Über Vanessa Giese

http://www.gaertnerinnenblog.de

Eingemachtes von Vanessa Giese:

Seltene Kartoffelsorten: Ich werde Knollen-Züchterin

Anfang des Jahres lag mir Vatta in den Ohren: „Bau doch mal Kartoffeln an. Ich möchte Kartoffeln.“

Sein Kumpel, ebenfalls Rentner, hatte im Jahr zuvor welche angebaut, ihm einige abgegeben, und der Geschmack muss ein Geschenk Gottes gewesen sein. Vatta war total angefixt. Das sei doch auch etwas für mich, sagte er. Und meinte: für ihn.

Ich selbst bin nicht unbedingt Kartoffel-begeistert. In meiner Kindheit hatten wir ein Kartoffelschoss im Keller und immer Kartoffeln im Haus. Ständig gab es Kartoffeln. Mit Soße, ohne Soße, als Salzkartoffeln, Pellkartoffeln, Bratkartoffeln, Stampfkartoffeln, als Kartoffelsuppe, Kartoffelpuffer und Kartoffelauflauf. Als ich auszog, bin ich erstmal  für mehrere Jahre auf Abstand zur Kartoffel gegangen – totale Kartoffelabstinenz.

Heute esse ich sie manchmal ganz gerne. Insgesamt ist meine Kochkultur aber bunt; ich esse Reis, Pasta – und ganz oft auch gar keine Sättigungsbeilage. Jedenfalls sind selten Kartoffeln dabei.

Aber gut. Für Experimente bin ich ja immer offen. Doch wenn schon Kartoffeln, dachte ich mich, dann Sorten, die man nicht im Supermarkt kaufen kann. Also orderte ich auf Empfehlung hier im Blog (durch Isabel vom Freigarten) Pflanzkartoffeln:

Rote Emmalie eingraben

Die Rote Emmalie

Ich entschied mich für andersfarbige Sorten:

  • Rote Emmalie
  • Blauer Schwede und
  • Blaue Anneliese

Außerdem bestellte ich noch Linda, den Klassiker.

Dann las ich nach, wie man Kartoffeln anpflanzt. Ich hatte aus irgendwelchen Gründe die Vorstellung, das sei wahnsinnig kompliziert: ständig müsse man nachsehen und etwas anhäufeln. Das stimmt auch. Es ist aber weder schwierig noch aufwändig.

Zuerst ließ ich die Kartoffeln keimen – bei Licht, auf der Fensterbank. Das dauert ungefähr zwei Wochen. Dann grub ich Furchen, legte die Kartoffeln hinein und häufelte Erde darauf.

Wenn die Blätter aus der Erde schauen, soll man regelmäßig weiter Erde anhäufeln. So bildet die Pflanze möglichst viele Tochterknollen.

Kartoffelpflanzen gucken aus der Erde

Der Versuch, Erde anzuhäufeln

Das funktionierte so mittelgut. Irgendwann konnte ich nicht mehr häufeln, weil die Erde einfach runterrieselte – und weil die Menge an Erde einfach begrenzt ist. Ich nehme jetzt erstmal, was kommt. Wenn ich nur doppelt so viel rausbekomme, wie ich eingepflanzt habe, reicht mir das schon.

Man kann Kartoffeln auch im Erdsack anbauen, sogar auf dem Balkon. Dann geht das mit den Anhäufeln besser.

Inzwischen stehen die Pflanzen kniehoch. Die ersten von ihnen blühen.

Kartoffelpflanzen im Garten

Kartoffelplantage

Blühende Kartoffelpflanze

„Das ist blaue Kartoffel.“ – „Und was macht sie?“ – „Sie blüht blau.“

Vatta kommt regelmäßig vorbei, wirft einen prüfenden Blick auf seine Knollen und nickt zufrieden.

