Black Cherry: Die beste je da gewesene Thorstomate

Meine Tomatenzuchtexperimente gehen jetzt ins dritte Jahr.

Sie begannen, als ich noch ohne Garten war, nur mit Balkon. Die befreundete Torfrau brachte mir eine Tomatenpflanze mit, ich stellte sie ans Fenster, goss sie, topfte sie zwischendurch mal um und am Ende hatte ich Tomaten. Weil sie irgendwann haarige Arme bekam, nannte ich sie Torsten – nach einem Jungen aus der Grundschule, der auch im zarten Alter schon ebensolche Arme hatte.

Dieses Jahr habe ich erstmals nicht nur „Balkonzauber“-Thorstens gezüchtet, sondern auch die Sorten „Oxheart“ und „Black Cherry“ – wieder dank der Torfrau, die mir ermunternd Samen schenkte. Sie mag es, glaube ich, wenn ich häuslich bin.

Beide Sorten erwiesen sich als äußerst mäkelig, gerade in ihrer Frühkindheit. Es durfte nicht zu trocken und nicht zu nass, nicht zu hell und nicht zu warm, aber auch nicht zu dunkel sein. Irgendwas war immer, die Frühjahrsstürme taten ihr Übriges, und von jeder Sorte überlebten nur zwei Pflanzen – von denen eine genau eine einzige Tomate hervorbrachte.

Leider sind die Oxheart-Tomaten ziemlich mehlig. Sie brauchen ewig, bis sie rot werden, und sind sie es dann, sind sie auch schon sämig. Ich verwende sie ausschließlich zum Kochen.

Oxheart Tomate

Aber! Mein lieber Herr Gesangsverein – Black Cherry!

black_cherry_tomate

Ich habe noch niemals köstlichere Tomaten gegessen! Sie sind wirklich sehr dunkel, fast schwarz, und schmecken gewaltig. Eine Explosion von Süße und Tomatigkeit. Meist schaffen sie es nicht mal ins Haus, weil ich sie direkt vom Strauch weg nasche.

Deshalb steht jetzt schon fest: Die Tomatensaison 2015 ist der schwarzen Kirsche gewidmet.

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