Die Beetbegrenzungen sind fertig

Nun ja, nicht ganz. Die Überschrift ist ein bisschen geflunkert, aber „Die Beetbegrenzungen sind fast fertig“ klingt einfach nicht so gut. Außerdem ist der wesentliche Teil der Arbeit erledigt, und ich habe das Bedürfnis, mein Erfolgserlebnis mit Ihnen zu teilen.

Seitdem der Zaun steht, habe ich in den vergangenen Wochen Erde umgegraben und Beete angelegt. Die Beete umgeben mehr oder wenig unmotiviert den Garten: Es fehlte bislang an Beetbegrenzungen, die dem Garten Struktur geben.

Beet: angepflanzt mit Salat und Kohlrabi

Folgendes hatte ich mir zu meiner Beetbegrenzung gedacht:

  • Sie sollte sich natürlich in den Garten einfügen und nicht aus Kunststoff oder sonstwie geschmacksverirrt sein.
  • Sie sollte ebenerdig sein, damit ich mit dem Rasenmäher darüber fahren kann, ich mir keinen Rasenkantenschneider anschaffen und zukünftig Stunden damit zubringen muss, wie so ein Erbsenzähler Rasenkanten zu schneiden.
  • Sie sollte bezahlbar sein.
  • Ich muss die Steine selbst verlegen können – ohne dreijährige Ausbildung.

Aus diesen Gründen habe ich mich für einen Mähkanten-Stein entschieden, dessen eine Seite konvex und die andere konkav ist. Die Form ermöglicht es mir, Kurven zu legen. Ein guter Kompromiss zwischen „hübsch“ und „praktisch“.

So bin ich vorgegangen: 

Zuerst habe ich mit zwei Stöcken und einem Bindfaden eine gerade Linie entlang des Beetes gezogen. Entlang dieser Linie habe ich mit dem Spaten einen kleinen Graben ausgehoben, etwa doppelt so tief wie der Stein.

Beetbegrenzung: ausgehobene Rinne

In die Rinne habe ich Kies gekippt, etwa zwei Zentimeter hoch. Durch den Kies hat der Stein festen Grund, und ich kann so lange herumruckeln, bis er gerade ist – sowohl nach vorne und hinten als auch, was die seitliche Neigung betrifft.

Anfangs habe ich die Rinne zu schmal ausgehoben, nur so breit wie der Stein. Ich habe aber festgestellt, dass es einfacher ist, wenn sie großzügig breit ist und ich nach dem Verlegen einfach wieder Erde dranschiebe.

Beetbegrenzung: Kies in der Rinne

Dann habe ich die Steine hintereinander gelegt, sie mit einem Gummihammer festgeklopft und so Unebenheiten ausgeglichen. Normalerweise sollte man mit der Wasserwaage überprüfen, dass man die Steine nicht wellig verlegt. Da mein Garten aber ein deutliches Gefälle hat, fiel diese Möglichkeit aus.

Ich habe deshalb nach Augenmaß verlegt, und auch mal andere gucken lassen. Meine lieben Nachbarn waren nämlich vor Ort, haben mir geholfen, Rinnen auszuheben, und mich bei Laune gehalten.

Beetbegrenzung im rechten Winkel

Mein größtes Beet, das Gemüsebeet mit Kohlrabi, Salat und Zucchini, sollte auf der einen Seite angerundet sein. Dadurch, dass die Steine mit ihrem Anfang und Ende ineinander passen, müssen sie nicht zwangsläufig in einer Linie hintereinander verlegt werden, sondern ich kann eine leichte Kurve legen, ohne dass Anschlusslücken entstehen.

Beetbegrenzung: Steine im Kies

Das Beet ist ein bisschen größer geworden, als es anfangs war. Macht aber nichts: Ich habe so umfassende Gemüsepläne, dass ich über zwei Quadratmeter mehr Platz nicht böse bin.

Eventuell werde ich noch einen kleinen Weg aus Rindenmulch ausstreuen, damit das Beet besser begehbar ist.

Beetbegrenzung: Kurve legen

Der größte Teil ist also geschafft – ein bisschen fehlt aber noch: Ich muss noch eine Linie vom Gemüsebeet zu meinen zwei Teichbecken legen. Vor der Terrasse fehlt noch einmal dieselbe Länge.

Aber was wäre es für ein Garten, wenn es nichts mehr zu tun gäbe!

Beetbegrenzung: Blick in den Garten

Was braucht man also, um Beetbegrenzungen aus Steinen zu verlegen?

  • Steine, am besten auch ein paar in Reserve. Zwei, drei gehen immer kaputt.
  • ausreichend Kies
  • Stöcke und Bindfaden
  • Gummihammer
  • Wasserwaage
  • ein Zollstock, um Abstände zu messen
  • Spaten
  • kleine Schaufel
  • Arbeitshandschuhe
  • ein Kniekissen schadet nicht
  • Geduld, Unterhaltung und nette Nachbarn

Die Steine haben übrigens 99 Cent pro Stück im örtlichen Baumarkt gekostet. Auf die Länge der Beete gerechnet (23 Meter), habe ich insgesamt 130 Euro bezahlt.

Die Nachbarin – die andere, aus dem angrenzenden Garten –  meinte am nächsten Tag übrigens: „Das hat Ihr Mitbewohner aber schön verlegt!“

Pffff!
Selbst ist die Bauarbeiterin.

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