Über Nathalie Kranichsfeld

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Eingemachtes von Nathalie Kranichsfeld:

Nachbarschaftliche Beobachtungen im Gärtchen

Von hier aus hat man prima die ganze Nachbarschaft im Blick. Und die mich !

lesesessel

Es ist nicht so viel los, wo ich wohne, es ist im Allgemeinen sehr ruhig, beschaulich und gediegen. Außer, der Nachbar zu linken geht nach draussen. Dann lässt er jeden an seinem Musikgeschmack teilhaben. Auch wenn er das Radio nur auf normaler Lautstärke laufen lässt, hört sich das in dieser beschaulichen Nachbarschaft am Feldrand an, als wenn eine Rockband mit gefühlt 100 dB(A) ein Ständchen bringt. Das funktioniert auch an sonnigen Wintertagen, dann halt durchs gekippte Fenster statt direkter Beschallung an die auf der Liege liegende.

Zum Vergleich:

Bätterrascheln 10 dB(A)

Vogelgezwitscher 50 dB(A)

Wenn ich im Garten liege kann ich die Uhr danach stellen, dass bald die Hecken geschnitten werden (die Nachbarn nach vorne). Deren Frauen freuen sich, dass die Hecken ordentlich sind, und ab und an fällt noch ein Stück Kuchen für mich ab. Das nennt man wohl Win-Win.
Es gibt Nachbarn, die habe ich noch nie gesehen! Aber die mich wahrscheinlich, ist mir etwas unheimlich. Es scheint sie aber zu geben, denn morgens hängen die Betten zum Lüften raus. Weil das so gehört.

Das Gärtchen wird bewohnt von 2 Eichhörnchen, jede Menge Elstern, und sogar Fledermäusen. Ich liebe das. Und das Gras im Gärtchen ist schon lange dem Moos gewichen. Macht aber nichts, die Oma lässt trotzdem regelmäßig mähen. Weil das so gehört. Ist aber angenehm weich für meine empfindlichen Sohlen.

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Monsters of Rock

2 Tage im Gadde nicht nach dem Rechten geschaut, und ZACK, sind Monsters of Zucchini gewachsen

Zucchini a 900gr

Marinierte Zucchini

Zucchini 2-4, je nach Größe

1 Tasse Olivenöl, 1 Knoblauchzehe (gehackt), 1 Esslöffel Basilikum (gehackt), 1 Esslöffel glatte Petersilie (gehackt), 1 Teelöffel Salz, Pfeffer, 1 Tasse Weinessig

Zucchini in 2,5 cm dicke Scheiben schneiden, in heißem Öl leicht braun braten und auf Küchenkrepp abtropfen lassen. In eine Kasserolle eine Lage Zucchini füllen, mit gehacktem Knoblauch, Basilikum und Petersilie bestreuen, salzen und pfeffern, diesen Vorgang wiederholen bis die Zucchini-Scheiben aufgebraucht sind. Essig etwa 5 Minuten kochen lassen und darüber giessen. Mindestens 12 Stunden marinieren lassen, abgiessen und servieren. Die Zucchini halten sich in der Marinade gut 2 Wochen frisch. Für 8 Personen gedacht.

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Das Erbe muss erarbeitet werden

Ha, von wegen Erbe. Ein Probejahr soll es erst geben, nächstes Jahr. Ich muss erst beweisen, ob ich dieses Erbes würdig bin. Damit kam die Schwiegermutter neulich um die Ecke. Ich bin nicht amused.

Sie möchte wissen ob ich das alleine schaffe. Sie wird mir beratend zur Seite stehen und ich kann tun und lassen was ich will.
DAS habe ich schon gemerkt, unter anderem an den Erdbeeren.

Schwiegermutter: Wir müssen mal bei den Erdbeeren das trockene Gestrüpp abmachen.
Ich: Wieso?
Schwiegermutter: Na, für nächstes Jahr. Damit wir nächstes Jahr Erdbeeren haben.
Ich: Wieso?
Schwiegermutter: ?????????
Ich: Ich brauche diese Erdbeeren nicht.
Schwiegermutter: Waaaas ?!

Und im Pflanzenmarkt:
Schwiegermutter: Schau mal, diese schöne Staude. Und mehrjährig.
Ich: Aha. Aber ich weiss doch noch gar nicht, was ich nächstes Jahr so alles möchte.
Schwiegermutter: ?????????

Soviel dazu, haha.

Allerdings weiß ich wirklich noch nicht, wie ich das alles alleine bewältigen soll, ich habe für nächstes Jahr 9 Wochen Urlaub geplant. Das steht im krassen Gegensatz zur alleinigen Gartenverantwortung. Alter Urlaub, neuer Urlaub, Bildungsurlaub, ich habe viel vor. Ich denke darüber nach, mir eine Mitgärtnerin zu suchen. Zum ernten findet sich ja immer jemand, aber die Gartennachbarn sind zum Aushilfsgießen nicht so brauchbar. Schwanger, krank, nie da, übermotiviert, die Liste ist lang.
Ich spekuliere ja auch auf den Garten vom Freund, der wäre groß genug um zu gärtnern UND dort Hühner zu halten. Aber der zickt bockt rum wie ein großer und es ist nicht absehbar.
Der geht so gut wie nie in Urlaub, was könnte ich da gärtnern und urlauben. Ein Träumsche, wie der Hesse sagt.