Rasenjahr 2017: Das erste satte Grün [Bezahlter Produkttest]

Update vom Rasen:

Mitte April haben wir vertikutiert, gesät und gedüngt. Und danach: gewartet. Und gefroren – gemeinsam mit den Rasensamen. Denn es wurde noch einmal bitterkalt. Mit Frost und Regen und … nein, Schnee zum Glück nicht mehr.

Lange passierte nichts. Kein Grashälmchen ließ sich blicken.

Erst, als die Temperaturen über zehn Grad stiegen und ich schon dachte: „Da kommt nichts mehr“, ließ sich ein zarter Flaum blicken.

Rasennachsaat

Juchhuu! Das Gras wächst!

Mit dem Gras wuchs allerdings auch das Unkraut.

Sogar deutlich schneller als der Rasen, besonders im vorderen Bereich an der Terrasse. Ich schätze, dass wir dort schlichtweg nicht gründlich genug vertikutiert hatten. Solange es kalt war, fiel das nicht auf. Als es langsam wärmer wurde, explodierte dann das Wachstum.

Das sah so aus:

Rasen mit Unkraut und Löwenzahn

So haben wir nicht gewettet.

Anstatt noch einmal den Vertikutierer hervorzuholen, habe ich mit der Hand gearbeitet – und den Grubber genutzt, den toom mir gemeinsam mit der Rasensaat und dem Vertikutiermix geliefert hatte.

Rasen bearbeiten mit dem Grubber

Rasen bearbeiten mit dem Grubber

Der Grubber besteht aus drei Sauzähnen. Er lockert den Boden auf und zieht Moos und Unkraut aus der Erde. Das klappte gut. Nach der Bearbeitung sah die Wiese an der Stelle allerdings zunächst aus wie der Fünf-Meter-Raum in der Dritten Kreisklasse Dortmund-Süd.

Acker

Der Strafraum (vorne im Bild)

Also nochmal Samen drauf: den toom-Vertikutiermix mit Rasenkalk und Dünger.

Auf den Rest des Rasens habe ich außerdem Rasenkur gegeben, damit ein bisschen mehr Schwung in die Sache kommt. Sie nährt und verdichtet den Rasen – und beugt Rasenkrankheiten vor.

Und siehe da – zwei Wochen später:

Rasensaat nach vier Wochen: dicht und grün

Vier Wochen nach dem Vertikutieren und dem Einsäen des Vertikutiermix von toom

Voller Erfolg.

Am vergangenen Wochenende hatte der Rasen dann seinen Härtetest: Meine Handballmannschaft war da – mit Partner*innen und Kindern. Zehn Kinder zwischen zwei und neun Jahren sind mit Bällen, Hüpfseilen und Gummitwist mehrere Stunden lang über die Wiese hergefallen.

Rasen nach einem Monat

Der Morgen nach dem Härtetest

Am Morgen danach: leichte Gebrauchsspuren. Aber sonst guter Zustand. Eine solide Sache.

Agapanthus: Schmucklilie teilen und vermehren

Garten im Juli: Agapanthus

Vor drei Jahren habe ich einen Agapanthus, eine Schmucklilie, geschenkt bekommen. Inzwischen habe ich drei – denn ich habe sie zweimal geteilt. Das letzte Mal vor ein paar Wochen, in Vorbereitung auf das neue Gartenjahr.

Die Schmucklilie bildet sehr viele Wurzeln. Mit der Zeit hat sie kaum noch Platz im Topf, Kunststofftöpfe sprengt sie sogar. Fast der ganze Topf besteht dann aus Wurzeln. Wenn das so ist, hat der Ballen kaum mehr Platz. Das ist nicht gut für die Pflanze: Sie verkümmert.

Deshalb teile ich Schmucklilien regelmäßig.

Agapanthus: Schmucklilie zwischen zwei Stöcken mit dem Spaten teilen

Dazu löse ich sie aus dem Topf und lege den Ballen in ein Beet. Mit dem Spaten teile ich den Ballen robust zwischen zwei Stöcken.

