Über Vanessa Giese

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Eingemachtes von Vanessa Giese:

Geranien, Agapantus und Zitronenbaum überwintern

Ausverkauf im Gewächshaus. Alles muss raus, nichts bleibt drin.

Thorsten ist ausgezogen und beginnt sein zweites Leben auf dem Kompost als zukünftiger Dünger seiner Tomatenkameraden. Dafür sind nun der Agapanthus, formally known as Agathe Bauer, eingezogen.

Agapantus und Zitronenbaum: Überwinterung im Gewächshaus

Mit von der Partie: das Zitronenbäumchen, der Topf mit der Fuchsie und ein paar Nachwuchsgräser. Sie wohnen nun alle im Hochbeet, mit den Töpfen auf der Erde, schön geschützt vor dem Frost, der vom Boden hochkriecht. Wenn’s zu arg kalt wird, bekommen sie noch einen Mantel aus Vlies. Das Zitronenbäumchen sollte eigentlich abgedunkelt stehen. Ich werde deshalb noch nach einem Schattiergewebe schauen und es damit einhüllen.

Geranien sind ja mehrjährige Pflanzen. Der Plan ist, sie über den Winter zu bringen. Sobald es frostig wird, werde ich Blüten und Blätter zurückschneiden. Dann sind sie weniger angreifbar für Schädlinge. Ich pflanze sie dann direkt in die Erde des Hochbeets. So kann der Ballen nicht einfrieren, und sie haben es etwas wärmer.

Gegossen habe ich in den vergangenen Jahren immer wenig. Alle zwei, drei Wochen fiel mir ein: Ups, du müsstest mal die Draußenpflanzen gießen. Das genügte aber offenbar.

Jetzt kann der Winter kommen. Ich freue mich sogar darauf!

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Der Dortmunder Garten im Oktober

Ganz eindeutig: Es ist Herbst.

Die warmen Tage sind vorbei, der Rasen ist ein letztes Mal gemäht, es regnet und stürmt. Und es wird trister.

Der Garten im Oktober: Panorama

Nix mehr mit bunten Farben, Blumen und prallem Leben. Die Natur legt sich zum Winterschlaf nieder. Die Beete sind fast leer, und was noch nicht verblüht ist, wird in den nächsten drei Wochen dahinsterben. So lange lasse ich es stehen und erfreue mich an jedem Farbtupfer, den der Garten noch hat.

Die Husarenköpfchen zum Beispiel. Sie halten sich tapfer. Die Herbstannemone hadert schon mit dem Wind und der Kälte. Die Rosen halten ihre letzten Blüten in den Wind. Neue werden nicht mehr kommen.

Im Gemüsebeet ist noch ein bisschen Salat. Ich hatte ihn Anfang August nachgepflanzt. Ich werde ihn jetzt schnell essen müssen.

Der Garten im Oktober: Salat

Das Gewächshaus zahlt sich aus. Thorsten und Gurki waren zwar zögerlich unterwegs, aber nach hinten raus holen sie auf. Es ist immer noch passabel warm im Häuschen – zumindest, sofern ein, zwei Stunden am Tag die Sonne scheint.

Blick vom Nachbargarten auf die Rückseite:

Der Garten im Oktober: Gewächshaus von hinten

Es hängen noch etliche Tomaten an den Pflanzen. Bislang werden sie noch rot und schmecken auch:

Der Garten im Oktober: Thorstomaten

Falls es zu kalt im Gewächshaus wird, werde ich die grünen Exemplare pflücken und im Haus nachreifen lassen. Zusammen mit einem Apfel hat das schon einmal gut funktioniert.

Es scheint außerdem, als legten die Gurken erst richtig los. Sechs Früchte werden derzeit reif – wenn sie noch reif werden.

Der Garten im Oktober: Gurken

Jetzt im Oktober endlich fertig: meine erste Paprika.

Der Garten im Oktober: Paprika

Die Nachbarin hat drei Apfelbäume im Garten – und weiß nicht wohin mit ihren Äpfeln. „Das meiste sind eh Matsch-Äpfel, sie vom Baum gefallen sind“, meint sie. „Wenn Sie welche haben wollen, kommen Sie einfach rüber! Sie brauchen auch nicht vorher fragen.“

Und so bin ich an einem nebligen Morgen durch den Zaun gestiegen und habe Äpfel gesammelt.

