Über Vanessa Giese

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Eingemachtes von Vanessa Giese:

Ein Blick in andere Gärten

Nicht nur hier bei uns wird gegärtnert, auch andernorts. Einmal pro Woche, immer Freitags, werfe ich einen Blick in andere Gärten:

„Mein schöner Garten“ hat Gartentipps für den Oktober.

Rainer Erlinger beantwortet im SZ-Magazin jede Woche eine Gewissensfrage. Unter anderem hat er die Antwort auf die Frage: Soll man Tomatenpflanzen, nachdem die letzte Tomate geerntet ist, einen Lebensabend gönnen?

Die „Welt am Sonntag“ erzählt im Artikel „Karpfen vom Dach“ von Rolf Morgenstern, der in einem Dortmunder Hinterhof Gemüse und Fisch züchtet. Beet und Fischbecken sind miteinander verbunden und bilden einen Wasser- und Nährstoff-Kreislauf. Das Ganze nennt sich Aquaponik.

In der New York Times sieht man auf Bildern, was Kinder in aller Welt zum Frühstück essen.

Ivy schreibt im Blog „Gemüse aus Balkonien“ und züchtet unter anderem Mangold im Balkonkasten.

Aber natürlich mit Häkeldiplom!„: Kittykoma  über häkelnde Frauen, Feminismus und darüber, was Basteln – und vielleicht Gärtnern – mit der Arbeitswelt zu tun hat.

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Zuckererbsen

Zugegeben: Meine Erbsen-Ernte war nicht besonders üppig.

Erbsenernte im Sieb

Genau eine Portion. Eine sehr leckere Potion, wie ich hinzufügen möchte. Gerne hätte ich jemanden eingeladen und die Früchte meines Harkens geteilt. Aber nun denn.

Was ich aus dem Erbsen-Experiment gelernt habe:

  • Eine Samen-Packung ist zu wenig, um mehr als einen Menschen einmal satt zu machen.
  • Erbsen wachsen selbst an der blödesten Ecke.
  • Sonne muss nur als Idee vorhanden sein.
  • Erbsen wachsen unfassbar schnell. Zack!, ist die Pflanze groß. Einmal umgedreht, sind Schoten dran. Hamma.
  • Es braucht Kletterhilfen.
  • Erbsen brauchen größere Kletterhelfen, als ich zur Verfügung hatte. Nächstes Jahr muss ich also etwas bauen – Gestelle wie für den Hopfenanbau. Wobei ich dann natürlich auch direkt Hopfen anbauen kann.
  • Die Zucht von Hopfen würde mir sicherlich viele Freundschaften verschaffen.

Mit Erbsen geht es mir übrigens wie mit Zucchini: Bevor ich sie selbst angebaut habe, mochte ich sie nicht essen. Jetzt mag ich sie. Zumindest die eigenen. Mein Vater, mit dem ich in der Kindheit raumgreifende Verhandlungen übers Erbsenessenmüssen geführt habe, schüttelt ungläubig den Kopf.

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Die Kürbisfrage – Teil II

Eine Kürbisschwemme wie meine Mitgärtnerin Pia habe ich nicht gerade. Eher den zarten Ansatz einer Kürbiszucht. Er bestand bislang aus drei Kürbissen, von denen zwei allerdings nur handtellergroß waren.

Reifer Kürbis

Aber sei’s drum! Ich freue mich über jeden Zögling, der es auf meinen Teller schafft. Die drei Kürbanten habe ich zu Suppe verarbeitet. Das Rezept ist so ähnlich wie das von Vinni:

800 g Kürbisfleisch
600 g Möhren
1 Zwiebel
5 cm Ingwer
2 EL Butter
500 ml Kokosmilch
Gemüsebrühe
Sojasauce, Salz, Pfeffer, Zitronensaft

Die Möhren und die Zwiebel würfeln. Den Kürbis und den Ingwer ebenfalls zerkleinern. Alles in Butter andünsten. Danach mit einem Liter Brühe aufgießen und etwas köcheln lassen. Danach pürieren. Kokosmilch hinzufügen, abschmecken, fertig. Ein Traum! Und noch dazu so einfach.

In meinem Garten wachsen noch einige Nachzügler. Sie haben es in eine gekappte, kleine Buche hinauf geschafft und erfreuen sich der Aussicht:

Kürbis (im Werden)

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Black Cherry: Die beste je da gewesene Thorstomate

Meine Tomatenzuchtexperimente gehen jetzt ins dritte Jahr.

