Juni_2016_Lupinen

Der Garten im Juni: Haselnuss und Gewächshaus

Der Garten im Juni: Kräuterschnecke im Dunst

Die Thorstens im Gewächshaus sind die spätesten Thorstens, die ich je hatte, glaube ich. Die größeren haben inzwischen die ersten Blüten. Die kleineren – die, die ich selbst gezogen habe – hinken hinterher, wirken aber glücklich.

Nun ja, ich lebe das inklusive Gewächshaus: jeder Thorsten in seinem Tempo.

Garten_Juni_2016_Gewaechshaus

Von den zwei im November gepflanzten Apfelbäumen trägt übrigens nur einer: der Topaz. Der Boskoop hat geblüht, trägt aber keine Früchte.

Ich nehm’s nicht allzu schwer. Vielleicht muss er sich dieses Jahr noch einleben. Dann wird es halt im nächsten Jahr was.

Garten_Juni_2016_Apfel

Wenn ich meinen Garten so sehe, denke ich: Da kann noch viel mehr blühen! Ich würde am liebsten sofort ins Gartencenter und mir die halbe Halle in den Kofferraum laden. Mache ich dann nach dem Lottogewinn.

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