Jede Pflanze pflanze ich dann in einen eigenen Topf.

Agapanthus: Geteilte Schmucklilie im Kübel

Die erste Trennung haben die Schmucklilien schadlos überstanden. Ich bin deshalb sehr zuversichtlich, dass es diesmal wieder so sein wird. Lediglich der Blütenstand war im Jahr nach der Trennung kleiner als im Folgejahr.

Während die Pflanze auf den Bildern den Winter gut überstanden hat, hat ihr Bruder mehr gelitten: Alle Blätter sind braun geworden. Ich habe die Blätter allesamt entfernt und hatte Sorge, dass die Pflanze eingeht.  Inzwischen wachsen sie aber bereits wieder.

Agapanthus: Schmucklilie erholt sich

Die zweite Schmucklilie teile ich dann im nächsten Jahr. Jetzt soll sie sich erstmal erholen.

Licht und Strom im Gewächshaus

Das Gewächshaus hat ein neues Feature: Licht und Strom.

Licht im Gewächshaus

Jetzt kann ich auch in der Dämmerung noch im Gewächshaus arbeiten.

Es kommt tatsächlich öfter mal vor, dass ich bis spät am Abend noch im Garten bin. Tagsüber arbeite ich. Meist habe ich erst am Abend Zeit, mich dem Garten zu widmen, Rasen zu mäen, Blumen zu gießen, umzutopfen. Im Sommer ist es zwar bis 22 Uhr hell. Manchmal mache ich dennoch länger (oder möchte noch eine Sache zu Ende führen), sehe aber in der Dämmerung nicht mehr so gut. Außerhalb der Sommermonate wird es außerdem schon deutlich früher dunkel. Jetzt habe ich unabhängig vom Sonnenstand genug Licht.

So schaut es innen aus:

Ausreichend, um auch später am Abend noch nach den Thorstis zu sehen.

Wir haben dazu eine normale Außenleuchte (Schutzart IP54) genutzt und sie an einen Balken des Gewächshauses montiert. Der Strom lag bereits, unterirdisch verlegt, auf dem Hügel, auf dem das Gewächshaus steht. Denn die Vorbesitzer hatten dort eine Gartenhütte stehen. Der Mitbewohner hat eine Verteilerdose, zwei Steckdosen, die Lampe und einen Lichtschalter installiert.

In einer der Steckdosen steckt eine Biergarten-Lichterkette mit Glühbirnen-(Imitaten). Sie hängt im Fenster des Gewächshauses. Für die Stimmung.

Die Kräuterschnecke nach dem Winter

Die Kräuterschnecke ist eine Einrichtung in meinem Garten, die ich sehr liebgewonnen habe. Sie befindet sich direkt neben der Terrasse. Ich brauche nur wenige Schritte aus der Küche hinaus in den Garten machen und kann frische Kräuter ernten – und sie natürlich direkt verwerten.

Vor dem Winter habe ich mich gefragt, welche Kräuter wohl winterhart sind. Jetzt weiß ich es.

Winterhart sind:

  • Schnittlauch
  • Thymian
  • Oregano
  • Waldmeister
  • Bohnenkraut

Nicht winterhart sind:

  • Petersilie
  • Rosmarin
  • Majoran
  • Minze
  • Salbei

Das Basilikum hat natürlich auch nicht überlebt. Von ihm habe ich aber auch nicht erwartet, dass es Kälte übersteht.

Der Oregano ist die größte Überraschung: Er machte nicht den Eindruck, als wolle er wiederkommen. Nur braune, trockene Äste schauten noch aus der Erde. Aber jetzt zeigt er deutlich, dass Leben in ihm steckt:

Inzwischen habe ich die Kräuterschnecke wieder vollständig bepflanzt. Von oben nach unten wachsen dort dieses Jahr: Thymian, Rosmarin, Oregano, Majoran, Estragon, krause und glatte Petersilie, Kapuzinerkresse, Frühlingszwiebeln, kriechender Sellerie, Schnittlauch, Basilikum, Minze, Melisse und Waldmeister.

