Über Nathalie Kranichsfeld

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Eingemachtes von Nathalie Kranichsfeld:

Borretsch

Eigentlich mag ich Borretsch ja nicht so, aber er zieht Unmengen von Bienen und Hummeln an. Daher hat er wieder einen Platz im Kräuterbeet bekommen.
Eine weitere schöne Verwendung sind die Blüten in Eiswürfeln, das Auge trinkt mit.

Von mir aus kann die Gartenparty Saison beginnen.

Höllenminze


Das Eingrooven mit der Schwiegermutter hat etwas gedauert, zeitweise war die angehende Gartensaison etwas kippelig. Es hilft wenn man gegenseitig freundlich, aber laut und bestimmt klare Worte findet. Momentan läuft´s und so habe ich beschlossen, uns ein Birnenspalier zu spendieren. Ich denke langfristig. Da der Ex-Freund mit den hilfreichen Lieferwagen nicht mehr zur Verfügung steht, steht das Spalier noch in der Baumschule (Seit 3 Wochen, um genau zu sein). Das war aber bei dem Frost der letzten Tage bestimmt kein Fehler.


In der Zwischenzeit habe ich den dafür vorgesehenen Platz „gerodet“. Die Japanische Weinbeere umgesetzt (Yummie), und haufenweise Minze rausgeholt. Dass die Minze überall wuchert ist klar, aber das sie SOLCHE Wurzeln hat, unglaublich. Ich musste da mit dem Spaten ran.

Der Ex-Mann übernimmt freundlicherweise mein Urlaubsvertretung zum giessen, ich bin ja während der Saison, und teilweise auch noch in den heissen Pflanz- und Erntephasen, weg. Die Diskussion mit der Schwiegermutter hebe ich mir aber für später auf, so genau weiss sie das noch nicht. Ich werde ihr „verkaufen“ müssen, dass sie während meiner Abwesenheit meine Experimente betreut. Die da wären: Ringelbete, Mairüben und Melonen. Wenn´s was wird, bin ich die Heldin. Sie wiederum zieht Zuccini, wie üblich mehr als eine. Ich hatte letztlich auf irgendeiner Speisekarte irgendwas mit Zuccini stehen, vorbeugend auf den kommenden üppigen Zuccinisommer hatte ich DAS schon mal nicht gewählt.
Und der Ex-Freund hat sich immerhin bereit erklärt, mir einen Eimer groben Sand vor die Tür zu stellen. Die Schwiegermutter schwört jetzt da darauf, das hätte letztes Jahr geholfen. Leider hatten wir viel zu spät damit angefangen. Ich werde das beobachten und an dieser Stelle berichten.

Eingrooven

Am Sonntag haben die Schwiegermutter und ich die Gartensaison eröffnet. Erst mal nur nach dem Rechten sehen, hieß es. Schneiden und hacken, wurde dann daraus.
Der Ton war beidseitig noch nicht mit Enthusiasmus gefüllt, wir müssen uns noch eingrooven nach der Winterpause. Ich hacke nicht richtig, so wird das nichts, so wächst nichts. Aha?! Wahscheinlich hat jemand im Winter gefehlt der Azubi ist, so wie ich?
Irgendwo ist auch im Winter das „ich mache nichts nächstes Jahr und schaue nur, ob Du des Garten erbens würdig bist“ verloren gegangen. Keine Spur mehr davon zu erkennen, es wird gekauft und  gepflanzt was das Zeug hält. Natürlich wie immer :-) . Aber das war ja eh klar.
Heute lief es schon ein kleines bisschen besser, und auch meine Vorfreude auf die Saison bewegt sich auf der Skala nach oben. Salat und Kohlrabi sitzen schon unter der Folie, ganz ohne mein zutun. Aber das war ja eh klar. Merkwürdig nur, dass sie es auf dem Beet gesetzt hat welches ich völlig falsch aufgelockert habe?

Es ist viel passiert im Winter, was Einfluss auf den Gadde und das Gärtchen dieses Jahr haben wird.
Ich muss mir keine Gedanken um eine „Gießhilfe“ während meiner Urlaube machen (mitten im Sommer), denn der Ex hat scheinbar den Scheidungsschock überwunden, ist freundlich zu mir und überaus hilfsbereit.
Der Freund ist kein Freund mehr, zumindest nicht meiner, und somit wird es auch keine schönen, spontanen oder wie auch immer selbstgemachten Gartenmöbel geben. Schade. Um die geplanten Gartenmöbel!
Im Gärtchen kann ich schalten und walten wie ich möchte, die Oma kann mir momentan nicht reinreden. Um die gakeligen Apfelbäume wieder auf Vordermann zu bringen habe ich vor 2 Wochen einen Obstbaumschnittkurs besucht. Es durft ja nichts verändert werden, ergo auch keine Apfelbäume geschnitten werden. Und was haben die es nötig, das erkenne ich jetzt mit meinem neuerworbenem Fachfrauenblick. Die Baumschere ist schon vom Gadde ins Gärtchen übergesiedelt und wartet auf ihren Einsatz.

