Blumenzwiebeln und Winterblüher

Am Wochenende habe ich Blumenzwiebeln gesetzt. Endlich – denn durch die Umbauarbeiten im Garten war es in den vergangenen Wochen nicht möglich. Sonst hätte der Lehmbauer alles wieder ausgegraben, was ich eingegraben habe.

Der November ist für die meisten Sorten noch gut geeignet, um sie in die Erde zu bringen. Hier im Ruhrgebiet ist kein strenger Frost ins Sicht – bislang lagen die Temperaturen erst in einer Nacht unter Null.

Meine Erfahrung aus dem vergangenen Jahr ist: Pflegeleichte Blumenzwiebeln kann man kaum zu wenig setzen. Zwar habe ich vergangenen Herbst bereits Tulpen und Krokusse gesetzt, allerdings war ich zu zaghaft: Es hätten gerne mehr sein dürfen; ich mag es, wenn sie in dicken Büscheln wachsen.

Dazu kann man die Zwiebeln übrigens wie bei einer Lasagne übereinander setzen: Hoch wachsende Sorten kommen nach unten, kurz ausfallende nach oben. Zwischen die Lagen schichtet man Erde – doppelt so hoch wie die untere Zwiebel dick ist.

Das gilt ohnehin: Zwiebeln immer doppelt so tief eingraben, wie sie breit sind. Als ich mit dem Gärtnern begann, war das Einpflanzen eines der Dinge, bei denen ich am unsichersten war: Wie tief? Andrücken oder nicht? Oh je, ich habe vergessen anzugießen! Letztendlich scheint mir: Das Leben setzt sich immer durch.

Diesmal habe ich vor allem Krokusse, Tulpen, verschiedene Sorten Allium (Zierlauch) und Camassia caerulea (Prärielilie) gepflanzt.

Damit der Garten in den Wintermonaten zukünftig nicht mehr so trüb aussieht, liebäugele ich mit Winterblühern – zum Beispiel einen Winterschneeball. Er blüht von November bis März. So schaut das dann aus:

Garten Schlüter: Winterschneeball

Bild: Garten Schlüter

Toll, oder?

Andere Pflanzen, die im Winter blühen, sind Winterjasmin, Zaubernuss oder der Japanische Arzneihartriegel. Gartenbesucher haben einige von ihnen ja schon genannt. Mindestens eine Sorte landet bestimmt in meinem Garten.

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Der Beitrag entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit Garten Schlüter.

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