Kräuterschnecke im April

In dem Gefäß sind übrigens Nüsse und Vogelfutter. Mein Garteneichhörnchen kommt immer bis an die Terrasse, um sich etwas rauszufischen. Das ist sehr putzig.

Die Schnur ist eine Lichterkette, die als Weihnachtsbeleuchtung im Baum war. Sie kringelt sich jetzt durch die Kräuterspirle und spendet an langen Grill- und Gartenabenden Licht. Zusammen mit ein paar Tischkerzen reicht die Beleuchtung für gemütliches Beisammensitzen.

Rasenjahr 2017: Weg mit Klee und Moos – jetzt ist der Rasen dran! [Bezahlter Produkttest]

Mein Rasen ist grün und dicht – wenn man ihn aus der Ferne anschaut. Geht man näher heran, sieht man das:

Vorher: Der Rasen voller Klee und ... Zeugs

Vorher: Der Rasen voller Klee und … Zeugs

Nach dem großen Gartenumbau 2015, dem Bau des Gewächshauses und der Neubepflanzung des Gartens 2016 sind die groben Arbeiten abgeschlossen. Kommen kommen die Schönheitsoperationen dran. Zum Beispiel am Rasen.

Meine Gartenphilosophie ist: naturnah und gleichzeitig gepflegt. Bezogen auf den Rasen heißt das: Es darf ruhig rustikal sein, es muss kein englischer Rasen sein. Ich krieche nicht mit der Nagelschere übers Gras. Doch was zu viel ist, ist zu viel: Mein Rasen besteht an manchen Stellen nur aus Klee, Moos, Löwenzahn und Gänseblümchen. Wobei: Gänseblümchen finde ich schön. Wenn halt noch etwas Gras zu sehen ist.

Die Lösung: vertikutieren. Der Zeitpunkt jetzt, im April, ist dazu super geeignet.

Was passiert beim Vertikutieren?

Beim Vertikutieren ritzt ein rotierendes Messer die Grasnarbe der Rasenfläche an. Moos und Unkraut werden herausgezogen. Das Anritzen trägt zur Belüftung des Rasens bei und regt ihn so zum Wachsen an.

Mein Schwiegervater besitzt einen Vertikutierer – und freut sich, wenn er ihn uns leihen kann. Kaffee und Kuchen gibt’s beim Abholen gratis dazu.

Was ist der Unterschied zum Lüften?

Beim Lüften besteht die Rolle nicht aus Messern, sondern aus nadelartigen Zinken, die den Boden nicht einschneiden, sondern den Rasen lediglich ausbürsten. Das hilft vor allem gegen Moos.

Der Vertikutierer ist so groß wie ein Rasenmäher und passt in einen durchschnittlichen Kofferraum. Es gibt ihn in Elektro und als Benzinvariante. Der Schwiegervater hat einen Elektrogerät. Das reicht in unserem Fall aus. Leiht man sich einen Vertikutierer beim Geräteverleih, kostet das zwischen 20 Euro (für vier Stunden) und 40 Euro (für den ganzen Tag).

Schritt 1: Rasen mähen

Um den Rasen zu vertikutieren, sollte er nicht zu lang sein. Vor zwei Wochen habe ich den Rasen das erste Mal gemäht. Jetzt folgt der zweite Schnitt. Ideal für ein gutes Ergebnis!

Schritt 1: Rasen mähen

Schritt 1: Rasen mähen

Wir mähen also wie gewohnt den Rasen. Idealerweise sollte er vorher einmal gedüngt sein. Das haben wir verpasst. Ich bin aber sicher, dass die Neusaat auch so gut wachsen wird.