Tja, und dann ist da noch der Ex. Der hat jetzt eine Flamme. Wenn die auch am Gadde und am gärtnern interessiert ist, wird´s gar lustig bei uns. Ich bin gespannt. Nicht, dass die dann erbt, womöglich noch ohne Probejahr.

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Ein durchaus durchwachsenes Gartenjahr

Es ist ein komisches Gartenjahr, und es ist noch nicht vorbei. Die Schwiegermutter sagt, so eines hat sie in über 50 Jahren noch nicht erlebt. Oder möglicherweise doch, und nur verdrängt? Meine Erfahrung geht ja erst 4 Jahre zurück.
Zwischen Schnecken und Regen ist nicht viel gewachsen. Außer der bodennahen Vegetation und den Brennnesseln, vom Nachbar kommend.
Die Schnecken lachen sich schlapp, die ernähren sich von Schneckenkorn (Power for the slugs) und ignorieren jegliche Hindernisse, die wir uns so ausgedacht hatten. Schutzwälle aus Kaffee, Sand (grob), Stroh und Mulch haben sie nicht am fressen gehindert. Auch absammeln bei Regen hat die Populationsdichte nicht verringert.

  • Der Wildsalat – nicht angegangen
  • Die Brombeeren, wenige. Fast zu wenig für Konfitüre
  • Von drei Auberginenpflanzen haben wir jetzt dann doch eine ! Frucht !!
  • Tomaten und Gurken haben im Gewächshaus gewuchert, aber wenig Früchte getragen
  • Von 2 Reihen Karotten werden wir 3 ernten. Stück, nicht Reihen !
  • Salat – komplett abgefressen
  • Das Hildegardbeet hatte ich zuerst vernachlässigt, daraufhin hat die Schwiegermutter Borretsch gepflanzt. Das war´s dann gewesen mit Kräutern für dieses Jahr, ich wusste nicht das Borretsch vom Wachstum her mit Minze gleichzusetzen ist. Ich mag auch gar keinen Borretsch, lediglich die Blüten sind schön in Eiswürfeln gefroren, und sie locken unzählige Bienen an

Auf der Positivseite

  • Zum ersten Mal Radicchio gepflanzt, so langsam wird er rot und schließt sich. Große Vorfreude
  • Auch Chinakohl ist im Erstversuch (man weiß noch nicht was wird)
  • Und dann die Zucchini. Ich weiß nicht, ob das wirklich auf die Positivseite gehört. Die erste Pflanze kahlgefressen, daraufhin eine zweite gesetzt. Auch die wurde vernichtet. Beide stehen gelassen, und noch 2 gesetzt. Die 2 haben überlebt und megaviele Früchte und Blüten. Die 2 abgefressen haben sich aber erholt und schmeißen jetzt auch wie blöd Zucchini ab. 4 Zucchinipflanzen für 2 Personen = aaaaahhhhh. Ich erwähnte es bereits, im Winter bin ich dann Zucchini-intolerant.
  • Der Mangold, wie schon vielfach hier im Blog lobend erwähnt, ist eine Hydra. Ich traue mich fast nicht mehr diesen zu ernten. Heute habe ich Mangold Pesto gemacht. Warum funktioniert diese Vermehrung nur mit Mangold, und nicht mit meinem Portemonnaie. 50€ rausnehmen, und am nächsten Tag sind 100€ drin. LOL.
  • Die Schwiegermutter und ich haben unser geballtes Expertenwissen zusammengeschmissen und den gemauerten Holzkohlegrill vom Ex angefeuert. Verhungert sind wir nicht, aber beim nächsten Mal wird´s wohl etwas leichter (und schneller) gehen
  • Eine große Freude haben uns die zahlreichen Hummeln und wilden Bienen dieses Jahr gemacht. In großer Zahl am Allium und am Borretsch.

