Aufbau des Staketenzauns

Nach dem Kahlschlag im vergangenen Herbst geht es beim Aufbau des Gartens nun voran: Seit dem Wochenende habe ich einen neuen Zaun.

Der alte musste dran glauben, weil er eine Symbiose mit dem ihm umgebenden Efeu eingegangen war. Genauer gesagt blieb er nur stehen, weil das Efeu ihn leidlich am Platz hielt. Da das Efeu aber weg sollte, musste auch der Zaun weg. Da der Zaun weg sollte, musste auch das Efeu weg.

Den neuen Zaun ist ein Staketenzaun aus Kastanienholz. Er bleibt unbehandelt; das Holz ist sehr widerstandsfähig und witterungsbeständig.

Am Freitag kam die Lieferung:

Staketenzaun: Lieferung auf Palette

Am Samstag haben der Mitbewohner und ich den Zaun dann aufgebaut. Ich hatte damit gerechnet, dass die Aktion länger als einen Tag dauert. Am Ende waren wir jedoch in sechs Stunden fertig.

Möglicherweise lag es an der professionellen Kleidung:

Gartenoutfit: Nur die Zarten kommen in den Garten

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Für das Einbringen der Zaunpfosten benötigt man:

  • einen Erdbohrer 90 mm
  • einen Vorschlaghammer (oder wie wir hier im Ruhrgebiet sagen: den dicken Mottek)
  • einen Bindfaden oder einen Zwirn zum Spannen einer Linie
  • einen Zollstock zum Abmessen der Abstände
  • Draht oder Schellen zum Abbinden der Pfosten, damit sie beim Draufschlagen nicht splittern

Werkzeug für den Zaunaufbau: Vorschlaghammer und Erdbohrer 90 mm

Den Erdbohrer haben wir geliehen. Unser Baumarkt hat einen integrierten Werkzeugverleih. Für anderthalb Tage haben wir 12 Euro bezahlt.

Die Pfosten werden alle 1,5 bis 2 Meter in die Erde geschlagen. Das braucht ein bisschen Kraft, war am Ende jedoch nicht so anstrengend wie befürchtet (sagt der Mitbewohner, ich habe mental unterstützt).

Der Zaun verläuft in L-Form – das heißt: Wir haben einen Eckpfosten. Wir haben ihn mit zwei zusätzlichen Pfosten abgestützt, die wir oben schräg angesägt haben. Die Stützpfosten haben wir mit Schrauben am Eckpfosten befestigt.

Zaunaufbau: abgestützter Expfosten

Der Zaun wurde in 10-Meter-Rollen geliefert. Die einzelnen Rollen sind ziemlich schwer. Ich schätze, dass sie >40 Kilo wiegen. Alleine waren sie jedenfalls kaum zu tragen, da sie zudem recht unhandlich sind.

Wir haben den Zaun ausgerollt und so aufgestellt, wie er hinterher stehen sollte.

Staketenzaun, abgerollt beim Aufbau

Der Zaun wird gespannt und schwebend aufgehängt. Denn wenn er den Boden nicht berührt, hält er länger.

Das Spannen des Zauns war ziemlich anstrengend. Es empfiehlt sich, jemanden zur Hand zu haben, der kräftig ist, damit er sich mit seinem ganzen Gewicht in den Zaun hängen und ziehen kann, während der andere den Zaun am Pfosten festschraubt.

Es wird jeweils eine einzelne Stakete am Pfosten befestigt – mit zwei Edelstahlbohrschrauben, eine unten, eine oben. Sollten Sie dieselben nehmen wie wir, benötigen Sie einen Torx-Aufsatz.

Staketen an Pfosten anschrauben

An der ein oder anderen Stelle setzt der Zaun bei uns minimal auf, weil das Gelände recht wellig ist. Ich habe dort jeweils einen kleinen Stein untergelegt. Das passte dann.

Der Zaun hat eine Höhe von 1 Meter. Der Abstand zwischen den Latten ist 8 Zentimeter. Es gibt auch Staketenzäune mit geringerem Latten-Abstand, doch ich fand das so sehr schön. Ich brauche ja keinen Sichtschutz, sondern lediglich eine optische Einfriedung.

Auf dem Bild sieht man gut, wie der Zaun schwebt:

Staketenzaun schwebend zwischen Pfosten gespannt

Auf ein Tor haben wir verzichtet. Es kostete noch einmal die Hälfte des ganzen Zauns. Stattdessen haben wir das Ende nicht mit der letzten Stakete am Pfosten festgeschraubt, sondern mit einem Bindfaden aufgehangen, so dass man es aufklappen und hindurchgehen kann.

Staketenzaun schwebend aufgehängt

Jetzt kann es weitergehen mit der Beetbepflanzung. Ich freue mich schon!

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