Schritt 2: Werkzeug richten und los!

Wir bauen zunächst das richtige Werkzeug in den elektrischen Vertikutierer: das Vertikutiermesser. Danach fährt der Mitbewohner mit dem Gerät über den Rasen: erst längs, denn quer.

Rasen mit dem elektrischen Kultivator vertikutieren

Schritt 2: Das Lüftungsmesser raus, das Vertikutiermesser (im Karton) rein – und dann los!

Zwei Runden waren bei uns dringend nötig, denn nach dem ersten Durchgang meinte der Mitbewohner: „Jetzt ist alles Gras weg und das Unkraut noch da.“ Nach dem zweiten Mal vertikutieren war aber auch ein Großteil des Klees draußen.

Der Kompost war danach jedenfalls proppenvoll: Wir holten mehr als drei große Säcke Grünzeug aus dem Rasen. Tipp deshalb: genug Platz bereit halten. Oder eine Fahrt zum Grüncontainer einplanen.

Schritt 3: Säen

Anfang des Jahres hat die Baumarktkette toom mich gefragt, ob ich ihre neue Produktlinie für den Rasen testen wolle. toom bietet mit seinem Rasenkonzept alles von der Rasenerde und verschiedenen Rasensaaten bis hin zu Dünger, Sand und Kalk. Ich habe zugesagt.

Am Wochenende startete ich mit der Saat. Weil ich schon einen Rasen habe, den ich nur bearbeite, nehme ich den toom-Vertikutiermix. Außerdem teste ich den Schattenrasen. Denn der Teil meines Rasens, der neben der Terrasse liegt, hat dauerhaft Schatten. Ich bin gespannt, was „Der Genügsame“, wie der Schattenrasen heißt, dort reißen kann. Die Durchsetzungskraft seiner Vorgänger war nämlich überschaubar.

Schritt 3: Neuen Rasen einsäen

Schritt 3: Neuen Rasen einsäen

Im Vertikutiermix sind Starterdünger und Algenkalk enthalten, so dass ich beim ersten Einsäen nicht extra düngen muss. Das empfinde ich als praktisch.

toom hat eine Streuhilfe mitgeliefert, die wir ebenfalls testen. Denn wirft man den Samen mit der Hand auf den Rasen, ist er nicht gleichmäßig verteilt. Das war vor zwei Jahren, bei meinem letzten Versuch, einen schönen Rasen zu haben, so. Ich hatte dann puschelige, grüne Inselchen – und dazwischen Ackerfläche.

O-Ton des Mitbewohners zur Streuhilfe: „Reicht vollkommen. Da brauchste keinen Streuwagen.“ Allerdings ist das Herausnehmen der Streuöffnung zum Ein- und Nachfüllen ein bisschen fummelig.

Schritt 4: Rasensand streuen und Rasen wässen

Zuletzt geben wir (auch mit der Streuhilfe) Sand auf den Rasen. Der Sand lockert den verdichteten Boden und macht ihn luftdurchlässiger.

Rasensand streuen

Schritt 4: Rasensand streuen und den Rasen wässern

Die Tüte mit den Rasensand ist ziemlich schwer. Hier wären kleinere Portionen beim Einfüllen einfacher zu handhaben. Insgesamt ist das Einsäen aber sehr einfach und das Streuen perfekt: Mit der Hilfe lassen sich in sehr kurzer Zeit große Mengen verteilen. Die ganze Aktion, einschließlich Rasen mähen und vertikutieren, geht erstaunlich schnell: Nach zwei Stunden sind wir fertig. Sie war auch nicht sonderlich beschwerlich. Ich hatte mit mehr Aufwand gerechnet.

Zum Schluss muss  der Rasen gewässert werden. Das haben wir direkt nach dem Säen gemacht. Der Regen der vergangenen Tage hat den Rest erledigt.