Der Garten im Oktober: Die Äpfel der Nachbarn

Der Nachbargarten hinter dem Gewächshaus ist fast ein Park: verwachsen, verwunschen, mit Obstbäumen, Eichhörnchen und vielen Vögeln. Ein Kleinod.

Aus den Äpfeln wurde ein Apfelkuchen mit Vanillepudding (Rezept):

Der Garten im Oktober: Apfelkuchen von Nachbars Äpfeln

Und sonst? Regen, Regen, Regen. Und Sturm.

Nach dem grandiosen September finde ich das sogar gemütlich. Von drinnen natürlich. Mit Wollsocken und warmer Milch.

Ich wünsche Euch einen kuscheligen Oktober!

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Die Terrasse wird herbstfest gemacht

Ganz gleich, ob Holzterrasse oder Steinfliesen: Im Herbst ist es an der Zeit, mit der richtigen Vorbereitung und Pflege  jede Terrasse nochmal herauszuputzen und gut auf den kommenden Winter vorzubereiten. Denn schließlich möchten man die letzten Sonnenstrahlen noch auf einer schönen Terrasse nutzen. Öde und lang wird der Winter noch genug.

Holz richtig pflegen

Gerade eine Terrasse aus Holz benötigt im Herbst eine besondere Pflege, um zum einen gut auszusehen und zum anderen gut über den Winter zu kommen. Denn so schön eine Holzterrasse auch ist: Ohne die richtige Pflege hat man nicht sehr lange etwas von dem schönen Baustoff.

Um vor allem edle Hölzer lange in Form zu halten, sollten sie im Herbst möglichst gut gereinigt werden. Denn im Laufe der Monate setzt sich doch allerhand Belag auf ihnen ab. Mit speziellen Holzschutzmitteln erreicht man, dass die Terrasse lange hält und über Jahre schön anzusehen ist. Hölzer wie Eiche oder Kastanie weisen eine hohe natürliche Dauerhaftigkeit auf. Das heißt: Sie sind von Natur aus robust gegen einen Angriff durch holzzerstörende Organismen. Eine grundlegende Pflege sollte aber dennoch vor dem Winter durchgeführt werden.

Die gleiche Behandlung sollte auch Terrassenmöbeln aus Holz zuteil werden. Diese können im Herbst und Winter auch mit Planen abgedeckt oder zum Beispiel in trockenen Kellern abgestellt werden. Bei Anbietern wie KAISER+KRAFT lassen sich sowohl Bänke und Sitzgruppen als auch Überdachungen finden, die in der kalten Jahreszeit als nützlicher Unterstand für die Möbel dienen kann, wenn man keinen Keller hat.

Was braucht eine Terrasse aus Stein?

Bei einer Terrasse aus Stein hat man zwar nicht das Problem, dass dieser aufgrund der widrigen Witterungsverhältnisse schnell kaputt geht. Trotzdem benötigt auch Stein ein wenig Pflege im Herbst. Diese Pflege beschränkt sich allerdings darauf, die Terrasse gründlich von Belägen zu reinigen und sie so gut auf den bevorstehenden Winter vorzubereiten.

Die herbstliche Terrassenbepflanzung

Nachdem man Holzterrasse, Steinterrasse und Terrassenmöbel gut auf die bevorstehende kalte Jahreszeit vorbereitet hat, muss man noch winterlich bepflanzen. Was heißt „muss“? Darf! Denn Bepflanzen ist ja immer eine schöne Sache.

Sehr gut geeignet für eine herbstliche Bepflanzung von verschiedenen Gefäße sind beispielsweise die Fetthenne oder die Strauchveronika. Sie haben Blütentrauben in den unterschiedlichsten Farben. Gut gegen graue Herbsttage!

Auch das Purpurglöckchen oder die Bergenie eignen sich für eine herbstliche Terrassengestaltung. Kürbisse in unterschiedlichen Formen (gibt’s nicht nur in echt, sondern auch aus Beton) sind auch immer schön.

