Über Vanessa Giese

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Eingemachtes von Vanessa Giese:

Rezension: Biogärten gestalten – Das große Planungsbuch

„So machen Sie Ihren Garten zu einem essbaren Paradies!“, steht auf der Rückseite. Und wirklich: Das Buch ist ein kleiner Schatz.

Biogärten gestalten - Das große Planungsbuch

Ein gutes Gartenbuch braucht mehrere Eigenschaften:

  • Es muss praktisch und nutzwertig sein. Wir haben alle keinen Schlossgarten, können uns keine Gärtner halten und beschäftigen uns nicht pausenlos mit dem Kleinod hinter dem Haus. Sondern wir haben Grünzeug wachsen, das mal mehr und mal weniger gewollt ist, wir müssen arbeiten und Familien versorgen und wenn wir mal Zeit haben, wollen wir gerne auch mal nur dasitzen. Oder grillen. Aber eben nicht pausenlos Hecke schneiden und Unkraut zupfen.
  • Es muss reichlich Bilder enthalten. Ein guter Text ist gut, doch nichts inspiriert so sehr wie schöne Bilder. Natürlich, wir sprachen darüber: nicht von Schlossgärten.
  • Es muss auch die doofen Fragen beantworten. „Nachdem Sie nachgeschaut haben, ob Sie eine gute Bodenbeschaffenheit haben …“ – äh, ja? Wie mache ich das? Woran sehe ich, ob der Boden gut ist? Ein guter Text erklärt, ohne dass ich das Gefühl habe, dumm zu sein.

Das Buch vom österreichischen Löwenzahn-Verlag hat all diese Eigenschaften, die ein gutes Gartenbuch braucht: Es ist einfach und auf Augenhöhe geschrieben, enthält viele Praxistipps, gute Fotos und beantwortet auch die Fragen, von denen ich gar nicht wusste, dass ich sie mir stellen sollte.

Es ist in drei Teile untergliedert:

  1. So gestalten Sie Ihren Nutzgarten: Hier bekommt man Tipps, was wo hin sollte (zum Beispiel: Gemüsebeet niemals neben eine Haselnuss), wie man Wege anlegt und Beete strukturiert, wie man eine gute Bewässerung hinkriegt, was der Kompost braucht und was hilft, um Beete fruchtbar zu machen. Autorin Doris Kampas geht dabei nicht vom perfekten Garten aus, sondern weiß: In der Stadt ist die Humusschicht oft dünn, es gibt Bauschutt im Boden, Unterkellerungen und Erdwärmeleitungen. Viele Gärten haben windige, schattige und schräge Lagen.
  2. Projekte aus der Praxis: In diesem Teil werden Gärten und Gartenlösungen vorgestellt – und zwar ebenfalls sehr praxisnah. Öde, geflieste Balkone, schattige Innenhöfe, kleine und große Stadtgärten, ein Reihenhausgarten und ein Hanggarten werden zu Gemüsegärten. Das macht Spaß und gibt viele Anregungen.
  3. Erfolgreich anbauen – große Ernte rund ums Jahr: Im dritten Teil geht es ums Anpflanzen und ernten. Es gibt eine Anbauplanung und Beispiele aus der Praxis, wie man Mischkulturen und Hochbeete anlegt. Auch Trögen und Töpfen ist ein Kapitel gewidmet – für alle Gärtner*innen, die nicht viel Platz haben.

Mir hat neben dem Inhalt auch das Layout gut gefallen: Es ist professionell und unaufdringlich – und gliedert die Infos mit Aufzählungen, Infokästen, Fettungen, Tabellen und Zeichnungen gut in Häppchen. Das kann man auch gut überfliegen, ohne alles durchlesen zu müssen.

Das Buch ist mit rund 40 Euro nicht ganz preiswert, aber jeden Cent wert. Es eignet sich hervorragend als Geschenk für neue und auch für erfahrene Gärtner*innen.