Rasen nach dem Vertikutieren: ein Acker

Rasen nach dem Vertikutieren: ein Acker, frisch eingesät

So geht’s weiter:

Erstmal muss der Rasen jetzt wachsen. Ob das gut klappt, werde ich in den nächsten Wochen berichten. Außerdem werde ich Dünger und Rasenkur testen.

Offenlegung: Beim „Rasenjahr 2017“ handelt es sich um einen bezahlten Produkttest. 

Plastiktöpfe fasten

In den vergangenen Wochen war Fastenzeit. Zumindest für diejenigen, die sich aus religiösen oder persönlichen Gründen diese Zeit im Jahr für Enthaltsamkeit reservieren.

Nicht immer sind es Süßigkeiten, auf die die Fastenden verzichteten. Maike von Wohlfühlblog Flower & Candies fastete zum Beispiel Plastik. Sie schreibt darüber: 

Zum einen stört mich schon lange der ganze Müll, der sich bei mir sammelt. Ich trag ihn hoch, ich trag ihn wieder runter. Völlig nutzlos. Und das mit dem Wissen, dass es zwischen 100 und 450 Jahren dauert, bis Plastik verrottet ist. Und dass so unfassbar viel Plastik im Meer schwimmt. Krasse Vorstellung, oder?

Und auch für die Gesundheit soll Plastik nicht gut sein.

Also mein Plan: Ich will mal eine Zeit versuchen, deutlich weniger Einweg-Plastik zu konsumieren.

Auch Hildegard von Vintage your life hat sich Gedanken über plastikfreies Einkaufen gemacht.

Als Maike und ich uns letztens trafen, fragte sie mich, wo sie Blumen ohne Kunststoffübertöpfe kaufen könne. Ich war ziemlich ratlos. Denn alle großen Bau- und Gartenmärkte bieten ihre Pflanzen nur im Plastiktopf an. Auch Gärtnereien verkaufen ihre Pflanzen nur im Kunststofftopf.

Natürlich kann man den Topf im Laden lassen, damit er ihn entsorgt. Aber das ist ja nur die halbe Lösung.

Kennen Sie Möglichkeiten, wie man als Gärtnerin ganz auf Plastik verzichten kann und welcher Anbieter Pflanzen ohne Kunststofftopf verkauft?

Der Garten Anfang April: Pfirsich, Kirsche und Blühendes im Steingarten

In den vergangenen vier Wochen ist der Garten buchstäblich explodiert: von Null auf Hundert in 28 Tagen. Hätte ich jeden Tag ein Foto gemacht, könnte ich ein Zeitraffervideo daraus basteln.

Gartenpanorama am 1. April

Am vergangenen Wochenende musste ich deshalb auch das erste Mal Rasen mähen: Das Gestrüpp wuchs einfach zu hoch.

Das Gemüse ist bereits eingepflanzt und eingesät. In den Töpfen auf der Terrasse und auf dem Balkon stehen Reste aus dem Winter, kombiniert mit Hornveilchen. Sie vertragen zur Not noch etwas Kälte. Das Zitronenbäumchen scheint auch über den Winter gekommen zu sein: Es ist etwas blässlich, aber sonst gut dabei.

Der Kirschbaum steht in voller Blüte. Die Bienen und Hummeln summen und brummen.

Blühender Kirschbaum

Gerade morgens bei Sonnenschein ist das alles sehr hübsch anzusehen (Instagram).

Vor dem Gewächshaus schlagen auch die Apfelbaumspaliere aus, und die ersten Blüten zeigen sich. Ich kann täglich zuschauen, wie sie sich verändern:

Apfelbaum: Die Blüte Anfang April

Im vergangenen Jahr habe ich im Schlussverkauf des Baumarkts einen kleinen Pfirsichbaum erstanden. Er wuchs sehr zuückhaltend, verlor bald seine Blüten und auch die meisten seiner Blätter.