In den Beeten und Rabatten übernehmen Funkien oder das Pampasgras nun eine herausragende Stellung. Sie bezaubern durch ihren wundervollen Blattschmuck. Überhaupt: Gras! Das am meisten unterschätzt Gewächs, wie ich finde. Herbstliche Kränze aus Ilex oder Buchs schmücken den Tisch oder die Hauswand und leuchten in den letzten Sonnenstrahlen.

Einzelne Sommerblumen verschwinden jetzt nach und nach aus den Beeten. Das ist immer etwas schade, aber wenn sie vielen herbstlichen Farben Platz machen, die die Terrasse in goldene, sonnige und warme Töne tauchen, ist das prima. Denn auch der Herbst auf der eigenen Terrasse kann durchaus seine reizvollen Seiten haben.

Der Beitrag entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit KAISER+KRAFT.

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Herbstbalkon, Milchkaffee und Gartenunlust

Es gibt noch einiges zu tun.

Die Möhren ernten – zum Beispiel. Ein letztes Mal Unkraut jäten. Alles Verblühte zurückschneiden. Die Dahlienzwiebeln aus der Erde nehmen. Und die Gladiolen. Den Balkon winterfest machen. Einige Töpfe herbstlich bepflanzen. Die Tulpenzwiebeln setzen. Die Rose vor dem Haus schneiden.

Aber die Luft ist raus.

Ich sitze in der Küche, ein Glas warmen Milchkaffee in der Hand, schaue in den Garten und denke: Och nee. Hier drinnen ist es schöner.

Im Gewächshaus legen die Gurken wunderlicherweise nochmal richtig los. Die letzten Tomaten erröten. Es ist frisch dort, aber es weht kein Wind, und wenn die Sonne scheint, wird es sogar noch ein bisschen warm.

Ich schaffe es, den Balkon ein wenig herzurichten, die Sommerblüher auf den Kompost zu bringen, die Blumentöpfe einzulagern und ein bisschen Heidekraut zu pflanzen.

Herbstbalkon mit Heidekraut

Vatta kommt und möchte gerne den Rasen mähen – er mag Gartenarbeit. Er mäht und harkt auf. Gerne, es ist mir recht.

Jede Woche nun eine Aufgabe. Die nächste: Blumenzwiebeln ausgraben, eingraben. Aber vorher ein warmer Milchkaffee.

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Kürbisrezepte: Kürbis-Carbonara, Kürbispürree und Kürbissuppe

Er heißt „Gelber Zentner“ und macht seinem Namen alle Ehre: Vor drei Wochen habe ich einen Hamma-Kürbis geerntet. Fast acht Kilo hat er gewogen und wäre sicherlich auch noch größer geworden, wenn ich ihn gelassen hätte. Ich musste eine Personenwaage konsultieren, um ihn zu wiegen.

Was aber damit machen?

Suppe natürlich, das ist das erste, was mir zu Kürbis einfällt. Und Kürbis-Carbonara.

Kürbisrezepte

Kürbis-Ingwer-Suppe geht immer und schmeckt mir sehr gut. Ich habe also einen Riesentopf Suppe gemacht. Aus einem Viertel des Kürbisses.

Kürbis-Ingwer-Suppe

1 – 1,5 Kilo Kürbis
1 Kilo Möhren
3 – 4 Zwiebeln
10 cm Ingwer
2 l Gemüsebrühe
3 Dosen Kokosmilch
Salz, Sojasauce, Zitronensaft
Kürbis, Möhren, Ingwer und Zwiebel schälen, kleinschneiden und in Fett andünsten. Mit der Brühe aufgießen und circa 20 Minuten kochen kochen. Mit dem Pürierstab pürieren und Kokosmilch zugeben. Nochmal aufkochen, mit Salz, Sojasauce und Zitronensaft abschmecken.

Kürbis-Carbonara

Das zweite Viertel: Kürbis-Carbonara mit Nudeln nach einem Rezept von Juliane. Lässt sich inklusive Nudeln portionsweise einfrieren und leicht in der Mikrowelle oder in der Pfanne erwärmen. Die Mengen musste ich natürlich anpassen, ich variiere da immer recht flexibel und nehme grundsätzlich mehr Zwiebel.

