Über Vanessa Giese

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Eingemachtes von Vanessa Giese:

Das Kirschendesaster

Es regnet und regnet und regnet.

Das Ergebnis: Die Kirschen sind im Eimer. Alle Früchte: schimmelig.

Verschimmelte Kirschen im Baum

Ich schiebe es auf den Dauerregen. Denn der Nachbarin geht es genauso: Auch ihre Kirschen sind alle oll.

Im Juni gab es kaum einen Tag in Dortmund, an dem es nicht geregnet hat – und wenn, dann war es schwül und feuchtwarm. Symbolbild:

Kirschbaum im Regen

Es ist frustrierend, das schimmelige Zeug im Baum hängen zu sehen. Aber abpflücken und entsorgen? Uuuuaah. Eklig.

Eine Handvoll Kirschen konnte ich retten. Dachte ich. Nur einen halben Tag später begannen auch sie, in der Schale zu schimmeln. Also weg damit.

Kirschen in weißer Schale

Adé, Kirschensommer. Bis nächstes Jahr.

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Der Dortmunder Garten im Juni

Letzter Tag im Juni. Höchste Zeit, um den Monatsblick in den Garten zu werfen.

Der Juni in Dortmund in einem Wort: Regen.

Gartenpanorama im Juni 2016

Dicker, prasselnder Regen. Dünner, fieseliger Regen. Schräger Regen. Gerader Regen. Träger, langsamer Regen. Wilder, umhertreibender Regen. Warmer Regen. Kalter Regen.

Dem Salat gefällt das. Er wächst wie sonstwas.

Der Garten im Juni: Salatkopf

Auch die anderen Pflanzen finden es nicht so schlimm wie ich. Fast alle Blumen stehen inzwischen in voller Blüte – die Rosen, die Lilien, das Edelweiss und auch die Lupinen.

Die Haselnuss wächst wie irre. Sie kommt immer spät, aber dann mit allem, was sie hat. Auch die Kräuter in der Kräuterschnecke finden das feuchtwarme Wetter nicht allzu schlecht.

Der Garten im Juni: Edelweiss

Garten_Juni_2016_Lupinen

Der Garten im Juni: Haselnuss und Gewächshaus

Der Garten im Juni: Kräuterschnecke im Dunst

Die Thorstens im Gewächshaus sind die spätesten Thorstens, die ich je hatte, glaube ich. Die größeren haben inzwischen die ersten Blüten. Die kleineren – die, die ich selbst gezogen habe – hinken hinterher, wirken aber glücklich.

Nun ja, ich lebe das inklusive Gewächshaus: jeder Thorsten in seinem Tempo.

Garten_Juni_2016_Gewaechshaus

Von den zwei im November gepflanzten Apfelbäumen trägt übrigens nur einer: der Topaz. Der Boskoop hat geblüht, trägt aber keine Früchte.

Ich nehm’s nicht allzu schwer. Vielleicht muss er sich dieses Jahr noch einleben. Dann wird es halt im nächsten Jahr was.

Garten_Juni_2016_Apfel

Wenn ich meinen Garten so sehe, denke ich: Da kann noch viel mehr blühen! Ich würde am liebsten sofort ins Gartencenter und mir die halbe Halle in den Kofferraum laden. Mache ich dann nach dem Lottogewinn.

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Wasser fürs Gewächshaus

Im Gewächshaus fehlte bislang nur noch eine Sache: Wasser.

(Nicht Wasser von oben, das haben wir immer noch ein bisschen, tröpfenweise, weil die Scheibe in den Dachfenstern nicht ganz dicht eingesetzt ist. Das beheben wir im Laufe des Jahres, ist aber aktuell nicht so schlimm.)

Wasser zum Gießen musste ich bislang mit der Gießkanne und dem Eimer heranschleppen. Bislang ging das noch, die Pflanzen sind noch nicht groß, und das Wetter ist noch nicht so warm. Aber in Hinblick auf den Sommer brauchte es eine andere Lösung: eine Wasserleitung ins Gewächshaus.