Sie begannen, als ich noch ohne Garten war, nur mit Balkon. Die befreundete Torfrau brachte mir eine Tomatenpflanze mit, ich stellte sie ans Fenster, goss sie, topfte sie zwischendurch mal um und am Ende hatte ich Tomaten. Weil sie irgendwann haarige Arme bekam, nannte ich sie Torsten – nach einem Jungen aus der Grundschule, der auch im zarten Alter schon ebensolche Arme hatte.

Dieses Jahr habe ich erstmals nicht nur „Balkonzauber“-Thorstens gezüchtet, sondern auch die Sorten „Oxheart“ und „Black Cherry“ – wieder dank der Torfrau, die mir ermunternd Samen schenkte. Sie mag es, glaube ich, wenn ich häuslich bin.

Beide Sorten erwiesen sich als äußerst mäkelig, gerade in ihrer Frühkindheit. Es durfte nicht zu trocken und nicht zu nass, nicht zu hell und nicht zu warm, aber auch nicht zu dunkel sein. Irgendwas war immer, die Frühjahrsstürme taten ihr Übriges, und von jeder Sorte überlebten nur zwei Pflanzen – von denen eine genau eine einzige Tomate hervorbrachte.

Leider sind die Oxheart-Tomaten ziemlich mehlig. Sie brauchen ewig, bis sie rot werden, und sind sie es dann, sind sie auch schon sämig. Ich verwende sie ausschließlich zum Kochen.

Oxheart Tomate

Aber! Mein lieber Herr Gesangsverein – Black Cherry!

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Ich habe noch niemals köstlichere Tomaten gegessen! Sie sind wirklich sehr dunkel, fast schwarz, und schmecken gewaltig. Eine Explosion von Süße und Tomatigkeit. Meist schaffen sie es nicht mal ins Haus, weil ich sie direkt vom Strauch weg nasche.

Deshalb steht jetzt schon fest: Die Tomatensaison 2015 ist der schwarzen Kirsche gewidmet.

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Monsterzucchini

Ich züchte Monsterzucchini. Ohne Dünger. Ohne Gentechnik. Ohne spirituelle Rituale.

Als meine ersten Zucchini herwanwuchsen, habe ich darauf gewartet, dass sie grün werden. Sie wurden aber nicht grün. Sie wurden nur immer größer. Bis ich mir dachte: Vielleicht stehen sie irgendwann auf und laufen zu Fuß in meine Küche. Aber grün werden sie bestimmt nicht mehr.

Also habe ich sie gepflückt. Das ging sehr leicht, ich brauchte sie nur kurz anheben. Als hätten sie darauf gewartet, dass ich sie endlich erlöse und heim in die Pfanne hole.

Monsterzucchini

Von einer einzelnen Zucchini werde ich allein gut satt. Das ist einerseits erfreulich. Ergiebigkeit ist schließlich nicht nur etwas für Waschmittel. Andererseits führt es dazu, dass ich an einem Abend nicht mehr als eine Zucchini essen kann und folglich jeden Abend Zucchini essen muss. Das trübt das Erlebnis auf Dauer ein wenig.

Seit Wochen meine Freunde, ob sie nicht mal etwas mit Zucchini kochen möchten. Sie lehnen meist aus fadenscheinigen Gründen ab. Also lade ich sie zum Grillen ein, denn dann können sie nicht weg, dann müssen sie kommen und Zucchini essen.

Mein liebstes Rezept ist gegrilltes Rosmaringemüse. Man nehme dazu:

2 Auberginen
2 Zucchini
2 rote Paprikaschoten
2 gelbe Paprikaschoten
1 Bund Rosmarin
2 Knoblauchzehen
200 ml neutrales Öl
Salz, Pfeffer

Ich persönlich ersetze die Auberginen durch Zucchini. Und die gelben Paprika durch … äh … Zucchini. Das Gemüse in Stücke schneiden, Rosmarin waschen und fein hacken, Knoblauch pressen, alles mit Öl vermengen und mindestens eine Stunde marinieren. Anschließend auf den Grill legen. Fertig!

So kriegt man sogar Monsterzucchini weg.

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Minimöhrchen

Minimoehren, frisch aus der Erde gezogen

Das erste Jahr meiner Gärtnerinnen-Zeit ist nichts als ein großes Experiment. Eines weiß ich aber schon: Minimöhren wird es auch 2015 wieder geben.

Die kleinen Dinger sind nicht nur wahnsinnig lecker, sondern auch maximal pflegeleicht: einsäen, drei Monate später wiederkommen – fertig. Keine Raupen, kein Schneckenfraß, kein besonderer Betreuungsbedarf.

Man muss sie einfach liebhaben.

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