Aber was nun mit dem Rest machen? Es war immer noch ein halber Kürbis, rund drei Kilo übrig.

Kürbis-Püree

Ich habe ihn einfach 20 Minuten gekocht, püriert und in Portionen zu 400 Gramm eingefroren. Ungewürzt kann ich ihn so für alles mögliche verwenden: als herzhafte Beilage zu Fleisch, unter Kartoffelpürree gemischt, für Pumpkin Pie oder Kürbiswaffeln.

Trick 17 fürs Suppe-Einfrieren:

Suppe friere ich übrigens immer in Gefriertüten ein – in einer Tupperdose.

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Die Suppe nimmt die Form der Dose an, ich kann sie hinterher rausnehmen und das Behältnis wieder verwenden. Der Block Suppe lässt sich dann gut stapeln.
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Granit, Gabionen und Steinzäune: Die Arbeit mit Steinen im Garten

Sie erinnern sich? Vor etwa einem Jahr hat mein großer Gartenumbau begonnen: Der Gartenbauer kam, hat Struktur in den Garten mit seinen Hügeln und Flächen reingebracht, hat jede Menge Natursteine rangeschafft, Mauern gezogen und eine Terrasse gepflastert. Mittlerweile wächst Moos zwischen den Steinen, das erste Efeu rankt, die Dickblattgewächse fühlen sich zuhause und vermehren sich.

So einen Gartenumbau kann man auch gut selbst machen. Das hatten wir zunächst auch geplant – letztendlich ist es an der verfügbaren Zeit und der Manpower gescheitert. Fachlich wäre das aber durchaus gegangen, insbesondere mit entsprechender Beratung. Ich kann also allen, die es vorhaben, nur sagen: Habt Mut!

In Recklinghausen gibt es dafür den großen Natursteinhandel Biotopic mit gutem Service. Das Biotopic-Team hilft bei Fragen gerne weiter. Die Natursteine kommen zum Großteil aus den Natursteinbrüchen im Bergischen Land in Wuppertal.

In meinem Garten sind die Natursteinmauern Trockenmauern – ohne eine Kelle Mörtel verlegt und aus reinen Bruchsteinen (Übersicht über Natursteinarten). Der Gartenbauer hat die Eigenheiten des Gartens bei der Planung mit einbezogen: das Gefälle des Gartens, die bestehenden Wege, den Sonnenstand und die Sitzflächen. Auf viele Ideen, zum Beispiel die fließenden Übergänge zwischen Terrasse und den geschwungenen Wegen, wäre ich von alleine nicht gekommen: Schon seltsam, wie sehr die Gedanken bei einer Neuplanung doch noch vom Bestehenden ausgehen.

Die Sitzflächen und Gehwege in meinem Garten sind aus Betonsteinen, die mit Pflasterfugenmörtel verfugt sind. Das ist eine gute Sache, denn so wächst kein Unkraut in den Fugen – kannte ich vorher nicht. Eine Alternative zu Betonsteinen ist ein Granitpflaster – das ist aber nur eine von vielen Ideen.

Übrigens: Bei der Biotopic-Schwesterfirma in Wuppertal bekommen Sie auch spezielle Zuschnitte – zum Beispiel für Küchenarbeitsplatten.

Der Beitrag entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit Biotopic Natursteine.

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Die Kräuter sind verarbeitet

Vor zwei, drei Wochen habe ich gefragt: Was tun mit den Kräutern?

Die Kräuterschnecke war gerammelt voll, bald wird es kalt, die meisten Kräuter gehen dann ein. Das wäre schade. Inzwischen war ich tätig, habe Anregungen aus den Kommentaren aufgegriffen (Danke dafür! Super!) und das hier gemacht:

Kräuterpesto selbst herstellen

Ich habe Thymian im Backofen getrocknet, Kräuter- und Basilikumpesto hergestellt und Salbeiwürfel eingefroren. Außerdem habe ich Schnittlauch gehackt, in kleine Portionstüten verpackt und frisch eingefroren.