Als der Gartenbauer vergangenen November bei uns zugange war, haben wir vorab ein Kunststoffrohr gekauft (PE-Rohr) und ihm gesagt: Bitte vergraben. Das hat er gemacht: Nun geht eine Leitung vom Hausanschluss hinauf zum Gewächshaus. Der Mitbewohner hat diese Leitung angeschlossen – und weil wir von dem Wasseranschluss insgesamt drei Gartenschläuche abführen (einer für den Garten, einer fürs Gewächshaus und der dritte geht ums Haus herum zum Balkon), sieht die Gartenwasserkommandozentrale jetzt so aus:

Wasseranschluss im Garten

Oben am Gewächshaus kommt das Rohr wieder aus der Erde heraus.

Mit einem Winkelfitting geht es dann waagerecht durch die Wand. Damit niemand über das Rohr stolpert, habe ich Blumentöpfe drumherum gestellt.

Wasseranschluss_Gewaechshaus

//*überlegt

Eine Bank würde sich dort auch gut machen. Dann würde man auch das Rohr nicht mehr sehen.

//*auf der Bank vor dem Gewächshaus … Strohhut … ein Weidenkorb frisch gepflückter Tomaten …. sanfter Sonnenschein …  ein Buch lesend … eine Schmetterling flattert um mich herum …. Hummeln summen …

Im Gewächshaus selbst ist ein Wasserhahn angeschraubt, mit dem ich das Wasser auf- und absperren kann. Das kann ich übrigens auch unten am Haus und an jedem der drei Anschlüsse, so dass nicht aus Versehen mal etwas undicht ist. Super Safety hier.

Wasserhahn_Gewaechshaus

Wir haben uns für einen Spiralschlauch entschieden. Er nimmt wenig Platz weg, man muss ihn nicht aufrollen, er vernuddelt nicht (die anderen Gartenschläuchen hier haben große Vernuddelungskompetenz), und er hat eine Reichweite von bis zu zehn Metern – ich kann also auch um das Gewächshaus herum ein bisschen was gießen, wenn es heiß ist.

Ringelschlauch im Einsatz

Langfristig ist der Plan, einen Regenwassertank anzubringen: sowohl im Gewächshaus als auch am Wohnhaus. Das Gewächshaus braucht dazu noch eine Dachrinne, für das Wohnhaus benötigen wir einen relativ großen Tank, der erstmal erspart (oder von der Hausgemeinschaft beschlossen und bezuschusst) werden muss.

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Gandolf und der Skybalkon

Thema: Balkon.

Deutlich vernachlässigt hier im Gärtnerinnenblog. Das liegt daran, dass mein Balkon zwar superschön zum Sitzen ist: Ab 14.30 Uhr steht die Sonne drauf, und ich kann hinunter auf die Straße schauen und sehen, wer kommt und geht. Der optimale Sitzplatz für meine Ausbildung zum Fensterrentner.

Vom Stil her ist der Balkon aber eher, sagen wir, sachlich gehalten. Also: architektonisch. Der schlichte Stil der 60er.

Um das wett zu machen, bepflanzen ich ihn üppig. Die Herausforderung dabei: Die Blumen brauchen Unmengen an Wasser. An heißen Tagen muss ich morgens und abends gießen. Trotzdem werden sie manchmal zwischendurch welk.

Dafür gibt’s jetzt ein Lösung: den Skybalcon. So heißt ein Pflanzgefäß, dass man auf die Balkonbrüstung klemmen kann.

Scheurich Skybalkon im Einsatz

Authentisches Foto

Vorteile: Das Ding hat ein Ablaufsystem, das auch ein kleines Wasserreservoir bereithält. Das funktioniert tatsächlich, denn auch an heißen Tagen sind die Blumen gut drauf. Außerdem enthält der Topf ein ordentliches Volumen an Erde.

Der Skybalkon hat einen Abstandhalter fürs Geländer, so dass es auf alle gängigen, vier bis fünf Zentimeter breiten Balkongeländer passt. Mein 60er-Jahre-Retrobalkon ist in diesem System allerdings nicht berücksichtigt: Die Abstandhalter funktionieren dort nicht. Der Topf hält allerdings trotzdem.

Als Alternative zum Skybalkon gibt es auch Wasserspeicher. Das sind Dinger, die man mit Wasser auffüllen kann und in die Balkonkästen steckt. Die Blumen nehmen sich dann, was sie brauchen. Es gibt sie in drei Ausführungen: Bördy (auch mit Solar, leuchtet abends), Froggy und Gandolf. Gandolf ist offensichtlich grad nicht zu haben – auf meinem Balkon ist er aber im Einsatz:

Scheurich Gandolf

Gandolf bei der Arbeit

Schließlich habe ich bislang nirgendwo einen Gartenzwerg, und ein ordentlicher Ruhrgebietsbalkon braucht einen Gartenzwerg (ein BVB-Gandolf wäre noch besser).