Ich habe ihn erstmal im Garten belassen. Denn manchmal brauchen gerade größere Pflanzen und Gehölze ja eine Saison, um anzukommen.

Jetzt blüht der kleine Zwerg mit allem, was er hat – was nicht viel ist, aber immerhin:

Der Pfirsichbaum blüht

Im restlichen Garten blühen die Frühlingsblumen: Osterglocken, die ersten Tulpen, Hyazinthen und Gänsekresse.

Steingarten Anfang April

Besonders mag ich die sternförmigen Wildtupen, deren Bild ich schon auf Instagram gepostet habe.

In den beiden Teigwannen, die wir im Garten haben (Relikte von den Vorbesitzern), kommen die ersten Schwertlilien. Die Sumpfdotterblume blüht:

Schwertlilien und Sumpfdotterblume

Die Schwertlilien sind, wenn sie blühen, sehr schön. Danach sind sie nur noch grün.

Abgesehen davon haben sie sich auf wundersame Weise im gesamten Garten ausgebreitet. Sie tauchen überall auf! Ihre Rizome durchziehen unterirdisch Teile der Beete und sogar des Rasens und sind nur sehr schwer auszubuddeln. Falls Sie also erwägen, sich Schwertlilien anzuschaffen: Wägen Sie gut ab.

Wenn ich mir überlege, wie das hier früher mal ausgesehen hat

 

Ein Flechtzaun als Beetbegrenzung

In meinem Garten gibt es eine Haselnuss. Sie war ziemlich groß, als wir einzogen. Sie reichte bis über das zweite Stockwerk des Hauses hinaus. Wir haben sie gründlich gestutzt – und beschneiden sie nun jedes Jahr. Denn sie wächst jedes Jahr mehrere Meter in die Höhe und in die Breite.

Vom letzten Schnitt haben wir noch jede Menge Äste übrig, die wir nicht entsorgt haben. Daraus habe ich jetzt eine Beetbegrenzung für das Gemüsebeet gebastelt: einen Flechtzaun.

Flechtzaun aus Haselnussruten fürs Gemüsebeet

Ich habe die leise Hoffnung, dass der Zaun auch die Schnecken abhält, ins Beet zu kriechen. Wahrscheinlich hoffe ich vergeblich.

Einen Flechtzaun – auch einen größeren – selbst zu machen, ist ganz einfach:

Schritt 1: Pflöcke einschlagen

Nehmen Sie die dicksten, etwa daumendicken Äste und benutzen Sie sie als Pflöcke. Um sie herum flechten sie die dünneren Ruten. Sie sollten genauso tief in der Erde stecken, wie sie rausgucken.

Je kürzer die Äste sind, die sie flechten, desto kürzer sollten die Abstände der Äste sein, die sie in die Erde stecken. Ich habe einen Abstand von 20 bis 25 Zentimetern gewählt.

Schritt 2: Die ersten Äste um die Pflöcke flechten

Fangen sie beim ersten Ast an, der in der Erde steckt, und schlängeln sie die Ruten links und rechts an den nächsten vorbei. Wenn sie mit dem ersten Ast rechts angefangen haben, beginnen sie mit dem zweiten links – und so weiter.

Beginnen sie aber nicht immer beim ersten in der Erde steckenden Ast. Arbeiten Sie versetzt.

Der Anfang des Flechtzauns

So haben Sie hinterher einen durchgehenden Zaun.

Schritt 3: Füllen Sie auf.

Füllen Sie nun weitere Äste auf. Ideal ist es, wenn Sie die Dicke der Äste variieren: mal dickere, mal dünnere. Dickere Ruten stabilisieren den Zaun. Ich hatte aber auch viele dünnere, die ich dann untergemischt habe.

Der Flechtzaun im Entstehen

Optimal ist es, wenn die Rute so lang ist, dass sie genau an einem Pflock beginnt und an einem weiteren endet. Meistens passt es aber nicht. Entweder kürzen Sie die Rute dann so. Oder Sie nuddeln das dünne Ende in den bestehenden Zaun, so dass es nicht herausschaut.