Auf den Bildern sieht das harmlos aus – tatsächlich war ich mehrere Stunden zugange. Puh! Beim Blätter-vom-Basilikum-zupfen konnte ich gut und gerne zwei verpasste Folgen Lindenstraße gucken. Aber nun ist es vollbracht!

Die Rezepte – ziemlich frei Schnauze:

Basilikumpesto

Basilikum
Pinienkerne
gutes Olivenöl
Salz

Basilikum zupfen und waschen. Pinienkerne anrösten. Basilikum, Pinienkerne, Öl und Salz mit dem Pürierstab pürieren. In Gläser füllen und noch eine gute Ladung Olivenöl draufkippen, damit das Pesto bedeckt ist. Nach Entnahme immer wieder nachkippen.

Die meisten Rezepten enthalten noch Parmesan. Darauf habe ich verzichtet, weil es so haltbarer ist.

Kräuterpesto

Kräuter nach Wahl
Kürbiskerne
Sonnenblumenkerne
gutes Olivenöl
Salz

Genauso verfahren wie oben – nur dass die Kerne nicht angeröstet werden. Als Kräuter habe ich Oregano, Thymian, Rosmarin, Basilikum und etwas Bohnenkraut genommen.

Salbeiwürfel

Salbei hacken. In Eiswürfelform stopfen. Mit ein bisschen Wasser angießen. Einfrieren. Ich werde sie in diesem Rezept verwenden:

Salbei-Paprika-Pasta

Paprika, am besten grüne
Salbei
Speckwürfel
Olivenöl
Salz
Pfeffer
Nudeln

Speck in Olivenöl kurz anbraten. Paprika, sehr klein geschnitten, dazu. Salbei, Salz und Pfeffer hinzufügen. Alles über die Nudeln geben.

Getrockneter Thymian

Dazu den Backofen auf 50 Grad stellen. Thymianzweige auf einem Blech auslegen und gut verteilen. Einen Holzlöffel in die Backofentür klemmen, damit die Feuchtigkeit abziehen kann. Bei mir hat das Trocknen circa zwei Stunden gedauert – die Thymiannadeln sind bei leichter Berührung einfach vom Zweig gefallen.

Den Vorschlag, Sirup herzustellen, werde ich auch noch aufgreifen. Ich hatte allerdings vergessen, Zucker einzukaufen. Und hatte nach dem Pesto-Salbei-Schnittlauch-Marathon dann auch keine Lust mehr, nochmal loszustapfen. Beim nächsten Mal also!

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Der Dortmunder Garten im September

Ein paar Tage zu spät – trotzdem möchte ich diesen wunderschönen September nicht unkommentiert verstreichen lassen.

Das Gartenpanorama aus dem September:

Garten im September: Gartenpanorama

Der September war ein wunderbarer Monat. Schöner, als alle Gartenmonate vorher zusammen. Nachdem mir im Frühjahr die Kirschen vom Baum schimmelten, nachdem die Tomaten kaum einen Sonnenstrahl bekamen und auch ich jämmerlich fror, war der September eine Wucht.

Das Wetter veranlasste die Nachbarin sogar, uns einen kleinen Pool zu kaufen, damit wir im Liegestuhl sitzen und die Füße reinhalten konnten.

Garten im September: Pool

Die Nachbarin ist die Kreisläuferin der Kalendergirls, jener Mannschaft aus Handballrentnerinnen, bei der ich jüngst wieder angefangen habe, Handball zu spielen. Wir haben also gar nicht faul herumgelegen, sondern aktive Regeneration betrieben, während nebendran unsere Trikots trockneten:

Garten im September: Wäscheleine

Eine Wäscheleine im Garten, von Baum zu Baum, finde ich übrigens wahnsinnig romantisch. Na gut – es ist eher bescheidene Haushaltsromantik. Aber die Wäsche duftet danach einfach super. Außerdem trocknet sie innerhalb von zwei Stunden.

Unter der Wäscheleine und unter dem Kirschbaum, dort wo die Vogelfutterstation hängt, wachsen nun Sonnenblumen. Das, was die Meisen, Finken, Rotkehlen und Dompfaffen fallen ließen und was Haustaube Gundula nicht schnell genug aufgepickt hat, ist seiner Bestimmung nachgekommen und gewachsen:

Garten im September: Sonnenblume

So richtig schön war es im Garten aber erst, als ich den Lebkuchen ausgepackt habe. Hach, wie toll! Im Liegestuhl, mit den Füßen im Pool, die Sonne brennt, in der Hand ein kühles Getränk und dabei einen weichen, schokoladigen Lebkuchenstern zum Mund führen. Was will man mehr?