Fazit nach zwei Wochen: Gandolf macht einen guten Job. Ich fülle ihn alle drei Tage nach, die Erde ist ordentlich durchfeuchtet. Die Pflanzen finden ihn super.

Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung der Firma Scheurich. Der Beitrag enthält Affiliate-Links.

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Der Dortmunder Garten im Mai

Der Mai ist so super! Innerhalb von nur wenigen Wochen wechselt der Garten vom braunen Winter-Matsch-Modus ins Sommerprogramm. Ich kann mich grad gar nicht sattsehen.

Gartenpanorama Mai 2016

Der Garten im Mai

Anfang Mai habe ich viel gepflanzt, auch wenn man davon aktuell noch nicht so viel sieht. Die zarten Neulinge müssen halt erst wachsen. Auf und an den Mauern stehen auf jeden Fall jetzt Edelweiß, Grasnelken, Lavendel, Mauerpfeffer, Rosen, Pfingstrosen und Stockrosen, Lupinen, Canna und irgendwelche Stauden, deren Namen ich vergessen habe.

Die Nacktschnecken hatten schnell raus, welche Pflanzen sie mögen. Nämlich Lupinen und Edelweiß. Außerdem fressen sie im Kräuterbeet den Thymian und die Minze weg. Komisch, hätte ich nicht gedacht. Denn die beiden riechen ja sehr stark. Der Kampf Mensch gegen Schnecke hat jedenfalls begonnen.

Neulich fragte mich Livia, wie es in den Gemüsebeeten aussehe. Die Antwort: bescheiden.

Noch leeres Gemüsebeet

Im Hintergrund: Karotten, Radieschen und Salat. Bald.

Okay – bis vor drei Wochen war’s auch noch bitterkalt. Ich habe erst Ende April angefangen, einzusäen.

Salat, Möhren und Radieschen habe ich in diesem Jahr mithilfe eines Saatbandes gesät. In den vergangenen Jahren hatte ich per Hand gesät, das war suboptimal, weil zu eng. Ich konnte die feinen Samen nicht sehr gut portionieren und bin dann auch zu bequem, die Pflanzen auseinanderzufriemeln und zu vereinzeln. Allerdings ist die Saatband-Sache entweder ein Schuss in den Ofen oder das Gemüse lässt sich Zeit. Jedenfalls ist nur mit viel gutem Willen ein Hauch von Radieschen zu sehen.

Die Salatsetzlinge, die ich zusätzlich gepflanzt habe, sind auch alles andere als motiviert.

Salat - noch ziemlich winzig

Salat, noch unentschlossen

Um die Ecke, ein bisschen ums Haus rum, habe ich meinen Obstgarten. Bislang dümpelte dort ein roter Johannisbeerbusch. Ich habe ihm Gesellschaft verschafft: schwarze Johannisbeere, Heidelbeere, Gojibeere (Bocksdorn), einen Zwergpfirsichbaum und eine Kiwi.

Der Zwergpfirsich kümmert ein bisschen vor sich hin. Eine Seite sieht gut aus: grüne Blätter, erste Früchte. Die andere Seite welkt. Ich hatte ihn im Schlussverkauf erworben, er war preiswert, aber ein bisschen mitgenommen – ich hoffe, er kriegt die Kurve. Manchnmal brauchen Pflanzen ja auch ein bisschen, um sich einzuleben, und kommen dann im nächsten Jahr groß raus.

Zwergpfirsichkind

Zwergpfirsich

Ich liebe übrigens Heidelbeeren. Sie sind mein absolutes Lieblingsobst, besonders mit Joghurt oder auf meinen Overnight Oats. Was liegt also näher, als sie anzupflanzen.

Die Heidelbeerbüsche waren übrigens die teuersten unter den Obstbüschen. Das scheint eine Parallel zur Obsttheke im Supermarkt zu sein.