Biogärten gestalten – Das große Planungsbuch.
Gestaltungsideen, Detailpläne und Praxistipps für Obst- und Gemüseanbau

ISBN 978-3-7066-2613-2
Hardcover, 440 Seiten
Mehr als 700 Farbfotos, Zeichnungen und Pläne

Preis: 39,90 

Rasenjahr 2017: Die Optimierung [Bezahlter Produkttest]

Das Wetter tut dem Rasen gut. Warm, Regen – er wächst wie Teufel. Ich kann jede Woche Rasen mähen. Manchmal möchte ich schon nach fünf Tagen wieder ran – dabei bin ich alles andere als pedantisch veranlagt.

Was bisher geschah:

Mitte April fiel der Startschuss ins Rasenjahr: vertikutieren, einsäen, abwarten. Das Abwarten das war Aufwändigste. Denn nachdem ich eingesät hatte, wurde es erst einmal kalt. Dann wurde es trocken: Wochenlang kein Regen.

Im Mai stellte ich fest: Der neue Rasen wächst. Der Klee allerdings auch. Also habe ich zum Grubber gegriffen, unter Fluchen die Unkraut-Hochburg vor der Terrasse freigegrubbert und dort erneut eingesät.

Das Ergebnis: Der toom-Vertikutiermix wächst dort wie ’ne Eins.

Rasen mit Blick aufs Gewächshaus

Nochmal aus der Nähe – links Rasen-Klee, rechts toom-Rasen auf ehemaligem Brachland:

Rasen: alt und neu

So sieht es aus, wenn man mit den Augen auf Rasenhöhe geht:

Der neue Rasen

Wenn ich also für die Erneuerung des Rasens inzwischen einen Tipp geben kann: gründlich Vertikutieren. Will heißen: Gründlicher, als ich es getan habe. Es muss wohl schon an die Grenze zum Umgraben gehen, damit auch wirklich alles Unkraut und der Großteil des Klees aus dem Rasen kommen. Mit der Hand habe ich es hingekriegt.

Als nächstes probiere ich nun die Rasenkur aus.

Rasenkur von toom

Die Packung verspricht:

Pure Wellness für Ihren Rasen: Alle 4 Wochen angewendet, verdichtet und verbessert die Kur die gesamte Rasenfläche und beugt Moosbildung und Rasenkrankheiten vor.

Eine Packung habe ich bereits vor vier Wochen auf den Rasen gegeben. Jetzt folgt die zweite Packung. Das Ergebnis erfahrt Ihr in Ende August.

Übrigens: Auch andere Gärtner*innen haben ihre Erfahrungen mit der toom-Rasenlinie aufgeschrieben. 

Offenlegung: Beim „Rasenjahr 2017“ handelt es sich um einen bezahlten Produkttest.

Insektenfreundliche Pflanzen und Blumen

Die FAZ nennt es eine „schleichende Katastrophe“: Es gibt immer weniger Insekten. Die Gründe sind intensive Landwirtschaft, Monokulturen, zu wenig Hecken und Blühstreifen und Pestizide.

In meinem Garten versuche ich, dagegen zu halten. Ich habe Rosen, Hortensien, Rittersporn, Hosta, jede Menge blühendes Zeug im Steingarten, außerdem Dahlien und allerlei einjährige Topfflanzen. Einige meiner Pflanzen sind bei Insekten besonders beliebt.

Lavendel

Der klare Spitzenreiter. Er schlägt alle. Im blühenden Lavendel ist von morgens bis abends ein Gebrummsel und Gesummsel – das ist total irre. Manchmal sind zehn, zwölf Hummeln gleichzeitg da.

Oregano

Im Juli blüht der Oregano und macht dem Lavendel Konkurrenz. Im Beitrag zur Kräuterspirale schrieb ich es schon: ein Flugbetrieb wie im Rhein-Main-Gebiet.

Schmucklilie (Agapanthus)

Insektenfreundliche Pflanzen: Agapanthus

Sie steht im Topf auf der Terrasse und blüht im Juli/August. Sobald die Blüten geöffnet sind, ist hier Hochbetrieb.

Eisenhut

Insektenfreundliche Pflanzen: Eisenhut

Der Eisenhut steht im Schattenbeet. Er bildet lange Blütenstände und lockt viele Insekten an. Weil er vor dem Schlafzimmerfenster steht, habe ich ein Insektennetz in den Fensterrahmen eingezogen. So verirren sich die Brummer nicht ins Haus.