Garten im September: Lebkuchen

Abends dann: Grilling. Im September haben wir nochmal richtig viel gegrillt: Gemüse (Zucchini!), Fleisch und Pizza. Seit neuestem gibt es einen Pizzastein im Haushalt, und wir haben ihn schon viel benutzt – für Pizza, Flammkuchen und Brötchen. Der Teig wird sehr knusprig – ich hätte das vorher nicht erwartet. Ein guter Einkauf des Mitbewohners! Nun möchte ich Pizza nicht mehr anders essen als vom Pizzastein.

Außerdem neu: eine Feuerschale.

Garten im September: Schwedenfeuer

Das Schwedenfeuer hat ziemlich gequalmt, obwohl es augenscheinlich trocken war. Gibt’s da einen Trick? Ich möchte die Nachbarn nicht belästigen.

Zum Gemüse: Es wächst. Immer noch. Oder endlich mal, je nachdem. Thorsten und Gurki entwickeln jedenfalls Ehrgeiz in ihrem kleinen, weißen Gewächshaus und hauen raus, was sie zu bieten haben.

Garten im September: Thorsten im Gewächshaus

Garten im September: Gurke

Im Gemüsebeet ist auch noch was los. Anfang August habe ich ein zweites Mal Salat gesetzt. Eine weitere Ernte sollte drin sein, hatte ich mir gedacht.

Das war eine gute Idee. Denn der Salat gedeiht prächtig und ist bald erntereif.

Garten im September: Salat

Aufgaben im Oktober: Salat aufessen, die restlichen Möhren ernten, Tulpenzwiebeln eingraben, den Garten winterfest machen. Doch bis es soweit ist: die Sonne genießen.

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Ein Blick in andere Gärten

In Leipzig gibt es einen Stadtgarten. Er heißt Annalinde, ist ein Gemeinschaftsgarten und ein Experiment.

Eine Bilanz des Sommers 2016: nass und wärmer, als er sich anfühlte. Für Vögel und Fledermäuse war es schwierig – und fürs Meer war das Wetter auch nicht gut.

Die Damen von Weird machten uns per Twitter auf „Schnexagon“ aufmerksam:

„Schnexagon“ ist ein Schneckenschutzzaun, der flüssig ist. Wir können alles unauffällig schützen, denn die einzige Eigenschaft des Lacks ist es, dass die Schnecke nicht daran kleben kann. So können sie bestimmte Hürden nicht erklimmen, werden aber auch nicht getötet.

Ich werde das nächstes Jahr mal ausprobieren.

Zu Besuch im Garten von Loretta und Wolf: ein ehemaliger Bauernhof mit einem 1600 Quadratmeter großen Grundstück, auf dem unter anderem 70 Bäume stehen.

Renate vom „Genießergarten“ erklärt, wie sie Blumenzwiebeln einpflanzt – außerdem, wie und ob man die Zwiebeln vor Kälte schützen muss.

Ein Interview mit Simone über ihren Kräutergarten. Sie sagt uns, welche Kräuter für sie in jeden Kräutergarten gehören. Woanders: ein Rezept für Pesto aus Kapuzinerkresse.

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Da guckt man eine Woche lang nicht ins Beet

Halleluja!

Frau mit riesiger Zucchini

Endlich mal wieder Zucchini! Hatte ja bislang kaum welche in diesem Jahr. War geradezu jämmerlich, die Ernte. Nur zweimal in der Woche gab’s Zucchini. Habe kaum noch Freunde, weil ich jeden von ihnen nur dreimal mit Zucchini beschenken konnte.

Aber jetzt: Endlich zeigt sich wieder eine kleine Frucht. Ob’s fürs Abendessen reicht? Bin skeptisch.

Mit ordentlich Sättigungsbeilage sollte es aber gehen.

[Lied via Felix]

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