Heidelbeerfrüchte

Heidelbeere

Die Nachbarn meinten schon: „Das ist ja wie im Rewe! Demnächst kannste am Gartentörchen ’ne Kasse aufstellen und wir kommen mit’m Körbchen!“ Allerdings wunderten sie sich über die Kiwi. „Is’n dat Neuseeland hier?!“ Hallo?! Dortmund ist ja wohl fast wie Neuseeland.

Angeblich soll die Kiwi winterhart sein. Wohlfühlen tut sie sich jedenfalls: Sie geht ab wie Schmidts Katze und kringelt sich in Formel1-Geschwindigkeit die Rankhilfe hoch.

Kiwiranke

Kiwikringel

Kiwiknospe

Kiwiknospe

Allerdings sagten mir nun schon zwei Leute, dass es eine männliche und eine weibliche Pflanze braucht, damit es Früchte gibt. Naja, dann bewundere ich dieses Jahr halt nur die Blüten.

Ansonsten: Im Gewächshaus gibt’s bald Gurken. Die erste Frucht ist da. Die Thorstens wachsen und wachsen. Der Eigenbau tut, was er soll und macht ein tolles Klima (für die Pflanzen, für mich nicht so sehr). Bald ziehen noch Auberginen, Honig- und Wassermelone ein.

Überall blüht’s, und die Apfelbäume haben sich auch eingelebt.

Apfelblüte

Spalierapfel

Blühender Busch vor Gewächshaus

Busch vor Gewächshaus

Blume für Gewächshaus

Es blüht.

Es blüht.

Auch hier blüht’s.

Kräuterschnecke

Große Kräuterschneckenliebe

Schleifenblume

Schleifenblume

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Trick 17 – Lifehacks für Garten und Balkon

Für Tipps bin ich ja immer zu haben, besonders was den Garten angeht.

Zwar werde ich inzwischen viel um Rat gefragt – so ein Gärtnerinnenblog macht einen offenbar direkt zur Expertin (ich bekomme einen Eindruck, wie TV-Experten in Talkshows landen) -, allerdings habe ich erst im dritten Jahr einen eigenen Garten und weiß nur das, was ich selbst herausgefunden habe.  Und das ist gefühlt nicht viel.

Ein Buch, das 222 Tricks für Garten und Balkon verspricht, teste ich deshalb gern.

Buch: Trick 17 - Garten & Balkon

Die Autorin Anja Krause hat lauter kleine Ideen gesammelt. Insgesamt gibt es elf Kapitel, darunter „Ernten & Essen“, „Aufräumen & Verstauen“ und „Dekorieren & Schenken“.

Die meisten der Tricks sind simpel. Es sind Ideen, bei denen ich mir mit der flachen Hand vor die Stirn klatsche und murmle: „Hätt‘ ich auch selbst drauf kommen können!“ Bin ich aber nicht. Deshalb ist das Buch tatsächlich ziemlich super: Eierschalen sammeln fürs Aussäen, ein Mini-Treibhaus basteln, schwere Erdsäcke transportieren, Wurzelsperren bauen, Spargel frisch halten, Windrad basteln – in dem Buch sind eine Menge nützliche Ideen, die Spaß machen und einfach nachzumachen sind.

Fünf von fünf Sterne für dieses Werk.

Übrigens: Auch das Layout ist schön – einladend zum Blättern und Stöbern, charmant und sympathisch gemacht. Da hat sich mal jemand richtig Mühe gegeben. Mag ich.

Anja Krause
Trick 17 – Garten & Balkon: 222 geniale Lifehacks für Pflanzenfreunde

320 Seiten
17 Euro

Der Beitrag enthält Affiliate-Links. Das Buch wurde mir vom Verlag als kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Auf den Inhalt dieser Rezension hat der Verlag keinen Einfluss.

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Der Darwinismus in meinem Garten

Vor zwei Jahren bekam ich eine Fuchsie geschenkt – und sie lebt immer noch.

Ich bin selbst überrascht, aber sie hat tatsächlich auch ihren zweiten Winter überlebt. Während des ersten Winters stand sie, mit Luftpolsterfolie und Rosenvlies umwickelt, auf der Terrasse. Während des vergangenen Winters wohnte sie im Gewächshaus – jeweils zurückgeschnitten bis auf die Blumenerde.