Zierlauch

Insektenfreundliche Pflanzen: Zierlauch

Ganz große Sache! Zierlauch, ob groß oder klein, findet einen Riesenanklang bei Bienen und Hummeln. Übrigens auch in Kräuterform: Der blühende Schnittlauch war der Renner.

Himbeeren

Insektenfreundliche Pflanzen: Himbeere

Die Himbeerblüte ist (fast) vorbei. Doch noch vor einem Monat war an der Garagenwand, an der die Himbeeren ranken, ein großes Hallo. Entsprechend viele Himbeeren habe ich.

Die Kräuterspirale 2017 – nur echt mit Oregano

Es ist so super. Die Kräuterspirale explodiert grad. Eine Dschungelspirale!

Überraschung des Jahres: Oregano. Den gab’s im Vorjahr schon. Er hat den Winter überlebt, und das feiert er nun mit gigantischem Wachstum.

Schnittlauch und Oregano in der Kräuterspirale

Oregano (oben), Schnittlauch (unten) – Anfang Juni 2017

Seit Mitte, Ende Mai wächst das Zeug schneller als die Hipsterbärte in Berlin – in die Höhe und in die Breite. Seit zwei Wochen blüht der Organo – und die Hummeln flippen völlig aus. Ein Luftverkehrsaufkommen wie im Rhein-Main-Gebiet.

Kräuterspirale im Juli 2017 - nach einem Tag Regen

Juli 2017 – nach einem Tag Regen

Was kann man mit Oregano tun?

Pizza: Er passt natürlich wunderbar auf Pizza. Blätter abzupfen, hacken, die fertige oder fast fertige Pizza bestreuen oder den Oregano vorher in die Tomatensoße mischen.

Pastagerichte: Bestreuen oder in die Tomatensoße rühren.

Spargel: Die Spargelzeit ist leider vorbei. Trotzdem ein Geheimtipp: Oregano an den Spargel geben und grillen – oder imBackofen backen. Super. Geht gut mit Olibenöl, Zitrone und Parmesan. Oder ganz klassisch mit Butter.

Omelett oder Rührei: Mal eine andere Geschmacksnote für Eierspeisen – einfach ins Ei einrühren und normal zubereiten. Wer Lust hat, auch mit Kirschtomaten oder Paprika.

Oregano büßt beim Kochen nicht an Aroma ein. Er kann also ruhig schon während des Kochens verwendet werden.

Probieren Sie es einfach mal aus. Ich kannte Oregano nur als Pizzagewürz und war ganz überrascht, was es alles kann.

Kompost: Das erste Mal nachgeschaut

Vor einer Woche habe ich zum ersten Mal den Kompost geöffnet.

Seit ungefährt drei Jahren befülle ich ihn. Ich haben ihn nie umgeschichtet (aus Faulheit und Platzmangel), sondern immer draufgekippt.

Manchmal, nachdem ich mal wieder Eimer für Eimer auf den Kompost geworfen hatte, dachte ich: Das sackt nie zusammen! So groß war der Haufen an Gras und Grünschnitt. Doch es sackte jedesmal ein. Zwischendurch habe ich mal Humofix reingekippt. Das soll den Zersetzungsprozess beschleunigen und verbessern. Tat es auch!

Um nun den Pflanzkübel vor dem Gewächshaus zu füllen, haben wir den Kompost geöffnet und mit der Forke von unten etwas rausgenommen. Es war tatsächlich Humus.

Auf dem Bild sieht es gröber aus, als es tatsächlich war: In der unteren Hälfte es Komposts, hinter den Zweigen im Bild, war fast komplett feine Erde, nur ein wenig durchsetzt mit einigen Ästen, Eierschalen und ein bisschen Heidekraut, das es noch nicht ganz zur Wiedergeburt geschafft hat. Ansonsten tipptopp.

Nur die Asseln fanden die Aktion nicht so super: Ruhestörung!

Nach dem Befüllen des Kübels – die Tomaten haben auch etwas abgekriegt – haben wir das Gitter wieder vor den Kompost gemacht und ein bisschen nachgestochert. In den nächsten Wochen wird das Grüngut bestimmt deutlich absacken.

