Blumenpracht, künftig.

Schon der Uropa von Paul, meinem über 90 Jahre alten Gartenverpachter, hat im Garten Kartoffeln angebaut. Das erscheint mir lange und oft genug, deshalb habe ich beschlossen, dass der Kartoffelacker ein bunter Blumengarten werden soll. Und weil er in der vollen Sonne liegt, kann ich sämtliche sonnenliebenden Stauden, die in meinem eher schattigen Garten am Haus nicht gedeihen wollen, anpflanzen.

In der Gärtnerei ging es heute ein bißchen mit mir durch und vermutlich fiel ich ein bißchen auf, als ich „Rittersporn! OOOOH! Lupinen, will ich! WAH! Sonnenhut! Und STOCKROSEN!“ rufend von Tisch zu Tisch rannte und mir gleich zwei Einkaufswagen vollpackte. An der Kasse wurde ich kurz blass, aber da ich unglaublich viel Geld sparen werde, wenn ich im Sommer die Familie mit selbstgezogenem Gemüse ernähre, verdrängte ich die dreistellige Summe und freute mich auf´s Pflanzen.

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Das künftige Blumenbeet ließ ich vor Kurzem von den Kindelein umgraben, letzten Freitag überlegte ich mir, wie ich die Wege darin anlegen soll, damit ich bequehm jäten, gießen und die Stauden pflegen kann.Die Wege trampelte ich grob vor und zog sie dann einigermaßen mit einer Hacke glatt. Bis das richtige, stabile, gerade Gartenwege sind, muss ich aber noch oft hin- und herlaufen.

In der Mitte des Blumenbeetes wächst ein Walnussbaum. Die Baumscheibe möchte ich mit Kapuzinerkresse bepflanzen, weil diese hübsch aussieht und Läuse abhält, in den Baum zu klettern. Falls Läuse überhaupt in Walnussbäume klettern wollen. Vom Boden des Rosa Gartenhüttchens im anderen Garten sind noch einige Pflastersteine übrig, ideal, um die Baumscheibe zu begrenzen. Und ideal, um den Jüngsten zu nötigen, das theoretische Wissen über Umfangberechnung in die Praxis umzusetzen. Wieviele brauche ich? Er errechnete 45 und genau so viele passten neben den getrampelten Weg. (und genauso viele musste er zusammen mit seinem Bruder vom Garten der Grünen Villa bis zum künftigen Blumenbeet schleppen, vier Eimer voll.)

Die Pflastersteine will ich noch halb eingraben, aber der Boden ist derzeit so hart, da geht das nicht richtig.

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Zwei Einkaufswagen voller Pflanzen sehen verteilt etwas mickrig aus. Und das Einpflanzen war wegen des harten Bodens (trotz Umgrabens!) eine echte Qual, ich warte sehnsüchtig auf Regen, damit ich die großen Erdklumpen, die beim Umgraben übrig blieben, kleinhacken kann.

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Die Stauden wachsen hoffentlich gut an und breiten sich aus! Dazwischen werde ich noch verschiedene Sommerblumen (Mohn! Zinien! Sonnenblumen!)) säen, zum Herbst hin ergänze ich mit verschiedenen Astern und Chrysanthemen und im Spätherbst kann ich wahrscheinlich 500 Blumenzwiebeln verbuddeln.

Im Laufe der nächsten Zeit muss ich evtl. Gärtnereien und Blumenläden meiden, denn es ist ja noch so unglaublich viel Platz in diesem Garten und es gibt noch so viele Pflanzen, die Sonne lieben. (Lilien! Diese ganzen blühenden Kissen! Dachwurzen!)

Ich werde einmal im Monat zeigen, wie sich das Blumenbeet entwickelt und schonungslos über Fort- und Rückschritte berichten. (und womöglich ein bißchen jammern, weil so viel gegossen werden muss.)

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