Fuchsie und Gazanie in Töpfen

Fuchsie (vorne) und Gazanie (hinten rechts)

Die Gazanien scheinen es auch geschafft zu haben. Im vergangenen Sommer wohnten sie auf dem Balkon, und eigentlich hatte ich nicht vor, sie zu überwintern. Ein-Jahres-Balkonblümchen halt. Sie gingen allerdings nicht richtig ein, ich wollte sie nicht auf dem Kompost beerdigen, also schmiss ich sie im November ins Gewächshaus und wartete, bis sie verendeten (ich weiß, ich bin mies). Sie verendeten aber nicht, trotz Nicht-Pflege und Nicht-Gießen.

Dieses Bemühen rührt mich. Nun habe ich alle trockenen Blätter abgezupft und sie neu eingepflanzt. Aktuell sieht es so aus, als wollten sie noch einen Sommer bei mir erleben.

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Hochbeete fürs Gewächshaus

Schon als das Gewächshaus noch im Bau war, war klar: Dort kommen Hochbeete rein.

Denn ich möchte dort nicht bei tropischen Temperaturen über den Boden kriechen und Setzlinge streicheln. Das ist nicht gut fürs Gesamtbefinden, und für den Rücken auch nicht. Außerdem bieten Hochbeete die Möglichkeit, darunter etwas zu verstauen – zum Beispiel all das Zeug, das mir im Geräteschuppen im Weg ist: Erde, Übertöpfe, Gedöns.

Inzwischen wohnen die ersten Gurken, Tomaten und Paprika in den Beeten.

Hochbeet mit Paprika und Gurke

Ich habe den Vorteil, dass ich ziemlich lang bin und die Beete deshalb ordentlich breit und tief sein können: Meine Arme reichen trotzdem noch bis ans hintere Ende zum Einpflanzen, Gießen und ernten. Die Maße sind für Riesen:

B 140 cm x T 100 cm x H 100 cm bzw. 50 cm

Die reine Beetfläche ist also

  • 1,40 Meter von links nach rechts breit und
  • 1 Meter von vorne nach hinten tief.

Das Holzgestell selbst ist 1 Meter hoch: 50 Zentimeter tief ist das Beet mit der Erde, die verbleibenden 50 Zentimeter zum Boden nutze ich zum Verstauen von Kram.

So sah es beim Bauen aus:

Sechs Bilder in einem: Die Hochbeete im Bau

Gebaut sind die Beete aus Kanthölzern. Draußen ist eine Bretterverkleidung dran. Den Boden bilden MDF-Platten.

Auf dem Bild haben sie noch kein Loch: In die Mitte jeder Platte hat der Mitbewohner ein circa 10 Zentimeter großes Loch gebohrt, damit das Gießwasser ablaufen kann. Da sich die Platten unter dem Gewicht der Erde leicht (und geplant) biegen, bildet sich ein kleines Gefälle in Richtung Plattenmitte.

Nach dem Zusammenbauen hat er die Hochbeete mit Wetterschutzfarbe gestrichen und Gewebeplane reingetackert.

Die Hochbeete im Gewächshaus

Den Boden der Beete haben wir mit Holzschnitt und Rindenmulch gefüllt. Erst dann kommt Erde (Tipps zum Befüllen). Insgesamt passen in die Beete 1400 Liter Blumenerde. Bevor Sie fragen: Nee – hat keinen Spaß gemacht, sie ranzuschleppen. Aber was will man machen.

Auf dieser Website kann man das Volumen von Behältern und das Gewicht von Baustoffen ausrechnen. Die Erde wiegt circa 1,3 Tonnen – ohne Wasser. Ich hoffe, die Konstruktion hält das längerfristig aus.

Am vergangenen Freitag hatte das Gewächshaus übrigens muckelige 36 Grad – bei 23 Grad Außentemperatur. Schön zu sehen, dass es tut, was es soll.

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Das Gärtnerinnenteam im Frühjahr 2016

Unser schönes Gärtnerinnenblog geht nun in seinen zweiten Sommer.

Damals, im September 2014, sind Pia und ich gestartet: Pia ist erfahrene Gärtnerin und hat seinerzeit – zusätzlich zum eigenen – Ernels Garten übernommen. Ich habe begonnen, das Grün jenseits meiner neu erworbenen Terrasse zu bewirtschaften, nachdem ich vorher schon Balkontomaten gezüchtet habe.