Ein großer Pflanzkübel für den Garten [Bezahlter Produkttest]

Die Fläche vor meinem Gewächshaus ist eine kleine Problemfläche: Vor dem Häuschen liegen Kies und Steine, darüber nur eine dünne Schicht Erde. Deshalb kann ich dort nichts einpflanzen. Die Fläche wirkt ein bisschen lieblos.

Was hilft in solchen Fällen? Ein großer Pflanzkübel mit schönen Blumen.

Pflanzkübel vor Gewächshaus (bezahlter Produkttest)

Als „Pflanzkübel direkt“ mich fragte, ob ich eines ihrer Produkte testen möchte, kam das Angebot gerade recht. Der Anbieter ist einer der größten für Pflanzgefäße und Blumenkübel.

Der Blumenkübel „Visio“ ist einen Meter lang, 40 Zentimeter breit und so hoch wie ein kleines Hochbeet. Durchschnittlich großen Frauen dürfte er etwa bis zur Mitte des Oberschenkels gehen. Er ist komplett auf Kunststoff und wird in Deutschland gefertigt.

Pflanzkübel vor Gewächshaus (bezahlter Produkttest)

Vorteil des Kunststoffs: Der Kübel ist superleicht. Er kam in einem passgenauen Karton. Ich konnte ihn nach dem Auspacken an einem Arm hochheben und problemlos durch den Garten tragen – dorthin, wo er hinsollte. Selbst mit Erde drin kann man den Kübel gut zu Zweit heben und so nachträglich noch verrücken.

Der Kunststoff ist acht Jahre lang UV-beständig – bleicht also nicht aus, ist stoßfest und frostbeständig.

Einsatz drinnen und draußen

Man kann den Kübel drinnen aufstellen – etwa vor dem Fenster oder als Raumtrenner (Idee fürs Büro!). Er darf aber auch draußen stehen: Dadurch, dass er schlank ist, passt er prima auf den Balkon oder die Terrasse. Oder eben vors Gewächshaus.

Blick aus dem Gewächshaus auf den Kübel (bezahlter Produkttest)

Um den Kübel draußen zu verwenden, müssen noch Löcher rein – damit das Wasser ablaufen kann. Dafür gibt es vorgezeichnete Bohrstellen am Rand des Bodens. Ich musste mir also nicht selbst überlegen, wo die beste Stelle ist. Mit einem kleinen Bohrer sind die Löcher schnell drin.

Den unteren Teil des Kübels habe ich mit Geäst und Kompostmaterial gefüllt. Oben kam ein Sack Erde drauf.

Pflanzkübel: halb gefüllt mit Kompostmaterial (bezahlter Produkttest)

Mein Fazit:

Eine hochwertige Sache. Sieht gut aus. Ist leicht zu handhaben. Lieferung und Verpackung waren einwandfrei. Empfehlenswert!

Offenlegung: Bei diesem Beitrag handelt es sich um einen bezahlten Produkttest. Die Meinung ist meine eigene. 

Die langen Dingsies haben sich verdoppelt

Vielleicht erinnern Sie sich: Im Winter 2015 hatte ich Blumenzwiebeln vergraben. Im vergangenen Sommer kamen im Rosenbeet neben der Terrasse zwei lange Dingsies aus der Erde. Sehr lange Dingises. Wie sich herausstellte, war es sowas wie Riesenallium.

Jetzt sind die Dingsies wieder da – und haben sich sogar verdoppelt: Es sind nun derer vier.

Riesenallium im Rosenbeet

Was planen sie? Weltherrschaft?

Das Schattenbeet: Vom hässlichen Entlein zum Schwan

Lange war das Schattenbeet mein Sorgenkind: Ich hatte keine Ideen, wie ich es bepflanzen sollte. Im vergangenen Jahr habe ich mich dann rangemacht – auch nach ein paar Tipps hier – und habe Pflanzen auszusuchen, die gut Schatten vertragen.

Jetzt ist es ein richtig tolles Beet!

Die Pflanzen gedeihen prächtig – und haben sich ihren Platz erobert. Es sind der blaue Eisenhut, zwei Funkien, Farn und zwei Sorten Gräser: Seggen und Reitgras.