Schritt 4: Kürzen Sie, was zu lang ist

Kürzen Sie nun die Pflöcke, die zu lang sind. Schneiden Sie ab, was absteht und herausschaut. Dann haben Sie am Ende eine hübsche, kleine Beetbegrenzung.

Flechtzaun rund ums Salatbeet

Flechtzaun aus Haselnusszweigen

Die Gemüsesaison beginnt

Das Gartenjahr hat offiziell begonnen! Das erste Gemüse ist im Freibeet. Die Thorstomaten haben das Gewächshaus bezogen.

Kopfsalat und Feldsalat

Salat ins Freibeet pflanzen

Der Salat kommt immer als erstes ins Freibeet, immer im April. Bei Salat pflanze ich stets Vorgezogenes aus dem Gartenmarkt. Mit eigenem Samen habe ich nur mäßige Erfahrungen gemacht.

Am besten gehen der klassische Kopfsalat und Lollo bionda. Lollo hat den Vorteil, dass er nachwächst, wenn man nur die äußeren Blätter abschneidet.

Dieses Jahr pflanze ich zusätzlich Feldsalat.

Kohlrabi

Kohlrabi gehen bei mir auch immer gut – und schmecken deutlich besser als im Laden. Abends in den Garten gehen, eine Kohlrabi ernten und direkt zum Abendessen verzehren – das ist toll!

Gurken

Gurken im Gewächshaus

Zum zweiten Mal, seit ich den Garten habe, pflanze ich Gurken. Im vergangenen Jahr konnte ich im Gewächshaus vier Früchte ernten, die allesamt sehr gut geschmeckt haben. Ich wusste vorher gar nicht, wie gurkig Gurken schmecken können.

Deshalb habe ich dieses Jahr gleich drei Pflanzen gesetzt. Denn vier Gurken in einem Jahr sind ja quasi nix.

Tomaten

Natürlich gibt’s auch wieder Thorstis!

Tomatenpflanzen im Gewächshaus

Diesmal habe ich sie jedoch nicht selbst eingesät. Damit war ich im vergangenen Jahr nämlich zu spät dran, die Pflanzen wuchsen eher zögerlich, trugen erst spät und auch nicht viele Früchte. Deshalb ich dieses Jahr im Gartemarkt eingekauft. Es gibt Cocktailtomaten, Cocktail-Roma-Tomaten und große Roma-Tomaten.

Zusätzlich zu den Pflanzen im Bild habe ich Sonderthorstis im Internet bestellt. Denn ausgefallenere Sorten haben die Gartenmärkte in der Umgebung nicht. Die Sonderthorstis werden Ende April geliefert. Es sind die Sorten

  • Indigo Ruby (dunkelrot bis schwarz),
  • White Currant (gelbfleischig),
  • Black Tomato (dunkelrot bis schwarz),
  • Sacher (ebenfalls dunkel) und
  • Primagold (gelbe Buschtomate).

Sie ziehen dann im Mai ein.

Kürbis, Paprika, Zucchini

Dann sind Kürbis und Zucchini bestimmt schon groß genug, um ins Freie zu ziehen. Momentan sind sie noch: Samen.

Kürbis, Paprika, Zucchini einsäen

Ich säe immer mehr Pflanzen ein, als ich letztendlich ins Beet setze. Nur die kräftigsten Pflanzen verwende ich weiter. Meiner Erfahrung nach sind das auch die, die als erstes ihren Kopf aus der Erde strecken.

Kürbis habe ich dieses Jahr zwei Sorten: Hokkaido und Atlantic Giant. Seltsamerweise gedeihen die großen Sorten bei mir besser als der kleine Hokkaido.

 

Auf ein ertragreiches Gemüsejahr!

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen