Über Sandra Fulland

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Eingemachtes von Sandra Fulland:

Apfelbaum-Krankheiten-Experten gesucht!

Im neuen Garten stehen neben viel Unkraut und undefinierbarem Gestrüpp auch ein Pflaumenbaum und ein Apfelbaum.

Während der Pflaumenbaum seine Krone fröhlich in Nachbars Garten gesteckt hat und diesen mit leckeren Früchten versorgt, sieht der Apfelbaum kümmerlich aus. Nicht nur, dass aus einem Spalier ein Irgendwas geworden ist, was im Laufe der Jahre in alle Richtungen gekrümmt gewachsen ist, auch die Früchte sehen sehr schlecht aus: Brauner Schorf bzw. Flecken wie verbrannt auf allen Äpfeln. Auch die Blätter haben teilweise rostfarbene Stellen.

Apfelbaum

Apfelbaum-Experten sind gefragt: Liege ich richtig mit meiner Vermutung, dass es sich um Apfelschorf handelt? Und noch viel wichtiger: Gibt es bei Apfelschorf überhaupt eine Chance, den Baum zu retten oder sollte ich ihn in die ewigen Obstbaum-Gründe schicken? Fungizide möchte ich ungern einsetzen, da ich dann auch die Gemüseplantage der Nachbarin mit einnebeln würde.

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Ein Blick in andere Gärten

Chinesische Forscher gärtnern in der Antarktis. Dabei nutzen sie ein Gewächshaus aus deutschem Plexiglas.

Den eigenen Gemüsegarten hat auch die deutsche Spitzengastronomie entdeckt. Tohru Nakamura aus München oder „De Kas“ in Amsterdam sind Vertreter von „Farm-to-table“.

Wer gerne Gemüse aus dem eigenen Garten haben möchte, sich aber nicht selber die Hände schmutzig machen will, der kann sich einen FarmBot anschaffen.

Die gewonnene Zeit lässt sich dazu nutzen, um aus Paletten Gartenmöbel oder Pflanzkästen zu bauen.

Wer doch lieber selber in der Erde buddelt, bekommt in der FAZ Anregungen für das perfekte Kräuterbeet.

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Ein Blick in andere Gärten

In Berlin-Neukölln ist der Comenius-Garten Anlaufpunkt für Jugendliche aus der Umgebung: Der Garten der Harten. 

Wie gärtnern mit Kindern? Auch hier hat die FAZ Ideen.

Der Psychotherapeut Konrad Neuberger betreut einen Therapiegarten und ist überzeugt, dass beim Gärtnern „viele Selbstheiler am Werk“ sind.

1987 wurde der Duisburger Bibelgarten angelegt – inklusive „brennendem“ Dornenbusch. In Deutschland gibt es übrigens rund 100 Bibelgärten.

Viele Kleingärtnervereine bieten Seminare rund um den Garten an – in Essen ist zum Beispiel der Winterschnitt von Obstgehölzen ein Thema.

Gabriella Pape leitet die Köngliche Gartenakademie in Berlin-Dahlem und hat mit der FAZ über die Garten-Vorlieben der Deutschen und den Unterschied zu den Engländern gesprochen.

Polar-Füchse sind eigentlich „Öko-Ingenieure“ und „bauen“ Gärten in Alaska.

Da die „Ober-Gärtnerin“ Vanessa jüngst Heidelbeeren pflanzte, noch zwei Heidelbeer-Tipps:

Anspruchsvolle Früchtlein, die dank Anthocyan eine blaue Zunge machen und eine einfache Methode, Blaubeeren zu pflanzen. Der Kirchhellener Hof Schmücker häckselt übrigens jedes Jahr die Bottroper Weihnachtsbäume, um den Heidelbeeren vorzugaukeln, sie stünden im Wald.

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Ein Blick in andere Gärten

Gärtnern ist „in“, vor allem Formen wie Guerilla oder Urban Gardening. Warum, erklärt der Publizist und Gartenhistoriker Hans von Trotha.

Was die Honigbiene drauf hat, sieht man nur in Superzeitlupe. Und wie entsteht eigentlich Sortenhonig?

Der BUND ruft dazu auf, torffreie Blumenerde zu kaufen, um Moore zu schützen. Wer torffreie und lokale Erde kaufen möchte, sollte sich darüber informieren, ob es in der Nähe eine Kompostierungsanlage gibt. Die verarbeiten die Biotonnen der jeweiligen Stadt und keinen Torf.

Die Blumenerde können Essener Gartenfreunde umweltfreundlich und kostenlos mit ELA transportieren, dem Essener Lastenrad.

Wer schon immer mal in einem Schrebergarten übernachten wollte, hat bis zum 5. Juni in einem Berliner Luxus Design Schrebergarten die Möglichkeit dazu.

Die Berliner Morgenpost informiert darüber, wie grün Deutschland eigentlich ist. Grünste Großstadt Deutschlands ist übrigens Hamburg.

Obwohl Berlin beim Ranking der grünsten Großstadt nur im Mittelfeld ist, werden dort Baumsalat-Radtouren angeboten. Verkostung eines Lindenblattes inklusive.

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Grünkraut von der Fensterbank

Unabhängig von jeder Jahreszeit, nach knapp sechs Tagen zu ernten und anspruchslos in der Pflege – so könnte man Kresse beschreiben. Neben dem schnellen Wachstum hat Kresse noch einen Vorteil: Sie ist gesund. Vitamin C, Vitamin B, Kalium und Kalzium tummeln sich in den kleinen Pflänzchen.

Kresse auf Watte

Als „Kresse“ wird normalerweise die „Gartenkresse“ bezeichnet, die es auch in den meisten Supermärkten in Pappschachteln zu kaufen gibt. Neben der Gartenkresse kann man zum Beispiel auch Radieschen-, Rote Bete-, Sellerie-, Senfkraut oder Rucolasamen aussäen und wie Kresse ernten. Richtig würde das dann „Grünkraut“ heißen, aber wir wollen mal nicht päpstlicher als der Papst …

Rucola-, Radieschen und Kressesamen

Der Igel bekommt Stacheln

Für die Kressezucht braucht es nicht viel. Eigentlich reicht ein Teller und etwas Watte. Diese sollte feucht (aber nicht nass) sein und dann streut man die Samen darauf. Angeblich funktioniert das auch mit Küchenkrepp statt Watte, bei mir ist das Krepp aber immer sehr schnell getrocknet und die Samen haben deshalb nicht gekeimt. Bei der Watte nehme ich Bio-Watte aus dem Drogeriemarkt, die ist ohne Chlor gebleicht.

Kresseigel aus Ton

Wer es ein bisschen hübscher möchte, der kann sich einen Kresseigel anschaffen. Dieser wird gewässert und braucht keine Watte, Küchenkrepp oder ähnliches. Dafür bekommt er dann Kresse“stacheln“. Meinen Kresseigel hat meine Mutter getöpfert und glasiert, dann muss man doch wieder auf Watte zurückgreifen.

Mini-Gewächshaus

Ganz einfach in der Handhabung ist ein System, in dem auf Trägerpapier aufgebrachte Samen nur in ein kleines Plastikgewächshaus gelegt werden. Das hat den Vorteil, dass überschüssiges Wasser abfließen kann und sich ordentlich Luftfeuchtigkeit bildet. Allerdings muss man dann auch die Pads des Herstellers kaufen.

Kressepad

Einen ähnlichen Gewächshauseffekt kann man auch bei der Tellermethode anwenden: Falls der Teller einen höheren Rand hat, einfach Klarsichtfolie über den Teller spannen. Falls es ein flacher Teller ist, den ganzen Teller in einen Gefrierbeutel packen und diesen verschließen.

Wenn die Samen zu Pflänzchen geworden sind, sind sie gerne an der frischen Luft, sonst ist die Gefahr groß, dass sie schimmeln. Allerdings werden auch oft die zarten und flaumigen Wurzeln der Kresse für Schimmel gehalten.

Kresse

Kresse im Sternerestaurant

Dass Kresse auch Sternetauglich ist, zeigt das Tessiner Sternerestaurant Ecco. Dort bekommt man zu Brot und Butter ein kleines Kressebeet auf den Tisch, welches man mit der mitgelieferten Schere selber ernten kann.

Kresse im Sternerestaurant

Meine Kresse esse ich auch am liebsten auf einem Brot mit Frischkäse. Allerdings gibt es noch viele andere Verwendungsmöglichkeiten für das „Grünkraut“, zum Beispiel als Suppe, in Soße, auf Spargel …

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Pilze aus eigenem Anbau

Mein Name ist Sandra und ich leider derzeit unter Balkon- und Gartenlosigkeit. Nach Gemüsegarten und Balkon, auf dem neben Tomaten und Peperoni kaum Platz für Menschen blieb, müssen nun die Fensterbänke herhalten. Die werden hauptsächlich von Orchideen bevölkert, unter die sich Kräuter, Sprossengläser und Kresseigel mischen. Normalerweise blogge ich bei Schöner Blog(t).

Wenn die gerade im Supermarkt erstandenen Pilze nach Mandeln schmecken, dann ist da vermutlich was falsch gelaufen.

Zum Beispiel bei ihrer „Beauty-Behandlung“, damit sie auch nach dem Transport aus Osteuropa oder Asien noch frisch geerntet aussehen. Champignons, Shiitake-Pilze, Austernpilze oder Pfifferlinge werden dafür begast, z.B. mit Methylbromid und Phostoxin. Dazu kommt, dass der allseits beliebte Champignon nicht nur auf Pferdemist wächst, sondern auch prächtig auf Klärschlamm oder anderen hoch mit Schwermetallen belasteten Materialien. Zum Düngen von Pilzkulturen wird gerne Harnstoff eingesetzt. Lecker.

Dann doch lieber selber ziehen. Das Internet bietet da diverse Quellen mit den verschiedensten Angeboten. Da wir weder über einen Garten noch einen Balkon verfügen, musste es eine Pilzzuchtbox sein. Und da ich erst etwas skeptisch war, bestellte ich beim ersten Mal nur Champignons. (Wer einen Garten hat, kann beispielsweise einen alten Baumstamm oder einen Heuballen impfen.)

Mittlerweile haben wir unsere dritte Champignon-Box – bestimmt nicht unsere letzte. Frisch geerntete Champignons sind kein Vergleich zu Supermarktware, Champignons schmecken tatsächlich nach etwas, egal ob braun oder weiß.

Karton mit Folie und Erde

In dem gelieferten Karton befindet sich alles, was man für die Champignonzucht benötigt. Das Substrat ist mit Pilzmyzel besiedelt und muss nur noch (bei Zuchtbeginn) mit der beigefügten Erde bedeckt werden. Dann kommt ein kleines Plastikdach über die Erde und der Karton darf erst einmal warm stehen, bei uns in der Küche.

Karton mit Folie

Dann wandern das Plastikdach von der Erde über den Karton und der Karton in den Keller.

Nach einigen Tagen zeigen sich die ersten kleinen Pilze. Dann sollte man auch mindestens jeden zweiten Tag die Kiste besuchen – ansonsten hat man plötzlich Riesenpilze (ich spreche aus Erfahrung). Nach jeder Ernte muss so viel Wasser zugegeben werden, wie Pilze entnommen wurden. So ganz genau muss das nicht stimmen, die Deckerde sollte nur nicht austrocknen oder das Pilzsubstrat ertränkt werden.

Weißer Pilz in Erde

Von den Zuchtboxen hat man eine ganze Weile etwas, ca. drei bis vier Erntewellen oder vier Monate. Die XXL-Box eignet sich nur für Familien oder sehr pilzbegeisterte Menschen – uns war sie etwas zu viel.

Pilze, die an einem Karton wachsen

Mit der letzten Bestellung habe ich auch Austernseitlinge bestellt. Die sind erst prächtig gewachsen, dann aber komplett vertrocknet. Anscheinend ist unser Keller tatsächlich nicht feucht genug. Das ist für die dort gelagerten Sachen super, für die Zucht von Austernseitlingen aber anscheinend eher nicht.

Komisch, meist bleibt die Begeisterung aus, wenn ich erzähle, dass wir Pilze im Keller haben. Dabei ist der Keller gar nicht feucht. Dort stehen nur Pilzzuchtsets.

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