Die Gräser vermehren sich wie wild: Ich habe schon mehrmals Teile abgestochen und an andere Plätze im Garten umgesiedelt, damit sie auch dort gedeihen. Zum Herbst hin werde ich sie an Freunde verschenken, denn sie machen sich gut im Winterkübel.

Der Eisenhut blüht sehr schön und genügsam im Schatten. Die Staude wächst so hoch, dass ich sie aus dem Schlafzimmerfenster heraus sehen kann. Das macht morgens direkt gute Laune!

 

Farn wächst in meinem Garten an verschiedenen Stellen, vor allem im Schatten. Er hat sich selbst gesät. Ich habe ihn ausgestochen und ins Schattenbeet gesetzt. Dort gedeiht er nun prächtig – und an den bisherigen Stellen wundersamerweise auch. Farn ist einfach unausrottbar.

Schattenbeet

Gerade erobert er auch die Steinmauern im Garten und wächst gemeinsam mit den Dickblattgewächsen aus den Ritzen. Das schaut sehr hübsch aus.

Fast ist es nun so, dass mein Schattenbeet das hübscheste Beet im Garten ist. Vom hässlichen Entlein zum Schwan!

Der Dortmunder Garten im Juni – nach dem Sommerregen

Der Juni ist einer meiner Lieblingsmonate: Niemals sind die Tage länger. Der Garten steht in voller Pracht. Die ersten Früchte werden reif. Die Vögel und Eichhörnchen sind ständig unterwegs. Es gibt jeden Tag etwas Neues zu entdecken.

Gartenpanorama von der Terrasse aus

Das Wetter lässt es zu, dass der große Tisch draußen bleibt: Es ist fast durchgehend warm. Gerne sitze ich draußen, arbeite, lese – oder frühstücke. Nur regnen tut es selten: Ich musste schon oft den Garten wässern.

Die nächsten Fotos entstanden deshalb nach einem Sommergewitter. Schade, dass Sie den Garten nicht riechen können!

Für die Terrasse habe ich eine rankende Fuchsie gekauft. So toll! Ich mag Fuchsien sehr. Vielleicht, weil während meiner Kindheit auch immer ein großer Kübel mit Fuchsien auf der Terrasse des Elternhauses stand.

Fuchsie auf der Terrasse, dahinter Rosen

Dahinter die Rosen: Sie sind dick und duftig. Ich habe sie bewusst ausgewählt, um nahe an der Terrasse zu stehen. So kann ich sie den ganzen Sommer genießen. Das ist überhaupt das Tolle an Rosen: Sie benötigen kaum Pflege, sind winterhart, können gut Trockenzeiten überstehen und blühen vielen Monate.

Rose vor Kompost und Gartenhaus

An der Seite des Hauses steht auch ein schönes Exemplar – schon seit wir die Wohnung gekauft haben. Sie stammt noch von den Vorbesitzern.

Dahinter steht der Kompost: Er ist im Sommer immer voll – fällt aber auch schnell in sich zusammen. Vor dem Kompost wachsen die Erdbeeren.

Erdbeeren mit Gartenhandschuh

Ich konnte schon die ersten Früchte ernten. Wahnsinn, wie aromatisch sie sind! Neben den Erdbeeren ranken einige Himbeeren. Auf sie passe ich höllisch auf: Sonst wuchern sie alles zu. Die Himbeeren sind sehr beliebt bei den Bienen und Hummeln.

Ein Insektenparadies ist auch der Lavendel.

Lavendel und Rosen

Ich habe zwei große und mehrere kleine Lavendel im Garten. Die kleinen stehen mit Rosen zusammen. Das bewahrt sie vor Läusen.

Das Schöne am Sommer ist auch die Wäscheleine.

Blick aufs Gewächshaus

Im Garten getrocknete Wäsche riecht einfach viel besser als übliche Wäsche. Oder bilde ich mir das nur ein?

Das Gemüsebeet wird üppiger und üppiger. Zucchini und Kürbis lieben es warm und feucht. Entsprechend motiviert sind sie zurzeit.

Gemüsebeet mit Zucchini, Möhren, Kürbis und im Hintergrund Salat

Wie immer habe ich mit drei Zucchinpflanzen wieder zu viel angebaut. Doch wenn aus allen drei Kernen Pflanzen werden? Ich bringe es einfach nicht übers Herz, die kleinen Zucchinibabys auf dem Kompost zu beerdigen, bevor ihr Leben richtig begonnen hat.