Die Gärtnerinnen und der Garten halten Winterschlaf

Die letzte Ernte an Mangold und Salat ist eingeholt, die Walnüsse aufgehängt, alles verstaut, die Wassertonnen geleert, und die Beete umgegraben. Es ist Ruhe eingekehrt.
Lediglich noch ein bißchen Laub, und das war es dann für dieses Jahr. Im Gadde.

winterfest

In der Küche noch nicht. Im Sommer wurden die Beeren nur schnell eingefroren, ich hatte keine Zeit Gelees zu kochen. Auch gefrorene Bohnen und Tomatenmark warten jetzt auf ihre weitere Verarbeitung.

Aber erst mal durchatmen. Es war schon viel zu tun in diesem Sommer voller Schnecken,  und trotz der relativ wenigen Ernte. Jetzt geniesse ich erst mal die Zeit und esse wonach mir ist, und nicht was grade wächst.

Im Gärtchen dann auch noch schnell gegraben, ist ja nicht viel Fläche, Tulpenzwiebel und Krokusse versenkt, und gut ist`s.

Und im neuen Jahr hinterfrage ich mal das Schwiegermutterprinzip, mir im nächsten  Jahr nur noch beratend zur Seite zu stehen. Die Anzeichen dafür sind nicht vorhanden.
Da wurde schon gegraben, umgesetzt, geplant (die doofen Erdbeeren), es sind keine Anzeichen für schwiegermütterliche Zurückhaltung zu erkennen.

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Das Praxis-Handbuch Garten – eine Rezension

Um es vorweg zu nehmen. Es ist ein umfassendes Nachschlagewerk mit vielen guten Infos, Anleitungen und Bildern. Entstanden ist es aus den Praxistipps einer BBC-Hörfunksendung. Das merkt man auch beim durchlesen, die Praxisorientierung.
Es geht nicht nur um Nutzgärten, auch um große und kleine Gärten, mediterrane Gärten,  Wald- und Steingärten und einiges mehr. Das Gewächshaus hat ein separates Kapitel erhalten.
Von der Planung über die Anlage, Pflanzung, Pflege und Vermehrung  ist alles beschrieben. Auch Schädlinge und Krankheiten werden in einem eigenen Kapitel reichlich bebildert behandelt.
Ein großes Kapitel ist dem Unkraut gewidmet. „Eine Pflanze, die am falschen Ort auftritt“.  Diese klassische Definiton wird im nächsten Gartenjahr mein Mantra.

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Ein Nachschlagewerk, das man jederzeit aus dem Regal holen und befragen kann, ergänzt mit vielen gut bebilderten Anleitungen.

Das Buch von Biggs, Cushnie, Flowerdew, Swithinbank wurde mir von der Deutschen Verlags-Anstalt zur Rezension zur Verfügung gestellt.

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Im Flow

So nennt man das wohl, wenn man nicht aufhören kann.

Der Schatz hat mir in seiner knappen Zeit ein Loungemöbel aus Paletten für das Gärtchen gebaut. Allerdings als halben Bausatz zum selber fertig stellen. Also mal schnell Lasur geholt und losgelegt. Die „Saison ist vorbei“, es gibt nicht mehr alle Farben, aber im zweiten Baumarkt hatte ich dann Erfolg.
Da lästige Instandhaltungsaufgaben durchaus auch zum gärtnern gehören und ich so in Schwung war, habe ich mir den Farbeimer geschnappt und direkt im Gadde mit dem Tor „weiterlasiert“. War auch nötig. Die Schwiegermutter hat nur verwundert den Kopf geschüttelt. Der Ex ist ja mit der neuen Flamme beschäftigt und verschwendet keinen Gedanken an unser Tor. Genauso wie die neuen Bretter für den Kompost schon seit einem Jahr liegen. Da hatte er aber noch keine Flamme, sondern nur keine Lust.

flowDas Paletten- und Tor Ergebnis ist super, und ich kann mich schon auf die nächste Saison freuen. Ich habe schon mal mit Vorlauf für nächstes Jahr noch eine Paletten-Liege und einen Sessel beim Schatz bestellt. Wird knapp, könnte aber doch klappen.

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