Über Nathalie Kranichsfeld

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Eingemachtes von Nathalie Kranichsfeld:

Pure Harmonie

Gestern wollte ich mir das Unkraut vornehmen, nur ich und die bodennahe Vegetation. Sonst nichts. Und Niemand. Außer der Schwiegermutter, aber die werkelt vor sich hin. Dabei kann ich ganz gut meinen Kopf lüften, vom Job, und vom immer noch anhaltenden Liebeskummer mit dem Ex(Freund).
Das Unkraut steht noch, die Ex-Großfamilie ist eingefallen. Der Ex(Mann), die Nichte, der Neffe (angeheiratet), ein Baby und die Ex-Schwägerin. Vorbei war´s mit der Ruhe und dem Unkraut. Den Kopf hat es trotzdem ganz gut gelüftet. Ich hatte kurzfristig überlegt auszuwandern, aber dann war es doch ganz nett. Gefolgt von einem Grillen mit dem Ex und der Schwiegermutter. Mehr Harmonie geht kaum.
Ich bin Single, ich sollte meine Samstagabende nicht grillend mit dem Ex verbringen!

Heute früh habe ich schon alles weggeschafft, was ich gestern rangeschafft habe. Die Brombeeren sind in einem Clafoutis gelandet, der Mangold in einer Suppe und die Tomaten in einem 10L Topf Bolognese, zusammen mit Zucchini, Karotten, Sellerie und einiges anderes.
Ich bin Single, ich sollte nicht stundenlang kochend in meiner Küche verbringen. Mache ich aber ganz gerne. Nur momentan ist es etwas viel, Dank Garten.

Das Melonenexperiment gedeiht, ich bin sehr gespannt auf das Endergebnis. Irgendwann mal im Herbst ?

Kann ich das wieder Gutmachen ??

Ich habe Euch seit Anfang der Gartensaison vernachlässigt und es tut mir unendlich leid.

Die neuen Aufgaben im Job (erweitertes Hamsterrad) und der viele Urlaub dieses Jahr (10 Wochen) nagen extrem an meiner Freizeit für Garten, bloggen und vielem anderen. Zusätzlich hilft es auch nicht neue Aktivitäten auszuprobieren (Kajak-Schnupperkurs), von denen man von vornherein weiss das man sie eigentlich nicht auch noch unterbringen kann, auch wenn sie extrem viel Spass machen.
Dazu kommt ein sehr schönes und ertragreiches Gartenjahr (laut auf Holz klopfend!!) im Gegensatz zu dem letzten verregnetem und von Schnecken verfressenem.
Also zwischen meinen Urlauben muss ich dann richtig ran, die Schwiegermutter meint ich komme grade nur zum Ernten und so ein kleines bißchen hat sie Recht. Ein wenig Alibi-Unkraut rupfe ich aber schon zwischendurch.
Dann bin ich gegen 21:00 Uhr zuhause und muss ja alles noch verarbeiten, einkochen, blanchieren etc. Danach falle ich dann nur noch in mein Bett, an soziales ist nicht mehr zu denken.
Was schön ist, dass der Ex-Mann meine Giessdienste während meiner Abwesenheiten übernimmt. Es läuft gut.
Mein Wassermelonenexperiment lässt sich gut an, ebenso der Mangold. Der Tipp neben dem Mangold Starkzehrer wie Sellerie zu setzen war echt super. Nun wächst er nicht mehr so schnell in die Höhe und ist kräftig und geschmackvoll.
Neben die Auberginen haben wir einen Lavendel gesetzt, um Bienen und Hummeln zum bestäuben anzulocken, hat auch gut geklappt, es sind etliche Früchte dran. Vorsichthalber habe ich aber doch ein bißchen geschüttelt, letztes Jahr war nur eine ! Frucht dran.
Zucchini wächst ja eh wie Unkraut, da reden wir gar nicht drüber.
Und Bete aller Art hatte ich im Frühjahr gepflanzt, Rote Bete, Ringelbete, und Gelbe Bete. Die scheinen sich sehr wohl zu fühlen, der Hammer, und die Vorfreude ist groß.
Auch die Kohlrabi waren dieses Jahr geschmacklich noch besser als sonst, und Null holzig. Und schöne Möhren wird es geben, letztes Jahr waren sie nicht angegangen.

Ich gelobe Besserung, wirklich.

Borretsch

Eigentlich mag ich Borretsch ja nicht so, aber er zieht Unmengen von Bienen und Hummeln an. Daher hat er wieder einen Platz im Kräuterbeet bekommen.
Eine weitere schöne Verwendung sind die Blüten in Eiswürfeln, das Auge trinkt mit.

Von mir aus kann die Gartenparty Saison beginnen.

Höllenminze


Das Eingrooven mit der Schwiegermutter hat etwas gedauert, zeitweise war die angehende Gartensaison etwas kippelig. Es hilft wenn man gegenseitig freundlich, aber laut und bestimmt klare Worte findet. Momentan läuft´s und so habe ich beschlossen, uns ein Birnenspalier zu spendieren. Ich denke langfristig. Da der Ex-Freund mit den hilfreichen Lieferwagen nicht mehr zur Verfügung steht, steht das Spalier noch in der Baumschule (Seit 3 Wochen, um genau zu sein). Das war aber bei dem Frost der letzten Tage bestimmt kein Fehler.