Dieses Jahr gibt es mehr Kürbispflanzen als sonst. Ich habe Kürbis sehr schätzen gelernt, seit ich ihn selbst anbaue. Im Angebot: Hokkaido und Atlantic Giant.

Im Vordergrund sind Möhren und noch ein paar Radieschen. Im Hintergrund: die letzten drei Kopfsalate.

Seltene Kartoffelsorten: Ich werde Knollen-Züchterin

Anfang des Jahres lag mir Vatta in den Ohren: „Bau doch mal Kartoffeln an. Ich möchte Kartoffeln.“

Sein Kumpel, ebenfalls Rentner, hatte im Jahr zuvor welche angebaut, ihm einige abgegeben, und der Geschmack muss ein Geschenk Gottes gewesen sein. Vatta war total angefixt. Das sei doch auch etwas für mich, sagte er. Und meinte: für ihn.

Ich selbst bin nicht unbedingt Kartoffel-begeistert. In meiner Kindheit hatten wir ein Kartoffelschoss im Keller und immer Kartoffeln im Haus. Ständig gab es Kartoffeln. Mit Soße, ohne Soße, als Salzkartoffeln, Pellkartoffeln, Bratkartoffeln, Stampfkartoffeln, als Kartoffelsuppe, Kartoffelpuffer und Kartoffelauflauf. Als ich auszog, bin ich erstmal  für mehrere Jahre auf Abstand zur Kartoffel gegangen – totale Kartoffelabstinenz.

Heute esse ich sie manchmal ganz gerne. Insgesamt ist meine Kochkultur aber bunt; ich esse Reis, Pasta – und ganz oft auch gar keine Sättigungsbeilage. Jedenfalls sind selten Kartoffeln dabei.

Aber gut. Für Experimente bin ich ja immer offen. Doch wenn schon Kartoffeln, dachte ich mich, dann Sorten, die man nicht im Supermarkt kaufen kann. Also orderte ich auf Empfehlung hier im Blog (durch Isabel vom Freigarten) Pflanzkartoffeln:

Rote Emmalie eingraben

Die Rote Emmalie

Ich entschied mich für andersfarbige Sorten:

  • Rote Emmalie
  • Blauer Schwede und
  • Blaue Anneliese

Außerdem bestellte ich noch Linda, den Klassiker.

Dann las ich nach, wie man Kartoffeln anpflanzt. Ich hatte aus irgendwelchen Gründe die Vorstellung, das sei wahnsinnig kompliziert: ständig müsse man nachsehen und etwas anhäufeln. Das stimmt auch. Es ist aber weder schwierig noch aufwändig.

Zuerst ließ ich die Kartoffeln keimen – bei Licht, auf der Fensterbank. Das dauert ungefähr zwei Wochen. Dann grub ich Furchen, legte die Kartoffeln hinein und häufelte Erde darauf.

Wenn die Blätter aus der Erde schauen, soll man regelmäßig weiter Erde anhäufeln. So bildet die Pflanze möglichst viele Tochterknollen.

Kartoffelpflanzen gucken aus der Erde

Der Versuch, Erde anzuhäufeln

Das funktionierte so mittelgut. Irgendwann konnte ich nicht mehr häufeln, weil die Erde einfach runterrieselte – und weil die Menge an Erde einfach begrenzt ist. Ich nehme jetzt erstmal, was kommt. Wenn ich nur doppelt so viel rausbekomme, wie ich eingepflanzt habe, reicht mir das schon.

Man kann Kartoffeln auch im Erdsack anbauen, sogar auf dem Balkon. Dann geht das mit den Anhäufeln besser.

Inzwischen stehen die Pflanzen kniehoch. Die ersten von ihnen blühen.

Kartoffelpflanzen im Garten

Kartoffelplantage

Blühende Kartoffelpflanze

„Das ist blaue Kartoffel.“ – „Und was macht sie?“ – „Sie blüht blau.“

Vatta kommt regelmäßig vorbei, wirft einen prüfenden Blick auf seine Knollen und nickt zufrieden.

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