Das Gärtnerinnenblog ist also seit jeher ein Gemeinschaftsblog. Denn jeder Garten ist anders und bringt andere Themen hervor. Außerdem hat jede Gärtnerin ihre eigenen Vorlieben und Tricks – und Sie haben bestimmt auch Ihre Lieblingsgärtnerin hier im Gartenblog.

Inzwischen füllen wir den Gärtnerinnenblog zu Sechst (ja, so viele sind es schon). Demnächst kommt eine siebte Gärtnerin hinzu (mehr sollen es aber nicht werden). Damit Sie nicht den Überblick verlieren, hier nochmal eine kurze Vorstellung unserer GastschreiberInnen:

Die Gartennerds

Gartennerd Charly repräsentiert das Thema „IT-Technik im Garten“. Er hat sich mit dem Raspberry Pi eine automatische Bewässerung zusammengeklöppelt. Seine Beiträge sind unter den meistbesuchten im Gärtnerinnenblog. Ich bekomme regelmäßig E-Mails mit Fachfragen, die ich an Charly weiterleite.

Charlys Mit-Nerd Martin hält sich etwas zurück. Er druckt aber weiterhin Blumentöpfe.

Nathalie

Seit dem März ist Nathalie dabei. Sie bewirtschaftet ihren hessischen „Gadde“ in einer besonderen Familienkonstellation – mit dem Ex und der Ex-Schwiegermutter. Das passiert alles viel professioneller und in größerem Stil als bei mir. Außerdem gibt es ein Hildegard-von-Bingen-Möchtegern-Kräuterbeet.

Sandra

Sandra hat gar keinen Garten, fühlt sich im Innern aber wie eine Gärtnerin und repräsentiert damit die große Gruppe der Hausgärtnerinnen oder auch „Gärtnerinnen der Herzen“. Aus Ermangelung einer Grünfläche baut sie im Keller Pilze an, demnächst auch Kresse in der Küche und ganz demnächst – ich möchte nichts vorwegnehmen, aber die Spatzen pfeifen es von den Dächern – kommt dann doch ein Garten. Aber das wird sie zu gegebener Zeit selbst erzählen.

In der kommenden Woche bekommen wir noch einmal Gesellschaft von jemandem, der den Garten komplett neu anlegt:

Frau Unterholz

Frau Unterholz (Twitter-Account) wohnt mit ihrer Familie in einer Stadt irgendwo in Ostwestfalen, ist auf dem Land aufgewachsen und hatte bereits in sehr jungem Alter Kontakt zu biologisch-dynamischer Gartenbewirtschaftung. Dann kamen Jahre der Auflehnung, was sie jetzt bereut. Denn nun muss sie selbst ran und fängt bei Null an. Sie mag Radlader, den munteren Gartenbauer Horst und den neuen Rasenmäher.

Damit ist unsere Mannschaft erst einmal komplett. Jetzt muss ich nur noch die Gärtnerinnen-Übersichtsseite ergänzen, damit Sie beim Lesen auch nicht durcheinander kommen.

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Ein Blick in andere Gärten

Das Smithsonians Museum of Natural History lagert seine Artensammlung in Schubkästen – und hat sie für ein paar Fotos geöffnet.

Frau Novemberregen sinniert über Jahreszeiten.

Beetlebum, Nadini und ihre unterschiedliche Beziehung zu Tieren.

Sternekoch Marco Müller über gute Lebensmittel, den Duft von Tomaten und welche Supermarktkarotten die besseren sind.

Der Jardin Majorelle liegt in Marrakesch ist einer der schönsten Gärten der Welt. Früher wohnte hier Yves Saint Laurent. Ein Portrait über den Obergärtner Youssef Jellab, der eigentlich kein Gärtner werden wollte.

In Yarmouk, Syrien, herrscht Krieg. Die Not ist groß, die Menschen müssen essen – wenn Urban Gardening Leben rettet.

In Berlin-Kreuzberg sieht Urban Gardening deutlich anders aus. Dort beschloss ein Mann aus Anatolien im Jahr 1983, einen Garten an der Berliner Mauer einzurichten. Es gibt ihn heute noch. Er liegt jetzt mitten in der Stadt – und ist eine Attraktion, die sogar einen eigenen Wikipedia-Eintrag hat.

A Burglar’s Guide to the City – mit Interview darüber, die Einbrecher eine Stadt sehen.

[Vielen Dank an Sandra für diverse Link-Tipps.]

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