In der Zwischenzeit habe ich den dafür vorgesehenen Platz „gerodet“. Die Japanische Weinbeere umgesetzt (Yummie), und haufenweise Minze rausgeholt. Dass die Minze überall wuchert ist klar, aber das sie SOLCHE Wurzeln hat, unglaublich. Ich musste da mit dem Spaten ran.

Der Ex-Mann übernimmt freundlicherweise mein Urlaubsvertretung zum giessen, ich bin ja während der Saison, und teilweise auch noch in den heissen Pflanz- und Erntephasen, weg. Die Diskussion mit der Schwiegermutter hebe ich mir aber für später auf, so genau weiss sie das noch nicht. Ich werde ihr „verkaufen“ müssen, dass sie während meiner Abwesenheit meine Experimente betreut. Die da wären: Ringelbete, Mairüben und Melonen. Wenn´s was wird, bin ich die Heldin. Sie wiederum zieht Zuccini, wie üblich mehr als eine. Ich hatte letztlich auf irgendeiner Speisekarte irgendwas mit Zuccini stehen, vorbeugend auf den kommenden üppigen Zuccinisommer hatte ich DAS schon mal nicht gewählt.
Und der Ex-Freund hat sich immerhin bereit erklärt, mir einen Eimer groben Sand vor die Tür zu stellen. Die Schwiegermutter schwört jetzt da darauf, das hätte letztes Jahr geholfen. Leider hatten wir viel zu spät damit angefangen. Ich werde das beobachten und an dieser Stelle berichten.

Eingrooven

Am Sonntag haben die Schwiegermutter und ich die Gartensaison eröffnet. Erst mal nur nach dem Rechten sehen, hieß es. Schneiden und hacken, wurde dann daraus.
Der Ton war beidseitig noch nicht mit Enthusiasmus gefüllt, wir müssen uns noch eingrooven nach der Winterpause. Ich hacke nicht richtig, so wird das nichts, so wächst nichts. Aha?! Wahscheinlich hat jemand im Winter gefehlt der Azubi ist, so wie ich?
Irgendwo ist auch im Winter das „ich mache nichts nächstes Jahr und schaue nur, ob Du des Garten erbens würdig bist“ verloren gegangen. Keine Spur mehr davon zu erkennen, es wird gekauft und  gepflanzt was das Zeug hält. Natürlich wie immer :-) . Aber das war ja eh klar.
Heute lief es schon ein kleines bisschen besser, und auch meine Vorfreude auf die Saison bewegt sich auf der Skala nach oben. Salat und Kohlrabi sitzen schon unter der Folie, ganz ohne mein zutun. Aber das war ja eh klar. Merkwürdig nur, dass sie es auf dem Beet gesetzt hat welches ich völlig falsch aufgelockert habe?

Es ist viel passiert im Winter, was Einfluss auf den Gadde und das Gärtchen dieses Jahr haben wird.
Ich muss mir keine Gedanken um eine „Gießhilfe“ während meiner Urlaube machen (mitten im Sommer), denn der Ex hat scheinbar den Scheidungsschock überwunden, ist freundlich zu mir und überaus hilfsbereit.
Der Freund ist kein Freund mehr, zumindest nicht meiner, und somit wird es auch keine schönen, spontanen oder wie auch immer selbstgemachten Gartenmöbel geben. Schade. Um die geplanten Gartenmöbel!
Im Gärtchen kann ich schalten und walten wie ich möchte, die Oma kann mir momentan nicht reinreden. Um die gakeligen Apfelbäume wieder auf Vordermann zu bringen habe ich vor 2 Wochen einen Obstbaumschnittkurs besucht. Es durft ja nichts verändert werden, ergo auch keine Apfelbäume geschnitten werden. Und was haben die es nötig, das erkenne ich jetzt mit meinem neuerworbenem Fachfrauenblick. Die Baumschere ist schon vom Gadde ins Gärtchen übergesiedelt und wartet auf ihren Einsatz.

Die Gärtnerinnen und der Garten halten Winterschlaf

Die letzte Ernte an Mangold und Salat ist eingeholt, die Walnüsse aufgehängt, alles verstaut, die Wassertonnen geleert, und die Beete umgegraben. Es ist Ruhe eingekehrt.
Lediglich noch ein bißchen Laub, und das war es dann für dieses Jahr. Im Gadde.

winterfest

In der Küche noch nicht. Im Sommer wurden die Beeren nur schnell eingefroren, ich hatte keine Zeit Gelees zu kochen. Auch gefrorene Bohnen und Tomatenmark warten jetzt auf ihre weitere Verarbeitung.

Aber erst mal durchatmen. Es war schon viel zu tun in diesem Sommer voller Schnecken,  und trotz der relativ wenigen Ernte. Jetzt geniesse ich erst mal die Zeit und esse wonach mir ist, und nicht was grade wächst.

Im Gärtchen dann auch noch schnell gegraben, ist ja nicht viel Fläche, Tulpenzwiebel und Krokusse versenkt, und gut ist`s.

Und im neuen Jahr hinterfrage ich mal das Schwiegermutterprinzip, mir im nächsten  Jahr nur noch beratend zur Seite zu stehen. Die Anzeichen dafür sind nicht vorhanden.
Da wurde schon gegraben, umgesetzt, geplant (die doofen Erdbeeren), es sind keine Anzeichen für schwiegermütterliche Zurückhaltung zu erkennen.

trenner_kartoffel

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