Bienen

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Grossangriff im Gadde

Nach dem Angriff der Schnecken auf unser Gemüse (und die Dahlien übrigens auch)  haben wir zum Gegenschlag ausgeholt.
Phase 1: Kaffee. Fazit: Schnecken lieben Kaffeesatz, zumindest unsere. Es wurde munter weitergefressen. Sogar die neugesetzte Zuccini, die schon fast 10cm drauf hatte. Da hatte ich extra viel Kaffeesatz drum.
Phase 2, letzten Donnerstag: Alle Töpfe und die eine Holzplanke im Erdbeerbeet umgedreht und alle Schnecken abgesammelt. Gefühlt so um die 1000. Unter der Planke war der große kleine Horrorladen. E*K*E*L*H*A*F*T. Eine neue Nacktschneckenart, die ich bis dahin nicht kannte und bei uns Gadde definitiv neu war. Ca 7cm lang, nackt, und gepunktet ?? Es war Abends, Schneckenzeit, und es hörte gar nicht mehr auf, ausgelacht hatten die uns, auf der Beetfolie noch frech rumgekrochen. Aber so nicht, nicht mit mir und nicht mit der Schwiegermutter. Alles was uns in die Finger kam wurde fies in ein Massengrab befördert. Nicht schön, ich weiss, aber notwendig. Dann um alles was schützenswert ist, inklusive der Dahlien, einen Wall aus groben Sand gestreut. Als Topping Schneckenkorn obendrauf.
Die Planke habe ich dem Ex zum entsorgen hingelegt und die Lauffläche im Beet erst mit Sand und dann mit Mulch gestreut.
Und weil wir den Garten quasi auf Links gedreht hatten und erst gegen 20:30 dort weg sind, hatte die Ex-Schwägerin schon einen Suchtrupp nach der Schwiegermutter losgeschickt. Vielleicht einfach mal auf dem Handy anrufen, es wäre so einfach gewesen. Eine Soap ist nichts dagegen.

Der grobe Sand wurde vom Freund gespendet. Leider nur bis zur Haustür und in einem Baustellen-Riesen-Eimer, den ich nicht anheben konnte. Für ihn bin ich wohl Superwoman? Also mangels Schaufel mit einer Tupperschüssel den Sand in meinen Putzeimer umgeschichtet, bis ich beide Eimer tragen konnte. Eine Aktion bei der man keine Zuschauer und schon gar keine Kommentare benötigt.

Heute dann die Stunde der Wahrheit. Was soll ich sagen, keine einzige Schnecke in Sicht, die Erdbeeren lediglich vom vielen Regen geschädigt, aber keine Biss-Frass-sonstwas-Stellen. Auch die neuen Auberginen noch Heile. Also grober Sand mit Schneckenkorn Topping als Hausrezept. Momentan. Große Freude, aber verhalten. Ich traue dem Frieden nicht, und es regnet weiter.

Phase 3, der Igel: Die Schwiegermutter meint, der würde uns nur weglaufen. Unser Gadde ist zu klein und hat zu wenig Verstecke. Momentan benötigen wir auch keine Phase 3.

Meine Umfrage bei den Ungeziefer-Fachleuten im Pflanzenmarkt (noch vor Phase 2)
Fachmann 1 : Da kammer nix gesche mache
Fachmann 2: Laufenten
Fachmann3: Glühwürmcherlarven, die ernähre sisch von Schnecke. Bekomme ich die bei Ihnen ? Nee, die müsse se uffm Feld eisammele, wenn die im Sommer abends glühn.

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Shake it Baby

Es geht los, zu den Erdbeeren gesellen sich jetzt die ersten Johannisbeeren und Himbeeren. Gemixt mit Kokos-Sojamilch, Walnüssen, Datteln und was sonst noch so reinpasst, ein einziger Hochgenuss.

Smoothiepower

Zur Beerenzeit könnte ich zwecks mixen eine eigene Kuh gebrauchen. Gerne eine  lactosefreie.

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Bunt, sehr bunt – eine Rezension

Geh´n wir raus? Style und Design für Balkon, Terasse und Garten.

Im Klappentext wird schon erwähnt, dass es sehr farbenfroh wird. Und das tut es dann auch.
Das Buch gibt viele Tipps, Tricks und Styling Ideen, die einfach nachzumachen sind und schon vorhandene Dinge im Haushalt mit einbeziehen, die vielleicht in einer Ecke oder sonst wo versteckt ihr Dasein fristen. Man muss also nicht unbedingt teure Accessoires zukaufen.
Für meinen Geschmack ist es allerdings ein bißchen zu abgespaced, zum Beispiel der Vorhang aus Löffeln und Trinkhalmen ?? Auch beim Geschirrtuchkissen gehen die Geschmäcker sicher auseinander. Die Autorin greift auch Themen wie zum Beispiel ein Pop-Up Picknick auf, inkl. Rezeptvorschlägen.
Und alles sehr, sehr bunt. Wer es halbwegs dezent mag wird dieses Buch wahrscheinlich nicht mögen. Mit Kindern wiederum könnte es genau das richtige sein.

rezension

Das Buch von Charlotte Hedeman Guéniau wurde mir von der Deutschen Verlags-Anstalt zur Rezension zur Verfügung gestellt.
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Blick in andere Gärten

Dem Kopfsalat ist ein eigenes Fest gewidmet, die Salatkirmes, wie nett.

Das Paradies, es liegt in Marrakesch. Der Obergärtner Youssef Jellab möchte nicht mehr weg, aus dem Jardin Majorelle, dem schönsten Garten der Welt, dem Garten von Yves Saint Laurent und Pierre Bergé.

Über die Mutter aller Kräuterbücher, der „Gart der Gesundheit“, veröffentlicht 1485 in Mainz. Mit praktischen Tipps gegen Läuse, Spülwürmer und Herzzittern, mit welchen sich die Menschen vor über 500 Jahren geplagt haben.

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